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Themen - Lionel

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1



http://www.ofdb.de/plot/781,99747,Tage-des-Terrors

http://www.imdb.com/title/tt0094374/plotsummary


Zwei Schmuggler werden vom Gericht freigesprochen, da der einzige aussagewillige Zeuge Opfer eines Attentats wurde. Staatsanwalt Jason Chan (Yuen Biao) hat die Nase voll und beschließt, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen. Ein Verbrecher nach dem anderen wird getötet, doch ist Chan wirklich der Killer? Die Polizistin Cindy Si (Cynthia Rothrock) ermittelt - und gerät in einen Strudel von Korruption, Gewalt und Mord.

Yuen Biao hat in vielen Filmen bewiesen, dass er ein beeindruckender Martial Artist und ein noch beeindruckender Akrobat und Stuntman ist, der sich in keinerlei Hinsicht vor seinen "großen Brüdern" Jacke Chan und Sammo Hung verstecken muss. Hauptrollen waren ihm leider nicht so viele vergönnt, wie seinen Pendants, doch wann immer Biao von der Leine gelassen wurde, brannte die Leinwand. Als beste Beispiele dafür dürften Prodigal Son, Knockabout, Eastern Condors oder Iceman Cometh dienen. Aber auch in vorliegendem Film gibt er mächtig Gas. Und hat eine Cynthia Rothrock an seiner Seite, die zu jener Zeit erst noch Fuß im Hong Kong Filmbusiness fassen musste, aber selten besser inszeniert wurde als hier. Für diese Rolle schlug sie übrigens ein Angebot Jackie Chans in den Wind, eine Nebenrolle in Armour of God anzunehmen. Weiter im Cast finden sich Legende Roy Chiao, Routinier Melvin Wong, Fan Siu-Wong (Story of Ricky, Ip Man 1 & 2) und der umtriebige Corey Yuen (Karate Tiger), der hier auch Regie führte. Und wo Yuen Regie führt, ist die Qualität der Action garantiert.







Großartige Fights, Verfolgungsjagden, halsbrecherische Stunts, hier ist alles vertreten! Dazu noch eine relativ (für HK-Verhältnisse) ausgefeilte Story, die spannend ist und mit erstaunlich wenig typischem HK-Humor auskommt, sodass sich der Film als lupenreiner (Action-)Thriller kategorisieren lässt. Empfehlung für alle, die auch nur ansatzweise was mit HK-Action anfangen können.

Die mir vorliegende HK-DVD ist vom Label Fortune Star in seiner Remastered-Reihe veröffentlicht worden und bietet eine gute Qualität (Bild und Ton gut gemessen am Alter [der Film ist von 1987], hübscher Schuber).


Filmwertung :arrow: 9/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi3180331289/

2


http://www.ofdb.de/film/7815,Biloxi-Blues

http://www.imdb.com/title/tt0094746/


Eugene Jerome wäre lieber Schriftsteller, als auf dem Weg zur Grundausbildung in Biloxi ist. Doch Jerome soll 1945 im Zweiten Weltkrieg seinem Land dienen. Sein Ausbilder Toomey glaubt streng an Disziplin und macht es gerade Jerome nicht leicht. Zwischen den Schikanen des harten Seargents träumt Jerome von dem Ende seiner sexuellen Jungräulichkeit und dem Finden des perfekten Mädchens.



Originaltitel:          Biloxi Blues
Herstellungsland:          USA
Erscheinungsjahr:          1988
Regie:          Mike Nichols

Darsteller:          Matthew Broderick
Christopher Walken
Matt Mulhern
Corey Parker
Casey Siemaszko
Michael Dolan
Penelope Ann Miller
Park Overall
Alan Pottinger
Mark Evan Jacobs
Dave Klenzie
Matthew Kimbrough
...



Trailer:



3 Jahre nach Ferris. Kennt den einer?

3


http://www.ofdb.de/film/8473,Greedy

http://www.imdb.com/title/tt0109936/


Als die geldgierigen Mitglieder der Familie McTeague merken, dass der alte und schwerreiche Onkel Joe McTeague (Kirk Douglas) sein gesamtes Vermögen seiner Krankenschwester Molly (Olivia d'Abo) vermachen will, macht sich Verzweiflung breit. Doch sie können Daniel McTeague (Michael J. Fox), Joe's Lieblingsneffen, auftreiben. Dieser hat allerdings nicht vor, Joe sein Geld abzuluchsen.

    
Originaltitel:          Greedy
Herstellungsland:          USA
Erscheinungsjahr:          1994
Regie:          Jonathan Lynn

Darsteller:          Michael J. Fox
Kirk Douglas
Nancy Travis
Olivia d'Abo
Phil Hartman
Ed Begley Jr.
Jere Burns
Colleen Camp
Bob Balaban
Joyce Hyser
Mary Ellen Trainor
Siobhan Fallon
...
[mehr]




Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1604714777/



Kennt jemand den Film? Also ich erinner mich, mein Bruder hat den damals Mitte 90er aus der Theke mitgebracht. Fand den saulustig! Toller Cast auch. Ist im Moment in der 6 für 20 bei ama drinne, bin am überlegen...

4
Home-Entertainment / Anschluss von Laptop an LCD
« am: 13. Juni 2011, 14:04:07 »
Hallöchen,

ich möchte meinen Laptop gern über den Fernseher laufen lassen, also dass das Bild beim surfen usw. auf dem TV-Monitor ausgegeben wird.
Mit welchem Kabel mache ich das am besten?
Also auf die Schnelle erkenne ich am Laptop USB, LAN und VGA. Leider kein HDMI.
TV hat USB, HDMI, Component, Ext. (RGB), VGA (PC In steht da, müsst das sein?), LAN und DVI (was ist das genau?).

Was für Möglichkeiten gibt es nun (evtl. auch mit Adapter..geht z.B. VGA auf HDMI?)? Cool wäre auch, wenn das Kabel in mehrerer Meter Länge zur Verfüung stehen würde.

Thx für eure Tipps.

5


http://www.ofdb.de/film/56639,Kung-Fu-Wonder-Child

http://www.imdb.com/title/tt0097692/


Mit Yukari Oshima!

      
Ansicht eines Reviews

Kung Fu Wonder Child (1986)

Eine Kritik von Animefreak (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 04.06.2005, seitdem 208 Mal gelesen

Einfach nur schön was einem hier geboten wird: Trash vom feinsten ^^
Das sind zb. wieder die hüpfenden Vampire wie mans schon von einigen Joseph Lai Filmen kennt (ein "Obervampir" oder so sieht aus wie Angela Märkel...wegen der Frisur und ..joa auch wegen dem Gesicht). XD
Schön ist auch wie der "Obervampir" entsteht einfach nur geil sowas !!!!
Auch die Special Effects sind ein wahres Meisterwerk der Technik (ironisch gemeint). Außerdem ist noch Yukari Oshima mit dabei die
........................................
*ACHTUNG SPOILER*
........................................
u.a. am Ende mit einem "Zeichentrickdrachen" kämpft und dabei leider stirbt ;_;
Außerdem wir bei Kämpfen hier öfters mit Laserstrahlen aus den Händen geschossen (auch immer wieder schön).

Fazit: Wer auf Fantasy-Action oder einfach nur Trash aus Asien steht mit rumfliegenden Statuen und anderem
sinnlosen Zeug der ist hiermit bestens bedient.
Yukari Oshima-Fans sollten auf jedenfall mal einen Blick (oder 2 weils so schön war) riskieren.

Ich gebe diesem Meisterwerk 10 von 10 Punkten !
(ofdb.de)


Hier gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt: Ein Mädchen, das einen Jungen spielt; Zombies; Vampire; Laserstrahlen; Granatwerfer; Zeichentrickdrachen und und und...













