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Autor Thema: Review: Nackt und zerfleischt (Cannibal Holocaust)  (Gelesen 2721 mal)

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Offline Aquifel

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Review: Nackt und zerfleischt (Cannibal Holocaust)
« am: 20. August 2003, 19:05:58 »
Eins ist klar, nämlich das Ruggero Deodato hier einen der härtesten Filme westlicher Herkunft, aber auch einen Meilenstein geschaffen hat.

Die Geschichte an sich ist simpel. Das erfolgreiche Filmteam um Alan Yates wollte eine Dokumentation über Kannibalen und den Jungel drehen. Doch sie kamen nie zurück. Nun verfolgt ein Forscher ihre Spur. Er stösst auf primitive Stämme und auch auf Kannibalen. Doch all diese sind eingschüchtert und sehr misstrauisch gegenüber ihm und seinen beiden Führern. Trotzdem sind sie nicht gerade feindseelig.
Wieder zurück sieht man sich das sichergestellte Filmmateerial an. Und was man sieht ist unbeschreiblich und schockierend.

Okay, die Handlung ist an sich noch nichts atemberaubendes. Trotzdem ist der Film bis auf eine Tatsache ein Meisterwerk. Und diese Tatsache ist der Tiersnuff. Auch so ein grossartiger Film rechtfertigt nie und nimmer das abschlachten von Tieren. Gehen wir also davon aus, dass die toten Tiere der echten Crew wohl auch als Nahrung diente und nebenbei wohl auch für die Handlung nahezu unausweichlich. Keine wirkliche Rechtfertigung, aber auch nicht ganz so abscheulich wie bei Lenzis Filmen.

Soviel zur Kritik. Nun gleich mal ein dicker Pluspunkt für den Film. Der Soundtrack von Riz Ortolani ist wieder mal schlichtweg genial. Ich bin der Meinung er übertrifft hier bei weitem nochmal seine schon super Leistung für "Afrika Addio". Vor allem der Einsatz des Soundtracks ist unglaublich. Viele schöne Naturbilder werden mit harmonischer Musik unterlegt, andererseits kommt diese auch bei einigen härteren Szenen zum Einsatz. Meistens wechslt der Score dann aber in eine sehr düstere und "schaurige" und "depressive" Musikuntermalung um. Nicht nur, dass dies die Szenen unterstüzt, nein es verstärkt sie nochmals.

Klar, das dadurch die Atmosphäre gefördert wird. Diese ist nämlich ebenfalls sehr dicht und unglaublich. Der Jungel wurde perfekt eingefangen und vor allem die zweite Hälfte (die Szenen mit Yates) haben eine ungeheure Intensität und das nicht nur durch die grausigen Szenen.

Denn schon lange vor "Blair Witch Project" kam jemand auf die Idee, alles aus der Sicht einer filmenden Person zu zeigen. Das Filmteam um Yates rennt mit zwei kameras rum und man sieht wirklich nur aus Sicht dieser beiden Kameras. Das unterstüzt nicht nur die Atmosphäre, das macht einem zum Mitwisser bzw. Mittäter der grausigen Aktionen des Filmteams. Und die verwackelten Bilder und die bewussten Filmrisse erzeugen eine unglaubliche Authenzität. Allein schon hierdurch wir der Film schockierend und verstörend. Das war wirklich mal was innovatives und ist auch noch wesentlich effektiver als bei dem meiner Meinung nach öden und einen kaltlassenden "Blair Witch Project".

Auch der Kontrast der ganzen Szenerie ist unglaublich. Eben sah man noch die schöne Natur, kurz darauf steht das Dorf der Yakumos in Flammen und nach dieser abscheulichen tat schläft Yates erstmal in einem der abgebrannten Häsuer mit seiner Freundin. Allgemein sind die Sprünge zwischen Harmonie und totalem "Chaos" hier sehr rabiat, was sehr gute Wirkung zeigt und das gezeigte nochmals härter macht.

