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Autor Thema: Review: DIE INSEL (Richard Laymon)  (Gelesen 5125 mal)

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Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« am: 15. August 2006, 16:14:33 »


http://www.amazon.de/gp/product/3453675118/302-8868551-7997622?v=glance&n=299956&s=gateway&v=glance



Kurzbeschreibung

Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt – früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie –, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war … Ein nervenzerreißendes Katz-und-Maus-Spiel von Richard Laymon, einem der meistverkauften Horror- und Thriller-Autoren unserer Zeit.
(amazon.de)



So, nun hab ich das Buch durch. Zuerst mal sei angemerkt, dass ich sehr zwiegespalten bin, was die Bewertung von DIE INSEL angeht. Erstmal die positiven Aspekte: Es ist zum größten Teil äußerst unterhaltsam und spannend geschrieben. Alles wird aus Sicht des 18-jährigen Protagonisten Rupert erzählt. Der Leser wird mit den Ereignissen auf der Insel in Tagebuchform vertraut gemacht, denn Rupert möchte alles festhalten, was auf der Insel passiert. Auf diese Weise wird uns zu Beginn eines neues Eintrags oft klar gemacht, dass er noch nicht auf dem neuesten Stand sei, sich aber viel zugetragen hätte, dass er jetzt niederschreiben müsse. Dieser Stil funktioniert unheimlich gut und lässt den Leser förmlich nach mehr lechzen.
Überhaupt ist das Buch größtenteils ein "Pageturner", soll heißen, man kann kaum erwarten wie es weitergeht und hat Schwierigkeiten das Buch überhaupt mal aus der Hand zu legen.
Obwohl stets klar ist, dass es sich bei DIE INSEL um nichts anderes als Pulp a la BATTLE ROYALE handelt und man nie in dem Glauben verfällt, hier höherwertigere Literatur vor sich zu haben, ist die Qualität des Buches enorm hoch, bis auf einige wenige Aussetzer - und das letzte Drittel, aber darauf komm ich noch zu sprechen.

Letztlich hat Laymon es doch versaut, denn wenn der Leser mit einem üblen Nachgeschmack nach Beendigung des Buches zurückgelassen wird, ist die Mission ein hochwertiges Werk abzuliefern, gescheitert.
Es fängt schon mal mit dem Protagonisten an, Rupert. Ständig - und ich meine ständig (!) - ist der Typ geil, besser gesagt notgeil. Es können die widerwärtigsten Dinge passieren, Morde, Vergewaltigungen, alles wurscht, unser pubertierender (Anti)-Held denkt stets nur an Titten und Muschis. Und wer wills ihm verdenken, mit 4 Frauen auf der Insel, eine hübscher als die andere. Seine perversen Fantasien werden uns stets in Gedankenform mitgeteilt. Da isses auch egal, wenn ein 14-jähriges Mädchen mal eben brutal misshandelt, geschlagen und vergewaltigt wurde, irgendwie war das dann "doch erregend" für Rupe, the Man. Krank und irgendwie auch einfach nur blöd und bescheuert. Überhaupt, die Wörter die am häufigsten vorkommen sind glaube ich "Brüste" und "Riesenständer" :roll:
Ok, weiter im Text. Egal, was ich gerade geschrieben habe, 2/3 (oder lass es 3/4 sein) des Buchs sind absolut top, spannend, fesselnd, faszinierend und super-locker-flockig-leicht konsumierbar. Wenn es doch nur dabei geblieben wäre. Denn gegen Ende hin gehen die Gäule total mit Laymon durch und er macht daraus einen Exploiter (nein, einen SEXploiter) wie er im Buche steht. Man fühlt sich erinnert an die unzähligen alten Women in Prison - Güllefilmchen, wo einer schlechter als der andere war. Auch hier kommen wieder - ähnlich wie in Ketchums EVIL - unaussprechliche Perversionen und Gewaltakte vor, sei es sexueller Natur oder was den Splatter angeht. Üblen, selbstzweckhaften Splatter. Splatter, der weh tut und die Geschichte nicht wirklich voranbringt. War aber Ketchums EVIL noch ernst und trocken und dadurch realistisch gehalten, hat man im letzten Drittel von DIE INSEL Schwierigkeiten nicht laut loszulachen und fragt sich ob man sich in einem alten Japan-Sexploiter (einer dieser wo Monster mit Riesenpimmel arme Frauen im Wald vergewaltigen) befindet. Es wird wirklich arg lächerlich und damit macht Laymon den psychologischen Faktor und die Spannung, die es ihm im Großteil des Buches hervorragend gelungen ist aufzubauen, voll und ganz zunichte. Eine der Auseinandersetzungen könnte man sogar als Hommage an "Ich spuck' auf dein Grab" verstehen, ich sag nur Schiffsschraube. ;)

