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Autor Thema: REVIEW: Warrior  (Gelesen 3822 mal)

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Online Flightcrank

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REVIEW: Warrior
« am: 27. Januar 2012, 14:05:36 »
Warrior





Inhalt:

Die Brüder Tommy (Tom Hardy) und Brendan (Joel Edgerton) treten bei dem bis dato größten MMA (Mixed Martial Arts) Turnier "Sparta" an. 16 der besten Fighter ermitteln in einem "Last Man Standing" den Sieger der nach dem "Winner takes it all" Prinzip ein Preisgeld von 5 Mio. US-Dollar erhält. Ihre Motivation ist letztendlich ähnlich, denn es geht einzig und allein darum Existenzen zu sichern. Tommy, ein Ex-Marine und gerade aus dem Irak zurückgekommen, ist ein verbitterter und von Schuldgefühlen getriebener Mann. 14 Jahre nachdem er seine Heimatstadt verlassen hat, kehrt er als Deserteur aber auch heimlicher Kriegsheld zurück. Um der Familie seines verstorbenen Freundes eine unbeschwerte Zukunft zu ermöglichen, tritt er beim Turnier an. Zu seinem Bruder Brendan hat er schon jahrelang keinen Kontakt mehr. Brendan, ein zweifacher Familienvater und Lehrer lebt ein scheinbar beschauliches Leben in Philadelphia. Doch er und seine Frau (Jennifer Morrison) stehen mit dem Rücken zur Wand. Da sie die Raten für das gemeinsame Haus nicht mehr zahlen können, sieht Brendan im "Sparta" die große und einzige Chance alle finanziellen Probleme zu lösen. Zwischen den ungleichen Brüdern steht ihr alter Herr Paddy (Nick Nolte) der ihnen als Säufer eine schwere Kindheit bescherte. Beide haben sich vor langer Zeit abgewandt und ihm nichts mehr zu sagen. Doch Paddy hat sich geändert. Er ist zwar ein alter, gebrochener Mann doch mittlerweile trockener Alkoholiker und versucht verzweifelt den Kontakt zu seinen Söhnen wiederherzustellen um gutzumachen was noch gutzumachen ist.


Meinung:

Warrior ist ein Kampfsport-Drama das wie auch The Fighter in erster Linie die Familiengeschichte zweier ungleicher Brüder in Vordergrund stellt. Die eingestreuten Fightszenen sind wohl dosiert, klasse choreografiert, sowie wuchtig und dynamisch umgesetzt worden, wobei die Kämpfe für meinen Geschmack teils etwas zu schnell vorbei sind. Ansonsten wurden sie aber, wer MMA ein bisschen kennt - bis auf den ein oder anderen übertriebenen Move, wirklich super in Szene gesetzt. Zu den Darstellern kann ich folgendes sagen: Ich fand Tom Hardy einfach nur spitzenmäßig. Seine Physis ist beachtlich, gar bedrohlich und konnte ja schon in Bronson bewundert werden. Wenn er hier mit entschlossenem Killerblick im Ring steht und alles platt walzt was sich ihm in den Weg stellt, kann man es mit der Angst zu tun bekommen. Selbst außerhalb des Rings umgibt ihn durch seine massive Erscheinung und seine Bewegungen eine respekteinflößende Aura. Er spielt den zwar ruhigen aber verbitterten und im MMA Octagon zur Killermaschine mutierenden Ex-Marine meiner Meinung nach grandios. Von Schuldgefühlen zerfressen, weil er im Irak als einziger Mann einen Einsatz überlebte und seinen besten Freund dabei verlor und verbittert weil er seinem Vater und seinem Bruder zum Vorwurf macht, nicht dabei gewesen zu sein als ihre Mutter starb. Hardy zeigt einmal mehr was für ein facettenreicher und talentierter Darsteller er ist. Auch "Newcomer" Joel Edgerton (The Thing Remake) macht seine Sache super. Dem Kampfsport längst abgeschworen und als Lehrer arbeitend steht der sympathische Familienvater mit dem Rücken zur Wand, da er die Raten für sein Haus nicht mehr zahlen kann. Den einzigen Ausweg sieht er darin wieder in den Ring zu steigen, um mit lukrativen Preisgeldern die Privatinsolvenz zu vermeiden. Edgerton verleiht seinem Filmcharakter Brendan eine authentische Aura die man ihm jederzeit abkauft. Zwischen ihnen steht ihr Vater Paddy der von Nick Nolte verkörpert wird und der für seine Rolle eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller erhalten hat. Ein mittlerweile trockener Alkoholiker der den Jungs ihre Kindheit zur Hölle machte und nun sein Leben ändern möchte. Seit 1000 Tagen ist er trocken, hört auf seinem alten Walkman "Moby Dick" Kassetten und versucht wieder Zugang zu seinen ihn verachtenden Söhnen zu bekommen. Als gebrochener Mann der in seinem Leben viel falsch machte und nun auf seine alten Tage versucht die Dinge zu korrigieren, kann Nolte mit einer sehr zurückhaltenden aber gleichsam sehr intensiven Rolle überzeugen. Die Darsteller sind also allesamt spitze und besonders eine Szene zwischen Nolte und Hardy abseits des Rings in einem Hotelzimmer ist herzzerreißend grandios. Eine zweite Szene als sich die Brüder in der Nacht am Stand vor dem Hotel gegenüber stehen ist ebenfalls großes Kino.