Aber nicht nur das ist das besondere an diesem Film. Dieser Film, was sehr untypisch für Kannibalen Filme (da meistens sehr beschränkt und nur vorwandhaft verwendet) und "Splatterfilme" aus Italien aus dieser Zeit ist, übt nämlich Kritik aus. Nicht in der Form wie viele Kannibalenfilme sich rechtfertigen, indem sie zeigen "Kannibalen nett, Weisser Mann baut Mist, Kannibalen sauer", sondern er übt in erster Linie Kritik an der Sensationslust der Medien. Yates Team ist schon oft so vorgegangen, dass sie dem Publikum Sensationen und schockierende, aber nicht immer ganz authentische, Bilder zeigen. Sie zeigen den leuten was sie sehen wollen, anstatt sich mit der objektiven Wahrheit zu beschäftigen. Und dieses ist auch heute noch sehr aktuell, denn überall, ob in Medien, Politik oder Gesellschaft, wird einem etwas vorgegaukelt, da die Realität nicht verkraftet werden würde oder dem Menschen selbst vorwürfe macht. In dieser Beziehung war der Film seiner Zeit um einiges vorraus.

All das eben geschriebene sollte zeigen, dass man es hier mit einem schockierenden und bissigen Film zu tun haben, welches u.a. das eigene Medium kritisiert und durchaus auf subtile und intelligente Weise. Doch der Film wird leider Gottes in Deutschland und in den Augen vieler selbstgefälliger Spiessbürger nur auf die Gewalt reduziert. Wieso verstehen viele Menschen nicht den Sinn des Films? Ganz einfach : Der Film ist ein Schlag ins Gesicht für die "zivilisierte Welt", da er zeigt, wie der letzte Satz Monroes auch zeigt, dass ein zivilisierter Mensch eine grössere Bestie ist/sein kann, als jeder primitive. Unterschwellig vertseht dies jeder, doch der Durchschnitts Mainstream Zuschauer und Bürger kann dies nicht verarbeiten und will es dahe rnicht realisieren. Und diesen Filma uf die Gewalt zu reduzieren ist wie aus einem Elefanten eine Mücke zu machen. Klar es gibt einiges an Gewalt, aber nie selbstzweckhaft oder verherrlichend, sondenr immer nur um die Aussage des Films zu verstärken. Sicher gibt es Gedärmefressszenen und auch einige andere derbe Sachen, u.a. auch den Tiersnuff, und auch Vergewaltigung und uns grausam erscheinende Rituale. Doch den Film, der dies nur für seine Aussage nutzt, darauf zu beschränken ist sehr böswillig. Auch die Beschlagnahmung zeigt nur, wie wenig sich deutsche Behörden mit Filmen auseinandersetzen und wie simpel sie Filme auf Gewalt reduzieren. Eine JK Freigabe müsste aufgrund des tieferen Sinns eigentlich drin sein. Naja in diesem Bezug ist deutschland ein Entwicklungsland.

Am Ende bleibt nur noch zu sagen, dass die Effekte gut umgesetzt sind und sogar die Schauspieler ausserordentlich gut für einen italienischen B-Film sind.

Wer diesen Film auf seine Gewalt reduziert handelt IMO böswillig und hat echt nen Dachschaden. Leider suggeriert der deutsche Verleihtitel das wieder und genau so sehen viele diesen Film.

Fazit : Verkanntes Meisterwerk, das bis auf den Tiersnuff, in jedem Punkt genial ist. Einer der besten Filme aller Zeiten und auch sehr kritisch. Leider oft nur auf die Gewalt reduziert.

10 von 10
« Letzte Änderung: 08. August 2018, 15:56:59 von nemesis »
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Offline Bloodsurfer

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Review Cannibal Holocaust
« Antwort #1 am: 21. August 2003, 00:55:04 »
Kleine Anmerkung am Rande: Demnächst erscheint in Amerika eine neue DVD dieses Film, von Grindhouse. Diese wird die ungekürzte Fassung enthalten (nicht wie die dt. Blood Edition, die war cut).

Offline Kapo des Westflügels

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« Antwort #2 am: 21. August 2003, 02:11:57 »
Schönes Review!
Ich mag Kannibalenfilme und "Cannibal Holocaust" natürlich ganz besonders. Würde dem Film auch 10 von 10 Punkten geben.

Aber mal ehrlich: dass "die Gewalt nie zum Selbstzweck oder verherrlichend dargestellt wird" glaubst du doch wohl selbst nicht, oder? ;) Die "Steindildo-Szene" beispielsweise ist doch ganz schön eklig in die Länge gezogen...und die Tatsache, dass der Regisseur bereit ist Tiersnuff-Szenen in den Film aufzunehmen spricht auch ein bißchen gegen deine Aussage.

Aber das nur am Rande...alles in allem hast du Recht: Cannibal Holocaust ist ein fantastischer Film!

