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Autor Thema: Review: The Boy From Hell  (Gelesen 731 mal)

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Review: The Boy From Hell
« am: 16. Dezember 2011, 20:44:53 »
 

http://www.ofdb.de/film/87344,The-Boy-from-Hell


Der kleine Daio - ganzer Stolz seiner Mutter - kommt bei einem tragischen Autounfall ums Leben. An seinem Grab trifft die Mutter auf eine geheimnisvolle, alte Frau, die ihr einen Dolch überreicht und ihr mitteilt, dass sie ihren Sohn wieder zum Leben erwecken könne, wenn sie dafür ein anderes Kind töten würde. Die Mutter, außer sich vor Schmerz und Trauer, kommt dem Rat der alten Frau nach und erweckt Daio wieder zum Leben. Doch der Junge, der aus dem Grab kriecht, ist nicht mehr ihr geliebter Sohn. Es ist ein deformierter Freak, der nach Menschenfleisch lechzt und nachts auf die Jagd geht. Schon bald steht die Polizei vor der Tür...

Puh, irgendwie hab ich mir was anderes erwartet, nicht ne ganz so billige Umsetzung. Aber seien wir doch mal ehrlich, die Annahme war eher naiv angesichts der trashigen Story und der Tatsache, dass dies eine Comicverfilmung ist. "The Boy from Hell" basiert auf einem der Comics von Hideshi Hino (seines Zeichens Regisseur des Guinea Pig Kotzstreifens "Flowers of Flesh and Blood").
Der Film ist in einer wenig edel anmutenden TV-Optik gefilmt und verfügt über comicartige Elemente. Mehr als einmal habe ich mich an "Stacy" erinnert gefühlt. Eine angemessene Verfilmung also, wenn man so will.
Der Freak sieht halt aber leider nun mal sehr billig aus und auch die Schauspieler sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. Deswegen bin ich eigentlich überhaupt erst auf den Film gestoßen. Ich hatte nach Filmen mit Beteiligung von Mirai Yamamoto (die hier die Mutter spielt) gesucht , da diese mir in "Sleepless Town" (Bombenfilm mit Takeshi Kaneshiro) super gut gefallen hat. Aber auch die Geschichte von "The Boy from Hell" fand ich nicht uninteressant.

Gesplattert wird natürlich auch. Nachts geht der mutierte Daio auf die Pirsch, beißt in Hälse, reißt Herzen heraus und isst diese etc. Auch eine Körperzersäg-Szene gibt es. Die Mutter, eine Chirurgin (sie selbst nimmt beispielsweise in einer Szene eine Operation an ihrem Sohn vor) ist verzweifelt, kann aber nicht mehr klar denken und versucht nur noch ihren Sohn zu beschützen.
Der Polizist ist natürlich auch mal saugeil. Er hat eine Nasenprothese, da will man nur noch loslachen, so scheiße sieht das aus. Aber ist wohl auch im Comic so und soll wohl eine surreale Atmosphäre erzeugen.

Immer wieder - in bester Ittenbach-Manier - gibt es auch Höllenszenen. Der mutierte Freak ist zu sehen, wie er den ursprünglichen Daio am Boden hält und leiden lässt. Diese Szenen sehen auch super billig aus, lassen aber dennoch eine gewisse Atmosphäre aufkommen.

Der Film geht lediglich etwa 50 Minuten und ist Teil einer Reihe, die aus anderen Monster-Mangaverfilmungen besteht (ich nehme mal an auch von Hideshi Hino Comics, aber ich weiß es nicht genau). Dafür bietet die hübsche HK-DVD, die im Pappschuber steckt, neben einem ca. 30-40 minütigen Interview und Making Of-Teil, nebst Pressevorführung mit Hideshi Hino, auch noch ein zweiseitiges Booklet mit Exzerpten aus dem Comic und den Coverabbildungen der anderen Filme aus der Reihe. Alles in allem eine gelungene Veröffentlichung.

Was ich klasse fand, war der Soundtrack. Gerade wenn Klein-Daio nachts auf Menschenjagd geht oder sich die Lage gegen Ende hin zuspitzt, wird eine elektronische Mucke eingespielt, die nicht selten an Goblins Arbeiten für Dario Argento erinnert. Dies sind die Momente, in denen der Film auch etwas hochwertiger wirkt.

Letztlich kann ich dem Film leider nur 4,5/10 geben, da er für meinen Geschmack dann leider doch nicht gut genug umgesetzt und zu billig war. Aber es ist nun mal eine Comicverfilmung, da muss man eigentlich andere Maßstäbe ansetzen. Dass viele dem Film etwas abgewinnen können, kann ich jedenfalls verstehen. Nur MEIN Geschmack ist er halt nicht.

http://beyondhollywood.de/index.php/topic,12100.msg418271.html#msg418271

 

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