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Autor Thema: Bushido und die deutschen Gangster...  (Gelesen 4214 mal)

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Offline Havoc

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #25 am: 21. April 2009, 10:56:01 »
Ich weiß nicht ob Dir das bewusst ist, aber wir haben Millionen dieser Beispiele im Land ;)
Wenn wir wirklich Millionen solcher Extrembeispiele im Land hätten, (die alle gar nicht arbeiten wollen) könnten wir Entwicklungshilfe beantragen.

Warum ich das eine Medium dafür viel mehr verantwortlich mache wie das Andere habe ich oben gesagt und es liegt auf der Hand. Ein Film oder Spiel ist Fiktion! Anhand der "talentlosen Rapper" sieht jeder, dass es REAL ist, dass es AKTUELL UND JETZT getan wird und getan werden kann.
Was liegt denn da auf der Hand? Es ist eine Vermutung, nicht mehr nicht weniger.
Ein Film oder ein Spiel ist Fiktion, aber der Herr Bushido singt nur von der alleinigen Wahrheit?

Ich denke man ist da immer sher vorschnell mit irgendwelchen geistigen Urteilen die man im Kopf fällt, wenn man mit einem Medium nichts anfangen kann, bzw. es einem nicht gefällt. Man ist da nicht mehr wirklich objektiv. Daher bin ich auch nach mehrfachem Durchdenken, der ganz festen Meinung, dass es nicht so einfach ist.
Man kann es nicht auf den simplen Schluss "Gangsterrapp verursacht Jugendgewalt" herunterbrechen.

“When I ride my bike I feel free and happy and strong.  I’m liberated from the usual nonsense of day to day life.  Solid, dependable, silent, my bike is my horse, my fighter jet, my island, my friend.  Together we will conquer that hill and thereafter the world”

Offline Havoc

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #26 am: 21. April 2009, 10:58:44 »
Das ist genauso, wie folgendes Beispiel: (auch aus meiner privaten Umwelt)
Ein 10 jähriger Junge komtm zu seinem Vater, weil die Mutter es nicht mehr packt. Die beiden sind geschieden. Vatti ist Zeit seines Lebens ein Rechter - und zu Hause bekommt der Bub den ganzen langen Tag vorgelebt wie asozial und unnötig ausländische Mitbürger sind - die muss man schlagen, die müssen raus aus Deutschland, die sind Dreck und nichts wert. Dreimal darfst Du raten, was der Bub nun mit 21 ist.
Und wo ist jetzt hier der böse Rapper schuld?
Jahrelange Prägung durch ein entsprechendes Umfeld sind hier ja wohl weit mehr wahrscheinlich als irgendein doofer Sänger.

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Offline skfreak

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #27 am: 21. April 2009, 11:00:49 »
Ich sehe das genauso wie Marco, für mich übt das Medium Musik leider einen deutlich schlechteren Einfluss aus wie das Medium Film

Offline JasonXtreme

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #28 am: 21. April 2009, 11:02:58 »
Nein, aber "DEUTSCHER Gangsterrap ist massgeblich beteiligt an der Jugendgewalt in sozial schwachen Vierteln und bei sozial benachteiligten Jugendlichen".

Das ist keine Vermutung, das sind Dinge die ich SEHE und ERLEBE Alex ;) egal wie sehr Du das nicht haben magst. Aber ich will keinem meine Meinung aufdrängen - das muss jeder selbst wissen.