Offline Aquifel

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« Antwort #3 am: 21. August 2003, 14:53:07 »
Zitat von: "Kapo des Westflügels"
Schönes Review!
Ich mag Kannibalenfilme und "Cannibal Holocaust" natürlich ganz besonders. Würde dem Film auch 10 von 10 Punkten geben.

Aber mal ehrlich: dass "die Gewalt nie zum Selbstzweck oder verherrlichend dargestellt wird" glaubst du doch wohl selbst nicht, oder? ;) Die "Steindildo-Szene" beispielsweise ist doch ganz schön eklig in die Länge gezogen...und die Tatsache, dass der Regisseur bereit ist Tiersnuff-Szenen in den Film aufzunehmen spricht auch ein bißchen gegen deine Aussage.

Aber das nur am Rande...alles in allem hast du Recht: Cannibal Holocaust ist ein fantastischer Film!


Erstmal danke.

Zu der Steindildo Szene : Gehen wir mal davon aus, dass es ein wirkliches Ritual ist (was ich Deodato jetzt mal Glaube), dann ist es nur eine realistische Darstellung. Klar zeigt er das sehr genau, aber zum Selbstzweck hiesse bei mir, wenn er total unnötige Details zeigt. Ohne eine detailierte Darstellung wäre die Szene nicht so intensiv und schrecklich und die Taten des Filmteams, die ja noch "barbarischer" und schrecklicher sind, als die, die die Eingeborenen begehen, würden etwas "weniger drastisches" "übertreffen". Dadurch, dass diese Szene so intensiv und grausam ist, wird dem Zuschauer zusätzlich noch stärker die Unmenschlichkeit suggeriert, und der Spiegel, der der Medienwelt vorgehalten wird, kommt u.a. drastischer zur Geltung, da man sieht, wie drastisch das alleine schon ist, doch, dass unsere zivilisierte Welt das noch bei weitem übertrifft ;)

Zum Tiersnuff : Nicht gut zu heissen, ist klar. Allerdings ist dies die tatsächliche Nahrung der Menschen dort. Auch wenn es pervers und grausam ist, es unterstüzt nur die Authenzität der "Filmteamszenen". Ausserdem zeigt ,dass auch wie schnell der "zivilisierte" Mensch zu den "Ursprüngen" zurückkehren kann, wenn er muss. Wir finden das grausam, aber wenn wir anders nicht überleben könnten würden wir das auch tun ;)  Und da das Filmteam u.a. auch seine Reise ja dokumentiert, wird da draufgehalten.

Man sieht, alles Auslegungssache :D

@ Bloodsurfer : Hab eh die NL DVD, die Blood Editions sind schrecklich, daher hab ich einen grossen Bogen drum gemacht.
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Offline Conflict

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« Antwort #4 am: 23. August 2003, 14:49:12 »
Cannibal Holocaust ist der von mir am meisst gehasste Film, ich find den nur noch scheisse, die Vergewaltigungsszene ist genauso wie die Verbrennung der Urwaldeinwohner extremst menschenverachtlich, genauso wie die Tötung des Fötus, aber was für mich das schlimmste is, sind die Tier-Snuff-Szene, deshalb mag ich grundsätzlich keine Kannibalenfilme, denn in so gut wie jedem K.-Film kommen solche Szenen vor, und wenn ein Tier aufgrund eines Filmes getötet wird, kann ich diesen Film nicht akzeptieren. Cannibal Holocaust ist ein schreckliches und nutzloses Machwerk für das Tiere sterben mussten. Mir wird schlecht, ich könnt kotzen!

Offline Necronomicon

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« Antwort #5 am: 01. September 2003, 09:07:08 »
Cannibal Holocaust ist in diesem Sektor  ;)  auch einer meiner Lieblinge. Zombie Holocaust ist dennoch um Längen besser, finde ich.

Es handelt sich bei CH um Rituale. RITUALE und nicht irgendwelche perversen Handlungen, das muß man einfach unterscheiden und darf CH nicht gleich abstempeln. Die Tier-Snuff-Szenen, das habe ich schon oft erwähnt, die gehören nicht unbedingt gefilmt, sie zeigen jedoch die normale Nahrungsbeschaffung unter Eingeborenen. Nix ekliges also.

Offline Aquifel

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« Antwort #6 am: 01. September 2003, 15:53:06 »
Zitat von: "Necronomicon"
Die Tier-Snuff-Szenen, das habe ich schon oft erwähnt, die gehören nicht unbedingt gefilmt, sie zeigen jedoch die normale Nahrungsbeschaffung unter Eingeborenen. Nix ekliges also.