Ganz am Ende gibt es dann zwar noch einen finalen (aber kleinen, die Geschichte nicht ändernden) Twist, der einem ein breites Grinsen ins Gesicht jagt, der es jedoch nicht versteht, die Geschichte noch zu retten. Schade. Jammerschade. Hätte ein Knaller werden können. EVIL konnte mich zwar im Vergleich auch nicht hundertprozentig überzeugen, lässt aber wenigstens den Sleaze-Anteil weg, was das Buch zu einem ernsthaften, grausamen Werk werden lässt und hat so eindeutig die Nase vorn.

Ich glaube, ich lass erstmal die Finger von der Heyne Hardcore-Reihe. Von Laymon ebenso, da was ich bisher zu RACHE und PARASIT gehört hab mich vermuten lässt, dass die doch recht ähnlich sind und das ist nicht so wirklich mein Fall. Eine Chance geb ich ihm wohl noch, aber dann auf Englisch. Bloody's Bemerkung zu AFTER MIDNIGHT hat mich aufhorchen lassen, das klingt ganz interessant.
Ansonsten bin ich schon beim nächsten Buch von McCammon, DURCHGEDREHT, und ich merk jetzt schon, nach ca. 20 Seiten, dass dieses Buch viel zufriedenstellender für mich sein wird.

Offline Thomas Covenant

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #1 am: 15. August 2006, 17:59:42 »
Richard Laymon gehört ja mit Tim Lebbon zu den Erneuerern des modernen Horrors in England. Von Laymon habe ich noch nix gelesen-werde es aber noch tun. Lebbon jedoch hat mich überzeugt. Kein Gigant wie Simmons oder King. Aber solide mit frischen Ideen. Was ich so über Laymon lese scheint er ja so ne Sexploitation am Laufen zu haben, was heikel ist und selten überzeugend funktioniert.

Offline JasonXtreme

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #2 am: 16. August 2006, 09:51:45 »
Also ich denke gerade Du, Gunther, wirst mit Laymon nicht glücklich ;) das Review von Gert bestätigt mich in meinen Aussagen - ich les von dem Stümper nix mehr. Augenscheinlich is der echt ETWAS pervers angehaucht - ich meine die jugendlichen Möchtegernleichenficker aus RACHE und nun die Kindervergewaltigung in DIE INSEL.... sowie was man sonst noch so liest. Naja...

Sowas stört mich im Grunde nicht - siehe Ende von ES - aber in der Form wie es bei Laymon ja geradezu ständig praktiziert und beschrieben wird ist es eigentlich recht asozial und der Geschichte NULL dienlich.

Dazu noch der SEHR einfache Schreibstil... könnte auch aus der Feder eines 16-jährigen Perversen stammen der nix anderes zu tun hat. Ein Aufleben von King und Co.? Dafür halte ich Laymon DEUTLICH um nicht zu sagen VOLLKOMMEN überbewertet.
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Offline Bloodsurfer

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #3 am: 16. August 2006, 14:48:04 »
Ich glaube, ihr habt einfach nur Pech und euch gerade die sexploitigsten Bücher von ihm rausgesucht... ;)

Die drei, die ich bisher gelesen hab (steht ja im anderen Thread), hatten zwar auch immer ne Prise Sex drin (das kann man bei ihm wirklich nicht wegdenken), aber immer im erträglichen Rahmen und nicht sexploiterhaft.

Scheinbar wurden wirklich gerade nur seine perversesten Bücher auf deutsch rausgebracht :lol:

Lest einfach mal AFTER MIDNIGHT oder TO WAKE THE DEAD, ich denke die sind auf jeden Fall besser und werden euch auch mehr gefallen.

Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #4 am: 16. August 2006, 14:50:22 »
Zitat von: "Bloodsurfer"


Scheinbar wurden wirklich gerade nur seine perversesten Bücher auf deutsch rausgebracht :lol:


Heyne HARDCORE halt, hehe :lol:




Zitat von: "Bloodsurfer"


Lest einfach mal AFTER MIDNIGHT oder TO WAKE THE DEAD, ich denke die sind auf jeden Fall besser und werden euch auch mehr gefallen.


Die interessieren mich beide, aber nur auf Englisch dann. Welches kannst du denn mehr empfehlen? Ich glaube zweiteres hat dir besser gefallen, oder?