Mir hat Warrior letztendlich sehr gut gefallen, auch wenn ich trotz der langen Laufzeit von 140 Minuten bei der ein oder anderen Szene bzw. dem ein oder anderen Handlungsstrang noch etwas mehr Feinschliff bzw. Information gewünscht hätte. Grundsätzlich lässt sich Regisseur Gavin O'Connor (Miracle, Das Gesetz der Ehre) aber ausreichend Zeit um seine Figuren zu zeichnen und ihnen die nötige Tiefe zu verleihen. Die Story wirkt nie langweilig und auch im ersten Teil, in dem nicht viel Ringaction zu sehen ist, schafft es O'Connor gekonnt das Familiendrama langsam aufzubauen. Im Übrigen kann das teils sehr körnige Bild einerseits als störend empfunden werden (zugegeben, mich hat es anfangs etwas irritiert), trägt andererseits aber auch zur Authentizität des Geschehens bei. Für Warrior kann ich eine allgemeine Empfehlung aussprechen, denn selbst nicht Kampfsport Fans und Leute die nichts mit dem UFC Fighting anfangen können dürften von der Qualität dieses Sport-Dramas überzeugt werden. Ich gehe sogar so weit und sage, er ist genau so brillant wie der mehrfach ausgezeichnete The Fighter.
 

Warrior :arrow: :8:
« Letzte Änderung: 27. Januar 2012, 14:44:32 von Flightcrank »

Online Flightcrank

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Antw:Review: Warrior
« Antwort #1 am: 27. Januar 2012, 14:07:13 »
Am 24. Februar komem von Universum Film die Deutschen Scheiben. Gesehen habe ich die US Blu-ray Disc.

Trailer: :arrow:
feature=fvwrel
« Letzte Änderung: 27. Januar 2012, 14:12:29 von Flightcrank »

Offline JasonXtreme

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« Antwort #2 am: 13. Februar 2012, 09:41:46 »
Also ich kann nur beifplichten, und Nolte war grandios!!! Sehr berührender Film über ein Familienschicksal, welches im Grunde nur durch den Sport zusammengehalten wird - sofern man das so nennen kann. Einige denkwürdige Szenen, vor allem abseits des Ringes, bei denen ich schon fast ne Träne verdrücken musste. Schlussendlich hat mich nichtmal das MMA gestört - und Tom Hardy, alter Vatter, der Typ sieht aus wie aus der Klapse ausbegrochen!!!  :8:
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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« Antwort #3 am: 27. März 2012, 13:47:01 »
Puh, lese ich eben erst: also mir hat er gar nicht zugesagt.

