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Autor Thema: Review: The Burning Moon  (Gelesen 436 mal)

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Offline Bloodsurfer

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Review: The Burning Moon
« am: 10. September 2003, 04:30:39 »
Peter ist ein heroinspritzender Versager, den die ganze Welt ankotzt. Als seine Eltern ihn beauftragen, den Babysitter für seine Schwester zu spielen, knallt er sich zu und versüsst der Kleinen den Abend mit zwei bluttriefenden Horrorgeschichten.
Julias Love: Ein ausgebrochener Massenmörder verliebt sich in die schöne Julia. Als sie ihn zurückweist sieht er rot und metzelt ihre ganze Familie nieder.
The Purity: Der Priester eines kleinen, verschlafenen Örtchens ist dem Teufel verfallen. Auf seiner Suche nach dem ewigen Leben opfert er Luzifer zahlreiche Dorfbewohner. Der Verdacht fällt auf den Dorftrottel, der der Lynchjustiz zum Opfer fällt. Aber die Gerechtigkeit lässt nicht lange auf sich warten und auch der Priester kommt in arge Bedrängnis...



Hierbei handelt es sich um einen Amateurfilm, und zwar genauer gesagt um Olaf Ittenbachs zweites Werk. Zu seinem Erstling Black Past ist hier schon eine deutliche Steigerung sichtbar, mit diesem Film kann man auch als Nicht-Amateur-Fan durchaus schon seine Freude haben. Man merkt hier schon, dass Ittenbach relativ schnell immer professioneller arbeitete, und sich auch sehr viel Mühe dabei gab (wenn man das ganze mal mit den ersten Werken von Schnaas vergleicht, der hatte sich auch nach drei Filmen noch nicht so spürbar gesteigert).

Dennoch bleibt es natürlich ein Amateurfilm. Durch die Nachsynchronisation bleibt uns zwar größtenteils der bayerische Akzent der Akteure erspart (hallo ap ;) ), aber dennoch hört diese sich einfach nur grottenschlecht an. Aber das schadet dem Film eigentlich auch nicht, sondern erhöht teilweise noch den Spaßfaktor.

Die Handlung ist vielleicht nicht die ausgefeilteste, aber ich muss sagen, er hat sich immerhin bemüht eine richtige Handlung einzubauen. Wenn ich da an Das komabrutale Duell denke... :lol:

Zumindest bis ca. 15 Minuten vor Schluss sind sogar die Effekte keineswegs selbstzweckhaft in den Vordergrund geschoben, wie dies in Amateurfilmen sonst häufig der Fall ist, sondern sie bleiben relativ im Hintergrund (!), nicht alles wird gezeigt, es wird sogar oft weggeblendet. Das erhöht wiederum den professionellen Eindruck.
ABER: Wie gesagt, das gilt nur bis zu den letzten 15 Minuten! Denn dort gibt es eine plötzliche Kehrtwendung. Für etwa 10 Minuten gibt es einen Einblick in die Höllenqualen, welche von bestimmten Akteuren erlitten werden. Und hier gibt es eigentlich keine Handlung mehr, sondern es werden nur noch Metzeleien, blutige Effekte, Ausweidungen, Zerteilungen, rausgepulte Augäpfel, zerquetschte Köpfe, etc. in Zeitlupe und Nahaufnahme präsentiert. Und das wirklich, ungelogen und nicht übertrieben, ZEHN Minuten am Stück und ohne Pause!
Hier ist es dann ausserdordentlich selbstzweckhaft, ist natürlich klar. Aber es stört auch nicht wirklich. Wie wir es von Ittenbach gewöhnt sind, bekommen wir nur erstklassige Effekte geboten, die wirklich sehr blutig und sehr gut in Szene gesetzt wurden.

Anfang hab ich mich ja gewundert, dass dieser Film beschlagnahmt wurde. Denn wie gesagt, Anfangs ist die Gewalt weder selbstzweckhaft, noch im Vordergrund oder extrem explizit. Aber was einem da am Schluss präsentiert wird... Das stellt alles andere in den Schatten. Da kann ich die Beschlagnahmung wirklich gut nachvollziehen. Was jetzt natürlich nicht heissen soll, dass ich diese gut finde. ;)

Alles in allem hat mir der Film Spaß gemacht. Er ist zumindest bis zu den letzten 15 Minuten auch für Nicht-Amateur-Fans zu empfehlen. Aber vor allem für diejenigen, die sich auch gerne mal Amateurfilme ansehen, gehört er auf jeden Fall zum Pflichtprogramm.

:arrow: Ich gebe ihm 7 von 10 Punkten.

 

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