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Autor Thema: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...  (Gelesen 12486 mal)

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Offline Evil

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Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« am: 06. Mai 2008, 10:50:46 »
Nanu! Seit über 20 Jahren (eigentlich schon seit der Schule) ist für mich das Horrorgenre eigentlich das Hobby schlechthin!
Seid ein paar Monaten aber stell ich doch erschreckend fest, daß mich die ganze Sache nicht mehr so begeistert. :(
Die letzten Filme waren Planet Terror, 30 Days of Night und Fido (wobei ja Fido eigentlich kein Horror ist).
Und mit Black Sheep konnte ich beim zweiten schauen gar nichts mehr anfangen. :neutral:
In letzter Zeit schau ich nur noch die "normalen" Sachen. Erscheint einfach nichts mehr vernünftiges auf'm Markt, oder liegts an mir?
Also ein bischen mach ich mir grad Gedanken. Ob daß nur wieder ne Phase vom Evil ist, oder liegt's daran, daß ich schon 35. bin? :neutral:

Wie ist es denn bei euch, läßt die Lust an diesem Genre auch nach, oder läuft alles nach wie vor?

Liebes Dr. Beyond-Hollywood-Team, ich brauch mal dringend ihre Hilfe!!!

mit freundlichen Grüßen
der liebe Evil
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Offline Necronomicon

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #1 am: 06. Mai 2008, 10:54:14 »
Patient Evil bittet um Hilfe ?  :biggrin:

Also bei mir ist das auch ein Auf und Ab, die Interessen sind weit gestreut aber untreu werd ich dem Genre wohl nie werden  ;)

Von den neueren Filmen hab ich auch wenige gesehen aber zum LowPrice werden die Must-Buys dann alle nach und nach geholt.

Mach dir keinen Kopf, das wird schon wieder werden, eine richtige Medizin kann ich dir leider nicht verschreiben  :twisted:

Offline JasonXtreme

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #2 am: 06. Mai 2008, 10:59:06 »
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich nur noch wenig Horror schaue. Die Blockbuster oder Kinofilme klar - aber so wie früher, dass man sich einfach mal ein paar B Sachen ausm Regal geliehen hat sind vorbei - weil einfach nur noch Scheisse dabei ist!

Zu Hause behalte ich klar Sachen wie DAWN, TdT oder so - aber die ollen Kamellen von Onkel Fulci und Co. schau ich eh nie wieder an.
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Evil

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #3 am: 06. Mai 2008, 11:01:10 »
Necro: 30 Days of Night, residnet Evil 3 und Planet T. waren für mich zweifellos genial, dennoch für die letzte Zeit eindeutig zu wenig an guten Filmen. Dead Silence hat mir noch sehr gut gefallen. Ich glaub ich vermisse einfach neue Ideen.
Hostel 2, Hills have eyes 2, wrong turn 2 soiwe Saw 4 haben mich gar nicht mehr gereizt! Ich kauf zur Zeit nur noch Filme mit Willis oder Serien.  Hhmmm....
Na ja, das Rad kann man eben nicht gänzlich neu erfinden.
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Offline skfreak

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #4 am: 06. Mai 2008, 11:01:17 »
Oli hat's eigentlich gut zusammengefasst:

Also bei mir ist das auch ein Auf und Ab, die Interessen sind weit gestreut aber untreu werd ich dem Genre wohl nie werden  ;)

So in meiner Jugend war ich auch ziemlich auf Horror fixiert (vor allem die Nightmare's haben es mir angetan. Der gute nemesis wird in diesem Thread bestimmt noch unser denkwürdiges Kinoerlebnis reinpacken, hehe), allerdings hat das dann "irgendwann" nachgelassen.

Viele Jahre war für mich dann eigentlich Mainstream angesagt.

Erst in den letzten 1-2 Jahren hat sich mein Filmgeschmack dann auch deutlich verbreitert, will sagen: Mein Horizont ist gewachsen.

Momentan schaue ich auch mehr B-Ware und dabei auch mehr Horror-Sachen, obgleich ich mehr die Filme mit Tiefgang mag (z.B. die Rollin's, 30 Days of Night oder auch die Bolls) als die sinnlosen Gewaltorgien. Saw habe ich gesehen und zur Kenntnis genommen. Alle weiteren Teile habe ich mir z.B. aber nicht mehr angetan.