:bd:
Warrior :5:
Überraschung: leider nur sehr durchwachsen. Macht einen auf anspruchsvoll und vielschichtig wirkt aber dennoch nur wie eine aufgeblasene MMA / UFC Werbefilmchen. Ich meine, alleine, dass im Endeffekt in einer Stunde unzählige (unnötige) Baustellen sozialer Art aufgemacht werden, nur um dann die restliche Stunde komplett dem Turnier zu widmen. Ne, das hat leider nicht funktioniert. Charakterentwicklung sind so sprunghaft wie unglaubwürdig aufgebaut (Tom Hardy macht keine Anstalten sich dem Vater zu nähern, macht immer auf Hass und dann säuft der Vater wieder und schon ist alles vergeben).
Tom Hardy spielt enorm gut, das rettet den Film muss man sagen.
Ansonsten viel Belanglosigkeit, irgendwie weiß der Film nicht ob er ein The Wrestler oder ein Action-Güllerich sein will. Ich denke zweiteres hätte dem Film wesentlich besser gestanden.

Tom Hardy war allerdings grandios!

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« Antwort #4 am: 27. März 2012, 13:47:28 »
Ach ja, Nolte war auch super!

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« Antwort #5 am: 27. März 2012, 14:14:02 »
Puh, lese ich eben erst: also mir hat er gar nicht zugesagt.

:bd:
Warrior :5:
Überraschung: leider nur sehr durchwachsen. Macht einen auf anspruchsvoll und vielschichtig wirkt aber dennoch nur wie eine aufgeblasene MMA / UFC Werbefilmchen. Ich meine, alleine, dass im Endeffekt in einer Stunde unzählige (unnötige) Baustellen sozialer Art aufgemacht werden, nur um dann die restliche Stunde komplett dem Turnier zu widmen. Ne, das hat leider nicht funktioniert. Charakterentwicklung sind so sprunghaft wie unglaubwürdig aufgebaut (Tom Hardy macht keine Anstalten sich dem Vater zu nähern, macht immer auf Hass und dann säuft der Vater wieder und schon ist alles vergeben).
Tom Hardy spielt enorm gut, das rettet den Film muss man sagen.
Ansonsten viel Belanglosigkeit, irgendwie weiß der Film nicht ob er ein The Wrestler oder ein Action-Güllerich sein will. Ich denke zweiteres hätte dem Film wesentlich besser gestanden.

Tom Hardy war allerdings grandios!

Puh, schade kann man nichts machen. Aber das mit Hardy der voller Hass ist und mit seinem alten Vater eigentlich nicht mehr viel zu tun haben möchter (ausser Training) und der sich dann doch - als sein Vater wieder Rückfällig wird und zusammenbricht - wieder besinnt und kapiert dass sein Vater gerade daran kaputt geht, weil er von beiden Söhnen abgestoßen wird, fand ich absolut nachvollziehbar und ja, auch sehr rührend in der Szene. Da hatte ich einen dicken, fetten Klos im Hals...

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« Antwort #6 am: 27. März 2012, 14:52:01 »
Gut, ich fand es einfach nur so schrecklich löchrig was das Drehbuch angeht: es wurde ja NIE auch nur irgendwas erwähnt, was Tom Hardys Handeln etwas Verständnis gegenüber aufgebracht hätte. Gut, Vater hat gesoffen. So what? Das war ja der blanke Hass. Wenn er ihn misshandelt, oder was auch immer hätte, eben weil er gesoffen hat, dann wäre das nachvollziehbarer gewesen. Aber so war da immer diese Hass, den man nicht wirklich nachvollziehen konnte, weil man den alten Mann ja nur als geläuterten Mann kennt. Und da schmerzt dieser Hass ihm gegenüber einfach.