Offline Bloodsurfer

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #5 am: 16. August 2006, 15:22:04 »
Zitat von: "Lionel"
Zitat von: "Bloodsurfer"
Lest einfach mal AFTER MIDNIGHT oder TO WAKE THE DEAD, ich denke die sind auf jeden Fall besser und werden euch auch mehr gefallen.
Die interessieren mich beide, aber nur auf Englisch dann. Welches kannst du denn mehr empfehlen? Ich glaube zweiteres hat dir besser gefallen, oder?

Ersteres war der erste Laymon den ich gelesen hab und der hat mich schon voll und ganz überzeugt, aber TO WAKE THE DEAD ist wirklich noch nen Tacken besser gewesen. Denke das wird dir definitiv gefallen.

Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #6 am: 16. August 2006, 15:23:55 »
Zitat von: "Bloodsurfer"
Zitat von: "Lionel"
Zitat von: "Bloodsurfer"
Lest einfach mal AFTER MIDNIGHT oder TO WAKE THE DEAD, ich denke die sind auf jeden Fall besser und werden euch auch mehr gefallen.


Die interessieren mich beide, aber nur auf Englisch dann. Welches kannst du denn mehr empfehlen? Ich glaube zweiteres hat dir besser gefallen, oder?



Ersteres war der erste Laymon den ich gelesen hab und der hat mich schon voll und ganz überzeugt, aber TO WAKE THE DEAD ist wirklich noch nen Tacken besser gewesen. Denke das wird dir definitiv gefallen.



Ok, ist vorgemerkt. :)

Offline Bloodsurfer

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #7 am: 22. August 2006, 21:07:51 »
Also ISLAND hab ich mittlerweile auch gelesen.
Steinigt mich, aber mir gefällt das Buch :lol:
Ab und an braucht man auch mal sowas... Ja, Laymon hat es mit dem Sex hier einmal eindeutig übertrieben, aber letzten Endes ist es gerade noch so ok für mich.
Ein Pageturner und sauspannend ist es aber sowieso, aber das war jedes Buch das ich bisher von ihm gelesen habe. Das kann er.

Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #8 am: 22. August 2006, 22:55:04 »
Zitat von: "Bloodsurfer"
Also ISLAND hab ich mittlerweile auch gelesen.
Steinigt mich, aber mir gefällt das Buch :lol:
Ab und an braucht man auch mal sowas.



Du bist doch krank.. :roll:  :lol:  ;)

Offline Necronomicon

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #9 am: 11. Januar 2007, 08:59:45 »
So, gestern hab ich Die Insel auch beendet und kann mich da deiner Meinung nur anschließen, Gert.

Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, laufend passiert etwas anderes und die Spannung baut sich echt perfekt auf. Man fiebert richtig mit, kann sich die Insel und die Personen lebhaft vorstellen bis halt zum Ende hin Laymon einen Ausraster gehabt haben muß.

Mein lieber Gevatter, was dreht sich die Handlung doch dermaßen in eine andere Richtung irgendwann. Wie kann man teils nur so kranke Gedanken haben ? Stellenweise denkt man, jetz wird alles gut aber dann kommt Wesley  :lol:

Mal abgesehen von einigen widerlichen Momenten bietet Die Insel eine gewisse Spannung, die einen doch sehr zum weiterlesen motiviert.

Ich hab jetz 3 Bücher von Laymon gelesen und alle 3 unterscheiden sich irgendwie schon stark voneinander. Ob es nun der Schreibstil ist oder die gedankliche Abgebrühtheit  ;)

Das Ende hinterlässt wirklich einen derben Nachgeschmack, ich sag nur
(click to show/hide)


Bis zu der Stelle mit dem kleinen Mädel wäre Die Insel für mich ein absoluter Kracher aber auch dann lässt die Spannung nicht nach. Es wird einfach pervers und krank und hätte nicht unbedingt auch noch mit kleinen Mädels sein müssen.

Daß Rupert an den unmöglichsten Stellen seine Laymonische Erektion bekam fand ich nicht so schlimm, is doch lustich  :D

Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #10 am: 11. Januar 2007, 22:42:22 »
Ist wirklich schade, die ersten 2/3 hat man gesehen, dass Laymon es ja eigentlich kann. Aber er hatte wohl nie wirklich Interesse daran, ein ernsthafter / ernstgenommener Autor zu werden.

