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Autor Thema: Spring - Love is a Monster  (Gelesen 442 mal)

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Offline JasonXtreme

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Spring - Love is a Monster
« am: 06. Oktober 2015, 10:22:50 »


Bislang trat das amerikanische Regieduo Justin Benson und Aaron Moorhead lediglich mit dem leidig interessanten "Resolution - Cabin of Death", sowie einer Folge in "VHS: Viral" in Erscheinung. Auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest lief dann ihr zweiter Spielfilm "Spring - Love is a Monster", der nun auch bei uns in die Regale wandert, und vom Publikum durchaus wohlwollend aufgenommen wurde. Dem Horrorgenre blieben die beiden treu, ok nicht so ganz wie vermutet, dazu aber später mehr. Protagonist Evan verlor seine Eltern kurz nacheinander, seinen Job und die Polizei sucht ihn nach einem Handgemenge in einer Bar. Kurzerhand bricht er seine Zelte ab, und reist nach Italien. Dort trifft er in einem idyllischen Küstenort auf die hübsche und geheimnisvolle Louise, in die er sich sogleich verliebt. Louise erwidert seine Avancen aber nicht, sie will Evan eher für eine schnelle Nummer gewinnen. Evan wiederum bleibt standhaft, und will mehr von der vermeintlichen Liebe seines Lebens, nicht wissend, dass Louise ein schreckliches Geheimnis in sich birgt.

Nun wäre es müßig lange rumzureden, irgendwelche Spoiler zu vermeiden, wenn das Cover bereits eine holde Dame mit monströs anmutenden Auswüchsen zeigt, die zeitweilen an die "Species"-Reihe erinnern. Zunächst einmal muss aber all jenen der Wind aus den Segeln genommen werden, die hier waschechten Creature-Horror erwarten, denn genau das bieten uns Moorhead und Benson absolut nicht! Im Gegenteil, denn den Zuschauer erwartet hier eine durchaus ungewohnte Mischung aus einer Romanze mit mystischen Untertönen, humorvollen Anflügen in den Dialogen, und einer ganz kleinen Prise Horror, die etwas an die Werke von Altmeister H. P. Lovecraft erinnert. Diese Mischung macht es "Spring - Love is a Monster" sicher nicht gänzlich leicht, sein Publikum zu finden, denn der Horrorpart nimmt erstaunlich wenig Raum ein, lässt dafür aber viel Platz für die Entfaltung seiner Charaktere Evan und Louise, die mit Lou Taylor Pucci ("Evil Dead" Remake) und die deutsche Nadia Hilker absolut hervorragend besetzt sind. Das ist auch der gewinnbringende Punkt, durch den der Streifen funktioniert. Man nimmt den beiden die Rollen einfach ab, und zusammen mit der melancholischen Stimmung, den tollen Landschaftsaufnahmen und dem aufkeimenden italienischen Lebensgefühl ergibt dies eine durchaus reizvolle Mischung. Dass der Verlauf der Geschichte nicht wirklich vor Überraschungen überquillt, und das Ende dann doch etwas arg schmalzig daherkommt, fällt nicht allzu schmerzhaft ins Gewicht.

Um dem Punkt Horror gerecht zu werden, hätte es vielleicht eine Prise mehr von allen nötig gehabt, den wirklich zu sehen gibt es hier für die Blutfans nicht! Das Augenmerk des Films liegt definitiv anders. Durch Optik und Atmosphäre fühlt man sich dennoch stellenweise an die alten Euro-Horror Werke erinnert, was ich in einem amerikanischen Film so auch noch nicht zu Gesicht bekam. Die Optik ist allerdings ein Stichpunkt, der es anzusprechen lohnt. Die Regisseure arbeiteten mit einem Weichzeichner Effekt, der einem David Hamilton zu ehren reichen würde! Das empfand ich als unpassend, da ich hier eben nicht "Zärtliche Cousinen" über den Schirm flimmern sah, und dadurch auch die wirklich schön eingefangenen Aufnahmen Italiens enorme Einbußen erfahren.

Insgesamt ergibt sich daher, dass "Spring - Love is a Monster" ein etwas anderer, doch gelungener Beitrag im phantastischen Genre wurde, aber eben durch die simple Geschichte, und behäbige Erzählweise auch nicht in ungeahnte Höhen heben lässt. Wer offen für Werke dieser Art ist, der kann einen Blick riskieren, wer hier das Wort Horror in seinen Erwartungen zu groß schreibt, wird enttäuscht werden. Qualitativ ist die Blu-ray auf ordentlichem Niveau, wenngleich das Bild aufgrund oben genannter Optik natürlich keine HD-Wow Momente mit sich bringt. Dafür ist der Bonusteil mit massig Featurettes, alternativem Ende, entfernten Szenen und Pressematerial gefüllt, was nun wirklich jeden Interessierten zufrieden stellen sollte.

 :6.5:
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2015, 10:23:03 von JasonXtreme »
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline nemesis

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Antw:Spring - Love is a Monster
« Antwort #1 am: 06. Oktober 2015, 10:28:22 »
Ich empfand ihn ein wenig wie "Before Sunrise"... Mit Metamorphosen. :D

Offline JasonXtreme

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Antw:Spring - Love is a Monster
« Antwort #2 am: 06. Oktober 2015, 10:32:11 »
Den kenn ich halt net :D
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Ketzer

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Antw:Spring - Love is a Monster
« Antwort #3 am: 14. Mai 2018, 15:36:50 »
hm, eben gesehen.

Theoretisch interessante Mischung aber letztendlich platt und vorhersehbar.
C'mon, die Dame vögelt seit 2000 Jahren rum und verliebt sich dann in einen
brünftigen Amerikaner, der letztendlich auch nichts anderes bietet als alle Männer davor?
Und gibt dafür ihre Unsterblichkeit auf?
Menschen nutzen nur 10% ihres Gehirns, viele nicht mal das.


Offline Ash

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Antw:Spring - Love is a Monster
« Antwort #4 am: 14. Mai 2018, 17:46:42 »
Die Frau eines Kollegen hat ihn plus zwei Kinder für nen arbeitslosen Loser verlassen, der keine Kohle hat und bei Mama lebt. Also kann man sagen, Frauen sind manchmal so ... egal ob 2000 Jahre oder mitte 30. :p

 

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