Ich sehe nur eines immer wieder (ohne jemanden persönlich angreifen zu wollen!!!): Egal ob hier, in einem anderen Forum oder in Realien - Leute die den direkten Kontakt zu sozial Schwachen Menschen und Vierteln nicht haben, reden von Dingen die sie nicht wissen können. Was meinst Du denn wieviele Hartz 4ler wir so haben!? ;) was meinst wieviele davon Arbeit WOLLEN!? Geh hier mal in den Staddteil wo ich aufgewachsen bin - ich geh mit Dir die sieben Strassen durch (mehr sinds trotz 13.000 Einwohnern in dem Stadtteil nicht) und sage Dir bei jedem Zweiten Haus jede Familie bei denen vom Vater bis zum Sohnemann KEINER arbeitet - und seit ich die kenne! ;)

Und ich rede hier nicht von EINZELFÄLLEN - ich rede von einer unglaublichen Vielzahl alleine hier in unserer Stadt. Aber sowas stimmt ja alles nicht. Und Statistiken - offizielle - fertigt keiner darüber an, weil sonst mal Tacheles geredet werden müsste. Das weiß hier jede Sau - wenn man mit jemandem vom Rathaus redet oder allgemein von der Stadt, Immobilienbüros, .... dann sind das alles Hirngespinste.

Wie gesagt, Hirngespinste bei allen, die immer schön behütet aufgewachsen sind und nie in solchen Vierteln leben mussten - in denen ich und viele meiner Bekannten bisher 80 % meines Lebens verbracht haben
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline skfreak

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #29 am: 21. April 2009, 11:03:38 »
Ich denke man ist da immer sher vorschnell mit irgendwelchen geistigen Urteilen die man im Kopf fällt, wenn man mit einem Medium nichts anfangen kann, bzw. es einem nicht gefällt.

Der Vergleich hinkt aber, Alex.
Ich kann mit beiden Medien (Musik wie Film) etwas anfangen, wohlweislich aber nicht mit allen Stilrichtungen in diesen Medien. Dennoch üben diverse Stilrichtungen nicht die selben "Vorurteile" bei mir aus.

Offline Havoc

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #30 am: 21. April 2009, 11:12:35 »
Nein, aber "DEUTSCHER Gangsterrap ist massgeblich beteiligt an der Jugendgewalt in sozial schwachen Vierteln und bei sozial benachteiligten Jugendlichen".

Das ist keine Vermutung, das sind Dinge die ich SEHE und ERLEBE Alex ;) egal wie sehr Du das nicht haben magst. Aber ich will keinem meine Meinung aufdrängen - das muss jeder selbst wissen.
Nein, die Tatsache der Jugendgewalt ist keine Vermutung. Ich kann mich auch keineswegs erinnern das jemals behauptet zu haben.
Du schreibst oben ja schon selbst 2 weitere mögliche Ursachen hinzu
sozial schwachen Vierteln
sozial benachteiligten Jugendlichen".

und diese dürften wohl mit Abstand schwerer wiegen, als die Beeinflussung durch Musik.





Und ich rede hier nicht von EINZELFÄLLEN - ich rede von einer unglaublichen Vielzahl alleine hier in unserer Stadt. Aber sowas stimmt ja alles nicht. Und Statistiken - offizielle - fertigt keiner darüber an, weil sonst mal Tacheles geredet werden müsste. Das weiß hier jede Sau - wenn man mit jemandem vom Rathaus redet oder allgemein von der Stadt, Immobilienbüros, .... dann sind das alles Hirngespinste.
Aber wenn das wirklich alles nur auf die Musik zurückzuführen wäre, dann könnte sich der Politiker der sich diesem doch so "simplen" Ursache <-> Wirkungs Prinzip annimmt, seinen Wählerstimmen für die nächste Dekande sicher sein.
+ Kanzlerkandidatur.  ;)


(ohne jemanden persönlich angreifen zu wollen!!!):
Ey, pass auff, Alda  :lol:

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Offline Havoc

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #31 am: 21. April 2009, 11:17:36 »
Der Vergleich hinkt aber, Alex.
Ich kann mit beiden Medien (Musik wie Film) etwas anfangen, wohlweislich aber nicht mit allen Stilrichtungen in diesen Medien. Dennoch üben diverse Stilrichtungen nicht die selben "Vorurteile" bei mir aus.
Ja natürlich. Ich bin auch überhaupt kein Freund von romantischen Filmen. Trotzdem nenne ich nicht jeden der sie schaut, ein altes "Weichei".