Wusst ichs doch, dass du net so krank bist wie der Andi. :twisted:  ;)

Offline Necronomicon

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #11 am: 12. Januar 2007, 08:18:09 »
Zitat von: "Lionel"
Wusst ichs doch, dass du net so krank bist wie der Andi. :twisted:  ;)


Nee also da hab ich schon gewisse Grenzen :D

Wäre das letzte Drittel anders gewesen und da würden mir so viele geniale und nur halb so kranke Ideen einfallen, dann wäre Die Insel echt ein Bömbchen  ;)

Offline Bloodsurfer

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #12 am: 12. Januar 2007, 18:02:01 »
Zitat von: "Necronomicon"
Zitat von: "Lionel"
Wusst ichs doch, dass du net so krank bist wie der Andi. :twisted:  ;)

Nee also da hab ich schon gewisse Grenzen :D
Wäre das letzte Drittel anders gewesen und da würden mir so viele geniale und nur halb so kranke Ideen einfallen, dann wäre Die Insel echt ein Bömbchen  ;)

Was denn, was denn, im Prinzip sagt er doch das selbe wie ich :D

Ich mag auch den Schluss, je länger ich drüber nachdenke... :lol:
Muss das Buch mal wieder lesen :D

Ihr solltet echt mal TO WAKE THE DEAD oder AFTER MIDNIGHT lesen, dann könnt ihr über den Laymon herziehen wenn ihr wollt ;) Das sind immer noch seine zwei besten, vor allem ersteres.

Offline Necronomicon

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #13 am: 15. Januar 2007, 08:51:15 »
Ich ziehe über Laymon nicht her und ich will schnellstens weitere seiner Bücher lesen  :D

Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #14 am: 15. Januar 2007, 15:21:24 »
Zitat von: "Bloodsurfer"

Was denn, was denn, im Prinzip sagt er doch das selbe wie ich :D



Nope, er sagt das gleiche wie ich. DU bist eh außer Konkurrenz mit deinen Vorlieben ;)

Offline ironie der absurdität

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #15 am: 30. Januar 2007, 15:23:07 »
so gestern fertig gelesen und mir hats gefallen auch wen das buch vermutlich geschmackssache ist.

Offline Havoc

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #16 am: 06. Juli 2007, 16:20:24 »
Achso.... ich wollte ja was schreiben zu "Die Insel" von Richard Laymon........

Tja wie fange ich an?
Ich weiß wirklich nicht was ich von dem Buch und auch von Richard Laymon halten soll. :roll:

Das Buch ist spannend geschrieben und liest sich flüssig. Auch der Tagebuch Stil hilft hier sehr eine ordentliche Atmosphäre aufzubauen.
Das ganze Buch funktioniert eigentlich bis zur Hälfte super, doch dann kommen nach und nach immer mehr Szenen, bei denen man schon mal die Augenbrauen hochzieht und sich fragt, worauf der Autor hier hinaus möchte.

Die Notgeilheit des Erzähler habe ich bis hier her einfach mal unterschlagen. Bis zur Hälfte hatte dies ja auch noch einen lustigen Touch. Aber spätestens ab der Hälfte des Buchs gehen einem die andauernden Abschweifungen in sexuelle Tagträumereien doch gewaltig auf den Zeiger.

Langsam aber sicher, entwickelt sich die Geschichte in eine recht unglaubwürdige (bis schwachsinnige) Ansammlung von Phantastereien sexueller, sowie gewalttätiger Art.

Der "Showdown" ist dann an (ja wie nenne ich es am Besten?) Dämlichkeit schwer zu überbieten.
Hier legt es Laymon wirklich darauf an, den Leser recht niveaulos zu schockieren. (Mißbrauch Minderjähriger, sinnlose Splatterei,...)
Ich möchte nicht wissen wieviele Leser im Buchhandel, sich von dem Klappentext, in Erwartung eines komplett anderen Werks, haben täuschen lassen.

Entweder hat der gute Herr Laymon wirklich einen nicht gerade kleinen Schatten, oder er hat versucht auf eine, sich mir nicht erschließende Art, lustig zu sein.

(click to show/hide)


Ja irgendwie bin ich etwas entäuscht!
Das Buch hatte sehr vielversprechend begonnen, aber was dann daraus geworden ist hat mich doch ein wenig geärgert.
Das hätte wirklich richtig gut werden können und auch
Potential für einen Kracher war sicherlich vorhanden.
Ok! Der Twist am Ende des Buchs war noch für einen Lacher gut!

Aber das kann meinen Gesamteindruck leider auch nicht wirklich bessern.

Wenn die anderen Bücher von dem kleinen Perversling Laymon in die gleiche Kerbe schlagen, dann brauche ich die nicht wirklich.

Gruß Havoc.

“When I ride my bike I feel free and happy and strong.  I’m liberated from the usual nonsense of day to day life.  Solid, dependable, silent, my bike is my horse, my fighter jet, my island, my friend.  Together we will conquer that hill and thereafter the world”

Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #17 am: 06. Juli 2007, 21:48:21 »
@Alex: GANZ GENAUSO seh ichs auch. Super erste Hälfte, dann driftets in andere Sphären (die alles kaputt machen!) und ein netter Twist am Ende.