Wie gesagt, Säufer kann ja vieles heißen, aber per se (NUR das Saufen) kann doch nicht der Grund sein jemanden SO zu hassen und zu verachten. Vermutlich (!) hat er ihn halt geschlagen oder was weiß ich was, aber man erfährts halt nie.

Die Szene als er dann im Bett mit ihm liegt ist wirklich großartig, keine Frage, aber wie es plötzlich dazukam, von einer Sekunde auf die andere war schon etwas holprig. Zumal er ihn ja wieder in den Suff getrieben hat noch Stunden zuvor.

Online Flightcrank

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« Antwort #7 am: 27. März 2012, 15:15:14 »
Gut, ich fand es einfach nur so schrecklich löchrig was das Drehbuch angeht: es wurde ja NIE auch nur irgendwas erwähnt, was Tom Hardys Handeln etwas Verständnis gegenüber aufgebracht hätte. Gut, Vater hat gesoffen. So what? Das war ja der blanke Hass. Wenn er ihn misshandelt, oder was auch immer hätte, eben weil er gesoffen hat, dann wäre das nachvollziehbarer gewesen. Aber so war da immer diese Hass, den man nicht wirklich nachvollziehen konnte, weil man den alten Mann ja nur als geläuterten Mann kennt. Und da schmerzt dieser Hass ihm gegenüber einfach.

Wie gesagt, Säufer kann ja vieles heißen, aber per se (NUR das Saufen) kann doch nicht der Grund sein jemanden SO zu hassen und zu verachten. Vermutlich (!) hat er ihn halt geschlagen oder was weiß ich was, aber man erfährts halt nie.

Die Szene als er dann im Bett mit ihm liegt ist wirklich großartig, keine Frage, aber wie es plötzlich dazukam, von einer Sekunde auf die andere war schon etwas holprig. Zumal er ihn ja wieder in den Suff getrieben hat noch Stunden zuvor.

Oh, da hast Du aber etwas nicht mitbekommen vermute ich. Bei Tommy (Hardy) hat sich all die Jahre eine Menge aufgestaut. Er ist vor allem so verbittert weil sein Vater (Nolte) nicht bei ihnen war als seine Mutter gestorben ist. Und natürlich auch weil er sein Leben Lang gesoffen hat und er und sein Bruder dadurch vermutlich eine schwere Kindheit hatten. Und auch weil der Vater damals eher seinen Bruder Brendan (Edgerton) gefördert hat und nicht ihn. Ich denke der Hauptgrund ist aber, er gibt dem Vater die Schuld am Tod der Mutter weil er sie hat hängen lassen. Das wurde auch erwähnt.

Aber hey, ich will Dir den Film jetzt nicht besser reden. Wenn Du ihn nicht so gut fandest ist das eben so. :)

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« Antwort #8 am: 27. März 2012, 17:09:26 »
Oh, da hast Du aber etwas nicht mitbekommen vermute ich. Bei Tommy (Hardy) hat sich all die Jahre eine Menge aufgestaut. Er ist vor allem so verbittert weil sein Vater (Nolte) nicht bei ihnen war als seine Mutter gestorben ist. Und natürlich auch weil er sein Leben Lang gesoffen hat und er und sein Bruder dadurch vermutlich eine schwere Kindheit hatten. Und auch weil der Vater damals eher seinen Bruder Brendan (Edgerton) gefördert hat und nicht ihn. Ich denke der Hauptgrund ist aber, er gibt dem Vater die Schuld am Tod der Mutter weil er sie hat hängen lassen. Das wurde auch erwähnt.

Doch, doch doch, das habe ich schon mitbekommen. Aber es war doch genau anders herum: Tommy (Hardy) war der bevorzugte und der Bruder war der benachteiligte. Soweit alles fein, das war schon klar. Erklärt aber halt auch nicht, warum Tommy seinen Vater so hasst.
Der Vater war daran per se auch nicht schuld, denn die Mutter (!) ist ja abgehauen eigentlich mit den beiden. Nur dass Brendan dann wegen seiner zukünftigen Frau einen Rückzieher gemacht hat und nicht mit ist. Daher auch der Hass von Tommy auf Brendan.