Das ist vieleicht falsch rübergekommen. Ich bezog mich da natürlich auf die Stilrichtungen.
Ich mag die ganzen Aggro-Rapper ja auch nicht, versuche aber trotzdem denen so vorurteilsfrei wie es mir möglich ist, gegenüber zu treten.

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Offline Max_Cherry

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #32 am: 21. April 2009, 11:31:27 »
Oha, riesen Diskussion.
Ich wollte ja auch noch was dazu loswerden, aber da hab ich die letzten, laangen, gut überlegten Beiträge noch nicht gelesen. Also mach ichs ganz kurz:
Ich finde man muss an vielen Stellen differenzieren. Auf der einen Seite gibt es den sogenannten Battle-Rap:

Zitat
Battle-Rap (von englisch battle: Kampf) ist eine Form des Rap, bei der das Dissen eines fiktiven oder realen Gegners und die übertrieben positive Darstellung der eigenen Person im Mittelpunkt steht.

Der Battle-Rapper versucht den Gegner mit möglichst fantasievollen und in technisch möglichst ausgefeiltem Sprechgesang vorgebrachten Beleidigungen in Form von Reimen anzugreifen. Die Diss-Attacken beziehen sich dabei häufig auf die angeblich oder tatsächlich fehlenden Rapfähigkeiten (skills) des Kontrahenten, seine Integrität und Glaubwürdigkeit innerhalb der Szene (realness, credibility) und sind oft sexuell konnotiert. Gewaltmetaphern und Selbstüberhöhung (Angeberei) – oft bezogen auf die eigene sexuelle oder auch finanzielle Potenz sowie über demonstrativen Konsum – sind ebenfalls typische Elemente des Stils.

Der Battle-Rap ist eng mit dem Grundgedanken der Hip-Hop-Kultur verbunden, die durch das agonale Prinzip des Wettkampfs bestimmt ist. Im Battle wird in gewaltfreier Weise symbolisches Kapital und standing der Protagonisten innerhalb der Szene verhandelt. Battle-Rap ist eine der Urformen der Rapmusik.

Dem Boxsport vergleichbar gibt es auch im Battle-Rap Regeln: So sind rassistische Äußerungen gegenüber dem Gegner oder Schmähungen seiner nahen Verwandten meist nicht zulässig. Dabei ist „Spiel über die Bande“, um genannte Einschränkungen zu umgehen, ebenfalls nicht gern gesehen.

MCs und Rapformationen, die für ihre Battle-Skills bekannt sind/waren und auf diesem Gebiet Maßstäbe gesetzt haben, sind beispielsweise der Wu-Tang Clan, The Notorious B.I.G., 2Pac, Rakim, Big L, Big Daddy Kane, Eminem, Nas, Jay-Z, in Deutschland Tone , Westberlin Maskulin (Taktloss und Kool Savas), Sido, M.O.R., Kollegah, Favorite, Eko Fresh, Prinz Pi (noch als Prinz Porno), Sha-Karl und Samy Deluxe.