Clips:


feature=related

6


http://www.ofdb.de/film/21755,Jetzt-noch-mehr-verr%C3%BCckte-G%C3%B6tter

http://www.imdb.com/title/tt0101864/


....JETZT NOCH MEHR VERRÜCKTE GÖTTER
Der Buschmann befreit drei arme Frauen aus den Klauen von Reichen. Die Weiße, die daraufhin sauer ist, wird wieder einmal von einer, aus dem Flugzeug geworfenen Colaflasche getroffen. Das spritlose Flugzeug wirft noch weitere Paletten Dosen hinab. Das Flugzeug stürzt ab und per Fallschirm kann sich Sam und sein Gehilfe retten und sein Vorfahre, ein chinesischer Vampir, ebenfalls. Der Vampir springt herum und will Blut saugen.

Es reicht jetzt langsam wirklich. Dieser Art Film kann man echt nichts neues mehr abgewinnen, blöde Zivilisierte kommen in den Dschungel und verwirren den armen Buschmann, wobei die sogenannten Zivilisierten im Endeffekt doch die großen Idioten sind. Und zu allem Überfluß gibt es hier dann auch noch Übersinnliches in Form von chinesischen Hüpfvampiren und dem Geist von Bruce Lee. Schrecklich. Aber trotz allem ist der Charme der vorherigen Teile immer noch vorhanden.

Originaltitel: Crazy Safari

Regie: Billy Chan

Darsteller: N!Xau, Michele Bestbier

(H.H.)


http://www.haikosfilmlexikon.de/comedy/gh/goetterm.htm


Die ersten beiden Filme kennen sicher viele noch. Später gab es offenbar ein chinesisches Spin-Off (mit demselben Typen)! Und das soll total durch sein...Zombies, Vampire, der Geist von Bruce Lee...hehe... Gibt nur ne rare VCD aus HK, aber das deutsche Tape ist für kleines Geld zu haben, das klick ich mir mal..

Hier ein Trailer..:


7


http://www.ofdb.de/film/9815,Die-Nacht-der-Abenteuer

http://www.imdb.com/title/tt0092513/


Chris Parker (Elisabeth Shue) hatte sich den Abend ganz toll vorgestellt, doch dann wird ihr Date abgesagt und sie endet als Babysitter für zwei Kids. Als jedoch eine Freundin von einer in der Stadt gelegenen Busstation in Not anruft, macht sie sich mit dem familieneigenen Wagen, den zwei Kindern plus Freund auf, um ihr zu helfen. Doch sie kommen nicht weit, bis das Auto liegenbleibt. Alles was jetzt noch passiert in dieser Nacht, hat niemand absehen können... (ofdb.de)


   
Originaltitel:          Adventures in Babysitting
Herstellungsland:          USA
Erscheinungsjahr:          1987
Regie:          Chris Columbus

Darsteller:          Elisabeth Shue
Maia Brewton
Keith Coogan
Anthony Rapp
Calvin Levels
Vincent D'Onofrio
Penelope Ann Miller
George Newbern
John Ford Noonan
Bradley Whitford
Ron Canada
John Davis Chandler
...



Trailer:



Bekannt? Sieht cool aus. Deutsche DVD vorhanden.

8


http://www.ofdb.de/film/192213,True-Legend

http://www.imdb.com/title/tt1425257/


VideoMarkt
Obwohl er von Su Wan großgezogen und zum Superkrieger trainiert wurde, verliert der frischgebackene kaiserliche Armeeführer Yuan keine Zeit, seinen Adoptivvater zu ermorden. Su Wans Sohn Su Can würde sich gern dafür rächen, doch dafür muss er erst die Panzerplattenimplantate und Zauberkräfte überwinden, die Yuan sich zwischenzeitlich zugelegt hat. Bei drei exzentrischen Meistern in den Bergen studiert Su Can eine unkonventionelle neue Technik, die erst im Kampf gegen Yuan und dann auswärtige Invasoren erstaunliche Resultate zeigt.

Video.de
Martial-Arts-Choreograph Yuen Woo-ping ("The Matrix") bringt die traditionellen Kung-Fu-Filmthemen vom Drunken Master und den Fünf Giften auf den neusten Stand der (Computer-)Technik. Alte und junge Stars des chinesischen Actionkinos ziehen vor spektakulären Kulissen diverse Register der Kampfkunst, doch die Story mit ihren zwei säuberlich getrennten Halbzeiten überzeugt nur in der ersten davon. David Carradine hat einen Gastauftritt in der zweiten, wenn der Held zum Kumite mit grob gewirkten Langnasen antritt. Gute Sache für Fans vom Fach.


Neue Martial-Arts-Kost von Meister Yuen Woo-Ping. Geht in Richtung Fighter in the Wind, in der zweiten Hälfte auch Richtung Fearless oder Ip Man 2. Geht um Schöpfer und Ursprung des Drunken-Styles. Mit Gastauftritten von David Carradine und Michelle Yeoh.
Ich fand den Film alles in allem ein wenig unausgegoren, da die beiden Hälften extrem unterschiedlich sind und sich nicht so recht ineinander fügen wollen. Die erste Hälfte geht so Richtung Schwert des gelben Tigers, aber mit Wuxia-/Fantasy-Versatzstücken. Viel Wirework. Die zweite ist dann bodenständiger und härter und geht ganz klar Richtung Ip Man 2, Fearless und Fighter in the Wind. Visuell aber natürlich wieder Sahne, ein Epos wie es im Buche steht. Die Fights sind mir persönlich zu übertrieben (jedenfalls in Hälfte 1), aber es wird genug Leute geben, die das so mögen.


Trailer:

http://www.imdb.com/video/imdb/vi2632490265/








9
Gerts Film-Reviews / True Lies - Wahre Lügen
« am: 30. Mai 2011, 19:06:36 »


http://www.ofdb.de/film/226,True-Lies---Wahre-L%C3%BCgen

http://www.imdb.com/title/tt0111503/


Der biedere Vertreter für Software Harry Tasker und seine attraktive Frau Helen führen mit ihrer pubertierenden, rebellischen Tochter Dana ein langweiliges und stinknormales Leben. So scheint es! Denn Harry ist in Wirklichkeit ein Top-Agent in Diensten einer geheimen Staatsbehörde, die sich der Terrorbekämpfung verschrieben hat. Ein Umstand, von dem jedoch nicht mal Harrys Familie etwas weiß.

Zurzeit bearbeitet Harry einen hochbrisanten Fall. Er beschattet die attraktive Kunsthändlerin Juno Skinner, eine gewissenlose Psychopathin, die mit fanatischen Terroristen aus Nahost gemeinsame Sache macht. Die arabischen Fundamentalisten sind im Besitz mehrerer nuklearer Sprengköpfe, die dazu dienen sollen, ihre Forderungen durchzusetzen und die USA unter Druck zu setzen. Trotz heftiger Kollision mit Salim Abu Aziz, gelingt es Harry nicht, den terroristischen Anführer zu stoppen.

Derweil fühlt sich Helen durch die ständige Abwesenheit ihres Mannes als Frau vernachlässigt. Ihr Leben stagniert und langweilt sie zu Tode. Auf der Suche nach einer Abwechslung gerät sie an einen zwielichtigen Gebrauchtwagenhändler und Gigolo, der ihr vorspielt, er sei Geheimagent und brauche sie für einen geheimen Auftrag. Natürlich mit der Absicht sie ins Bett zu kriegen!









Harry bekommt zufällig Wind von der Sache und nutzt die Ressourcen seiner Organisation, um Helen zu entführen und anonym die Wahrheit über die Ereignisse herauszubekommen, glaubt er doch, dass Helen ihn betrügt. Schon bald stellt er jedoch fest, dass der angebliche Geheimagent ein Fake ist und seine Frau ihn auch nicht betrügt. Um etwas mehr Würze in Helens Leben zu bringen, verschafft er ihr einen Scheinauftrag. Sie soll eine Wanze im Hotelzimmer eines Kontaktmannes anbringen. Doch Harrys aktueller echter Fall und seine kleine Spielerei verschmelzen, als sie im Hotel von den Terroristen überwältigt und entführt werden.

