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Autor Thema: Französische Filmklassiker  (Gelesen 527 mal)

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Online Max_Cherry

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Französische Filmklassiker
« am: 12. Januar 2020, 20:02:04 »
Vor ein paar Wochen oder Monaten ist mir aufgefallen, dass ich ganz viele französische Klassiker noch nie gesehen habe. Das sind teilweise Filme deren Namen man ganz oft gehört hat und von denen auch heute noch so einige unter Filmfans als Meisterwerke gehandelt werden oder Filmschaffenden als Inspiration dienten.

Hier soll es um Werke von Truffaut, Godard, Malle, Renoir, Tati und Co. gehen. Um Filme mit Delon, Gabin, Deneuve Ventura, Moreau, Belmondo, Bardot...
« Letzte Änderung: 12. Januar 2020, 20:03:06 von Max_Cherry »

Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #1 am: 12. Januar 2020, 20:06:12 »
Obwohl die beiden ersten Filme 23 Jahre trennt und sie komplett unterschiedlichen Genres zuzuordnen sind, haben sie ein gemeinsames Thema, die Gefangenschaft. Und beide haben jeweils eine Szene, die später in "Gesprengte Ketten" wieder auftaucht.






Das Loch (1960, Jacques Becker) :bd:
Ich will mich ja ein bisschen mit den alten Franzosen befassen. Der erste Film war schon ein Volltreffer. Knastfilm von Jaques Becker aus den Jahr 1960.
Erzählt wird von 5 Häftlingen, die sich eine Zelle teilen müssen. Der Umgang miteinander und auch mit den Wärtern ist respektvoll und überwiegend freundlich, glaubhaft auf jeden Fall. Die Jungs arbeiten und verhalten sich vorbildlich. Aber insgeheim planen sie einen Ausbruch und dies wird bis ins Detail gezeigt, die Kamera zeigt so gut wie alles, manchmal minutenlang ohne Schnitt. Es ist wirklich große Kunst, wie spannend und interessant der Film trotzdem ist. Zunächst ein Kammerspiel, aber der Bewegungsradius wächst nach und nach. Jedes weitere Wort über den Verlauf wäre zu viel.

Der kommt 130 Minuten komplett ohne Musik aus und wird trotzdem nie langweilig. Ich kann gar nicht genau sagen, was den Film so besonders macht, aber er hatte mich einfach in seinen Bann gezogen. Die Darsteller sind auch durch die Bank klasse und die Figuren überwiegend sympatisch. Ich kann mir gut vorstellen, dass "Das Loch" die Mutter aller Knastfilme ist und Pate stand für ein ganzes Genre.
Bei einer Sache musste ich beispielsweise an "Flucht von Alcatraz" denken und an anderer Stelle an "Gesprengte Ketten".

Großes Kino aus Europa, in Sachen Authentizität waren die Franzosen den Amerikanern weit voraus. Ein großartiger Film, da kann ich mich den vielen Lobeshymnen z.b. bei amazon echt anschließen.
:8.5:






Die große Illusion (1937, Jean Renoir) :bd:
Vor wenigen Tagen habe ich versucht "Fahrstuhl zum Schafott" von Luis Malle zu schauen. War ganz nett, aber nicht ausgereift.
Dennoch hat er mich motiviert, weiter französische Klassiker nachzuholen.
"Die große Illusion" ist ein Antikriegsfilm von 1937 und ein Plädoyer für Humanismus. Das Geschehen begleitet die Hauptfiguren 1915 in ein deutsches Gefangenenlager für Offiziere. Die Stimmung ist relativ locker und das Schlimmste für die Wärter und die Insassen ist die Langweile. Schnell wird klar, dass der Krieg, der gefühlt weit weg ist, völlig absurd und sinnlos ist. Eine kleine Gruppe Franzosen plant dennoch die Flucht und zwischen 2 professionellen Offizieren (deutsch, französisch) entsteht fast etwas, wie eine Freundschaft. In einer Hauptrolle ist der junge Jean Gabin zu sehen, der war damals schon absolut cool.