Und da sehe ich das quai genauso wie bei Filmen, denn diese Art von Musik ist eine Kunstform, die einfach nicht für Kinder geeignet ist! Und da ist m.m.n. der Unterschied zu Filmen, hier besteht eine größere Gefahr, dass die Kids das ernst nehmen. In den meisten Fällen ist es aber ganz und gar nicht so gemeint. Ich finde so kleine Reibereien zwischen deutschen Rappern (z.B. Azad und Sido damals) auch eher lächerlich und kindisch, aber meine Güte, damals bei 2Pack und Biggie flogen richtige Kugeln.
Das große Problem ist nun mal, dass die Kids die Ironie in den Texten und eben die Form des Battle Raps, der so sein muss (ist halt "Hip Hop-Sport", den anderen verbal fertig zu machen) nicht verstehen und die Texte auf Ihre reale Welt übertragen. Und da ist das Problem, muss ein Künstler Rücksicht nehmen? Hat er Verantwortung gegenüber den Konsumenten? Warum muss das bei Musik so sein und bei Filmen nicht?
Ich denke wie bei den Filmen bieten die Texte Identifikationsmöglichkeiten und auch Sprache, die von ZU jungen Leuten abgeschaut werden, die Ursachen für Gewalt ist sicherlich überwiegend wo anders zu suchen, ich denke niemand fängt durch einen Bushido-Song an, 10-jährige zu mishandeln. Was ist mit Elternhaus, soziales Umfeld generell, Perspektivenlosigkeit...
Das erinnert mich mal wieder an ein Scream-Zitat: "Nein Sid, schieb es nicht auf die Filme, niemand wird durch sie wahnsinnig, aber Wahnsinnige werden durch sie kreativer." Und wie gesagt ist da wieder die Frage der Verantwortung auf. Aber da es genügend Leute gibt, die sich Ganster-Rap anhören und "normal" sind (ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele den Spacken Bushido hören...) finde ich es zu einfach Gewaltverhalten auf Rap Musik zu schieben.

Klar gibt es da noch Spacken wie Bushido oder Fler, bei denen die Texte ja so authentisch sein sollen und eben auch so verkauft werden, das hat mit dem "Hip Hop"-Gedanken nichts mehr zu tun, das ist Popmusik, aber eben recht gefährliche, da dies von den Kids abgekupfert wird (siehe oben, da habt ihr ja schon genug zu geschrieben).

Also nach wie vor werd ich mir z.B. Sido, Beatfabrik, Kool Savas oder Taktlo$$ gelegentlich anhören, denn bei aller "Gewalt" in den Texten finde ich die sprachlichen Bilder und auch oft eingesetzte Selbstironie (ganz vorne= Sido) einfach unterhaltsam und es gibt definitiv gute deutsche Rapper, kein Plan, ob das oben weiter schon Thema war.
Andererseits gibt es auch lockeren, gehaltvolleren Hip Hop z.B. von Dendemann (neben dem frühen kool Savas, der beste MC in Deutschland.) oder die Absoluten Beginner.

Offline JasonXtreme

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #33 am: 21. April 2009, 11:39:41 »
Oh ich rede nicht von Leuten mit NORMALEN Texten und ich rede nicht von Leuten die Battle-Rap betreiben...... auch Sido hatte teils normale Texte (Augen auf...) und ich selbst habe früher mit Leib und Seele Rödelheim oder Kool Savas bzw. Massive Töne, die Firma.... gehört ;)

Dieses Gemache von Bushido gegen Fler, Sido und was weiss ich wen noch - und auch herumgedreht gegen ihn - das ist alles kein Spaß mehr und kein gedisse - da gehts teils ganz schön ab ;) Schlägereien waren bisher keine Seltenheit - und es wird schlimmer.

2Pac vs. Biggie vergleiche ich da garnicht. Da hat es doch früher KEINE SAU interessiert was die in ihren Texten singen - da hat es keinen gejuckt, ob sich in South Compton und der Bronx die Nigger die Birne einschiessen - das war hier einfach nicht so! Heute ist es das aber - und die ganzen Affen mit ihrem scheiß Berlin-Hip-Hop Gelaber sind oben auf und geben den Ton an
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Offline Sniper

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #34 am: 02. Mai 2009, 18:06:59 »
Oh ich rede nicht von Leuten mit NORMALEN Texten und ich rede nicht von Leuten die Battle-Rap betreiben...... auch Sido hatte teils normale Texte (Augen auf...) und ich selbst habe früher mit Leib und Seele Rödelheim oder Kool Savas bzw. Massive Töne, die Firma.... gehört ;)