Helen erfährt nun alles über die wahre Identität ihres Mannes. Allerdings hilft sie ihm auch nicht gerade weiter, als sie verkündet, sie sei Harrys Ehefrau, was diesen nur noch angreifbarer macht. Nach einer explosiven Befreiungsaktion sind die meisten Terroristen tot, ein paar wenige versuchen allerdings mit Atombombe im Gepäck zu den Florida Keys zu entkommen, wo sie ihren Drohungen Nachdruck verleihen wollen. Mittlerweile sind jedoch auch Harrys Kollegen eingetroffen, allen voran Partner und Busenkumpel Albert Gibson. In einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd gelingt es Harry in letzter Sekunde die von den Terroristen entführte Helen zu retten. Allerdings haben Azis und seine Leute mittlerweile Harrys Tochter Dana als Geisel in ihre Gewalt gebracht und verschanzen sich mit ihr und einem verbliebenen Sprengkopf in einem Hochhaus in Miami. Harry schnappt sich kurzerhand einen Düsenjet, um Dana zu retten. Diese hat den Zünder der Bombe in ihren Besitz gebracht und befindet sich auf der Flucht vor Aziz. Wird es Harry Tasker gelingen, seine Tochter aus den Fängen der Fanatiker zu befreien und das Land zu retten?











Diese 1994 von James Cameron (Terminator 1 & 2, The Abyss, Aliens, Avatar) inszenierte James-Bond-Parodie weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Was wäre, wenn James Bond Frau und Kinder hätte, die zudem nichts von seiner Agententätigkeit wüssten? Ausgehend von dieser Prämisse, entspinnt Cameron ein wahnwitziges Gag- und Actionfeuerwerk, das gekonnt mit parodistischen Versatzstücken wie Sein und Schein in der Ehe, Treue und sonstigem Lug und Trug hantiert. Dabei ist True Lies beeinflusst von der französischen Komödie La Totale! und darf genau genommen als Remake bezeichnet werden. Für Cameron war es jedoch lediglich ein Ausweichprojekt, hatte er doch geplant, mit Michael Biehn in der Hauptrolle den Spider-Man-Stoff zu verfilmen. Für eine angemessene technische Umsetzung sah er aber die Zeit noch nicht gekommen. Der Film war sehr erfolgreich und spielte weltweit bei einem Budget von 110 Millionen Dollar mehr als das Dreifache wieder ein. Er wurde 1995 in der Kategorie Spezialeffekte für den Oscar nominiert, Jamie Lee Curtis gewann den Golden Globe und den Saturn Award; letzteres gelang auch Regisseur Cameron. Eine ursprünglich geplante Fortsetzung wurde auf Eis gelegt, da Arnie sich auf seinen politischen Wahlkampf konzentrieren wollte.

Für mich ist der Film die perfekte Mischung aus Action, Humor und Parodie. Arnie stellte einmal mehr unter Beweis, dass er der King of Action ist. Besonders in Erinnerung bleiben die atemberaubende Verfolgungsjagd zu Pferde, der Brücken-Stunt auf dem Highway sowie der grandiose Showdown mit dem Düsenjet. Was hier gezeigt wird, ist so herrlich übertrieben, dass es einfach nur noch Spaß macht. Dabei ist die Umsetzung aber dennoch verhältnismäßig bodenständig, da man sich zu der Zeit noch nicht ausschließlich auf CGI verließ bzw. die Effekte eben auch noch nicht soweit waren. Es stellt sich also zu keinem Zeitpunkt ein grauseliges Stirb langsam 4.0-Feeling ein. Jamie Lee Curtis (Halloween) als Harrys Frau Helen glänzt nicht nur schauspielerische Präsenz, sondern auch mit ihrem tollen Körper. Tom Arnold (Roseanne) gibt den dummlabernden Buddy und sorgt damit für zusätzlichen Comic Relief. Bill Paxton (Near Dark, Predator 2) wiederholt seine Paraderolle als Sprüche klopfende Nervensäge. Eliza Dushku (Wrong Turn) ist als Kinderdarstellerin angenehm wenig nervend. Tia Carrere (Wayne’s World) – nun…öhm…schwing! Art Malik (Der Hauch des Todes) gibt den bösen Araber. Und sogar Charlton Heston (Planet der Affen, Der Omega Mann) ist mit von der Partie. Der Soundtrack stammt von Brad Fiedel (Fright Night).


Filmwertung :arrow: 8,5/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi284754201/
       


10
Serien / Ein Vater zuviel (My Two Dads - 1987-'90)
« am: 27. Mai 2011, 20:29:24 »





http://www.ofdb.de/film/94833,My-Two-Dads

http://www.wunschliste.de/3464


60 Episoden

Deutsche Erstausstrahlung: 23.10.1991 (RTLplus)

Sender: RTL, VOX, Sat.1 Comedy, Comedy
Joey und Michael waren einst gute Freunde und werden jetzt durch äußerst merkwürdige Umstände wieder zusammengeführt: Marcia Bradford ist gestorben, mit der beide vor vielen Jahren eine Affäre hatten. Bei der Testamentseröffnung erfahren die beiden, dass sie sich gemeinsam um Marcias 13-jährige Tochter Nicole kümmern sollen, da jeder von ihnen der Vater sein könnte. Ein schwerer Schock für die beiden grundverschiedenen Männer ...

(Sat.1)

mit Greg Evigan (Joey Harris), Paul Reiser (Michael Taylor), Staci Keanan (Nicole Bradford), Florence Stanley (Richterin Margaret Wilbur), Chad Allen (Zach Nichols), Dick Butkus (Ed Klawicki), Amy Hathaway (Shelby Haskell), Giovanni Ribisi (Cory Kupkus), Don Yesso (Julian)



Intro:



Kam Anfang der 90er immer auf RTL im Mittagsprogramm...bevor Bundys das erste Mal ausgestrahlt wurde! Erinner mich noch gut daran. Mochte die Serie echt gern, aber Bundy hat dann natürlich alles überschattet. Mit Paul Reiser (Aliens, Beverly Hills Cop 2 etc.).

11


http://www.ofdb.de/film/10666,Harrys-wundersames-Strafgericht

http://de.wikipedia.org/wiki/Harrys_wundersames_Strafgericht


Das "Nightcourt" ist ein Schnellgericht in einer amerikanischen Großstadt. Die Verbrechen, die hier verhandelt werden, sind von der geringfügigen Sorte, im Dutzend billiger und für 50 Dollar Geldstrafe schnell wieder vergessen.
Doch gerade die Art von Fällen, die Richter Harry T.Stone hier verhandeln muß, hat es in sich. Nur die bizarrsten Fälle treten hier vor den Richtertisch.
Doch auch Harrys Team hat es in sich, sei es nun der sexsüchtige Staatsanwalt Dan Fielding, die gerechtigkeitsfanatische Anwältin Christine oder der seltsame Gerichtsdiener Bull. Zusammen stehen sie die Nächte mit auf der verrücktesten Anklagebank der Stadt durch...



Intro:



Hab ich früher auch geliebt (Tele 5 kams glaub ich). Mit Harry Anderson (der Richie aus ES), John Larroquette (Ritter der Dämonen) und Richard Moll (aus einigen Bundy-Folgen).

