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Autor Thema: Review: Versus  (Gelesen 1267 mal)

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Review: Versus
« am: 16. Dezember 2011, 19:42:08 »


http://www.ofdb.de/film/9836,Versus


Hier ist er also. "Versus". Der Film fürs neue Jahrtausend. Berühmt berüchtigt. Der Durchbruch für Ryuhei Kitamura. Und - er hat es verdient!
Auf der Erde gibt es 666 (six, six, six, the number of the beast) Tore, davon befindet sich das 444. in Japan, im "Wald der Wiederauferstehung". Zwei Gefängnisausbrecher treffen sich dort mit einer Yakuza Bande. Es gibt Streitigkeiten und einer der Gangster wird von unserem "Dark Hero" erschossen. Natürlich ist die Verwunderung groß, als der gerade Getötete sofort wieder aufsteht und den Jungs ans Leder will. Er soll nicht der Einzige bleiben. Die Gangster haben viele Leichen in diesem Wald entsorgt. Und hier bleibt niemand lange begraben...

Soviel zum Grundgerüst der "Story". Natürlich ist diese sehr dünn, ein Narr, der, der was anderes behauptet. Aber: meiner Meinung nach bringt dieses Quäntchen an Story ein Spielfilmelement in "Versus". Denn: es geht nicht nur um tumbe Zombies, denen es in ihren Gräbern zu langweilig geworden ist. Wir erfahren, dass es noch einen "Oberschurken" gibt, den Herren des Waldes. Dieser hat die Absicht mit dem Blut des unserem Helden anvertrauten Mädchens den Zugang zur spirituellen Welt zu öffnen. Durch eine Rückblende finden wir heraus, dass er vor mehreren hundert Jahren bereits die gleiche Absicht hatte, damals jedoch von unserem "Dark Hero" gestört wurde. Dessen Eingreifen verhinderte den Eintritt des Bösen in die spirituelle Welt.

Wie gesagt, der Inhalt ist zu vernachlässigen, die Form jedoch ist kaum zu schlagen. Dem Zuschauer wird eine Palette wahnwitziger Kung-Fu Kämpfe geboten, vor denen selbst "Matrix" erblasst. Unser Held, Tak Sakaguchi kümmert sich zuerst um die Gangster und Zombies, bald wird ihm jedoch klar, dass ihn ein finaler Kampf erwartet. Er erinnert sich nicht an die Vergangenheit und das Mädchen hat Schwierigkeiten, ihn von der Wahrheit zu überzeugen.
Gerade beim Kampf mit den Zombies kennen die Gore-Szenen keine Grenzen. Da werden Köpfe abgehackt, Körper durchlöchert, Kehlen aufgeschlitzt und vieles mehr. Der Bodycount steigt in astronomische Höhen, was den Unterhaltungswert und Spaßfaktor nur erhöht.
Die Schauspieler sind in Ordnung, heraus ragen die beiden Protagonisten, der Held (Tak Sakaguchi, sehr charismatisch) und der Schurke (Hideo Sakaki).
Besonders beeindruckend ist der Endkampf zwischen den Beiden. Da die Schwerter echt waren und Sakaguchi in seiner Sicht aufgrund der Maske stark eingeschränkt war, wurde es teilweise tatsächlich lebensgefährlich und diesen Realismus merkt man den Szenen auch an.
Viele halten den Film ja für zu lang. Nun, ich habe mich dermaßen gut unterhalten gefühlt, dass ich diese Meinung nicht teilen kann. Für den Humorfaktor sorgen zwei trottelige Cops, die auf der Suche nach den beiden Ausbrechern sind und sich nahtlos in die Zombieschlachterei einfügen. Ebenfalls recht witzig ist einer der Gangster, der ständig nur flieht und schreit wie ein Mädchen, jedoch von den Yakuza am längsten überlebt.

Kommen wir zur musikalischen Untermalung. Der Soundtrack besteht zum größten Teil aus Techno, mit dem ich persönlich normalerweise überhaupt nichts anfangen kann. Hier passt er jedoch wie die Faust aufs Auge. Und: Die Musik ist einfach genial. Wenn jemand eine Ahnung hat, wo man diese herbekommt, der möge mich kontaktieren und darf mit einem dicken Dankeschön rechnen.
Wie der Film ausgeht? Nun, so wie es sich gehört. Unser Held tritt seinem bösen Gegenspieler in den Arsch und kriegt das Mädchen. Das war aber immer noch nicht alles. Als Sahnehäubchen liefert uns Kitamura noch eine ausgefallene Zukunftssequenz, die Lust auf "Versus " macht.
99 Jahre später trifft man sich wieder, diesmal in einer Lagerhalle. Die beiden Protagonisten haben diesmal jedoch ihre Rollen getauscht. Der Kampf geht weiter...

Fazit: Ich fand ihn als Funfilm schlicht überragend. Noch nie hab ich mich von solch einem "inhaltslosen" (denn eine tiefere Botschaft hat "Versus" nicht unbedingt) Film dermaßen unterhalten gefühlt wie bei diesem. Der einzige Grund, der mich von der Vergabe der Höchstnote abhält, ist die Tatsacht, dass ein Film für mich auch eine etwas ausgewogenere Story für 10 Punkte braucht. Trotzdem: absolute Empfehlung und 9,5/10.
P.S.: Ich freu mich schon auf "Versus 2".

http://beyondhollywood.de/index.php/topic,1888.msg418292.html#msg418292

Offline Flightcrank

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Antw:Review: Versus
« Antwort #1 am: 31. August 2016, 12:03:13 »
Gestern mal wieder seit ewiger Zeit gesehen...

:dvd:
Versus :7:
War schön ihn mal wieder gesehen zu haben und er hat auch immer noch Spaß gemacht aber die Zeit hat schon ordentlich an ihm genagt. Wäre vielleicht eher was für eine kleine Gruppe und viel Bier gewesen. Ich war alleine und hatte einen Kaffee, nicht die besten Voraussetzungen  :lol: ;)

 

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