Ich würde mir da aber an deiner Stelle keinen grossen Kopf machen, das wird schon werden :biggrin:

Offline Evil

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #5 am: 06. Mai 2008, 11:08:31 »
Ahh Danke Jason. :)
@ freak: Filme mit Tiefgang würde ich jetzt sagen, sind Donnie Darko, K-Pax, Sixth Sense, 5 Millionen Dollar Baby, etc, etc.

Ach ja der Zimmer 1408 war auch nicht so toll wie alle sagten. :neutral:

Was ich immer wieder schauen kann ist ein Film wie Butterfly Effect!
Die Idee war sowas von spitzenklasse!
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Offline Necronomicon

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #6 am: 06. Mai 2008, 11:08:47 »
Jep, mit Saw wars bei mir ähnlich, Teil 1 und 2 gesehen aber kein Interesse an weiteren gehabt  ;)

Ich seh mir auch heute noch immer wieder gerne Dawn & Co. an aber so Blindkäufe wie früher, nur daß man das Regal voll mit blauen Rücken hat, wirds nicht mehr geben.

Man wird älter und reifer, wie ein guter Wein  :twisted:

Offline Evil

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #7 am: 06. Mai 2008, 11:14:31 »
Ach ja und was TV-Serein betrifft hat mich Lost und nip/tuck ziemlich bei der Stange gehalten!!!
Vielleicht hätte ich sowas früher nicht geschaut.
Bei den Hörspielen ist es ganz schlimm, da hör ich eigentlich nur noch wenig. Weil eben (im Gruselsektor) meist nur noch die alte Leier zu hören ist.

Wer weiß, vielleicht schau ich in 5 Jahren sogar Liebesfilme! Das schließ ich sogar gar nicht aus.  :roll:  :D
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Offline Necronomicon

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #8 am: 06. Mai 2008, 11:31:24 »
Wer weiß, vielleicht schau ich in 5 Jahren sogar Liebesfilme! Das schließ ich sogar gar nicht aus.  :roll:  :D


Das machst du doch jetzt schon und gibst es nur nicht zu !!

In 5 Jahren wirst du dann das erste Mal offen drüber reden können :twisted: ;)

Offline skfreak

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #9 am: 06. Mai 2008, 11:33:04 »
Wer weiß, vielleicht schau ich in 5 Jahren sogar Liebesfilme! Das schließ ich sogar gar nicht aus.  :roll:  :D


Das machst du doch jetzt schon und gibst es nur nicht zu !!

In 5 Jahren wirst du dann das erste Mal offen drüber reden können :twisted: ;)

Dann beginne ich mal das grosse Outing: Ich mag "Tage wie dieser". Das ist ein wunderschöner Film und mal ganz ehrlich: Ich schäme mich nicht dafür :lol:

Offline Evil

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #10 am: 06. Mai 2008, 11:36:37 »
Ok, dann oute ich mich eben!  50 erste Dates fand ich mega genial! Und Liebesfilme mit etwas Comedy, so wie verrückt nach Mary, oder schwer verliebt waren auch sehenswert.


















VERDAMMT!!!
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Offline Max_Cherry

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #11 am: 06. Mai 2008, 15:42:07 »
Also ich hab mich immer schon für alle möglichen Arten von Filmen interessiert. Bei mir waren es dann mehr Gangster- und Gaunerfilme, die mich zum Filmfan gemacht haben. Es gab natürlich ne Phase, in der man möglichst harte Horror-Filme sehen wollte, aber das ging recht schnell vorbei.

Ich finde in den letzten Jahren gab es immer wieder ein paar gute Horrorfilme. Klar muss man ein bischen suchen oder ein Interesse für Trash entwickeln, dann kann man möglicherweise auch den ein oder anderen weniger gelungenen Film genießen.
Ich für meinen Teil hab noch viele Genreklassiker aufzuholen und daher find ich "alte" Filme, die ich noch nicht kenne auch eher interessant. Die Argentos kenn ich z.B. erst seit ein paar Jahren.

Das ist alles ne Frage der Laune und es gibt nun mal Phasen, da hat man kein Bock auf Horror, anspruchsvolles Asiakino oder David Lynch.

Offline JasonXtreme

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #12 am: 06. Mai 2008, 15:45:06 »
Asia is ein gutes Stichwort - ich hab ne zeitlang (vor 3-4 Jahren) sauviel Asiazeugs geschaut, aus Asien bestellt usw. - heute geh ich an fast jedem aus dem Genre vorbei
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Ketzer

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #13 am: 06. Mai 2008, 15:50:55 »
@ Evil: liegt daran, dass Du keine Asiaten magst. :D

Da kommen nicht nur meiner Meinung nach viele gute Filme nach.

