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Autor Thema: Review: Suicide Circle  (Gelesen 928 mal)

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Review: Suicide Circle
« am: 16. Dezember 2011, 19:15:22 »


http://www.ofdb.de/film/27410,Suicide-Circle


Viele wissen nicht so Recht, was sie von "Suicide Circle" halten sollen. Der Film wird als unverständlich empfunden, man ist einerseits überwältigt von den Goreszenen und der niveauvollen Verpackung, andererseits hat man Schwierigkeiten Sinn und Auflösung des Films nachzuvollziehen. Bevor ich jetzt behaupte euch mit meiner Weisheit erleuchten zu können, bin ich lieber gleich ehrlich und reihe mich im Club der Ratlosen ein: auch mir hat sich der Sinn diese Machwerks nicht hundertprozentig erschlossen.

Die Polizei ist ratlos, ein Jugendlicher nach dem anderen verübt Suizid, auch in Massen. Man stößt auf eine geheimnisvolle Internetseite, die die Selbstmorde im Voraus ankündigt, bald wird auch jemand festgenommen. Doch das Sterben geht weiter. Hat etwa eine Girlie-Pop- Band etwas mit den geheimnisvollen Ereignissen zu tun?

Tja, keine Ahnung, schon möglich. Mir erschließt sich einfach kein tieferer Sinn, obwohl der Film einen eben solchen impliziert. Aber keine Angst: Selbst der Regisseur behauptete, dass der Film in der zweiten Hälfte nicht unbedingt Sinn machen soll, d.h. wir grübeln vielleicht umsonst.
He, aber immerhin hat es der Regisseur geschafft seine Zuschauer dazu zu animieren, noch mal über das Gesehene nachzudenken.
Die Darsteller sind allesamt überzeugend, allen voran Ryo Ishibashi, bekannt aus "Audition" und " American Yakuza". Wir bekommen einige sehr krasse Goreszenen geboten, auf die ich jetzt aus Spoilergründen jedoch nicht näher eingehen möchte. Sagen wir einfach das ganze Geschehen ähnelt hier und da durchaus dem genialen "Battle Royale" ohne jedoch auch nur ansatzweise dessen Klasse zu erreichen.

Fazit: Wer auf "merkwürdige" Filme mit ansprechendem Splattergehalt steht, wird an "Suicide Circle" durchaus seine Freude haben. Wer jedoch einen guten Plot mit hundertprozentiger Auflösung jedes Details sucht, sollte lieber die Finger davon lassen.
Meiner Meinung nach ist es für westliche Augen doppelt kompliziert sich ein Urteil über diesen Film zu erlauben. "Suicide Circle" gehört eher in die Rubrik "typisch japanische Filme", schließlich wird ja auch die japanische Gesellschaft kritisiert (jeder muss der Beste sein, Mittelmaß ist ein Grund sich umzubringen), was sich hierzulande durchaus schwierig nachvollziehen lässt.
Nichtsdestotrotz: Der Film hat seine positiven Seiten, er ist blutig, kurzweilig, gut gespielt und unterhaltsam.


Filmwertung: 6/10

http://beyondhollywood.de/index.php/topic,1600.msg418287.html#msg418287

 

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