Texte wie "Augen auf" hat Bushido auch zuhauf, ob er da nun wirklich hinter steht bzw das ernst meint ist ne andere Sache. Ich hab die Biographie gelesen und muss sagen man versteht dadurch den Menschen Bushido ein wenig mehr. Was nicht heißt, dass ich alle seine Ansichten teile, auch während des Lesens dachte ich manchmal "Wie kann man nur so denken?".
Die Musik aber für Jugendgewalt verantwortlich zu machen halt ich für falsch, Teile der Musik von Bushdio sind ab 16 bzw 18 freigegeben und wenn jemand unter der Altersbeschränkung daran kommt, was zugegebenermaßen recht leicht ist, ist das nicht die Schuld des Künstlers. Einfluss hat die Musik wohl schon, kann zumindest kein Zufall sein, dass 80-90% der jungen Kriminellen, rein aus meiner Sicht hab da keine Quelle für, deutschen Rap hören.

Bushido ist für mich insgesamt einfach ein cleverer Geschäftsmann der weiß wie man möglichst viel verkauft, was seine Texte angeht steht er bei den Aggro-Rappern die derzeit Deutschland überfluten allerdings fast noch brav da.

Offline dead man

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #35 am: 06. Mai 2009, 17:09:15 »
Gestern zufällig im TV was über den Film gesehen und Uli Edel wird die Regie übernehmen...  :staun:   Das der gute Mann sich für so nen Scheiß hergibt hätt ich echt nich erwartet...bin schwer enttäuscht. Produzieren wird das ganze Bernd Eichinger...

Offline Coltaine

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #36 am: 06. Mai 2009, 17:30:51 »
Da hier die Diskussion ja im vollem Gange war, muss sich jetzt ein etwas jüngerer und Bushido-Veteran einklinken. Also ich habe ab ca. 13 jahren angefangen Bushido, Aggro-Berlin etc. generell Deutschrap anzuhören. Für mich war das cool, mir gefielen die Rhymes der Jungs, die Texte, die Disstracks und die Beats. Ich war absoluter Fan. Aber bei mir war es nicht so wie bei anderen Spacken-Hirnen, dass mich die Musik in irgend einer Art und Weise beeinflusst hat. Ich hab sie gehört aber die Texte niemals als Orientierungspunkte oder Vorbilder genommen. Ich rede auch mit meinen Kumpels in so einer Art  "Straßen-Slang" mit Wörtern wie "shit, fuck, deine Mudder etc." eigentlich sagen wir kaum einen Satz zuende, indem keine Beleidigung vorkommt, aber ich finds okay. Wir sind jung und  werden noch erwachsen. Mittlerweile find ich die Musik auch kacke, ausser die paar wenigen  Lieder mit Sinn, ich bin einfach aus der Musikrichtung herausgewachsen. Unser Mundwerk wurde auch besser und wir reden nur untereinander so, in der Öffentlichkeit wissen wir uns durchaus zu benehmen. Das nur nebenbei.
Zu der Sache mit dem Verfilmen von  der Scheiß-Vergangenheit von Scheiß-Bushido finde ich kurz gesagt, scheiße. Ghetto hier, Ghetto da, ich finde die haben gar keine Ahnung was ein Ghetto ist, für mich absoluter Schwachsinn. Selbst bei der Biographie von 50 Cent bekam ich schon Aggressionen. Dieser Gangstarap, eine Auf-hart-mach-Tour, geht mir auf den Sack. Alles Mitleid-Cracks.  Dennoch werde ich mir den Film wahrscheinlich antun :)
« Letzte Änderung: 06. Mai 2009, 17:32:37 von Coltaine »

Offline nemesis

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Antw:Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #37 am: 05. Juni 2015, 09:58:49 »
Zitat von: schnittberichte.com
[Stress ohne Grund - Indizierung wurde aufgehoben

Skandalsong von Shindy feat. Bushido vorerst wieder frei erhältlich

Im Juli 2013 sorgte vor allem der berüchtigte Rapper Bushido für einige Schlagzeilen, weil er in seinem Feature-Part auf dem Track "Stress ohne Grund" von Labelkollege Shindy insbesondere gegen ein paar Politiker (z.B. Klaus Wowereit & Claudia Roth) deutliche Worte äußerte. Wie wir berichteten, wurden der Song sowie das zugehörige Album von Shindy im Eilverfahren indiziert.