Genau meine Meinung 8)
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« Antwort #7 am: 01. September 2003, 18:37:44 »
Zitat von: "Aquifel"
Zitat von: "Necronomicon"
Die Tier-Snuff-Szenen, das habe ich schon oft erwähnt, die gehören nicht unbedingt gefilmt, sie zeigen jedoch die normale Nahrungsbeschaffung unter Eingeborenen. Nix ekliges also.


Genau meine Meinung 8)


aha, und trotzdem mussten für den film tiere sterben, wie wärs gleich mit nem echten menschen? oder im nächsten kriegsfilm erschießen wir gleich mal unschuldige menschen, weils die realität zeigt??? für mich is und bleibt es scheisse

Offline Aquifel

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« Antwort #8 am: 01. September 2003, 18:42:19 »
Zitat von: "Conflict"
Zitat von: "Aquifel"
Zitat von: "Necronomicon"
Die Tier-Snuff-Szenen, das habe ich schon oft erwähnt, die gehören nicht unbedingt gefilmt, sie zeigen jedoch die normale Nahrungsbeschaffung unter Eingeborenen. Nix ekliges also.


Genau meine Meinung 8)


aha, und trotzdem mussten für den film tiere sterben, wie wärs gleich mit nem echten menschen? oder im nächsten kriegsfilm erschießen wir gleich mal unschuldige menschen, weils die realität zeigt??? für mich is und bleibt es scheisse


Nehmen wir mal an ein paar Eingeborene oder die Crew haben tatsächlich diese Tiere gegessen. Dann wäre das kein Tod für den Film, sondern zur Nahurngsbeschaffung. Du kannst gerade einem Eingeborenen nicht verbieten Tiere zu schlachten, ich meine tun wir denn was anderes um Fleishc zu kriegen (okay der Schlachthof tut es für uns)?
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« Antwort #9 am: 01. September 2003, 20:40:58 »
Zitat von: "Aquifel"
Zitat von: "Conflict"
Zitat von: "Aquifel"
Zitat von: "Necronomicon"
Die Tier-Snuff-Szenen, das habe ich schon oft erwähnt, die gehören nicht unbedingt gefilmt, sie zeigen jedoch die normale Nahrungsbeschaffung unter Eingeborenen. Nix ekliges also.


Genau meine Meinung 8)


aha, und trotzdem mussten für den film tiere sterben, wie wärs gleich mit nem echten menschen? oder im nächsten kriegsfilm erschießen wir gleich mal unschuldige menschen, weils die realität zeigt??? für mich is und bleibt es scheisse


Nehmen wir mal an ein paar Eingeborene oder die Crew haben tatsächlich diese Tiere gegessen. Dann wäre das kein Tod für den Film, sondern zur Nahurngsbeschaffung. Du kannst gerade einem Eingeborenen nicht verbieten Tiere zu schlachten, ich meine tun wir denn was anderes um Fleishc zu kriegen (okay der Schlachthof tut es für uns)?



für mich machts der nicht, ich bin Vegetarier

Offline Aquifel

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« Antwort #10 am: 01. September 2003, 22:06:44 »
Das ist ein Argument ;) Tja, dann kannst du dem Ganzen eh nicht viel abgewinnen. Ein Carnivore kann da wohl, wenn man die Tiere wirklich als Nahrung benutzt hat, ein Auge zudrücken.
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Offline Conflict

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« Antwort #11 am: 02. September 2003, 16:22:08 »
Zitat von: "Aquifel"
Das ist ein Argument ;) Tja, dann kannst du dem Ganzen eh nicht viel abgewinnen. Ein Carnivore kann da wohl, wenn man die Tiere wirklich als Nahrung benutzt hat, ein Auge zudrücken.



naja, das bin ich aber gerade mal seit nem Monat, also hats ja nix mit meinen Essgewohnheiten zu tun

Offline Necronomicon

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« Antwort #12 am: 03. September 2003, 05:39:44 »
Zitat von: "Conflict"
aha, und trotzdem mussten für den film tiere sterben, wie wärs gleich mit nem echten menschen? oder im nächsten kriegsfilm erschießen wir gleich mal unschuldige menschen, weils die realität zeigt??? für mich is und bleibt es scheisse


Recht hast du aber ich hatte bei CH jetzt nicht so den Eindruck als wären da auf Teufel komm raus Tiere umgebracht worden nur daß die Kamera was zum drehen hat. Ich denke mal, die Tiere wären sowieso getötet worden, eben zwecks Nahrungsaufnahme.