Ich denke dass Interesse liegt an natürlichen Schwankungen (vorausgesetzt man liebt das Genre -
denn zu einer alten Liebe kehrt man immer wieder gerne zurück).

Horror ist für mich nach wie vor mein Nummer 1 Genre. Das liegt aber daran, dass es bis zu einem
gewissen Grad immer noch provokativ und anders ist.

Für guten Nachschub ist doch auch immer noch gesorgt.

Als Nichtasiaten einfach mal Descent, HT, 28-Reihe, Saw, ... in die Reihe geworfen.

Was mich eher stört ist wieder die zunehmende Brutalisierung, der Remake Overkill,
die Vermainstreamung sowie das Fehlen packender Geschichten.

Auf Börsen / I-Net entdecke ich immer wieder kleine Perlen, die ich bislang nicht kannte,
bspw. Scarecrows, The Burning bzw. schließe endlich auch mal Wissenslücken, bspw. Maniac.

Bei mir ist es dagegen mit dem Action Genre so. Als Teenie liebte ich Action-Filme. Inzwischen langweilen die mich abgrundtief und ich schaue auch im Prinzip keine alten Sachen mehr,
bspw. Rambo.
« Letzte Änderung: 06. Mai 2008, 15:52:22 von Ketzer »
Menschen nutzen nur 10% ihres Gehirns, viele nicht mal das.


Offline Nation-on-Fire

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #14 am: 06. Mai 2008, 17:48:37 »
Im großen und ganzen kann ich das was Ketzer sagt unterschreiben.

Horror war mein Lieblingsgenre und wird es wohl immer bleiben.

Aber in der Vergangenheit ( ähnlich wie bei Mucke ) hat sich der Horizont einfach erweitert, und man findet auch Perlen in anderen Genres.

Und wenn wir beim outen sind : ich steh total auf Absolute Giganten und Im Juli.

Dass ist das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt,
aber nur solang man jeden Eindringling erschießt,
die Menschen an den Grenzen, sind die Geister die wir riefen,
und das weiß doch jedes Kind,
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Offline EvilEd84

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #15 am: 06. Mai 2008, 18:23:30 »
Och, ich finde, dass auf gehobenem B Niveau (und damit meine ich weder semi noch voll Amateur, sondern Sachen wie Wrong Turn, ... eben super gute, hochwertige Kost unterhalb eines Bockbusters) immer noch etliche super Streifen rauskommen. Ich neige dazu zu behaupten, dass die sogar besser und zahlreicher denn je sind. Man denke mal an die Mitte bis End 90er, ich glaube ich kenne keinen Horrorfilm aus der Zeit!!

Offline Nation-on-Fire

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #16 am: 06. Mai 2008, 18:34:16 »
Och, ich finde, dass auf gehobenem B Niveau (und damit meine ich weder semi noch voll Amateur, sondern Sachen wie Wrong Turn, ... eben super gute, hochwertige Kost unterhalb eines Bockbusters) immer noch etliche super Streifen rauskommen. Ich neige dazu zu behaupten, dass die sogar besser und zahlreicher denn je sind. Man denke mal an die Mitte bis End 90er, ich glaube ich kenne keinen Horrorfilm aus der Zeit!!

Auch die Zeit hatte ein paar Highlights. Cube ( '97 ) und From Dusk till Dawn & Scream ( '96 ) zum Beispiel

Dass ist das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt,
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Offline EvilEd84

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #17 am: 06. Mai 2008, 18:44:41 »
Klar, die ganzen Slasher der 90er sind def. erwähnenswert. Aber irgendwie im Falle von Scream nicht das was ich direkt unter Horror verstehe, das geht für mich eher in Richtung Thriller. Ebenso die Teenieslasher a la Ich weiß, die ich übrigens auch ganz groß finde. Cube ist für mich kein Horror, sondern ebenso ein Thriller.

Aber mit FDTD haste natürlich absolut recht, dachte der sei von 95!? Wobei das ja auch mitte 90er war ;) neben dem fällt mir aber echt nur noch Dellamorte Dellamore ein der ist auch Anfang der 90er, aber ansonsten war da echt tote Hose verglichen mit den Hämmern, die im Moment so rauskommen (Remake (2xTCM, THHE) oder Dinge wie High Tension, Inside, ... um nur die bekanntesten zu nennen)!

