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Autor Thema: Requiem (Deutschland 2006)  (Gelesen 487 mal)

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Offline ap

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Requiem (Deutschland 2006)
« am: 14. März 2006, 20:54:49 »
Ein deutschen Film, der aktuell in der Mache ist, ist "Requiem", der neue Film von Hans-Christian Schmid. Er erzählt die Geschichte der jungen Michaela Klingler (Sandra Hüller), die Anfang der siebziger Jahre ihr streng katholisches Elternhaus verlässt, um in Tübingen ein Studium zu beginnen. Glücklich, das kleinbürgerliche Umfeld hinter sich gelassen zu haben, genießt sie die ersten Schritte in der neuen Freiheit und findet schnell Freunde an der Uni.
Doch Michaela wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Trotz ärztlicher Behandlung hat sie immer öfter mit epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen zu kämpfen. Sie hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Verzweifelt begibt sich Michaela in die Obhut eines jungen Priesters und stimmt schließlich einem Exorzismus zu.
Inspiriert wurde die Geschichte von einem ähnlichen Fall, der sich in den siebziger Jahren im fränkischen Klingenberg zugetragen hat – dort starb die 23-jährige Anneliese Michel nach einem Exorzismus im Auftrag des Würzburger Bischofs.

Trailer: http://www.x-verleih.de/x-verleih/kino.jsp?movieid=41


die ofdb: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=94374

Originaltitel:    Requiem
Herstellungsland:     Deutschland
 
Erscheinungsjahr:     2006
Regie:     Hans-Christian Schmid

 
Darsteller:     Sandra Hüller
Burghart Klaußner
Imogen Kogge
Anna Blomeier
Friederike Adolph
Jens Harzer
Irene Kugler
Eva Loebau
Johann Adam Oest
Nicholas Reinke
Walter Schmidinger
 
Genre(s):    Drama

Offline JasonXtreme

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Requiem (Deutschland 2006)
« Antwort #1 am: 15. März 2006, 09:28:11 »
Wie schon bei "Exorzismus der Emily Rose" gesagt - der Fall interessiert mich sehr und der Film wird definitiv geguckt! Ich bin sogar überzeugt, dass dieser deutsche Film aus dem thema mehr rausholen kann wie der US-Vorgänger - alleine schon wegen der Umgebung die ja immerhin hier in Deutschland ist wie auch der Fall ansich.
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Max_Cherry

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Antw:Requiem (Deutschland 2006)
« Antwort #2 am: 12. September 2017, 14:05:52 »
Zitat von: Max_Cherry
Requiem
Überragend gespieltes Drama, welches die Geschichte um das bessessene Mädchen in den 70ern in Deutschland ohne Horror-Elemente frei erzählt. Der Film besticht durch Authentizität. Man hat abgesehen von der dynamischen Kameraführung das Gefühl, der Film sei aus den 70ern. Ich wusste gar nicht, dass der Film von Hans Christian Schmidt (23, Crazy) ist, das war ein Grund für mich mit gewissen Vorurteilen (wie ich sie bei fast jedem neuen deutschen Film habe) an "Requiem" heran zu gehen. Doch alles war verflogen, als Sandra Hüller ihre "Ein-Frau-Show" begann. Diese Leistung hat mich umgehauen und das in ihrem 3. Film.
Der Film geht (wie es auf dem Cover steht) tatsächlich ein bischen in Richtung Dogma-Film, denn die technischen Aspekte stehen klar im Hintergrund, viel entscheidener ist die Geschichte und eine möglichst glaubhafte Darstellung.
Erwähnenswert ist noch der sehr gelungene 70er Soundtrack (vermutlich neue Sachen im 70er Stil).
Die Kritiker überschlagen sich mit Meisterwerks-Bewertungen, soweit möchte ich noch nicht gehen, aber "Requiem" ist seit einiger Zeit mal wieder ein deutscher Film, der mich überzeugt hat. Also Marco, ein Blindkauf sollte drin sein, dir wird der sicher gefallen. 8/10

Den hab ich kaum noch aufm Schirm.
Muss ich eigentlich mal wieder schauen, alleine schon für die Hauptdarstellerin, die ich mehr mit Toni Erdmann in Verbindung bringe.

Offline JasonXtreme

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Antw:Requiem (Deutschland 2006)
« Antwort #3 am: 12. September 2017, 14:09:00 »
Hab den auch, und finde den auch wirklich gelungen. Es muss einem halt klar sein, dass das hier kein Exorzist oder dergleichen ist.
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Ketzer

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Antw:Requiem (Deutschland 2006)
« Antwort #4 am: 13. September 2017, 09:08:23 »

Requiem 5/10
Aufarbeitung des Themas Anneliese Michel. Leider war man nicht mutig genug oder der Druck durch die Katholische Kirche (via Bayrischer Rundfunk) zu groß, dass ein mutiger, kritischer Ansatz nicht weiterverfolgt wurde. Am Anfang wird vermittelt, was religiöse Veblendung, Fanatismus anrichten kann, leider wird dies im Laufe des Filmes wieder absolut relativiert. Und das die Exorzismen und die damit verbundene Qual sowie die Verweigerung der Kirche/Eltern einen Arzt zu holen ausgelassen wurden und nur eine Filmtafel mit dem lapidaren Vermerk "das sie nach 14 tägigem Exorzismus an Schwäche starb" eingeblendet wurde, verpaßt diesem anfangs mutigem Film, der mit guter schauspielerischer Leistung glänzt, vollends den Todesstoß.
Menschen nutzen nur 10% ihres Gehirns, viele nicht mal das.


 

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