12
Serien / Full House (Rags to Riches - 1987)
« am: 27. Mai 2011, 20:15:43 »



http://www.ofdb.de/film/77297,Full-House

http://www.amazon.de/Full-House-Riches-Staffel-Modularbook/dp/B004QSOG34%3FSubscriptionId%3D0CF1D4RJ4D6MV1JEM882%26tag%3Donlinefilmdatenb%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB004QSOG34


Kurzbeschreibung
Die TV-Kult-Sitcom mit Musical-Charakter aus den 80ern endlich auf DVD! Eine DER MOST WANTED Serien auf 'wunschliste.de'! Weltexklusiv in Deutschland als schöne Modularbook-Edition auf 3 DVDs mit allen Folgen der ersten Staffel und allen Hits der Serie! Inkl. direkter Songanwahl im Bonusmenü! Mitreißend nachgesungene Originallieder von Superstars wie Elvis Presley, Aretha Franklin, The Temptations, Little Richard, Diana Ross, The Beach Boys, The Four Tops, Buddy Holly und vielen anderen! Insgesamt sind über 60 weltberühmte Songs in den 22 Folgen der US-Sitcom zu hören! INHALT: Die Sitcom "Full House" spielt in den frühen 60er Jahren und erzählt die Geschichte des millionenschweren Junggesellen Nick Foley, der fünf Mädchen im Alter von acht bis siebzehn Jahren adoptiert hat, um sein Image für eine politische Laufbahn aufzupolieren. Die neue Familie besteht aus Rose (17), der Ältesten und einer geborenen Anführerin, der 16-jährigen Diana, die nichts anderes als Jungs im Kopf hat, Marva (15), die Unternehmerin werden und in die Fußstapfen von Nick treten möchte, Patty (14), eine tolle Sportlerin, die aber in der Schule große Schwierigkeiten hat und Mickey (8), das Nesthäkchen der Familie. Der egozentrische Millionär hat jedoch nicht damit gerechnet, dass die fünf Mädchen sein Leben gehörig durcheinander bringen ... Für alle Fans von ''Wer ist hier der Boss?'', ''Full House'' (von Warner) , ''Die Bill Cosby Show', ''Meerjungfrauen küssen besser'' oder ''Dirty Dancing'' & ''High School Musical''! 3 DVD Modularbook mit den ersten 11 Episoden. Detailliertes Bonusmaterial: separate Songanwahl, Hintergrundinfos zur Serie | Weitere Infos unter 'ragstorichesonline.net' oder 'youtube.com/user/dtpHomeVideo'

Rezension
Auf Platz 25 der begehrtesten TV-Serien aller Zeiten! (wunschliste.de)

Young Artist Award für Heidi Zeigler 1988 als beste Nachwuchsschauspielerin unter 10 Jahren! | Blanca de Garr nominiert für die beste Performance | Platz 2 in der Kategorie ''Beste Familien TV-Serie der USA'' hinter der ''Bill Cosby Show''! (Imdb.com)



Deutsches Intro:

feature=related


Und ich grab mal wieder ne Serie aus, die außer mir hier wahrscheinlich niemand kennt. :D Hab ich als Kind jedenfalls saugern auf RTL gesehen..eine fast vergessene Serie mit Musical-Sequenzen. Und der Hammer...Staffel 1 ist auf deutscher DVD draußen!!!!!!! Die Bewertungen (19 - volle Punktzahl) sprechen für sich.

13
Gerts Film-Reviews / Rambo - First Blood
« am: 26. Mai 2011, 19:25:04 »


http://www.ofdb.de/film/542,Rambo

http://www.imdb.com/title/tt0083944/


Kriegsveteran John J. Rambo ist zurück aus Vietnam und möchte dem letzten Überlebenden seiner Eliteeinheit der Green Berets einen Besuch abstatten. Von einer Einheimischen erfährt er jedoch, dass sein Freund verstorben ist. Rambo zieht weiter und landet in der Kleinstadt Hope. Dort möchte er eigentlich nur etwas essen, wird aber vom gehässigen Sheriff Teasle des Ortes verwiesen, da diesem Rambos heruntergekommenes Aussehen nicht passt. Rambo lässt sich dies zunächst gefallen, kehrt dann aber zurück und wird wegen Landstreicherei verhaftet.

Im Bezirksgefängnis muss Rambo einiges über sich ergehen lassen. Die Hilfssheriffs misshandeln ihn physisch und rufen so Rambos traumatischen Erinnerungen an die Folterungen in der Kriegsgefangenschaft wach. Der Elitesoldat dreht durch und befreit sich gewaltsam aus den Fängen der sadistischen Beamten. Er flüchtet in die Berge, auf seiner Spur die Polizei von Hope, bereit ihn mit einem Schuss niederzustrecken. Für Rambo beginnt der Krieg nun aufs Neue. Einen Hilfssheriff muss er aus Notwehr töten, da dieser aus einem Hubschrauber das Feuer auf ihn eröffnet. Die Polizisten lassen sich nun nicht mehr auf Rambos Angebot ein, die Sache zu beenden. Die erbitterte Jagd geht weiter.

Sheriff Teasle nimmt die Sache mittlerweile persönlich und verstärkt den Einsatztrupp. Doch den Guerilla-Taktiken eines mehrfach ausgezeichneten Elitesoldaten haben die Zivilisten nichts entgegenzusetzen. Einer nach dem anderen wird von Rambo kaltgestellt. Mittlerweile ist die Verfolgungsjagd zu einem Medienspektakel geworden. Staatspolizei und Nationalgarde werden hinzugezogen, doch der wichtigste Neuankömmling ist Rambos Ausbilder und Freund Colonel Trautman. Er ist gekommen, um die Polizisten zu schützen und Rambos Rachefeldzug zu stoppen.

Dieser lässt sich derweil auch von einer Minensprengung der Nationalgarde nicht außer Gefecht setzen. In der Überzeugung Rambo in der Mine eingeschlossen und getötet zu haben, überrascht dieser seine Widersacher durch die Entführung eines mit Waffenkraft beladenen Militärfahrzeugs. Nun ist es an Rambo, seinen Rachefeldzug gegen Teasle und die Stadt Hope zu starten. Er macht sich auf ins Zentrum und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Kann Colonel Trautman die wild gewordene Tötungsmaschine davon abhalten, Sheriff Teasle zu töten und sich dem Gesetz zu stellen?







Regisseur Ted Kotcheff arbeitete bereits 1976 erstmals an der Verfilmung des Romans First Blood von David Morrell. Das Warner-Bros.-Studio hielt das amerikanische Publikum, wenige Jahre nach Vietnam, aber noch nicht bereit für solch ein Werk. Ein paar Jahre später trat Kotcheff an Stallone heran, um ihm die Hauptrolle anzubieten, nachdem zuvor auch Clint Eastwood, Burt Reynolds, John Travolta und Terence Hill im Gespräch waren. Stallone war nicht jedermanns erste Wahl, landete er doch mit Ausnahme der ersten beiden Rocky-Filme ausschließlich Flops. Er sah jedoch in der Produktion eine Chance auf einen neuen Erfolg und sagte zu, nicht aber ohne die Bedingung, das Drehbuch überarbeiten zu dürfen. Obwohl Stallones Ideen auf positive Resonanz stießen, entfernten sie sich doch etwas weit von der Buchvorlage. Die Figur Rambo größtenteils ohne Waffen kämpfen zu lassen sowie deren Wortkargheit sind Einfälle, die auf Stallone zurückzuführen sind. War die Figur im Roman noch eine Tötungsmaschine ohne große Emotionen, ist sie im Film seelisch gebrochen und, vor allem zu Beginn, durchaus defensiv. (Natürlich gibt es noch diverse weitere Unterschiede zum Buch, das mir alles in allem doch besser gefallen hat – z. B. bleibt Rambo aus reinem Protest in der Stadt, Teasle ist nicht so unsympathisch, es gibt mehr Tote, mehr Gewalt, mehr Zerstörung, Vietnam-Rückblenden, genauere und vielschichtigere Charakterzeichnung, das Ende – Rambo und Teasle sterben etc.). Desweiteren sollte Colonel Trautman von Kirk Douglas verkörpert werden, der bereits am Set war, aufgrund einiger Unstimmigkeiten aber wieder abreiste. Er wurde ersetzt durch Richard Crenna, der Trautman auch in den nächsten beiden Fortsetzungen gab. Die herrlich fiese Performance von Brian Dennehy als Sheriff Teasle und ein paar bekanntere Gesichter in Gestalt von Michael Talbot, Chris Mulkey und Dan Caruso, runden das von Composer-Legende Jerry Goldsmith musikalisch untermalte Werk, hervorragend ab.