Die BPJM stufte die Inhalte damals als "jugendgefährdend ein, weil sie verrohend wirken, zu Gewalttätigkeiten anreizen und Frauen und Homosexuelle diskriminieren" und führte weiter aus: "Den Jugendschutzbelangen war nach Abwägung mit der Kunstfreiheit der Vorrang einzuräumen."

Knappe 2 Jahre später haben diese Formulierungen ein Nachspiel, welches auch mit der allgemeinen Wahrnehmung von Bushido als Haupt-Übeltäter geradezu absurd wirkt. Wie das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster am 03.06.2015 (wieder in einem Eilverfahren nach einem entsprechenden Antrag seitens Bushido) entschied, war die damalige Indizierung rechtswidrig und ist ab sofort wieder aufgehoben.

Als Begründung wird angeführt, dass man "nicht ausreichend geprüft habe, ob es sich um Kunst handele". Ein der Kunst dienendes Medium sei gemäß Jugendschutzgesetz nicht als jugendgefährdend einzustufen. Eine Indizierung sei dann immer noch möglich, dafür müsste jedoch eine "besondere Abwägung" stattfinden. Dies beinhalte zwangsweise, die Personen anzuhören, welche "schöpferisch an dem Kunstwerk beteiligt" waren. Ausgerechnet mit Hauptinterpret Shindy wurde damals jedoch nie gesprochen.

Die Bundesprüfstelle kann nun Shindy anhören und sich erneut für eine Indizierung entscheiden. Vorerst ist der Skandalsong somit aber im Grunde wieder frei erhältlich. In der Indizierungsbegründung für das zugehörige Album wurden zudem allerdings noch die Tracks "Springfield", "Kein Fick" und "Martin Scorsese" aufgeführt.


Was die allgemeine Diskussion angeht, da kann ich aktuell nur ein Real-Life-Beispiel bringen, ohne Interpretation und Meinung, einfach nur so wie es ist:
Hab einen Zeitarbeiter in der Truppe (ich erwähne den Umstand nur, weil er sicherlich mal übernommen worden wäre, wenn einige Dinge nicht so wären), der ist 30 und hört NUR Gossen-Rap. Und plappert den ganzen Mist nach wie ein Papagei. Hat Freundin und Kind, vögelt aber fremd, kippt privat gern und oft, sein Auto ist ein fahrender Mülleimer, und er muss sich echt zusammenreißen, sich über längere Zeit hinweg etwas "gewählter" auszudrücken (ich muss ihn immer wieder mal darauf hinweisen). Er ist in vielen Dingen ja schon echt zuverlässig und zieht auch mit, hat aber auch oft genug diese Leck-mich-Attitüde.

Offline Leo

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Antw:Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #38 am: 05. Juni 2015, 10:16:57 »
... und genau so einen typen gab es gestern auch bei GRAN TORINO, ein Hochgenuss wie Clint Eastwood den abgewatscht hatte  8)

Aber das ist der Grund warum ich nich so viel deutschen bzw europäischen RAP hören kann, die kauen mir nur ein Ohr ab! Viel zu viel Pseudo-Gelaber, mich interessieren in erster Linie die BEATS, und nicht die Texte. Wenn dann höre ich lieber Hip Hop aus L.A. oder NY, auch wenn das ein wenig "schablonenhaft" ist  :)

 

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