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Autor Thema: Bushido und die deutschen Gangster...  (Gelesen 7065 mal)

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Offline skfreak

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« am: 20. April 2009, 16:31:42 »
Entschuldigung, vielleicht bin ich spiessig, aber für mich gehören solche "Menschen" wie ein Herr Bushido weg vom Fenster - und nicht mehr her. Was bilden sich diese Laffen denn ein wer sie eigentlich sind!?

Sehe ich genauso - ist genauso wie die Quoten-Rapper-N.... in den ganzen Film. Ich werde mir diesen Scheiss nicht ansehen.

Offline skfreak

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #1 am: 21. April 2009, 09:39:10 »
Jugendliche in der Findungsphase suchen sich immer etwas um sich von der älteren Generation abzusetzen. Und die Variante die noch möglichst stark polarisiert, wird bevorzugt.
Es kann mir doch niemand von euch Ü30ern erzählen, dass er in seiner Jugend nicht mit irgendeiner Form provozieren wollte.

Naja, wie definierst du provozieren? Ich hatte 'nen Pferdeschwänzchen, habe heimlich geraucht und ab und zu hat man auf dem Schulhof heimlich getrunken. Ansonsten waren wir eigentlich mehr die Kabel-Generation, die mit MTV Europe aufgewachsen ist und Breakdance betrieben habt. Ich sehe da schon einen deutlichen Unterschied zu den heutigen "Vorbildern". Wir haben auf jeden Fall nicht damit proviziert, das wir tätowierte Waffenbesitzer "verehrt" haben und wir haben weder mit Gewaltbereitschaft noch mit Gangsta-Rappern Identifikationserkennen gehabt.

Aber jemanden dafür zu bewundern, das er schon mal ein paar Kugeln abbekomemen hat und/oder Waffen besitzt und/oder in eine oder mehrere Schiesserein verwickelt war halte ich für sehr, sehr gefährlich und insofern her kann ich das Argument von Oli durchaus nachvollziehen.

Und noch ein Wort zum Pierre:

Public Enemy, Ice-T usw, sowas kann/konnte man sich noch anhören. Aber das ganze Sido- und Bushido-Geschmeiss  (an dieser Stelle ein ganz großes gomen nasai an alle Japaner auf der Welt, dass dieser Ehrenvolle Begriff für so eine Scheisse missbraucht wird) gehört in der eigenen Kacke ersäuft. Ich hör jeden verdammten Tag irgendwo "Ey Alda, isch fick dein Mudda, 'sch swöör, ey du Hurensohn" in der U-Bahn von den pubertierenden Spacken und wünsche mir gelegentlich, rückwirkend abtreiben zu dürfen...

Gomen nasai gibt's doch bestimmt beim Mosch-Mosch, oder? Nee aber im Ernst: "Ey Alda, isch fick dein Mudda, 'sch swöör, ey du Hurensohn"
und ähnliches hört man in der Tat sehr oft in der U-Bahn. Die heutige Generation hat schon einen sehr starten Verlust an Sprache zu beklagen - das das nicht alleine von der Musik kommt ist sicher klar, aber förderlich dafür ist die Musik sicher dennoch.
« Letzte Änderung: 21. April 2009, 09:39:40 von skfreak »

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #2 am: 21. April 2009, 10:18:15 »
Wir produzieren seit einigen Jahren zu viele Menschen die kaum eine Perspektive haben.

Nein :!: Wir leben einfach viel mehr in einer zunehmen multimedialer werdenden, konsumbeherrschten Gesellschaft.

Es fehlt nicht die Perspektive - die ist ja durchaus da (Ausbildungspakt, anyone?) sondern viel mehr die Einstellung "Ich habe doch eh alles, und wenn man arbeitet, dann verdient man viel zu wenig. Da brauch ich auch gleich gar nicht mehr arbeiten zu gehen".

Es gibt Perspektiven - man ist nur zu faul/träge Sie auch zu nutzen. Ich habe seinerzeit für 5 Mark die Stunde beim Heberer geschuftet. Du glaubst doch nicht ernsthaft, das heute noch viele Jugendlichen für einen äquivalenten Betrag (z.B. 5 Euro/Stunde) den Arsch hochkriegen.

Das siehst du doch heute schon in Reality-Shows (z.B. Frauentausch), das Leute einfach nicht einen Job finden sondern gar keinen Bock haben sich überhaupt einen zu suchen. Die Einstellung ist falsch - und nicht die fehlende Perspektive :!:
« Letzte Änderung: 21. April 2009, 10:18:34 von skfreak »

Offline skfreak

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #3 am: 21. April 2009, 10:19:52 »
Das sind alles doch keine VERMUTUNGEN - das ist doch mittlerweile belegbar! Lauf mal hier durch die Stadt und hör Dir an was die Kids reden und schau Dir an was sie tun! Die labern nicht von Filmen und Spielen - die labern denselben SCHEIß-Dialekt wie in den Liedern dieser Asozialen - und die leben das Leben, was sie von eben diesen Vorgepredigt bekommen - und zwar jedesmal wenn sie den Ohrstöpsel des MP3 Players drinhaben - und das ist eh 24/7

Traurig - aber wahr. Wer denkt, das Marco Blödsinn redet: Besucht einfach mal Frankfurt für einen Tag ;)

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #4 am: 21. April 2009, 11:00:49 »
Ich sehe das genauso wie Marco, für mich übt das Medium Musik leider einen deutlich schlechteren Einfluss aus wie das Medium Film

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Re: Bushido und die deutschen Gangster...
« Antwort #5 am: 21. April 2009, 11:03:38 »
Ich denke man ist da immer sher vorschnell mit irgendwelchen geistigen Urteilen die man im Kopf fällt, wenn man mit einem Medium nichts anfangen kann, bzw. es einem nicht gefällt.

Der Vergleich hinkt aber, Alex.
Ich kann mit beiden Medien (Musik wie Film) etwas anfangen, wohlweislich aber nicht mit allen Stilrichtungen in diesen Medien. Dennoch üben diverse Stilrichtungen nicht die selben "Vorurteile" bei mir aus.

 

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