Es gibt viele blutige, abschreckende Filme gegen Krieg, welche das ganze Grauen zeigen. Der hier geht einen völlig anderen Weg und zeigt sogar Herzlichkeit, Freundschaft und Humor. Wir sind alle Menschen und kein Nationalgefühl rechtfertigt einen Krieg. Ein starker Film und zu seiner Entstehungszeit verständlicherweise sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verpönt.

Zitat: "Bist Du auch ganz sicher, dass das die Schweiz dahinter ist?"
"Gar keine Frage."
"Aber sieht doch eins wie das andere aus."
"Ist auch eins wie das andere, Grenzen kann man nicht sehen. Sie sind eine Erfindung der Menschen, die Natur kennt sowas nicht."

Auch wenn es so klingt, der Film hat nichts kommunistischen und verfolgt am Ehesten den Gedanken, dass wir alle miteinander klarkommen müssen, uns kennenlernen und respektieren sollten. Der Ansatz ist pazifistisch und noch heute aktuell. Zusätzlich zu harten, abschreckenden Antikriegsfilmen sollte man Jean Renoirs "Die große Illusion" in Schulen zeigen.
Die Blu-ray zeigt eine wirklich sensationell gut restaurierte Bild- und Tonqualität. Wenn ich es nicht gewusst hätte, hätte ich getippt, dass der mindestens 20 Jahre neuer ist, auch vom visuellen her.

:8:
« Letzte Änderung: 12. Januar 2020, 20:19:51 von Max_Cherry »

Offline JasonXtreme

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #2 am: 12. Januar 2020, 21:22:24 »
Ich kenne da durchaus ein paar, is aber laaaange her. Belmo do kenn ich fast alles durch meinen Vater, auch von Delon einiges...
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Offline Ash

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #3 am: 13. Januar 2020, 01:30:26 »
Sagt mir alles nix.

Offline skfreak

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #4 am: 13. Januar 2020, 06:53:47 »
Bevor Markus und Matze "Inside" auspacken :lol:

Ich empfehle so ziemlich alles von Bebel, also zum Beispiel die beiden Profi-Filme oder "Fröhliche Ostern". Und "Kopfjagd - Preis der Angst" mit Michelle Piccoli. Den scheints bedauerlicherweise nicht auf Scheibe zu geben. Schade, ich hätte den sehr gerne mal wieder gesehen!

Offline JasonXtreme

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #5 am: 13. Januar 2020, 09:04:44 »
Bebel ist wirklich immer nen Blick wert, und das meine ich nicht nur wegen der in der Regel flapsigen Synchros. Gerade AUßER ATEM oder ELF UHR NACHTS von Godard mit ihm hab ich früher auch gern gesehen. WEEKEND von Godard war ziemlich wirrer stranger Stoff, der ging nicht an mich, auch wenn es interessant war ihn mal zu sehen, DIE CHINESIN war mit zu dröge und unzusammenhängend. MADE IN USA fand ich nicht übel, weil wieder eigentlich ein klassischer Streifen.

DER LEOPARD mit u. a. Delon steht bei mir meine ich noch im Regal, toller und mit 3 Stunden epischer Streifen! DER EISKALTE ENGEL, ENDSTATION SCHAFOTT, DIE ABENTEURER (am Ende spielt der auf Fort Boyard :D), BORSALINO, SCORPIO DER KILLER (von Michael Winner), DER PANTHER fand ich früher alle ziemlich cool mit ihm!

to be continued
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Offline JasonXtreme

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #6 am: 13. Januar 2020, 10:04:43 »
und weiter...

Von Truffault kenne ich nur TASCHENGELD und SIE KÜSSTEN UND SIE SCHLUGEN ihn, aber das is so lange her, da hab ich eigentlich nicht wirklich Erinnerung dran. Von Malle FAHRSTUHL ZUM SCHAFOTT den ich mal mit meiner Mutter sah, aber auch da blieb mir als Kiddie nix groß hängen. Tati und Renoir dürfte ich nichts gesehen habe.