Offline ap

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« Antwort #13 am: 03. September 2003, 06:01:29 »
Zitat von: "Necronomicon"
Zitat von: "Conflict"
aha, und trotzdem mussten für den film tiere sterben, wie wärs gleich mit nem echten menschen? oder im nächsten kriegsfilm erschießen wir gleich mal unschuldige menschen, weils die realität zeigt??? für mich is und bleibt es scheisse


Recht hast du aber ich hatte bei CH jetzt nicht so den Eindruck als wären da auf Teufel komm raus Tiere umgebracht worden nur daß die Kamera was zum drehen hat. Ich denke mal, die Tiere wären sowieso getötet worden, eben zwecks Nahrungsaufnahme.


hm, ich glaube wenn das in ner Dokumentation über den Amazonas oder so gezeigt worden währe, würde sich Niemand darüber aufregen.

Offline Aquifel

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« Antwort #14 am: 03. September 2003, 12:23:54 »
Zitat von: "ap"
Zitat von: "Necronomicon"
Zitat von: "Conflict"
aha, und trotzdem mussten für den film tiere sterben, wie wärs gleich mit nem echten menschen? oder im nächsten kriegsfilm erschießen wir gleich mal unschuldige menschen, weils die realität zeigt??? für mich is und bleibt es scheisse


Recht hast du aber ich hatte bei CH jetzt nicht so den Eindruck als wären da auf Teufel komm raus Tiere umgebracht worden nur daß die Kamera was zum drehen hat. Ich denke mal, die Tiere wären sowieso getötet worden, eben zwecks Nahrungsaufnahme.


hm, ich glaube wenn das in ner Dokumentation über den Amazonas oder so gezeigt worden währe, würde sich Niemand darüber aufregen.


Mein ich ja auch!!
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« Antwort #15 am: 03. September 2003, 14:28:21 »
In einer "Dokumentation" welche die Realität wiedergibt okay, ein "Film" sollte jedoch Fiktion bzw. eine "nachgestellte" Darstellung der Realität beinhalten. Robert Kerman war auch nicht sonderlich begeistert darüber.

Offline Conflict

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« Antwort #16 am: 03. September 2003, 18:02:08 »
Zitat von: "nemesis"
In einer "Dokumentation" welche die Realität wiedergibt okay, ein "Film" sollte jedoch Fiktion bzw. eine "nachgestellte" Darstellung der Realität beinhalten. Robert Kerman war auch nicht sonderlich begeistert darüber.


dito

in der heutigen zeit kann man dies alles per computer vortäuschen, und zu zeiten von ch wär das auch mit nachbauten gegangen, aber musste das unbedingt ein echtes tier sein???

die zuschauer hätten sich bestimmt mit ner nachgebauten schildkröte zufrieden gegeben, das arme tier

wartetz nur ab, bald übernehmen die tiere die herrschaft und machen sowas mit uns!!!

Offline Bloodsurfer

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« Antwort #17 am: 03. September 2003, 18:58:33 »
Auf der einen Seite beschwert ihr euch über eine Szene in einem über 25 Jahre (!) alten Film, in der eine Schildkröte getötet wird, welche danach gegessen wurde!

Was ist denn mit Tierversuchen?
Tausende (!) Tiere sterben, werden gequält und misshandelt, und das größtenteils völlig unnötig!
Es gibt heutzutage bessere, und vor allem zuverlässigere (!) Methoden, Medikamente oder Kosmetik zu testen.
Aber ich wette, keiner (mit Sicherheit!) von euch, der sich jetzt über die Szenen in einem Film von vor 25 Jahren beklagt, achtet beim Kauf von Kosmetikprodukten, Duschgel, Schampoo, Medikamenten etc. darauf, ob diese Tierversuchsfrei erprobt wurden.

Also kommt mal runter von euren hohen Roß...


Sorry, dass ich das jetzt so "hart" ausdrücke, aber es ist so.

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« Antwort #18 am: 04. September 2003, 16:21:57 »
Mag schon sein, aber es ging hier um den speziellen Fall in dem speziellen Film, nicht um die Stellung des Tieres an sich in der vom Menschen dominierten Welt und der daraus für die Tiere resultierenden Übel. Wir könnten auch noch weiter ausholen und festlegen, dass die menschliche Spezies kontinuierlich den gesamten Planeten in Grund und Boden f***t, gleichgültig gegenüber den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Das dies Sch****e ist wissen wir alle, aber auch wenn ich nicht wie ein Irrer an jeder Demo zur Weltverbesserung teilnehme, darf ich "Tiersnuff" dennoch Bullshit finden.


