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Autor Thema: Review: Beat  (Gelesen 931 mal)

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Review: Beat
« am: 16. Dezember 2011, 20:17:40 »
   

http://www.ofdb.de/film/10540,Beat


So klasse wie ich Beat beim ersten Ansehen fand, hätte ich eigentlich schon längst ein Review dazu verfassen müssen. Aber irgendwie gehört er eher in die Kategorie Filme, bei denen mir ein solches nicht so leicht von der Hand geht.

Grundsätzlich geht es um einen jungen Mann, Min, der sich selbst finden muss. Er ist oft mit seinem besten Freund unterwegs und prügelt sich durch das Nachtleben. Min ist im Faustkampf eine große Nummer und muss sich vor niemandem verstecken. Die Verbindung wird jedoch schwächer als er aufs College geht und sein Freund in einer Gangsterorganisation aufsteigt. Min lernt auf dem College ein nettes Mädchen kennen und findet auch einen neuen "besten Freund". Seine Auserwählte hat jedoch ihre eigenen Probleme und schon bald bricht sie das College ab. Wenig später verschwindet Mins Flamme von der Bildfläche, was für ihn nur ein Anlass mehr ist "in den Tag hineinzuleben". Er schmeißt die Schule und geht jobben. Obwohl Min nicht will, wird er von seinem alten Jugendfreund wieder auf nächtliche Prügeltouren mitgenommen. Als die Frau seiner Träume nach Jahren wieder auftaucht ist er fest entschlossen, nicht mehr zu seinem alten Lebenswandel zurückzukehren. Doch die Loyalität veranlasst ihn dem alten Freund weiterhin zu helfen. Er muss sich entscheiden: Glück in der Liebe und ein geregeltes Leben oder ein kriminelles gewalttätiges Umfeld in der Unterwelt. Das Leben unserer Charaktere gerät Stück für Stück aus den Fugen und wird kein glückliches Ende nehmen.

Das mag sich etwas merkwürdig anhören, aber der Film hat mich wirklich beeindruckt und ging mir sehr nahe.
Der Soundtrack, die Bilder, so ist das Leben und nicht anders. Wenn Min völlig entfesselt auf seinem Motorrad mit hoher Geschwindigkeit durch einen Tunnel rast, kann man nachfühlen das wir es hier mit einer unglücklichen Seele zu tun haben, die nicht weiß was sie sich vom Leben erwartet.
Die Stärke im Faustkampf wird ihm schon bald gleichgültig, als er ein wunderschönes Mädchen kennenlernt. Das Mädchen ist offensichtlich sehr ehrgeizig und hält ihr künftiges Studium für das wichtigste im Leben. Wie es wirklich in ihr aussieht, erfahren wir erst später. Der Druck im Elternhaus wird ihr zu groß, was zu einer Ablehnungsfunktion gegenüber ihrer beruflichen Zukunft und letztlich zu ihrem zwischenzeitlichen Verschwinden führt.
Mins Jugendfreund hält nichts von schulischer Weiterbildung und strebt von Anfang an eine kriminelle Karriere an.
Und Min selbst? Tja, man könnte sagen, er weiß einfach nicht was gut für ihn ist. Er bringt es nicht übers Herz seine Freundschaft zugunsten der Liebe aufzugeben, obwohl er weiß, dass dies kein gutes Ende nehmen kann.

"Beat" ist geniales Kino, wie es eigentlich nur aus Korea kommen kann und einer meiner ganz persönlichen Lieblinge im Subgenre des "asiatischen Dramas".
Wem "Friend" gefallen hat, der müsste diesen Film eigentlich vergöttern. Im Gegensatz zu "Friend" ist "Beat" nämlich ehrlicher und nicht nur Mittel zum Zweck. Hier fühlt man mit den Protagonisten mit, was zumindest bei mir bei "Friend" nicht der Fall war.
Seitdem hat mich kein Film aus dieser Ecke mehr so beeindruckt, mit Ausnahme des genialen "Rush", für den ich hier ebenfalls eine klare Empfehlung aussprechen möchte.

Die DVD von Bitwin bietet eine durchschnittliche Qualität ohne Extras. Natürlich gibt es englische Untertitel.

Filmwertung: 10/10

http://beyondhollywood.de/index.php/topic,12108.msg418268.html#msg418268

 

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