Die Deneuve ist zwar gut, sicher habe ich auch einiges mit ihr gesehen, außer MARSCHIER ODER STIRB (der mit Terence Hill) ist mir da konkret aber nix von den alten Sachen im Kopf, habe auch nie WEGEN ihr was geschaut. Ebenso sieht es bei der Bardot aus, geile Frau, aber wegen ihr nie was geschaut, kenne aber auch da ganz sicher einiges von damals ausm TV mit Muttern.

Bei Lino Ventura musste ich jetz selbst mal schauen... DIE SCHRECKEN DER MEDUSA natürlich, wobei ich den nie so gut fand wie DAS OMEN und Co. - aber dennoch sehenswert! DIE 100 TAGE VON PALERMO weil Mafiafilme in den 80ern ja eh GANZ groß waren, DER RAMMBOCK, VALACHI-PAPIERE, CLAN DER SIZILIANER (siehe auch Delon), und sicherlich noch den ein oder anderen. Ja meine Eltern haben das Zeug echt viel geschaut früher :D

Kümmen wir zu Jeanne Moreau, gleich zu Beginn mit Depardieu (und auch der Huppert in erster Rolle) - da hab ich im Dritten mal DIE AUSGEBUFFTEN gesehen und fand den durchaus gut! MATA HARI, DIE SIEGER (Finney, Hamilton, Peppard...), letzteren hab ich ganz sicher gesehen, wüsste aber nichtmal mehr die Handlung :lol: mit Depardieu kenn ich auch einige der früheren Filme, waren auch teils ziemlich witzig, typisch französisch halt, namentlich hörts da aber auf. Wobei DER BULLE VON PARIS mit Marceau und ihm hatte ich als Tape, der war ganz cool, und MEINE NÄCHTE SIND SCHÖNER ALS EINE TAGE war mit Marceau auch gut. LA BOUM 1 und 2 finde ich ja VÖLLIGST überhyped, die waren damals schon stinklangweilig und substanzlos.

BEATRICE DALLE nehme ich mal mit rein, auch wenn das später war - BETTY BLUE, 37,2 GRAD AM MORGEN war für nen Kumpel immer der Überfilm, ich fand ich interessant aber Onetimer. SABBA DIE HEXE klingt interessant, hätte es auch werden können, is aber ziemlich lahm.

Bei Belmondo gehe ich mal nicht ins Detail, da war ich durch meinen Vater völlig angefixt, der hat Bebel geliebt! Wir haben da so viele Filme doppelt und dreifach geschaut damals... sogar im Hotel Kino auf Gran Canaria 1986 :lol: mein persönlicher Liebling ist und bleibt aber eben DER PROFI, allein durch Morricones OST, die Geschichte und die Darsteller. Lautner drehte ja neben diesem hier noch mehr mit Belmondo und auch mit Delon - hier ist sicherlich Belmondos mit ernstester Film neben ANGST ÜBER DER STADT (aus der zeitlichen Epoche), wenn man die sechs sieben Sprüche mal weglässt. Toll gefällt mir auch Robert Hossein als sein Gegenspieler Kommissar Rosen, und das Ende dürfte auch nicht alltäglich gewesen sein (ok DIE WILDGÄNSE gehen ja auch diesen Weg). Aber das hat ja hier eigentlich nix zu suchen, ich wollt nur sagen... den muss ich wiedermal schauen :D

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Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #7 am: 13. Januar 2020, 10:39:54 »
Da sind schon ein paar interessante dabei, danke.

Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #8 am: 13. Januar 2020, 20:11:30 »
Ums etwas einzugrenzen, mir geht es in erster Linie um richtige Klassiker, die auch gerne etwas artifizell oder eben einflussreich sind.

Auf meiner Liste stehen auch schon "Clan der Sizilianer", "Vier im roten Kreis" und "Belle der Jour".