(irgendwie hab ich geahnt, dass es nichts für mich ist, was in einen Kannibalen-Thread zu posten...)


Naja, hoffentlich hat den Jungs die Schildkröte wenigstens geschmeckt...


P.S.: f*** Schildkrötensuppe

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Offline AndreMASTER

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« Antwort #19 am: 04. September 2003, 17:05:24 »
Also ich finde das Töten von Tieren in diesem Film sinnlos. Meinetwegen hätten sie es so machen können, dass einer von der Truppe am filmen ist und so etwas wie "So, wir haben jetzt eine Schildkröte gefunden und diese in eine wohlschmeckende Suppe verwandelt" sagt. Simultan sieht man dann den Rest der Abenteurer, wie sie am essen sind. Weswegen in aller Deutlichkeit gezeigt wird, wie die Schildkröte umgebracht wird, ist unklar (dies ist die einzige Szene in einem Film die ich vorspule, weil sie für mich zu hart ist). Ähnlich ist es auch mit dem Ameisenbär. Mir tut der Kleine einfach nur Leid, wenn sie ihm bei lebendigem Leibe in den Bauch schneiden.

@ Bloodsurfer: Ich bin auch kein Befürworter von Tierversuchen, diese dienen jedoch einem (wenn auch geringem) Zweck. Bei Filmen ist es nur pure Unterhaltung.


Offline balrog

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« Antwort #20 am: 04. September 2003, 20:21:15 »
Also gerade die Schildkrötenszene ist sicherlich nicht sehr schön, aber im Endeffekt recht unspektakulär. Ein Tier wird geschlachtet, ausgenommen und zubereitet. In etwa das was überall auf der Welt, jeden Tag, in jedem Kulturkreis tausendfach passiert. Man kann sicherlich darüber streiten, ob soetwas in einen Film gehört, das ist wohl einen Frage des Geschmacks. In meinen Augen unterstützt es die Grundaussage des Films. Viel schlimmer finde ich das unnötige quälen von Tieren z.B. aus religiösen Gründen (Schächtung).

Offline EvilEd84

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« Antwort #21 am: 16. Juni 2006, 17:55:05 »
Uralt Thread nach oben ;-)


Hat eigentlich schon jemand was von der Fassung gehört:

http://www6.cd-wow.net/detail_results_2.php?product_code=371227


Im Digi tönt super und das Design ist auch schlicht und schön...

Da ich den leider nur im Doppelamaray (Blood Edition) mit dem ebenso brillanten The Beyond habe, könnte man sich das fast überlegen...wobei ich die Synchro bei so 70s Sleaze eigentlich schon immer recht atmosphärisch fand :? ne dt. wäre ne feine Sache :!:

Offline Sing-Lung

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Review Cannibal Holocaust
« Antwort #22 am: 16. Juni 2006, 18:58:00 »
yo, dat ist die UE aus Australien!

Hab bisher nur sehr gutes gelesen drüber! Müsste mal DVDCompare bemühen und schauen was die meinen... muss aber gleich weg...

Offline Nation-on-Fire

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Antw:Review Cannibal Holocaust
« Antwort #23 am: 08. August 2018, 15:44:03 »
Mal ne blöde Frage: Hat irgendjemand aus unserer Runde hier eine der "neueren" Versionen von dem Film? Bin gerade darüber gestolpert, dass es (anscheinend sogar mehrere) Making Of gibt, und die würden mich tatsächlich doch interessieren. Kann da einer was zu sagen?

Dass ist das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt,
aber nur solang man jeden Eindringling erschießt,
die Menschen an den Grenzen, sind die Geister die wir riefen,
und das weiß doch jedes Kind,
Geister, kann man nicht erschießen

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Antw:Review Cannibal Holocaust
« Antwort #24 am: 08. August 2018, 15:54:14 »
Ich habe den Film zwar gar nicht, aber ein Rundum-Sorglos-Paket scheint es leider nicht zu geben.

Die Ösi-Blu von XT hat schon massiv Extras an Bord (3 AKs, Dokus, Interviews etc).
https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=317&vid=407732

Die UK-Blu hat weniger Extras, dafür aber zwei exkkusive Sachen:
https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=317&vid=331274
Die Scheibe ist btw um den Tiersnuff erleichtert worden.

 

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