Offline Thomas Covenant

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #18 am: 06. Mai 2008, 22:14:28 »
Mal ehrlich wieviel wirklich gute Horrorfilme gab es denn die letzten Jahre.
Mir fallen da nicht so viele ein....The Descent, Saw I, Haute Tension um mal ein paar zu nennen.
Filme bei denen man wirklich selbst nach jahrzehnte langer Abhärtung eine kurze Haut bekommen hat.
Alles ander dröselt man sich so rein und gut ist.

Offline nemesis

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #19 am: 06. Mai 2008, 23:31:48 »
So in meiner Jugend war ich auch ziemlich auf Horror fixiert (vor allem die Nightmare's haben es mir angetan. Der gute nemesis wird in diesem Thread bestimmt noch unser denkwürdiges Kinoerlebnis reinpacken, hehe)...

Ja, das war in der Tat denkwürdig. 1989. Sascha war 16, ich 17...und Nightmare 5 ab 18...
Wir hatten die Karten schon...nur wollte uns der Türsteher nicht rein lassen, sondern lieber erst unsere Ausweise sehen. Ich diskutierte ein paar Minuten mit ihm, wir hätten die Ausweise nicht dabei, und wir wären ja wohl kaum so blöd, Kohle für die Karten rauszuhauen, wenn wir genau wüssten, wir kämen nicht rein und so weiter. Ein paar Minuten später saßen wir im kleinsten Popelkino der E-Kinos an der Hauptwache (das "Eden", die Besenkammer unter den Lichtspielsälen...), aber drauf geschissen, wir waren drin und durften Freddy auf der Leinwand bewundern, das war damals echt mal was.

Früher waren die Horrorfilme wohl am interessantesten, denn damals waren sie noch Neuland für uns. Und teils ja auch die verbotene Frucht, weil wir noch nicht wirklich volljährig waren. Man suchte noch nicht wirklich nach Anspruch, vielmehr lotete man die eigenen Grenzen aus, Slasher, Italo-Zombies, Kannibalen. Richtig spannend waren die wenigsten davon. Spannender war die Frage: Was kommt als nächstes? Und will ich das wirklich sehen? Natürlich sah man auch The Fog oder Alien, und die waren richtig spannend, aber auf dem Schulhof machten eher Tanz der Teufel und Zombie die Runde. Irgendjemand hatte immer einen älteren Bruder mit Videothekenausweis.

Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem man sich mit den Leuten hinter der Kamera beschäftigte und somit selektiver Filme des Genres aussuchte. Man begann, sich im Genre langsam etwas besser auszukennen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Und es gab so viel zu entdecken. Nur irgendwann (aber sowas dauert lange Jahre) hat man einen guten Teil der relevanten Filme abgegrast, kennt die wichtigsten Regisseure, die Spielarten und Varianten des Genres, die Meilensteine und Eckpfeiler des "Horrors". Und dann wird es eng. Irgendwie hat man alles in der ein oder anderen Form schon gesehen, und das wussten auch die Filmemacher. Gerade in den 80ern gab es im Genre ungemein viele Sequels, weil man mit dem "Altbekannten" Geld machen konnte. Darunter litt aber die Innovation. Und das bis heute. Schauen wir uns doch mal die schiere Menge an Remakes an. Kaum jemand versucht noch, etwas neues zu schaffen. Man kocht die bekannten Gerichte, packt ein paar Geschmacksverstärker und Gewürze rein, aber unterm Strich ist es das selbe Essen.

Wenn ich mal in die Leihe gehe, gibt es kaum noch aktuelle Genrefilme, die mich interessieren. Allein schon die vielen billigen DTV-Horrorfilme nach Schema F, die die immergleichen Psalme runterbeten. Virus, Zombies, Bumm-Bumm-Gekrösewühl. Oder Teenies in Not, weil der 1000ste Haken-Ziegfeld mit der Gummikutte des Verderbens einen schlechten Tag hatte. Der plakative Teil der damaligen Klassiker wird "exploited", aber die Erzählung bleibt auf der Strecke. Es wird quasi viel geredet, aber nichts gesagt - im filmischen Sinne. Und somit wird es langweilig. Nur selten verlässt mal jemand die ausgetretenen Pfade des Einheitsbreis, und sei es nur durch sorgfältige Inszenierung (was ja auch nicht mehr selbstverständlich ist), greifbare Charaktere, oder etwas Gespür für Atmosphäre (dito). Und einige Irregeleitete meinen, sie müssten das Genre revolutionieren, indem sie ohne Sinn und Verstand rumsauen bis zur Abartigkeit, aber es dem Zuschauer scheissegal ist, was da passiert, weil die Figuren (und oft die Handlung) flacher sind als ein Rudel Nanobots. Das mag vor 30 Jahren (als Slasher & Co groß rauskamen) noch funktioniert haben, ist aber heute - vor allem für die Älteren, die mit den "Klassikern" groß geworden sind - kalter Kaffee. Höchstens den Jamba-Sparabonnenten geht auf Börsen noch bei TCM - The Beginning und Ich folter dir die Grütze aus der Sparsocke im Russenkeller raus - Teil XII einer ab.