Aber etwas mainstreamigere Werke sind natürlich auch interessant.
"Angst über der Stadt" steht z.B. sogar noch verschweißt im Regal, den hab ich bisher wegen der abweichenden Synchronstimme immer links liegen gelassen.
« Letzte Änderung: 13. Januar 2020, 20:15:41 von Max_Cherry »

Offline JasonXtreme

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #9 am: 14. Januar 2020, 08:30:03 »
Schau den mal an, die Stimme hat selbst mich da nichtmal so gestört ;)
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« Antwort #10 am: 14. Januar 2020, 09:36:20 »
Liegt schon auf der Playse. :)

Offline JasonXtreme

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« Antwort #11 am: 14. Januar 2020, 10:09:11 »
Ich bin schon gespannt, ob Du mit den Werken abseits des Mainstream glücklich werden wirst, ich weiß da bin ich raus :D französischen Mainstream aus den früheren Jahrzehnten wiederum sind immer interessant, zumal die oft auf ziemlich freizügig und gewalttätig waren im Vergleich zum US Kino der Zeiten
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« Antwort #12 am: 14. Januar 2020, 11:34:22 »
Ich bin gespannt, hab gestern noch ordentlich DVDs bestellt. Siehe zuletzt gekauft Thread.

Offline Ash

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« Antwort #13 am: 14. Januar 2020, 11:39:04 »
Der französische Film war in meiner Jugend ein absolut rotes Tuch, der mich 0,00 interessiert hat, empfand alles von denen als absolut lahm und das änderte sich erst ein wenig mit der französischen Horrorwelle zu Beginn der 2000er (High Tension). Aber ich war auch in einem (leicht) anderem Alter wie heute. Stephan, mach doch mal ein themenbezogenes MiniHFT, ein "französisches Wochenende" sozusagen. :D Mich würde schon interessieren, ob sich meine Einstellung zu den Baguette-Filmen geändert hat. :p
« Letzte Änderung: 14. Januar 2020, 11:41:06 von Ash »

Offline JasonXtreme

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« Antwort #14 am: 14. Januar 2020, 11:42:13 »
Wenn ich französisches Mini-HFT und Baguette lese, weiß ich wo die Reise hingeht... das überlass ich Sascha
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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« Antwort #15 am: 14. Januar 2020, 12:47:58 »
Der französische Film war in meiner Jugend ein absolut rotes Tuch, der mich 0,00 interessiert hat, empfand alles von denen als absolut lahm und das änderte sich erst ein wenig mit der französischen Horrorwelle zu Beginn der 2000er (High Tension). Aber ich war auch in einem (leicht) anderem Alter wie heute. Stephan, mach doch mal ein themenbezogenes MiniHFT, ein "französisches Wochenende" sozusagen. :D Mich würde schon interessieren, ob sich meine Einstellung zu den Baguette-Filmen geändert hat. :p

Es gibt halt solche und solche.
"Das Loch" finde ich z.B. sehenswert oder du hattest ja mal "Die Teuflischen" gesehen und sogar mit 9/10 bewertet.
Grundsätzlich stimmt das schon, viele von den "alten Schinken" sind langsam erzählt und bestechen jetzt nicht unbedingt in erster Linie durch den besonders Jochen Spaßlevel.

Die 6 Filme, die bestellt habe, würde ich vermutlich nur Leuten empfehlen, die sich auch für sehr anspruchsvolles Zeug interessieren. Aber mal sehen, ob nicht doch der ein oder andere Tipp dabei ist. Die Filme von Bunel sollen z.B. Satiren auf die Oberschicht sein. Sowas wie "Das große Fressen" gefällt mir ja z.b. auch.

Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #16 am: 22. Januar 2020, 20:08:30 »
Hafen im Nebel :bd:
Ein weiterer Klassiker mit Jean Gabin, der einen guten Ruf genießt. Regisseur Marcel Carné hat 1938 einen Vorläufer des Film Noir und der Realismus-Welle abgeliefert. Der Film spielt viel im Dunkeln und zeigt eher triste, deprimierende Bilder.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen überwiegend Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Hauptfigur ist ein wortkarger, namen- und mittelloser Desateur, der über die Hafenstadt Le Havre per Schiff in die USA flüchten will. Während seines Aufenthaltes im fremden Ort, findet er in einer kleinen Spelunke des zwar armen, aber gastfreundlichen Panama ein Dach über den Kopf und etwas zu essen. Dort trifft er auf weitere mehr oder weniger ausgestoßene und von der Gesellschaft ausgenutzt Personen. Als er die junge Nelly kennen lernt, die unter ihrem herrischen Vormund und den Annäherungen eines Gangsters leidet, entsteht so etwas, wie eine Liebelei zwischen den beiden. Doch vieles steht dem Glück im Wege und ursprünglich wollte der Ex Soldat doch schnellstmöglich weiter übers Meer...

Der Film ist anfangs relativ ruhig erzählt, aber bietet permanent interessante Einblicke in eine harte Welt und zeigt Figuren, welche sich durchbeißen müssen um ihr Glück zu finden. Diese Art von Drama in einer authentischen Umgebung ohne romatisierenden Hollywoodkitsch, war 1938 etwas völlig neues.
Der hat mir gefallen, auch wenn er keine leichte Kost ist, hat der bei mir noch Potential nach oben.
:7.5:

Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #17 am: 22. Januar 2020, 22:07:56 »
Der diskrete Charm der Bourgeoisie :dvd:
Interessanter Ensemble-Film mit überraschend surrealen Elementen, die ich so nicht erwartet habe. Der Film gaukelt zunächst eine chronologisch erzählte Handlung vor, bricht aber irgendwann damit durch diverse Absurditäten und Traumsequenzen. Im Grunde wird der Niedergang des Bürgertums anhand vieler Symbole erzählt. Das Unvorhersehbare stört die ewig gleichen und langweiligen Beschäftigungen einer Gruppe Freunde/ Bekannte, die eigentlich nur zusammen essen wollten und den ganzen Film über bei diversen Anläufen einfach nicht gelassen werden.
Das Ganze wurde von Bunel klasse gefilmt und zwar künstlerisch, aber dabei auch unterhaltsam inszeniert. Den Oscar für den besten fremdsprachiger Film gab es 1972 nicht umsonst.
:7.5:


Mein kleines Franzenfilm Projekt lohnt sich, bisher haben mir alle Beiträge gefallen.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2020, 22:09:07 von Max_Cherry »

Offline Thomas Covenant

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #18 am: 24. Januar 2020, 16:09:45 »
Schau dir mal den Film -Wolfsziegel - an.
Kann man auf Prime leihen.

Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #19 am: 24. Januar 2020, 17:16:46 »
Schau dir mal den Film -Wolfsziegel - an.
Kann man auf Prime leihen.
Nie gehört, schau ich mal

Online Max_Cherry

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Antw:Französische Filmklassiker
« Antwort #20 am: 24. März 2020, 10:50:17 »
Der Tag bricht an :bd:
Französischer Noir Krimi von 1939 mit Jean Gabin. Der Film beginnt mit einem Mord. Der Täter verschanzt sich in seiner Wohnung, während die Menge der Schaulustigen draußen auf der Straße immer größer wird. In Rückblicken wird erzählt, wie es dazu kam. Die Idee ist gut, aber die Geschichte ist ein bisschen seltsam teilweise und von den alten Dingern mit Gabin fand ich ihn leider am schwächsten, weil zu langsam erzählt und ich verstehe die Motivationen der Figuren auch nicht gänzlich.

Was mich komplett irritiert hat, war die sehr schräge Synthie-Orgel-Musik. Im O-Ton gibt es normalen Orchester Score, es gibt also eine starke Verfremdung, wie z.b. auch bei "Die Spur des Falken".
:6:

 

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