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Autor Thema: Review : Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens  (Gelesen 554 mal)

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Offline Aquifel

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Review : Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
« am: 28. September 2003, 19:21:38 »
"Nosferatu - Simphony of Horror" ist ein sehr früher Vampirfilm und meines Wissens nach der erste, der, noch recht vage, auf Bram Stokers Dracula basiert. Aber ebend gerade diese Ähnlichkeit hätte dem Film fast vorzeitig das Aus beschert. Stokers Witwe klagte nämlich, da die Paralleleen zu Dracula zu gross seien. Alle Filmrollen wurden vernichtet. Alle? Nein eine hat es zum Glück irgendwie geschafft zu überstehen.

Die Geschichte ist schon recht offensichtlich an Dracula angelehnt. Der Makler Hutter reist in die Karpaten, um dem dort lebenden Graf Orlok ein Haus in Bremen zu verkaufen. Orlok, der etwas sehr seltsames an sich hat, kauft dieses Haus gegenüber Hutters Anwesen, da er zufällig ein Bild von Hutters Frau Ellen gesehen hat. Orlok schafft Hutter vorläufig bei Seite und macht sich auf nach Bremen. Doch Hutter gibt nicht auf.

Nunja ganz grob kann man die Geschichte so beschreiben. Ist eigentlich egal, denn "Nosferatu" zieht seine Qualität weniger aus der Story als aus ganz anderen Faktoren. Zum einen wäre da der unglaubliche Musikscore. Da es sich um einen Stummfilm handelt kommt diesem nämlich eine unglaublich wichtige Rolle zu, die er mit Bravour erfüllt. Gerade in den "Horrorszenen" in denen Orlok nachts durch die Gänge schleicht, besonders aber in der Szene mit Hutter, erzeugt dieser Score, zusammen mit den düsteren Schwarz-Weiss Bildern, eine beklemmende Horroratmosphäre, wie sie in wenigen Filmen so erreicht wird. Der zweite Faktor wären die Darsteller. Keiner fällt aus der Rolle, auch wenn natürlich Max Schreck, der mit seiner Maske (oder halt nach vagen Gerüchten seiner echten Fratze, was ich bezweifle) wie ein Monster/Dämon aussieht, eine unglaubliche Leistung abliefert. Zu guter Letzt sorgen auch die tollen Aufnahmen und Kameraeinstellungen (was damals alles wesentlich schwerer zu machen war als heute) dafür, dass die Atmosphäre atemberaubend ist.

Einziger Wermutstropfen ist, dass der Film, da er ein Stummfilm ist, für ein heutiges Publikum eher schwer ansehbar wird. Man muss sich shcon etwas durchringen, aber irgendwann packt einen die Atmosphäre sicherlich.

Fazit : Nicht leicht anzusehen, aber einer der atmosphärischten Horrorfilme aller Zeiten, mit guten Darstellern. Grandios und viel besser als Brownings Dracula.
« Letzte Änderung: 20. Februar 2016, 19:23:20 von nemesis »
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Offline Aquifel

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Review : Nosferatu - A Simphony of Horror
« Antwort #1 am: 30. September 2003, 21:06:34 »
Was haltet ihr denn so von diesem Film ;)

Oder kennt ihr ihn noch nicht?
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Offline Elena Marcos

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Review : Nosferatu - A Simphony of Horror
« Antwort #2 am: 01. Oktober 2003, 12:23:38 »
Ich kenne und liebe ihn....
Max Schreck ist einer der wenigen Vampire die WIRKLICH gruselig sind.

ich hab nur die restaurierte ZDF Version auf Video mit der dafür eingespielten Musik....

Ich hab damals in der Schule ein Referat über Nsoferatu  gehalten (konnte meine note nur um eine halbe raufsetzten..aber egal)... da es um dt. Expressionissmus gin - nun es wurde Literatur gewälzt und Museen mit Bildern besucht - da hab ich direkt gesagt - dt. Expressionismus ist im dt. Horrorfilm am deutlichsten hervorgetreten....

schade daß ein Schüler einen Lehrkörper belehren mußte, den das war der Frau Lehrerin leider neu...
schade was...aber vielleicht hat sie was gelernt....

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Offline nemesis

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Antw:Review : Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
« Antwort #3 am: 20. Februar 2016, 19:24:02 »
:bd:
   
Nosferatu - Eine Symphonie des Grauen

Was soll man zu diesem Film noch sagen, was nicht schon in den letzten 94 Jahren gesagt wurde?
Für "jüngere" mag der Film langweilig oder unfreiwillig komisch sein, weil er weit entfernt von heutigen Sehgewohnheiten ist.
Für mich war es ein Genuß und Erlebnis. Ein Meilenstein, Wegbereiter, expressionistisches Kunstwerk.

Offline nemesis

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Antw:Review : Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
« Antwort #4 am: 29. Juli 2017, 22:40:14 »

 

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