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Autor Thema: Fleisch ist mein Gemüse  (Gelesen 540 mal)

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Offline Nation-on-Fire

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Fleisch ist mein Gemüse
« am: 30. Dezember 2005, 15:08:52 »
Ich lese das Buch gerade zum zweiten Mal und könnt mir jedesmal wieder den Bauch vor lachen halten. Ach so, dieses Buch hat wirklich gar nix mit Horror, Thriller oder sonstwas zu tun. Von daher war ich mir nicht sicher, ob ich diesen Knüller hier mal vorstellen soll, aber ich mach es einfach.

Geschrieben wurde das Buch von Heinz Strunk, einem Mitglied der Telefon-Comedy Truppe "Studio Braun", den Godfathers of Telefon Comedy sozusagen. Das Buch trägt den Untertitel : Eine Landjugend mit Musik.

In diesem autobiographischen Buch beschreibt Heinz Strunk seine späte Jugend und Erfahrungen als Früh - Zwanziger. Er wohnt in der Nähe von Hamburg und ist ein begabter Saxophonspieler. Das wars dann aber auch schon mit den positiven Seiten. Sein Vater existiert nicht mehr, die Mutter leidet unter schwersten Depressionen und Suizid Gedanken. Nachdem sie sich erfolglos versucht umzubringen, ist sie zu allem übel auch noch schwerstverletzt und muß gepflegt werden. Heinz himself leidet unter der schlimmsten Form der Akne die man sich nur vorstellen kann. Demzufolge geht auch mit den Mädels gar nix.

Heinz einzige Freude ist die Musik, und so schließt er sich einer kleinen Kapelle an, um für die nächsten Jahre auf Schützenfesten, Hochzeiten und ähnlichen Dorfveranstaltungen aufzutreten.

Zugegeben, klingt nicht wirklich spektakulär im ersten Augenblick, wer aber auch nur im Ansatz ein Teil seiner Jugend auf dem Land verbracht hat, wird sich in einigen Beschreibungen wiederfinden.
Ansonsten kann man sich über die Anekdoten von ekligen Backstageräumen ( Punkrock ist nix dagegen ! ), ständige Fleischgerichte zwischen den Auftritten, Akneproblemen sowie musikalische Ungenauigkeiten und miesen englischen Ansagen scheckig lachen.

Der Autor schafft es mit klasse Worten auch Situationskomik unheimlich gut rüberzubringen. Ansonsten läßt es sich gut und flüssig lesen.

Die Taschenbuchausgabe gibbet für nen Zehner und diese Investition kann man nur jedem mit einem guten Humor wärmstens ans Herz legen.

Dass ist das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt,
aber nur solang man jeden Eindringling erschießt,
die Menschen an den Grenzen, sind die Geister die wir riefen,
und das weiß doch jedes Kind,
Geister, kann man nicht erschießen

 

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