Gedreht wurde der Film in Hope (British Columbia – obwohl der gleichnamige Filmort in Washington liegt), Kanada und im Golden Ears Provincial Park. Die Aufnahmen begannen 1981 mit einem Budget von 14 Millionen Dollar. Stallone nahm seine Rolle wie gewohnt sehr ernst. Um physisch gerüstet zu sein, bereitete er sich mit Überlebens- und Nahkampftraining auf seinen Part vor. Trotzdem zog er sich einige Verletzungen (u. a. vier gebrochene Rippen) zu, da er darauf bestand, den Großteil der Stuntszenen selbst auszuführen. Ursprünglich war geplant, das Ende der Romanvorlage zu adaptieren und Rambo sterben zu lassen. Diese Idee stieß bei Co-Autor Sly jedoch auf wenig Gegenliebe, war er doch der Ansicht, das Publikum würde den Tod des Protagonisten nicht so einfach akzeptieren. Im Roman funktionierte dies noch besser, da die Figur grausamer und gewissenloser dargestellt wurde. Stallone interpretierte die Rolle jedoch menschlicher und verlieh ihr eine innere Zerrissenheit. So wurde ein alternatives Ende gedreht, in dem der Held überlebte. Dieses kam beim Testpublikum so gut an, dass es in den fertigen Film integriert wurde. Bestätigt wurde diese Entscheidung von einem Box-Office-Ergebnis in Höhe von phänomenalen 125 Millionen Dollar. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) zeichnete ihn gar mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus.

Rambo avancierte zum Überraschungserfolg und Publikumsliebling und zog insgesamt drei Fortsetzungen (die letzte 2008) sowie diverse Plagiate nach sich (u. a. die Missing in Action-Reihe mit Chuck Norris). Er äußerte eine Kritik an der politischen und gesellschaftlichen Position der USA gegenüber dem Vietnamkrieg und dessen Veteranen. So hat es die Figur Rambo, Sinnbild für die realen Kriegsheimkehrer, schwer, im eigenen Land wieder Fuß zu fassen. So bemerkt Rambo in einer emotionalen Rede am Ende, dass er im Krieg für Maschinerie in Millionenhöhe verantwortlich war, zurück in der Gesellschaft aber nicht einmal den einfachsten Job bekäme. Dieser Aspekt wurde auch in dem Film Dead Presidents aufgegriffen. Zudem wird Rambo gezwungen zu töten (immer wieder betont er, er sei unschuldig und wolle nur seine Ruhe haben) und nun von der Regierung und der Gesellschaft für seine Kriegsbeteiligung verachtet. Undank ist der Welten Lohn, dabei hat er ja nur seine Pflicht getan. So macht er zum Schluss die Anti-Kriegs-Demonstranten verantwortlich für seinen Zusammenbruch, da diese ihn bei seiner Rückkehr als Killer und Unmensch beschimpft haben.







Die Figur des Rambo wurde in der Folge Synonym für eine brachiale, Selbstjustiz verübende Ein-Mann-Armee, die mit dem Kopf durch die Wand geht und jeden niedermäht, der sich ihr in den Weg stellt. Dies ist sogar im Duden festgehalten. Damit gelangte die Bezeichnung in den Volksmund, obwohl die Figur ganz so eindimensional und undifferenziert wie ihr späteres Image nun auch nicht war. Doch woher stammt der Name Rambo überhaupt? Laut Romanautor David Morrell rührt der Name von einem Rambo-Apfel her, den seine Frau für ihn mitbrachte, während er gerade auf Namenssuche war. Andere Erklärungen beinhalten den ähnlich klingenden Namen des französischen Dichters Rimbaud und ein Lehnwort aus dem Japanischen, das „ungezügelte Gewalt“ bedeutet. Darüber hinaus ist interessant, dass, wenn ich mich recht entsinne, im Film Rambos Herkunft als deutsch-indianisch angegeben wurde.

Während der erste Film trotz diverser Unterschiede zum überragenden Buch ein hervorragender Action-Spielfilm mit Message war, gerieten die nächsten beiden Fortsetzungen zur reinen, brutalen Actionunterhaltung ohne größeren Tiefgang oder Weiterentwicklung des Titelcharakters. 1985 inszenierte Stallone-Spezi George P. Cosmatos (City Cobra) nach einem Drehbuch von Stallone und James Cameron den zweiten Teil, in dem es Rambo zurück nach Südostasien verschlägt. Teil 2 war ein Riesenerfolg und zählt bis heute zu Slys erfolgreichsten Filmen. Drei Jahre später folgte der wenig inspirierte und wenig erfolgreiche dritte Teil, in dem Sly die rote Gefahr in Afghanistan bekämpft. 2008 folgte ein nicht minder brutaler, dafür aber wieder solider inszenierter vierter Teil. Die Buchvarianten zu Teil 2 und 3 stammen übrigens abermals von Morrell, sind jedoch an die Filme angelehnt und daher wenig tiefgründig.

Fazit: Meilenstein. Wer Rambo nicht kennt, hat das Leben verpennt.


Filmwertung :arrow: 9/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1402863897/

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Gerts Asia-Reviews / Review: Jackie Chan ist Nobody
« am: 25. Mai 2011, 19:29:19 »
      

http://www.ofdb.de/film/1308,Jackie-Chan-ist-Nobody

http://www.imdb.com/title/tt0127357/


Jackie ist Elitesöldner und Mitglied eines multikulturellen Einsatztrupps, der für seine Auftraggeber in Südafrika drei Wissenschaftler entführen und einen Meteoriten stehlen soll. Der Meteorit soll dazu dienen, Waffen von großer Zerstörungskraft zu bauen. Doch die Söldner wissen zu viel und sind den Auftraggebern ein Dorn im Auge. Nachdem sie die Mission erfolgreich bewältigt haben, wird ihr Hubschrauber zum Absturz gebracht. Nur Jackie überlebt den Crash und wird schwer verletzt von Eingeborenen gefunden und gepflegt. Die körperlichen Wunden heilen, sein größtes Problem ist aber: Er hat sein Gedächtnis verloren. Da er sich nicht mal an seinen Namen erinnert, bekommt er von den Eingeborenen den Spitznamen ‚Who am I‘ verpasst – ein Satz, den er immer wieder vor sich hin brabbelt, als er zu sich kommt.

Doch die ersten verschütteten Erinnerungsfragmente kommen wieder zum Vorschein, als die Eingeborenen Jackie zur Absturzstelle führen. Jackie versucht die Wüste zu verlassen und das Puzzle zu vervollständigen. Unterwegs trifft er auf die hübsche Yuki, verunglückte Teilnehmerin an einer Wüstenrallye. Nach einem ersten, für reichlich Schmunzler sorgenden Missverständnis, dadurch hervorgerufen, dass Jackie sich nicht mitteilen kann, erreichen die beiden gemeinsam die Zivilisation. Doch auch den alten Auftraggebern bleibt Jackies Wiederauftauchen nicht verborgen. Morgan, einer der Drahtzieher, stellt sich Jackie als CIA Agent Morgan vor und gibt vor, ihm helfen zu wollen. Jackie erinnert sich nicht an Morgan und fällt auf dessen Versprechungen herein. So gelingt es ihm nur mit Hilfe von Yukis rasanten Fahrkünsten und durch die Unterstützung der attraktiven Journalistin Christine, Morgans Killertrupp zu entkommen.

Jackie und Christine brechen gemeinsam nach Rotterdam auf, da sie erfahren, dass sich dort das Hauptquartier der Jäger befindet. Obwohl Jackie noch immer nicht an Morgans guten Absichten zweifelt, hat er mittlerweile Christine in Verdacht, eine andere Rolle in diesem Spiel inne zu haben, als die der Journalistin. Besonders als auch in Rotterdam sofort Killer anrücken, die ihn erledigen wollen. Nach einer erneuten Flucht beginnt Jackie nun endlich, auch Morgan in Frage zu stellen, ein Verdacht, der ihm beim Eindringen in das Hauptquartier der Ganoven bestätigt wird. Jackie findet heraus, dass die Meteoritenwaffe für eine Milliardensumme an Waffenhändler verschachert werden soll. Mit einer List gelingt es ihm, die CD mit den wichtigen Daten zu entwenden und flieht erneut. Mittlerweile hat Jackie auch seine Erinnerung vollständig wieder erlangt und begreift die Zusammenhänge – doch der Fluchtweg wird ihm von Morgans besten Leuten verstellt, und ein atemberaubender Showdown nimmt seinen Lauf...