Ergo:
Brendan hasst Vater weil er Tommy immer bevorzugt hat
Tommy hasst Brendan weil dieser nicht wie abgemacht mit ihnen zusammen abgehauen ist
Aber woher jetzt der überbordende Hass ggü seinem Vater kommt ist nicht wirklich klar. OK, er war ein schlechter Vater und ein Säufer, aber der Hass gegenüber ist dafür einfach ne Spur zu viel finde ich.

Online Flightcrank

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« Antwort #9 am: 27. März 2012, 17:42:40 »
Oh, da hast Du aber etwas nicht mitbekommen vermute ich. Bei Tommy (Hardy) hat sich all die Jahre eine Menge aufgestaut. Er ist vor allem so verbittert weil sein Vater (Nolte) nicht bei ihnen war als seine Mutter gestorben ist. Und natürlich auch weil er sein Leben Lang gesoffen hat und er und sein Bruder dadurch vermutlich eine schwere Kindheit hatten. Und auch weil der Vater damals eher seinen Bruder Brendan (Edgerton) gefördert hat und nicht ihn. Ich denke der Hauptgrund ist aber, er gibt dem Vater die Schuld am Tod der Mutter weil er sie hat hängen lassen. Das wurde auch erwähnt.

Doch, doch doch, das habe ich schon mitbekommen. Aber es war doch genau anders herum: Tommy (Hardy) war der bevorzugte und der Bruder war der benachteiligte. Soweit alles fein, das war schon klar. Erklärt aber halt auch nicht, warum Tommy seinen Vater so hasst.
Der Vater war daran per se auch nicht schuld, denn die Mutter (!) ist ja abgehauen eigentlich mit den beiden. Nur dass Brendan dann wegen seiner zukünftigen Frau einen Rückzieher gemacht hat und nicht mit ist. Daher auch der Hass von Tommy auf Brendan.

Ergo:
Brendan hasst Vater weil er Tommy immer bevorzugt hat
Tommy hasst Brendan weil dieser nicht wie abgemacht mit ihnen zusammen abgehauen ist
Aber woher jetzt der überbordende Hass ggü seinem Vater kommt ist nicht wirklich klar. OK, er war ein schlechter Vater und ein Säufer, aber der Hass gegenüber ist dafür einfach ne Spur zu viel finde ich.
Oh okay, dann habe ich das mit dem "fördern" der beiden Söhne gerade verwechselt. Ist ja auch schon ein paar Tage her als ich ihn gesehen habe. Den Hass von Tommy auf beide - gerade auf seinen Vater - kann ich aber schon irgendwo nachvollziehen. Das hat sich halt alles über die Jahre angesammelt und besonders für den Tod der Mutter hat er seinen Vater als Schuldigen ausgemacht. Der Vater hat sie hängen gelassen. Seine Frau und seinen Sohn. Eigentlich ja beide Söhne. Klar ist die Mutter abgehauen aber nur weil die Ehe unerträglich war. Ergo, der Vater ist für Tommy die Wurzel allen Übels. Für mich war das schon absolut nachvollziehbar und eine sehr tragische Familiengeschichte. Ich hatte ja auch im Review geschrieben, hier und da etwas mehr Informationen und etwas mehr Tiefe in der Familiengeschichte hätte ich auch besser gefunden aber okay, man kann nicht immer alles haben.


UND JETZT FINDE DEN FILM ENDLICH GUT, DU AFFE!!! :D


Spaß! :)

Offline ap

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« Antwort #10 am: 22. April 2012, 22:02:04 »
Also ich finde den Film gut !  :)

Genau so ein zwischenmenschliches Drama habe ich mir erwartet. Den Hass Thommys halte ich für ausreichend begründet, um ihn nicht weiter zu hiunterfagen, wobei es schon dazugehört häötte zu wissen, Warum damals die Mutter mit Ihren Söhnen abhauen wolltet, bzw. es tat. Aber gut. Die Versöhnung Thommys mit seinem Vater war eine herzergreifende Szene, die für mich einen "Na Endlich"-Effekt hatte. Der alte Mann tat mir echt leid.

