Beyond Hollywood - das Filmsyndikat

 
Bitte logg dich ein oder registriere dich.

Autor Thema: Review: Snake Lady  (Gelesen 940 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline nemesis

  • In der Vergangenheit lebender
  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 53.783
  • Videosaurier
    • Profil anzeigen
    • beyondhollywood.de/
Review: Snake Lady
« am: 16. Dezember 2011, 20:53:58 »


http://www.ofdb.de/view.php?page=poster&Name=10741&Kat=Review


Der junge Geschäftsmann und Familienvater Chanachol kommt nach einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt zurück nach Thailand. Er interessiert sich besonders für die Kultur seines Heimatlandes und schließt sich daher einer touristischen Besichtigungstour unter der Leitung der hübschen und verführerischen Mekhala an, die sogleich ein Auge auf ihn wirft. Doch Chanachol ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Lange hält er der Versuchung stand, geht dann aber letztlich doch eine Affäre mit Mekhala ein. Was er nicht ahnt: Mekhala ist seit frühester Kindheit mit einer Schlange unzertrennlich verbunden, von der sie seit jeher beschützt wird, und der gefällt diese Liaison überhaupt nicht...

Klingt etwas sonderbar? Ist es auch. Wir haben es hier mit einer Mischung aus Tierhorror und Melodram auf Seifenopernniveau zu tun. Der Hauptdarsteller wirkt etwas hölzern. Er gibt ein wunderschönes Paar zusammen mit der liebreizenden Protagonistin ab, seine femininen Gesichtszüge und seine bescheidenen schauspielerischen Fähigkeiten machen ihn aber irgendwie unsympathisch.
Mir ist bereits in der Vergangenheit bei thailändischen und auch indischen Filmen aufgefallen, dass diese Probleme haben, sich für ein Genre zu entscheiden und daher am Ende weder Fisch noch Fleisch sind. Die Handlung geht kaum über "GZSZ"-Niveau hinaus, wenn Chanachols Frau rausfindet, dass er sie betrügt oder der Sohn schmollt, weil Papa nicht mehr da ist. Dann kommen aber wieder so Dinger wie die versuchte Vergewaltigung eines Mädchens, die von der Schlange blutig unterbunden wird. Oder als Mekhalas Ex-Freund aufbricht um die Schlange zu töten, gebissen wird und im fahrenden Motorboot an einer Leine hängenbleibt. Kopf ab. Die Schlange ist größtenteils als CGI zu sehen, was aber halbwegs gelungen ist und daher wenig stört. Nur in Nahaufnahmen ist eine richtige Kobra zu sehen.

Warum sollte man sich den Film trotz dieses wilden Genre-Potpourris ansehen? Zum einen bietet er wunderschöne opulente Bilder. Der Dschungel, wo die Schlange beheimatet ist, wird in visuell beeindruckender Form eingefangen, ebenso die Bilder vom Fluss. Die Hauptdarstellerin ist ein absoluter Engel, so ein hübsches Ding sieht man selten. Ihre Vergangenheit wird in Form von optisch abweichenden Rückblenden erklärt, was mir auch super gefallen hat. Und dann hat der Film noch eine spirituelle Komponente, der sicher nicht jeder etwas abgewinnen kann, die mir aber ganz gut gefallen hat. Chanachol und Mekhala sind ein Liebespaar, für das es keine gemeinsame Zukunft gibt, ganz wie bei "Romeo und Julia". In diesem Zusammenhang sind auch die Unterwasseraufnahmen zu erwähnen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will, da ich der Handlung sonst voraus greifen würde. Dasselbe gilt für das Ende.

Ein Film, der Potenzial verschenkt, in seinen schlimmsten Momenten ob des triefenden Liebes-Schnulz-Plots sogar nervt, der mir aber doch irgendwie gefallen hat. Schwer in Worte zu fassen.


Wertung: 7/10

http://beyondhollywood.de/index.php/topic,12109.msg418298.html#msg418298

 

SMF 2.0.15 | SMF © 2011, Simple Machines
ModernDark64 design by BlocWeb
Seite erstellt in 0.037 Sekunden mit 30 Abfragen.