Dieser höchst unterhaltsame Streifen wurde zwischen Februar und März 1997 in Namibia, Südafrika und Rotterdam gedreht und stellt einen Höhepunkt in Jackies eindrucksvoller Karriere dar. Ursprünglich war Who am I?, so der englische Titel, als Zweiteiler geplant, was jedoch später wieder verworfen wurde. So wurden diverse Szenen in Afrika herausgeschnitten oder gekürzt, um dem actionlastigen Teil in Rotterdam genügend Screentime einzuräumen. Und das ist auch gut so. Denn der einzige Kritikpunkt, den ich hätte, wäre, dass der Teil in Afrika zu Beginn, als Jackie unter den Eingeborenen lebt, etwas zu lang, etwas zu slapsticklastig und, ja, auch etwas zu langweilig ist. Hätte man da zu Beginn noch ein wenig mehr gekürzt und dafür den Plot etwas frühzeitiger mit Actionszenen angereichert, wäre das der perfekte "neue" Jackie-Chan-Film geworden. Doch auch so wusste er zu überzeugen und heimste folgerichtig bei den Hong Kong Film Awards 1999 Nominierungen für den besten Schauspieler (Jackie), den besten Schnitt, das beste Sound-Design und den besten Film ein. Ausgezeichnet wurde schließlich Jackie für die beste Action-Choreographie.







Ich liiiiiiiiiiiebe diesen Film einfach. Warum? Er hat alles, was einen Jackie-Chan-Film auszeichnet: Humor (zu Beginn etwas zu viel, im weiteren Verlauf dann aber wohl dosiert), atemberaubende Stunts (z. B. Autoverfolgungsjagd, Wolkenkratzer-Run), großartig choreographierte Fights (besonders der Kampf auf dem Hausdach mit Jackie, Ron Smoorenburg und David Leung ist verdammt beeindruckend und dauert mehr als zehn Minuten) sowie einen James-Bond-artigen Abenteueraspekt und einen enormen Unterhaltungswert. Jackie bietet wieder knochenbrecherische Action vom Feinsten, unterstützt von seinem Stuntteam, bestehend aus Brad Allan, Chan Man-Ching, Andy Cheng, Johnny Cheung, Rocky Lai, Sam Wong, Nicky Li und Jackies Leibwächter, Kickboxchamp Ken Lo (Revenge of the Drunken Master). Überdies schrieb Jackie auch am Drehbuch mit und führte neben Benny Chan (A Moment of Romance, New Police Story, Invisible Target) Regie.

Darüber hinaus lässt sich auch ein interessanter kultureller Subtext herauslesen, denn die Locations und Begebenheiten sind nicht zufällig ausgewählt. Der Film spielt in Südafrika, einem Land mit einer komplexen, multikulturellen und nicht minder konfliktbehafteten Geschichte. Der Titel ‚Who am I?‘ lässt sich nicht nur im Hinblick auf Jackies Amnesie deuten, sondern stellt auch die Frage nach der kulturellen und ethnischen Identität des Landes. Die Mitglieder des Söldnertrupps kommen alle aus verschiedenen Ländern, u. a. Israel, Deutschland, Japan, Malaysia, Singapur. Ihnen wird von oben befohlen, ihre Identitäten zu vergessen. Herkunft, Identität und sonstige Details über die Söldner sind unbekannt und werden zu keinem Zeitpunkt erklärt, wodurch zu Beginn auch nicht klar ist, ob es sich um die Guten oder die Bösen handelt. Nach dem Absturz muss sich Jacke in eine fremde Kultur, die der afrikanischen Eingeborenen, integrieren. Er trifft ein chinesisches Rallye-Team in Namibia und erhält Unterstützung von einer Journalistin, die eurasische Gesichtszüge hat. Auch Globalisierung und technologische Unterschiede zwischen Erste- und Dritte-Welt-Ländern in Form von Mobilitätsaspekten werden zur Schau gestellt. Der Showdown findet schließlich in den Niederlanden statt, ein Land, das eine jahrhundertelange Präsenz in Südafrika zeigte. Die CIA wird als amerikanische Invasionsmacht gezeichnet, die ihren Einfluss in jedem Land der Welt ausübt. Motiv für Morgans Handeln ist eine Waffe von großer Zerstörungskraft, mit der andere Länder und Ethnien unterdrückt oder gar getötet werden sollen.









Die Darsteller stehen hier nicht wirklich im Vordergrund, machen ihre Sache aber gut. Neben Jackie ist die zuckersüße Michelle Ferre an Bord, die am Ende auch zeigen darf, dass ihr Drehkicks nicht fremd sind. Mirai Yamamoto zeigt als Yuki halsbrecherische Autoverfolgungsjagden und sorgt für die ein oder andere komische Szene…vor allem zu Beginn, als sie einen redeunfähigen, mit indianischen Gesichtsfarben bemalten Jackie für einen Kannibalen hält. Darüber hinaus sind noch Ron Smerczak (The Mangler, Cyborg Cop) als schmieriger Special Agent Morgan und Ed Nelson (Das Vermächtnis des Professor Bondi, Police Academy 3) als nicht minder unsympathischer General Sherman erwähnenswert. Für den ausgedehnten, sehr intensiven Endkampf auf dem Häuserdach sorgen, neben Jackie, David Leung als Muay-Thai-Hitman und der Niederländer Ron Smoorenburg als Taekwondo-Hitman. Smoorenburg hat den 4. Dan im Freefight und hält mehrere Rekorde, u. a. den höchsten Kick (11 feet). Er ist einer der wenigen nicht-amerikanischen oder –asiatischen Kämpfer, die es in einen amerikanischen Film geschafft haben. Who am I? stellte Smoorenburgs Debüt im Filmgeschäft dar, weitere Rollen sollten folgen. In der Folge arbeitete er auch mit Tony Jaa und gründete seine eigene Casting-Agentur für Martial Artists und Stuntmen.

Fazit: Einer meiner Lieblings-Chans! Anschauen!


Filmwertung :arrow: 9/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1474429209/

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http://www.ofdb.de/film/842,Hard-Game

http://www.imdb.com/title/tt0109683/


Fünf Jahre nach God of Gamblers entstand die offizielle Fortsetzung The Return of the God of Gamblers (1994), in Deutschland veröffentlicht unter dem Titel Hard Game, nachdem bereits zwei weitere Gambler-Filme mit Stephen Chow produziert worden waren. Verantwortlich zeichnet sich der umtriebige Wong Jing, der schon immer mehr Handwerker als Künstler war. Mit sleazigen Filmen wie Naked Killer oder Naked Weapon hatte er schon immer ein Gespür für die primitiveren Bedürfnisse des Publikums. Dabei war immer wichtiger, dass die Zahlen stimmen, als dass künstlerisch wertvolle oder anspruchsvolle Produktionen abgeliefert werden. Aber wie es mit Sleaze nun eben mal so ist – derlei Werke werden nie einen Oscar gewinnen, aber sie unterhalten – bei entsprechender Machart – hervorragend. Vorliegender Hard Game ist zwar kein sleaziger, dafür aber ein klamaukiger Film. Eine Mischung aus Action und Gewalt auf der einen Seite sowie Klamauk und infantilem Humor auf der anderen Seite – dabei aber stets höchst unterhaltsam. Und die Mischung, wie sie in diesem Film vorliegt, ist selbst für HK-Verhältnisse einmalig. Das liegt aber z. T. sicher auch an der deutschen Synchro, die stellenweise an selige Spencer/Hill-Zeiten erinnert. Doch zu diesen Punkten später mehr.