Die Kampfszenen fand ich nun weniger mitreißend, aber da bin ich auch nicht umbedingt Fan von.  ;)

The Wrestler hat mir bessergefallen, die Figur dort wird doch noch tiefgründiger, kaputter dargestellt. Den The Fighter muß ich mir mal noch notieren.

 :7.5:

Offline Sing-Lung

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« Antwort #11 am: 24. April 2012, 14:03:14 »
Hab ihn gestern nun auch endlich im Player gehabt und schon fast begeistert! :biggrin:

Wusste so in ungefähr, was mich erwarten würde und da ich Tom Hardy in jeder seiner Rollen super fand, konnte der Film eigentlich nur gewinnen. Und als dann auch noch Jennifer Morrison im Höschen durchs Bild wackelt, wars schon fast um mich geschehen! :D

Die Story ist vom Prinzip her wirklich gut mit The Fighter und The Wrestler vergleichbar, hab alle mittlerweile gesehen und ich finde alle super! Emotional am meisten getroffen wurde ich aber gestern bei The Warrior wegen der Geschichte um Paddy!
Alle 3 haben super gespielt, Edgerton kannte ich bislang noch nicht, finde ihn aber auch sehr sympathisch. Der australische Akzent kommt gut und als ich einmal grad nicht aufs Bild schaute, dachte ich, dass Sam Worthington auch mitspielt! :lol: Ein weiteres Mal voll überzeugt hat mich auch Tom Hardy. Was der aus seinem Körper rausholt! :shock: Zwischen Inception und Warrior lag ein Jahr und der ist fast doppelt so breit geworden in der Zwischenzeit, krass! :thumb: Man nimmt ihm alles ab, was er darstellen sollte.

Die Laufzeit hatte ich erst bemerkt, als ich vor dem Schlusskampf mal auf den Player schaute und da schon über 2 Stunden drauf waren! Ging komplett ohne unnötiger Längen durch. Das Einzige, was ich ein wenig schade fand, war das Ende! Klar, es ist voraussehbar. Aber wie die beiden dann zusammen den Ring verlassen, ist schon bisschen too much kitsch! ;)

Tut aber dem Film keinen Abbruch! :8.5:

The Wrestler bekam :8: und The Fighter :7.5:

P.S. hat jemand von euch Kurt Angle als den Russen Koba erkannt?! :confused:

Online Flightcrank

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« Antwort #12 am: 24. April 2012, 15:49:46 »
Hab ihn gestern nun auch endlich im Player gehabt und schon fast begeistert! :biggrin:

Wusste so in ungefähr, was mich erwarten würde und da ich Tom Hardy in jeder seiner Rollen super fand, konnte der Film eigentlich nur gewinnen. Und als dann auch noch Jennifer Morrison im Höschen durchs Bild wackelt, wars schon fast um mich geschehen! :D

Die Story ist vom Prinzip her wirklich gut mit The Fighter und The Wrestler vergleichbar, hab alle mittlerweile gesehen und ich finde alle super! Emotional am meisten getroffen wurde ich aber gestern bei The Warrior wegen der Geschichte um Paddy!
Alle 3 haben super gespielt, Edgerton kannte ich bislang noch nicht, finde ihn aber auch sehr sympathisch. Der australische Akzent kommt gut und als ich einmal grad nicht aufs Bild schaute, dachte ich, dass Sam Worthington auch mitspielt! :lol: Ein weiteres Mal voll überzeugt hat mich auch Tom Hardy. Was der aus seinem Körper rausholt! :shock: Zwischen Inception und Warrior lag ein Jahr und der ist fast doppelt so breit geworden in der Zwischenzeit, krass! :thumb: Man nimmt ihm alles ab, was er darstellen sollte.