Fakt ist: Wir haben mehrere Jahrzehnte des (Genre -) Filmschaffens abgegrast und somit die Creme de la Creme dessen, was es gibt, bereits gesehen. Subjektiv betrachtet kommt somit in "Echtzeit" deutlich weniger an brauchbarer Genrekost raus. Hatt'mer schon, kenn'mer schon, und zwangsläufig wendet man sich so anderen Dingen zu.
« Letzte Änderung: 06. Mai 2008, 23:35:22 von nemesis »

Online Ash

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #20 am: 07. Mai 2008, 01:00:47 »
Mein Lieblingsgenre ist eh der Sci-Fi-Bereich und auf diese Filme bin ich weiterhin geil wie sau. :D

Horror ist halt geile und spassige Unterhaltung, richtig gegruselt habe ich mich nur selten (in BWP oder Descent) und es freuht mich wenn das ein Horrorfilm bei mir schafft aber ich setze das nie vorraus.

@Evil: 50ErsteDates ist wirklich suuupergenial. Ich LIEBE diesen Film!!!!

Offline Elena Marcos

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #21 am: 07. Mai 2008, 08:48:21 »
Pierre - dem ist nix mehr hinzuzufügen.

Ich schaue oft eigentlich alte Horror-Sachen. Schon mal entdeckt man unter den Neuerscheinungen Perlen - aber viel Zeug wie Hostel usw. ist halt Mist. Ich liebe Horror immer noch nach wie vor - stelle aber fest, daß die Klassiker oft mehr Atmosphäre haben und mit viel Liebe gemacht sind. Etwas, daß modernen Filmen oft abgeht...

Aber das Horrorgenre gehört zu den langlebigsten schlechthin und da wir bestimmt wieder mal ein Hoch kommen... ach ja - nach Inside hab ich das Gefühl, daß die Franzosen wieder etwas im Kommen sind...

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Online Ash

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #22 am: 07. Mai 2008, 08:55:27 »
Also für mich sind Filme wie Saw oder Hostel keine Horrorfilme. In meinen Augen sind Terrorfilme ne Sparte für sich.

Offline Ketzer

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #23 am: 07. Mai 2008, 15:13:22 »
das was aber Du bspw. sagst Pierre, läßt sich auch auf andere Genres übertragen.
Das ist kein horrorspezifisches Phänomen.

Es ist im Prinzip wie in der Musik. Mehr oder weniger wurde alles bereits gesagt.
Vieles ist ein Zusammenmischen oder ein Wiederkauen.

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Ich seh das anders Gunther. Es gibt nachwievor sehr viel gute bis sehr gute Sachen auf dem Markt. V.a. der Asienbereich bringt neben gegebenermaßen viel Mittelmaß auch noch immer sehr viele Perlen heraus.

Und v.a. diese Asien-Horror Welle war im Prinzip ja schon wieder innovativ. Wann habt Ihr denn
zum ersten Mal krummbucklige, komisch kriechende Haarpelze gesehen? Die Filmwurzeln dürften doch max. bis Mitte der 90er zurückgehen, oder?
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Offline EvilEd84

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Re: Das Horrorvergnügen läßt spürbar nach...
« Antwort #24 am: 07. Mai 2008, 15:16:01 »
Sehe es exakt wie Jens ;) alles andere würde ja unweigerlich dazu führen, dass ich mein Hobby ausfegeben müsste :? oder im Selbstmitleid versinken, weil "ja nur noch pups rauskommt".

Im Prinzip hat Pierre Recht damit: die Frequenz quasi in Echtzeit auf neue Perlen zu warten erscheint eben länger als mal in "nur 5" Jahren 80 Jahre Filmgeschichte abzugrasen. Dann ist es natürlich klar, dass einem die Perlenquote in den nächsten 5 Jahren erheblich geringer vorkommt ;)

 

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