Die Handlung beginnt vier Jahre nach den Ereignissen aus Teil 1. Paris: Ko Chun (Chow Yun-Fat), der König der Spieler, hat sich mittlerweile auf einen abgelegenen Landsitz zurückgezogen und genießt das Leben mit seiner hochschwangeren Frau. Sein Vertrauter Dragon (Charles Heung) kommt ihn besuchen, und gemeinsam lassen sie die Vergangenheit Revue passieren. Doch die Gegenwart bleibt nicht stehen und just in dem Moment, als sich die beiden gerade nicht in der Villa befinden, taucht der skrupellose Chau Siu-Chee (Wu Hsing-Guo) auf, der Ko Chun im Kartenspiel herausfordern will. Um Ko Chun zu provozieren, tötet er dessen Frau und ungeborenen Sohn. Ko Chun und Dragon kommen zu spät, um noch etwas ausrichten zu können. Am Totenbett muss Ko Chun seiner Frau versprechen, ein ganzes Jahr lang weder zu spielen noch seine Identität preiszugeben. Ko Chun beschließt mit seiner Rache zu warten und die Zeit zu nutzen, sein weiteres Vorgehen zu planen.

Elf Monate später. Ko Chun trifft Hoi On (Blacky Ko), Chef der Tung-Wu-Gruppe, eines taiwanesischen Casinoimperiums, und Rivale Chau Siu-Chees. Rasch freunden sich die beiden an, und Hoi nimmt Ko Chun auf einen Yachtausflug mit. Hoi wird jedoch von einem seiner Männer (Ken Lo) verraten, der von Chau Siu-Chee eingeschleust wurde. Die Verräter töten jeden an Bord und versenken die Yacht. Nur Ko Chun und Hois Sohn Yuen (Tse Miu) überleben. Dem letzen Wunsch Hois entsprechend, soll Ko Chu den widerstrebenden Yuen nun zu dessen Schwester (Chingmy Yau) nach Taiwan bringen. Doch auch dies will zunächst nicht gelingen. Die beiden werden umgehend von der kommunistischen Festlandspolizei festgenommen, die deren Geschichte keinen Glauben schenken will. Nach schlimmen Misshandlungen ("Ich scheiß nämlich auf die Menschenrechte") gelingt es ihnen zu entkommen und Zuflucht in einem heruntergekommenen Hotel fernab der Zivilisation zu finden. Dieses wird vom gaunerischen Geschwisterpaar Siu Yiu (Jaqueline Wu) und Siu Fong (Tony Leung Ka-Fai) geleitet. Nach einigen humorvollen Passagen zwischen den Geschwistern und den Neuankömmlingen, steht erneut die Polizei unter Führung des leicht durchgeknallten Captains (Elvis Tsui) vor der Tür, was die vier zur gemeinsamen Flucht wider Willen zwingt. Nachdem sie den Captain als Geisel genommen haben, gelangen sie mit dem Schiff ins kapitalistische Taiwan.


   


Die Wiedersehensfreude zwischen dem kleinen Yuen und seiner Schwester ist nur von kurzer Dauer, da Chau Siu-Chee den Jungen entführt, um die Identität des Königs der Spieler zu erfahren. Es gelingt ihnen Yuen zu retten, doch muss Ko Chun dazu zu einem Trick greifen, sind es doch noch zwei Tage, bis das Jahr vorbei ist und er seine wahre Identität enthüllen darf. Chau ahnt den Betrug und versucht einmal mehr gewaltsam, die Wahrheit zu erfahren. Doch der finale Showdown soll am Kartentisch erfolgen – in einem Spiel um viele Milliarden Dollar und um den Titel "König der Spieler". Für Ko Chun jedoch geht es in dem Spiel um viel mehr als Geld und Ehre…

Ich habe den ersten Teil, God of the Gamblers vor vielen Jahren mal gesehen, aber fast keine Erinnerung mehr daran. Deshalb kann ich auch keinen zuverlässigen Kontext mehr herstellen. Auf jeden Fall soll vorliegendes Werk wohl eine echte Fortsetzung sein, die aber in der Machart doch anders ist. Mehr Budget, mehr Action, nicht mehr so viel Blödelhumor (soweit ich mich erinnere). Der erste hatte mir jedenfalls nicht zugesagt und wurde bald wieder verkauft. Erfolg war ihm dabei aber schon vergönnt, initiierte er doch eine ganze Reihe von weiteren Gambling-Filmen. Hard Game war eine meiner ersten DVDs (Laser Paradise, Eastern Edition), und ich habe den Film umgehend in mein Herz geschlossen. Erstaunlicherweise hat er seit jener ersten Sichtung vor ca. 10 Jahren kein bisschen verloren.

Wie bereits erwähnt, haben wir es hier mit einer kunterbunten Mischung zu tun, die alle möglichen Versatzstücke zusammenwürfelt und für den ungeübten Seher durchaus befremdlich wirken kann. So ist man es im Westen nicht gewohnt, einen Film zu sehen, in dem einerseits bis zum Erbrechen herumgekaspert wird, andererseits blutige Shoot-Outs und gewalttätige Szenen en masse geboten werden, darunter eine Szene, in der ein ungeborenes Kind aus dem Leib geschnitten und als Fötus in ein Behältnis gesteckt wird (man sieht hier nur das Resultat). Entgegen einiger Meinungen sind die Actionszenen hervorragend gelungen, egal ob nun die Sequenz auf dem Schiff, im Casino oder die vielen Schießereien, die in ihrer Darstellung stark an John Woo erinnern. Zudem darf die liebreizende Chingmy Yau (Devil 666 - Satan's Return) knapp bekleidet auch die ein oder andere Martial-Arts-Szene zum Besten geben. Der Showdown ist auch verdammt cool inszeniert, als weltweites Medienereignis verpackt, mit einem professionellen Personal und Sicherheitsmaßnahmen, dass einem die Augen übergehen. Dort spielt dann auch noch Magie eine Rolle, denn Chau Siu-Chee hat den Magier Cheung Po-Sing engagiert, der der Einzige weltweit ist, der Ko Chun schlagen kann. Doch dieser Aspekt nimmt nur eine Nebenrolle ein.







Also ich mag den Film sehr, wobei ich schon verstehen kann, wenn es jemand nicht tut. Die obskure Mischung aus Action, Gewalt und klamaukiger Comedy hat genau meinen Nerv getroffen. Die Darsteller sind hervorragend und gewinnen durch die durchgepeitschte (aber hochwertige) deutsche Synchro noch mehr an Profil. Ausnahme vielleicht der kleine Junge, der offensichtlich von einem Erwachsenen gesprochen wird, was mich ein wenig an South Park erinnert hat. Ist aber für einige Lacher gut. Der Hammer in Dosen ist die Performance von Tony Leung Ka-Fai, den man später in vielen Arthouse-Filmen sehen sollte, was man beim Anblick des Hallodris und Angebers Fong kaum glauben mag. Was der an Sprüchen und Grimassen raushaut, spottet jeder Beschreibung (ich meine Peter Thom als Sprecher erkannt zu haben, bekannt aus vielen Eastern). Ein saugeiler Spruch mit seiner Beteiligung, als er seine Schwester vorstellt und sagt, man nenne sie "Little Guitar" und Ko Chun daraufhin anmerkt, "aber immer verstimmt, was?" Auch seine Performance gegenüber Chingmy Yau, als diese so tut, als wolle sie ihn verführen, ist zum schreien. Ebenfalls ein Knaller ist der kommunistische Police Captain, der von Elvis Tsui gespielt wird. Sobald er sich in Taiwan befindet, wirft er alle Prinzipien über Bord und freut sich über die kapitalistischen Früchte des Lebens. In der ersten Hälfte spielt er unheimlich ernst, fast furchteinflößend – in der zweiten ist er der grenzdebile Oberkasper im Quadrat. Chow Yun-Fat ist halt Chow Yun-Fat – er kann nichts falsch machen. Saucool, mit einer weiten Palette an Gesichtsausdrücken, kaspert, spielt und ballert er sich hier durch den Plot und ist jederzeit Herr der Lage, Kern des Geschehens. Dies war übrigens die letzte oder einer seiner letzen Rollen, bevor er Hong Kong – leider, leider – endgültig den Rücken kehrte.