Offline Havoc

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #18 am: 06. Juli 2007, 22:02:04 »
Zitat von: "Lionel"
@Alex: GANZ GENAUSO seh ichs auch. Super erste Hälfte, dann driftets in andere Sphären (die alles kaputt machen!) und ein netter Twist am Ende.


Ja da haben wir eine recht ähnliche Meinung. ;)
Nach dem was ich jetzt hier so mal quer gelesen habe(war ja mal wieder länger weg), werde ich mal Jack Ketchum antesten.
(Sobald mein Stapel noch nicht gelesener Bücher wieder etwas abgenommen hat.)  :lol:

Gruß,
Havoc

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Lionel

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #19 am: 06. Juli 2007, 22:04:17 »
Zitat von: "Havoc"
Zitat von: "Lionel"
@Alex: GANZ GENAUSO seh ichs auch. Super erste Hälfte, dann driftets in andere Sphären (die alles kaputt machen!) und ein netter Twist am Ende.


Ja da haben wir eine recht ähnliche Meinung. ;)
Nach dem was ich jetzt hier so mal quer gelesen habe(war ja mal wieder länger weg), werde ich mal Jack Ketchum antesten.
(Sobald mein Stapel noch nicht gelesener Bücher wieder etwas abgenommen hat.)  :lol:

Gruß,
Havoc




Ketchum ist ein ganz anderes Kaliber, steht zwar auch zur Recht in der Heyne Hardcore Reihe, aber der Junge driftet nicht in solch infantil-perverse Phantasien wie Laymon ab, sondern zieht sein Ding bis zum Ende - trocken und hart - durch. Wird dir sicher besser gefallen!

Offline Havoc

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #20 am: 06. Juli 2007, 22:12:34 »
Zitat von: "Lionel"

Ketchum ist ein ganz anderes Kaliber, steht zwar auch zur Recht in der Heyne Hardcore Reihe, aber der Junge driftet nicht in solch infantil-perverse Phantasien wie Laymon ab, sondern zieht sein Ding bis zum Ende - trocken und hart - durch. Wird dir sicher besser gefallen!


Hört sich auch interessanter an, nachdem was ich bisher so gelesen habe.
So einen recht beschränkten Quatsch wie "Die Insel" muss ich mir nicht nochmal zu Gemüte führen.
Dabei finde ich es wirklich sehr Schade, da sich bei mir am Anfang eine super Spannung erzeugt hat und meine Erwartungen Seite um Seite gestiegen sind..... tja und dann kam auch schon der immer schneller beschleunigende Fall in die Absurdität und Dämlichkeit. :x
Verschenktes Potential.

Gruß,
Havoc.

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Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #21 am: 07. Juli 2007, 20:06:46 »
@ Alex: Sooo schlimm wars doch auch nicht, oder ?  :D
Was Rupert so denkt und treibt ist echt nicht immer das gelbe vom Ei aber ich fand DIE INSEL duchweg spannend... auch wenn man immer mal mit dem Kopf schüttelt beim Lesen  ;)

Das verspoilerte in deinem Beitrag hätte Laymon aber getrost weglassen können, seh ich auch so.

Die anderen Bücher von ihm sind nicht so derb, außer RACHE halt. Auch dir kann ich da nur wärmstens DAS SPIEL von ihm ans Herz legen, da wirst du deine Meinung bestimmt zum Guten ändern  :)

Offline Nation-on-Fire

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Antw:Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #22 am: 19. Juli 2010, 15:27:59 »
Bin ja mal gespannt, bin gerade in der HÄlfte des Buches angekommen, bisher ist es noch ganz gut....

Dass ist das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt,
aber nur solang man jeden Eindringling erschießt,
die Menschen an den Grenzen, sind die Geister die wir riefen,
und das weiß doch jedes Kind,
Geister, kann man nicht erschießen

Offline JasonXtreme

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Antw:Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #23 am: 19. Juli 2010, 15:34:25 »
Du liest Laymon? :D Na dann bin ich mal aufs Fazit gespannt :D
Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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Antw:Review: DIE INSEL (Richard Laymon)
« Antwort #24 am: 19. Juli 2010, 15:45:58 »
Irgendwie muss man ja seine TAuschtickets loswerden   :D

Dass ist das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt,
aber nur solang man jeden Eindringling erschießt,
die Menschen an den Grenzen, sind die Geister die wir riefen,
und das weiß doch jedes Kind,
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