Die Laufzeit hatte ich erst bemerkt, als ich vor dem Schlusskampf mal auf den Player schaute und da schon über 2 Stunden drauf waren! Ging komplett ohne unnötiger Längen durch. Das Einzige, was ich ein wenig schade fand, war das Ende! Klar, es ist voraussehbar. Aber wie die beiden dann zusammen den Ring verlassen, ist schon bisschen too much kitsch! ;)

Tut aber dem Film keinen Abbruch! :8.5:

The Wrestler bekam :8: und The Fighter :7.5:

P.S. hat jemand von euch Kurt Angle als den Russen Koba erkannt?! :confused:
:thumb:

Ich habs später gegoogelt. Kannte Kurt vorher schon, hab ihn aber nicht wirklich erkannt.

Offline JasonXtreme

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« Antwort #13 am: 24. April 2012, 15:50:43 »
Hier kommt Kurt - ohne Helm und ohne Gurt - einfach Kurt!

Ich kannte den Knülch eher weniger, dachte ich - nach dem googeln wusste ich dann doch wer es ist :)
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Max_Cherry

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« Antwort #14 am: 19. Mai 2012, 01:08:56 »
Puh, lese ich eben erst: also mir hat er gar nicht zugesagt.

:bd:
Warrior :5:
Überraschung: leider nur sehr durchwachsen. Macht einen auf anspruchsvoll und vielschichtig wirkt aber dennoch nur wie eine aufgeblasene MMA / UFC Werbefilmchen. Ich meine, alleine, dass im Endeffekt in einer Stunde unzählige (unnötige) Baustellen sozialer Art aufgemacht werden, nur um dann die restliche Stunde komplett dem Turnier zu widmen. Ne, das hat leider nicht funktioniert. Charakterentwicklung sind so sprunghaft wie unglaubwürdig aufgebaut (Tom Hardy macht keine Anstalten sich dem Vater zu nähern, macht immer auf Hass und dann säuft der Vater wieder und schon ist alles vergeben).
Tom Hardy spielt enorm gut, das rettet den Film muss man sagen.
Ansonsten viel Belanglosigkeit, irgendwie weiß der Film nicht ob er ein The Wrestler oder ein Action-Güllerich sein will. Ich denke zweiteres hätte dem Film wesentlich besser gestanden.

Tom Hardy war allerdings grandios!

Ich sehe das exakt genau so.
Die Handlung ist nichts anderes, als eine mit sozialen Baustellen aufgeblasene Gülle-Schema-F-Geschichte.
Interessant finde ich auch, dass der sogenannte "Sport" hier weitestgehend als harmlos dargestellt wird.
Nick Nolte und Hardy waren gut, Joel Edgerton fand ich besser. Der ganze "amerikanische Held"-Blödsinn ging mir tierisch auf die Eier. Sowas packt man doch echt nur in so einen Film, wenn einem sonst nichts einfällt. Diese Part wurde genau so wenig konsequent zu ende geführt, wie vieles andere im Film. Wandert Thommy jetzt in den Bau? keine Ahnung.


Warrior
Knapp überm Durchschnitt. Gute Darsteller in einem zum xten mal durchgekauten Szenario, welches einfach von vorne bis hinten vorhersehbar und somit auch absolut spannungsarm ist. Hinzu kommen die ganzen übertrieben rührseligen Momente, amerikanischer Heldenquatsch, den Sport selber mag ich auch nicht sonderlich. Naja, wirklich langweilig wird es bei der langen Laufzeit aber auch nicht, und so rein technisch geht der Streifen in Ordnung. Positive Überraschung war Joel Edgerton, dessen Gesicht ich irgendwoher kenne. Der war mir hier ziemlich sympathisch und kann gerne öfter mal ne Hauptrolle bekommen.
Sicher, auch The Fighter hatte seine Schwächen, dennoch hat mir dieser unter anderem wegen des Humors, wegen Bale und dem Detailreichtum besser gefallen. Insgesamt hat der für mich auch viel mehr glaubhafte Tiefe, als Warrior. Ach ja, und Boxen ist nun mal um ein Vielfaches cooler als so ein brutaler Trendsport, in dem massenhaft Idioten unterwegs sind.
 :5.5:

Die Szene als er dann im Bett mit ihm liegt ist wirklich großartig, keine Frage, aber wie es plötzlich dazukam, von einer Sekunde auf die andere war schon etwas holprig. Zumal er ihn ja wieder in den Suff getrieben hat noch Stunden zuvor.
Fand ich auch nicht wirklich nachzuvollziehen, die Handlung von Hardy.
Dass er sich überhaupt von seinem gehassten Vater trainieren lässt, ist ebenso nicht wirklich logisch.
« Letzte Änderung: 19. Mai 2012, 01:14:04 von Max_Cherry »

Offline skfreak

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« Antwort #15 am: 30. Mai 2012, 09:02:02 »
Ich gehe hier zu 100% mit Steve konform. War auch eher enttäuscht von dem Film.

Online Flightcrank

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« Antwort #16 am: 30. Mai 2012, 16:01:54 »
Ich gehe hier zu 100% mit Steve konform. War auch eher enttäuscht von dem Film.
Schade. Ich vermute das liegt daran dass ihr beide während und nach des Films einen leichen Anfall von PLANLOS hattet.  :lol: :duckundweg:

Offline Crash_Kid_One

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« Antwort #17 am: 30. Mai 2012, 16:43:41 »
Kriegt die NULL-PLAN-ABTEILUNG etwa grösseren Zuwachs? :lol: ;)

Online Flightcrank

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« Antwort #18 am: 30. Mai 2012, 18:05:52 »
Kriegt die NULL-PLAN-ABTEILUNG etwa grösseren Zuwachs? :lol: ;)
Ham wir so eine Abteilung?  :shock: :confused: :D

Offline Max_Cherry

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« Antwort #19 am: 30. Mai 2012, 18:18:02 »
Kriegt die NULL-PLAN-ABTEILUNG etwa grösseren Zuwachs? :lol: ;)
Guck ihn dir an, dann bekommen wir wieder ZUwachs :)

Offline Crash_Kid_One

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« Antwort #20 am: 30. Mai 2012, 18:23:14 »
Kriegt die NULL-PLAN-ABTEILUNG etwa grösseren Zuwachs? :lol: ;)
Ham wir so eine Abteilung?  :shock: :confused: :D

Wirst du alt oder willst du mich ärgern?? :D
Na klaaaar, der VIP-Kreis besteht aber aktuell nur aus Marco und meiner Wenigkeit :lol:

Ach du Schande, die Null-Plan-Abteilung :D :D

:P
Wohlgemerkt die zwei Mann Null-Plan-Abteilung. Vorarbeiter SchlechterGeschmackXtreme & Azubi Crash_Children_One... :uglylol:

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« Antwort #21 am: 30. Mai 2012, 19:03:34 »
 :uglylol: Sorry hab ICH das tatsächlich geschrieben?!  :uglylol:

Offline Crash_Kid_One

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« Antwort #22 am: 30. Mai 2012, 19:04:27 »
Wortgetreu, jap :D
Ist aus dem "The Children" Review :lol:
« Letzte Änderung: 30. Mai 2012, 19:04:36 von Crash_Kid_One »

Offline Max_Cherry

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« Antwort #23 am: 30. Mai 2012, 19:14:37 »
Ist aus dem "The Children" Review :lol:

Guter Film :uglylol:

FUCK YEAH, wir sind zu dritt!


Offline Crash_Kid_One

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Antw:REVIEW: Warrior
« Antwort #24 am: 30. Mai 2012, 19:15:12 »
Jap, guter Film, absolut! :D  :uglylol:

 

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