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Autor Thema: Review : The Mummy (1932)  (Gelesen 495 mal)

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Offline Aquifel

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Review : The Mummy (1932)
« am: 13. September 2003, 14:23:31 »
Die Story dürfte den meisten ja recht bekannt vorkommen, da sich das "Remake" oder besser die Neuinterpretation von 1999 grob an die Grundstory dieses Filmes hält. Der Priester Imhotep wird, weil er die Tochter des Pharao wiederbeleben will (im Remake, den Pharao umgebracht hat, unter Beihilfe von dessen Frau), lebendig mumifiziert. Über ihn wird ein Fluch gesprochen. Nun wird im 20. Jahrhundert, grob um 1930, sein Sarg gefunden und die Schriftrolle von Thoth. Als ein Wissenschaftler die Truhe mit der Schriftrolle öffnet, erwacht die Mumie zum Leben und hat nur noch einen Gedanken : Seine Geliebte, Anck-es-en-Amon, wiederzubeleben.

Okay, diverse Unterschiede in der Story gibt es auch zwischen Remake und Original. Aber die grössten Unterschiede sind wohl doch in der Umsetzung eben jener Story zu erkennen. War die 99er Fassung ein Action-Abenteuer mit wuchtigen Effekten, etwas Grusel und viel Humor, so ist das Original eher unspektakulär. Keine Actionszenen, die Imhotep ist nur kurz als Mumie zu sehen, wobei die Maske wirklich sehr beeindruckend ist, danach rennt er "inkognito" als Mensch herum (ähnlich wie bei dem Remake). Auch das, was Imhotep mit seinen Kräften anrichten kann ist hier unspektakulär. Keine riesigen Sandstürme oder Heuschreckenschwärme. Er beherrscht hier unter anderem Hypnose und kann Menshcen auf grössere Distanz hin beinflussen bzw. töten, in dem er ihr Herz zum Stillstand bringt. Aber was macht nun das Original besser als das schon sehr gelungene und unterhaltsame Remake?

Es liegt auf der Hand. War das Remake eher Popcorn Kino, hat das Original eine, nicht unbedingt gruselige, aber an sich sehr intensive Atmosphäre. Vor allem die Rückblende ist verdammt genial geworden, viel mitreissender und bedrohlicher als in der Neufassung. Die Bilder sind sehr ruhig gehalten, mit vielen leichten und sanften Schwenks, was dies noch unterstüzt. Hier wird nämlich letztendlich sehr viel Wert auf die Handlung gelegt, so dass sich deren eigene Atmosphäre entwickeln kann. Vor allem die unterschiedliche Darstellung Imhoteps macht sehr viel aus. War er im Remake einfach nur der Fiesling, ist er doch auf sehr eigenwillige Weise charismatisch und man kann sein Handeln und seine Motive, nämlich die Liebe zu Anck-es-en-Amon, nachvollziehen und verstehen. Das macht sehr viel aus, das man hier einfach mehr an den Charalteren interessiert ist. Sicherlich ist das Ende, als Isis eingreift, etwas hirnrissig, andererseits, wie hätte man Imhotep anders aufhalten können? Na Egal, kann den Rest des Filsm nicht versauen, zum Glück.

Um noch mal auf die Maske(n) zu sprechen zu kommen. Diese sind exzellent. Sicherlich wird für den Ottonormal-Seher die Mumie aus dem Remake viel gruseliger und besser Wirken, aber ich denke, dass die Original Mumie, die ohne CGI Effekte entstand, viel besser aussieht. Sie sieht IMO mumienhafter und klassischer aus, als die CGI Mumie, die IMO nicht schlecht wirkt, aber der irgendwas fehlt. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass mich eine Einstellung, in der Rückblende, überrascht hat. Die Sklaven werdne getötet, um jede Art von Zeugen zu vernichten, und man darf mit ansehen, wie ein Speer einen durchdringt. Eigentlich unwichtig, wunderte mich nur etwas ,-)

Fazit : Genialer Film, mit toller, wenn auch nur bedingt gruseilger, Atmosphäre. Zwar abgesehen von der ziemlich starken Mumienmaske (afaik 8 Stunden Make Up), unspektakulär, dafür ist Imhotep hier wesentlich tiefgründiger gezeihnet und eingesetzt, als im Remake.
I mean, that's what life is : a series of down endings.

http://www.last.fm/user/DerMuedeJoe/
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