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Autor Thema: Review: Space Invaders  (Gelesen 873 mal)

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Review: Space Invaders
« am: 16. Dezember 2011, 20:51:51 »




http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=623

http://german.imdb.com/title/tt0095444/


Mike und Debbie beobachten wie ein Komet im Wald landet und am Ort des Geschehens steht auf einmal ein großes Zirkuszelt. Doch das ist nur Tarnung, denn außerirdische Killerclowns wickeln Menschen zu Nahrungszwecken in Zuckerwatte ein. Mike und Debbie können gerade so entkommen, doch die Außerirdischen nehmen nun Kurs auf das kleine Dorf, wo sie sich massenhaft Opfer holen. Nur der junge Polizist Dave erkennt die Katastrophe rechtzeitig und hilft Mike und Debbie die mordenden Clowns unschädlich zu machen.(Autor: floair, Quelle: ofdb.de)



Ein Zirkuszelt landet irgendwo in einer amerikanischen Kleinstadt. Es handelt sich um mordende Clowns, irgendwo aus dem Weltall, die die Erde unterjochen wollen. Die Teenager Mike und Debbie, unterstützt vom jungen Dorf-Cop Dave, kämpfen gegen die außerirdische Gefahr an, die zu Beginn niemand ernst zu nehmen scheint. Schließlich verschanzen sich die Clowns in im örtlichen Amusementpark; dort kommt es zum großen Showdown, der das weitere Schicksal der Menschheit entscheidet...

Muahahaha, einmal herzhaft lachen. Hier haben wir es mit einer absoluten Trashgranate zu tun, die sicherlich nicht viel gekostet hat, aber mangelndes Budget mit Enthusiasmus und einem schier unbändigen Ideenreichtum wieder wett macht. So töten die Clowns auf unterschiedlichste Weise: durch die (rosanen, grünen, gelben) Laserstrahlen ihrer (Spielzeug)kanonen, z. B. als sie einer hübschen Blondine Pizza liefern; sie drängen einen Teenager bei einem Autorennen von der Straße ab; ein Rocker, der ihnen dumm kommt, wird mit Hilfe von Boxhandschuhen einen Kopf kürzer gemacht; Würmer mit Clownsköpfen greifen aus Medizinschränken und sogar aus der Kloschüssel nach ihren Opfern, in bester Freddy Krueger - Manier; ein altes Ehepaar wird durch ein Puppenspiel angelockt und durch den Schatten eines Dinosauriers verschlungen; ein Wachmann wird mit Torten beworfen, daraufhin schmilzt er zu einem Klumpen etc.
Die Opfer werden immer in einen Cocoon aus Zuckerwatte (!!) gebettet. Oder in Ballons (!!!!). Apropos Ballons - auch eine sehr geile Idee - die Jagdhunde der Clowns bestehen aus aneinandergeknoteten Ballons in Hundeform, die bellen und schnüffeln! Die Zentrale der Clowns wirkt wie eine grellbunte LSD-Version von Captain Kirks Enterprise, da steht Augenkrebs auf dem Tagesplan. Erinnert an die surreale Essensfabrik aus dem Louis de Funés Vehikel "Brust oder Keule".
Die Clowns sind überall, so gibt es folgerichtig auch eine nett anzusehende Sequenz, in der die Clowns mit ihren Cocoons in Massen (!) durch die Straßen ziehen, so als wäre die Erde schon erobert und nur noch einige wenige Menschen hätten sich irgendwo verschanzt. Apokalyptisch..wenns nicht so billig umgesetzt wäre.:-)
Der Showdown rockt auch die Hütte, am Ende müssen die beiden Teens und der Cop, unterstützt von zwei grenzdebilen Eisverkäufern gegen einen Superclown kämpfen, der aussieht wie eine Mischung aus dem Monster aus "Story of Ricky", Godzilla...und einem Clown eben.

Die Schauspieler sind eher schlecht, das stört aber weiter nicht, da der Unterhaltungswert stimmt. Cool fand ich den Cop Curtis Mooney, gespielt von John Vernon. Mooney sieht aus wie eine hundsgemeine Version von Gene Hackmann (als ob der selber nicht schon fies genug schauen würde) und genauso verhält er sich auch. Dargestellt als ein "Bad, tough cop", völlig überzogen, hasst er alles und jeden. Ständig müssen seine Mitmenschen seine Wutausbrüche und Hasstiraden über sich ergehen lassen, was jedoch zu einem fetten Grinsen Anlass gibt, ganz ernstgemeint ist diese Rolle nicht.
Effekte sind im Übermaß vorhanden, aber kein Splatter, sondern vorwiegend Lichterffekte. Die Clowns lösen Menschen mit ihren  verschiedenfarbig schießenden Laserkanonen auf, selber kann man sie nur töten, wenn man auf ihre Nasen zielt - dann verschwinden sie in einem grünen Energiewirbel - oder explodieren. Also "Ghostbusters" und "Big Trouble in Little China" lassen grüßen, nur dass hier alles viel trashiger wirkt.
Kostüme und Ausstattung haben ein dickes Lob verdient und machen mindestens den halben Film aus. So kriegen wir die verschiedensten Clowns zu sehen, große, kleine, dünne, dicke, in den buntesten Kostümen, mit den lächerlichsten Masken - hier wird jede Menge Abwechslung geboten.
Gore und Titten gibt es leider nicht zu sehen (bis auf den geköpften Rocker), aber auch das tut dem Vergnügen keinen Abbruch. Einen Kultcharakter wie "Night of the Creeps" kann ich "Space Invaders" (wie er in Deutschland heißt) nicht bescheinigen, dafür hat er auch die Qualität einfach nicht. Die Clowns wirken nie wirklich gruslig, dafür ist das ganze Ambiente zu trashig. Aber wie eine Komödie wirkt der Film auch nicht, genügend Horror- und Sci-Fi - Atmosphäre wurde also erhalten.
Gefallen hat mir auch der Soundtrack, hauptsächlich zwar instrumental, aber netter 80s Synthie-Pop-Rock, auch ein "Clown-Song" wurde eingespielt, der passt wie die berühmte Faust aufs Auge. Überhaupt atmet der ganze Film den Geist der 80er, was ihm bei mir persönlich natürlich nochmal einen Pluspunkt einbringt.Dennoch sind im Endeffekt, da der Film letztlich doch zu belanglos und harmlos daherkommt, nicht mehr drin als..

:arrow: 6,5/10

http://beyondhollywood.de/index.php/topic,4535.msg281080.html#msg281080

 

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