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Autor Thema: Die Akte Odessa - Review  (Gelesen 453 mal)

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Offline JasonXtreme

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Die Akte Odessa - Review
« am: 06. Dezember 2004, 12:13:32 »
Die Akte Odessa:

Inhalt:
Peter Miller ist ein junger Journalist auf der Suche nach einer guten Story. Eines Abends fällt ihm das Tagebuch des alten Juden Salomon Tauber in die Hände, der Selbstmord begangen hat. Durch das Tagebuch erfährt Miller von SS-Offizier Roschmann, der mit unvorstellbarer Grausamkeit das Lager Riga kommandierte, in dem Tauber interniert war. Nach den Aufzeichnungen von Tauber soll dieser SS-Mann auch noch am Leben sein.
Bei seinen Nachforschungen stößt Miller auf die ODESSA, eine Organisation, die früheren SS-Kriegsverbrechern neue Identitäten verschafft und diesen somit ein unerkanntes Weiterleben ermöglicht.
Bald ist auch sein Leben und das seiner Freundin in Gefahr. Immer tiefer in den Wirren der Odessa, die anscheinend allgegenwärtig ist, des Mossad und gehetzt von einem Killer der Organisation versucht Miller die Identität von Roschmann zu lüften…

Fazit:
Dies ist die Verfilmung des Bestsellers DIE AKTE ODESSA von Frederic Forsyth (Der Schakal) mit Jon Voight in der Hauptrolle.
Der Film ist eine britisch-deutsche Coproduktion, wobei aber bis auf Jon Voight weitestgehend nur deutsche Schauspieler zu finden sind. Unter anderem Klaus Löwitsch als Killer der Nazis, Maximilian und Maria Schell sowie Günther Strack.
Der Film bietet zwar im Prinzip keine Actionszenen – die braucht er aber auch überhaupt nicht. Die Rollen sind allesamt einwandfrei gespielt und besetzt. Anfangs braucht der Film zwar etwas um in Fahrt zu kommen, wird aber auch hier nicht wirklich langweilig.
Vor allem die Darstellung (Rückblende s/w) von den Taten des Roschmann schockieren noch nachhaltig. Die FSK 12 finde ich deshalb etwas fragwürdig. Die Szenen einer Tötung von Jugendlichen im Lager ist schon hart an der Grenze. So erschießen die Nazis ein paar Jungen von hinten ins Genick während diese auf den Knien sind – einen „vereppeln“ sie aber und schießen in die Luft! Als er trotzdem zu Boden geht und verdutzt schaut, entgegnet Roschmann nur „Fertigmachen!“.
Auch die Darstellung des Treffens der ehemaligen in einer großen Halle strotzt nur so von braunem Gedankengut. (Weshalb die deutsche Fassung bisher auch in einigen Textsequenzen bei diesem Treffen und den Rückblenden cut war).
Alles in allem bekommt man hier einen guten Thriller, den ich teils etwas mit „Boys from Brazil“ gleichsetzen möchte, wenngleich auch die Handlung vollkomen anders daherkommt. Für alle Fans von Verschwörungen und dergleichen ein absoluter Tipp.
Die Vereinigung Odessa gab es übrigens wirklich, nur in welchem Umfang, darüber streiten sich die Meinungen bis heute.

Die deutsche DVD bietet ein durchschnittliches Bild und den Ton in deutsch und englisch.
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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