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Autor Thema: Die Chemie des Todes - Simon Beckett  (Gelesen 334 mal)

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Offline Havoc

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Die Chemie des Todes - Simon Beckett
« am: 06. April 2010, 11:02:15 »





Klappentext:
David Hunter war Englands berühmtester Rechtsmediziner. Aber er hat seinen Beruf aufgegeben und sich inkognito nach Devonshire in ein kleines Dorf zurückgezogen. Dort arbeitet er seit ein paar Jahren als Assistent des Arztes, als sein friedliches Landleben ein jähes Ende findet. Spielende Kinder entdecken eine mit einem Paar Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin im Dorf. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei heraus, was David früher war, und so muss die Ex-Koryphäe der überforderten Provinz-Gerichtsmedizin helfen. Gerade als sich anhand seiner Analysen herausstellt, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt, um sie noch lebend zu finden. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los.





Auch so ein Buch, dass in der Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit erregt hat und lange Zeit die Bestsellerlisten beherrscht hat. Also musste ich mal schauen, warum dem so ist. :D



Buch:
Auf Grund eines schweren Schicksalsschlag, gibt der berühmte Forensiker David Hunter seinen Job als Rechtsmediziner auf und sucht sich eine Stelle als Assistenzarzt auf dem Lande. Dort will er all die schrecklichen Dinge seiner Vergangenheit vergessen. Dies scheint in dem idyllischen Dorf mit seinen jedoch etwas kauzigen Bewohnern vorerst auch zu gelingen.
Doch dann finden 2 Kinder beim Spielen die stark verwesende Leiche einer Frau, die jemand mit Schwanenflügeln, willentlich arrangiert, in der Wildnis abgelegt hat. Die Tote wird als eine zugereiste Schriftstellerin identifiziert, jemand der nicht zu der eingeschworenen Gemeinschaft des Dorfes gehört hatte. Und eher David Hunter es sich versieht findet der ermittelnde Kommissar heraus, was David vor seiner Zeit als Assitenzarzt war und bittet ihn zu helfen.Widerwillig, aber um nicht selbst in Verdacht zu geraten, willigt David schließlich ein und erstellt anhand der sich ihm bietenden Fakten eine Analyse über Todeszeitpunkt und Todesursache. Dabei kommt heraus, dass man es mit einem gefährlichen Mörder zu tun hat, der seine Opfer noch mehrere Tage lang foltert, bevor er ihnen anscheinend überdrüssig wird. Noch bevor alle Fakten zusammengetragen sind, verschwindet eine weitere Frau spurlos. Bei der Suchaktion werden mehrere Polizisten und Helfer durch Fallgruben und Drahtschlingen verletzt.
Anscheinend macht jemand gezielt Jagd auf vermeintliche Opfer.
Währenddessen kocht im Dorf die Gerüchtekücher über, denn der Mörder scheint einer von Ihnen zu sein.



Man nehme:
Einen einsamen, unfreiwilligen Helden mit Spezialwissen, der aufgrund eines vergangenen Unglücks nichts mehr mit seinem vorherigen Leben zu tun haben möchte.
Einen griesgrämigen Polizeibeamten, Marke "Wadenbeißer", der seinen Job mit Hingabe macht, aber widerwillig doch Unterstützung benötigt.
Ein buntes Sammelsurium an kauzigen und mysteriösen Dorfbewohnern die lieber unter sich bleiben und alles was "Von Außen" kommt als Störung betrachten.
Eine hübsche junge Dame die sich mit dem Helden anfreundet, dann aber in sehr große Schwierigkeiten gerät.
Sowie einen mysteriösen und unheimlichen Mörder, dessen wahre Identität eine erschreckende Erkenntnis darstellt.

Hört sich an wie eine Auflistung aus dem Setzbaukasten, für die klassische Krimi-/Thrillerliteratur.
Aber das muss ja nicht zwangsläufig schlecht sein.
Und das ist es meiner Meinung nach auch nicht. ;)

Denn, besser einen Genre-Beitrag mit allen seinen zur Verfügung stehenden Mitteln perfekt ausstatten und ein spannendes Werk schreiben, als sich in einer vermeintlichen Neu-Erfindung zu verlieren.
Dem erfahrenen Krimi und Thriller Leser werden zwar hier und da einige bekannte Versatzstücke auffallen und auch womöglich einige Hinweise. Ich lag mit meiner vermutung auch nicht völlig daneben, aber auch nicht absolut treffsicher. ;)
Weiterhin hat der Autor Simon Beckett auch sehr ausführlich über die Arbeit von Forensikern recherchiert. Dadurch wirken die Untersuchungen der Opfer und die Analyse des Verwesungsprozesses anhand von Insekten und anderen Hinweisen auch sehr authentisch und nicht gerade zimperlich.
Aber die ganz große Stärke des Buchs liegt meiner Meinung nach in dem hervorragenden Spannungsbogen, den Simon Beckett hier aufspannt. Recht schnell nimmt das Werk Fahrt auf und lässt den Leser sehr schnell an den Seiten kleben. Gewürzt wird dies durch einen ziemlich morbiden und unheimlichen Grundton der das ganze Buch durchzieht. Und dann irgendwann in der Hysterie eines ganzen Dorfes und den daraus entstehenden Anschuldigungen untereinander gipfelt, während der Mörder weiter zuschlägt. Ich sag es mal ganz salopp: Ich fand "Die Chemie des Todes" einfach ungemein spannend. Punkt.
Die Länge des Buchs ist mit seinen 430 Seiten auch perfekt dafür gewählt hier keine Sekunde soetwas wie Langeweile aufkommen zu lassen. Wer jetzt nicht die neuste Innovation eines Genres erwartet, darf hier recht bedenkenlos zugreifen.
Ich fand es super.
Das nächste Buch mit David Hunter, "Kalte Asche" liegt schon bei mir bereit. ;)


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Antw:Die Chemie des Todes - Simon Beckett
« Antwort #1 am: 06. April 2010, 13:11:20 »
Wusste ja, dass es gut sein soll - das wandert auf die "Liste" :)
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Lionel

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Antw:Die Chemie des Todes - Simon Beckett
« Antwort #2 am: 06. April 2010, 20:33:54 »
Überzeugt, das ist die nächste gute Meinung zu dem Buch. Wird noch eingesackt.


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