Fazit: Wer Action und den HK-typischen Humor mag, kann eigentlich kaum auf einen unterhaltsameren, kurzweiligeren Film zurückgreifen - der überdies einen tollen Soundtrack bietet. Ich kann mich jedenfalls auch nach 10 Jahren und der 20. Sichtung immer noch bepissen. Ich weiß aber nicht, ob der OmU genauso gut funktioniert, ich kann es mir nicht vorstellen. Es gibt übrigens auch einen dritten offiziellen Teil (mit Leon Lai), den ich aber noch nicht kenne.


Filmwertung :arrow: 9/10


Trailer:


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Gerts Asia-Reviews / Review: Full Contact aka Tiger Cage 2
« am: 23. Mai 2011, 19:21:33 »


http://www.ofdb.de/film/7314,Full-Contact

http://www.imdb.com/title/tt0100967/


Der junge David wäscht Schwarzgeld für die Triaden. Unterstützt wird er dabei von seinem Freund Waise Chow. Doch dieser verrät ihn und arrangiert einen Überfall auf die Lieferung, um das Geld für sich zu behalten. Das Vorhaben misslingt. Stattdessen treffen Chows Männer auf die Scheidungsanwältin Mandy und den Ex-Cop Dragon. In der Überzeugung, diese hätten ihr Geld, entbrennt eine wilde Hetzjagd. An dieser nimmt auch David teil, der sich auf die Seite von Dragon und Mandy schlägt und Chow blutige Rache schwört.

Titel-Wirrwarr galore. Full Contact hat nichts mit dem gleichnamigen Titel von Ringo Lam mit Chow Yun-Fat in der Hauptrolle zu tun (Cover Hard). Der Film ist die Fortsetzung zu Tiger Cage aka Ultra Force 4, der wiederum mit der offiziellen Ultra-Force-Reihe (Royal Warriors, Police Assassins, Ultra Force 3, Red Force) nicht das Geringste zu tun hat – alles klar? Dass dazu noch Regisseur (Yuen Woo-Ping) und Hauptdarsteller (Yen) sowie einige Nebendarsteller (Michael Woods) im ähnlich aufgebauten Red Force aka In the Line of Duty IV identisch sind, trägt zur weiteren Verwirrung bei. Was beide Titel gemeinsam haben, wodurch sie sich auch von Teil 1 der Tiger-Cage-Reihe abheben, ist die phänomenale Action, in erster Linie die Fights von Donnie Yen. Denn im Gegensatz zum Vorgänger spielt Yen hier die Hauptrolle und tut das, was er am besten kann: in Ärsche von Lump und Gesindel treten. Hier gibt er seine Paraderolle des toughen Helden-Cops gegen den Rest der Welt, und das gelingt ihm äußerst eindrucksvoll. In weiteren Rollen zu sehen sind die drollige Rosamund Kwan (Schrift des Todes), David Wu, Robin Shou (Mortal Kombat), Shaw-Brothers-Star Lo Lieh und in einem kleinen Auftritt Klopp-Ikone Cynthia Khan.

Neben Donnie Yen und Regisseur Yuen Woo-Ping, tragen vor allem Robin Shou, Michael Woods, John Salvitti und David Wu dazu bei, dass Tiger Cage 2 der möglicherweise am meisten rockende Cop-Fight-Actioner aller Zeiten geworden ist. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet er eine eher dünne Story mit viel Raum für den HK-typischen Humor, der letztlich aber nicht überhand nimmt. Der Plot ist bei weitem nicht so düster oder so gut gespielt wie in Teil 1, dafür punktet die Fortsetzung mit phänomenalen Kampfszenen. Der gern gesehene Stammgast in derlei Filmen, Michael Woods, und John Salvitti sind Sparringspartner von Yen und haben ihrerseits einiges zu bieten. Der Fight zwischen Woods und Yen zählt zum Besten, was man im Hong Kong-Actionkino zu sehen bekommt, der Swordfight zwischen Salvitti und Yen ist ebenfalls mehr als sehenswert. Wer Robin Shou nur aus Mortal Kombat kennt, wird überrascht sein, was der Junge alles auf dem Kasten hat. Die Kämpfe sind völlig anders inszeniert und Shou darf hier eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass er sich vor Yen & Co. nicht verstecken braucht. Samuraischwerter, blutige Shoot-Outs, Handkantenaction, Explosionen, Verfolgungsjagden – hier gibt es keine Verschnaufpause.

Gesichtet wurde die HK-Scheibe von Joy Sales/Fortune Star, die OmU und mit DTS-Sound in einem hübschen Schuber daher kommt. Bildqualität ist akzeptabel, gemessen am Alter des Films und der Art und Weise der Chinesen, ihre Master zu konservieren. Die Scheibe ist selbstverständlich uncut. Es existiert auch eine deutsche Veröffentlichung von Splendid, die allerdings mittlerweile äußerst rar geworden ist und mit einer furchtbaren Synchro versehen wurde.


Filmwertung :arrow: 9/10


Trailer:

feature=related

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Gerts Film-Reviews / China O'Brien
« am: 23. Mai 2011, 11:44:46 »


http://www.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=4898&vid=307921

http://www.imdb.com/title/tt0099260/


Die junge China O’Brien ist Polizistin und Martial-Arts-Ausbilderin in der Großstadt. Als sie dazu gezwungen wird, ihre Marke abzugeben, kehrt sie zurück in ihr kleines, beschauliches Heimatstädtchen, in dem ihr Vater als Sheriff Recht und Ordnung aufrecht erhält. Doch in ihrem geliebten Heimatort ist nichts mehr wie es einst war. Organisiertes Verbrechen und Korruption bestimmen den Alltag und machen Sheriff O’Brien das Leben schwer. Als der Sheriff ermordet wird, beschließt China, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und als Gesetzeshüterin den kriminellen Subjekten ein für alle Mal den Garaus zu machen. Unterstützung erhält sie dabei von ihrem alten, ebenfalls sehr schlagkräftigen Freund Matt und dem Halbblut Dakota. Gemeinsam stellen sie sich ihren Widersachern, die alles daran setzen, die Wahl zum Sheriff zu ihren Gunsten zu manipulieren, zum Kampf.

Also ehrlich gesagt war ich etwas überrascht über die vielen negativen Stimmen und die relativ niedrige Durchschnittswertung auf imdb.com. Vielleicht das Kickboxer 5-Syndrom, der ja dort mit einer 2.x im Schnitt als absoluter Rohrkrepierer geführt wird, obwohl der Dacascos-Streifen sicherlich zu den besseren Kloppern im Güllegenre zu zählen ist. Klar, an den Vorwürfen ist in gewisser Hinsicht schon was dran. Die Story ist wenig innovativ und eigentlich ziemlich Banane, das Inszenierungsniveau erinnert an TV-Produktionen und Spannung will nicht wirklich aufkommen. Was den Film dann aber letztlich rettet, und darauf kommt es in diesem Genre ja auch an, sind die zahlreichen und gut choreographierten Fights. Mit Karate-Weltmeisterin und Genrestar Cynthia Rothrock, Chuck-Norris-Schüler und -Stunt-Double Richard Norton sowie dem agilen, blitzschnellen Keith Cooke (King of the Kickboxers) bekommen wir hier gleich drei B-Actionstars geboten, die über die komplette Laufzeit verteilt mit Dutzenden von prügelaffinen Rednecks den Boden aufwischen. Leider gibt es, und das ist eindeutig ein Schwachpunkt, keinen Bösewicht, der kampftechnisch in der Lage wäre, ein würdiges Finale zu bieten. Hier geht’s ganz klar nach dem Motto, die Menge macht’s (und die Regelmäßigkeit).

Und die macht’s auch tatsächlich. Was allerdings erst aus dem Film hätte werden können, wenn ein Actionregisseur oder Choreograph vom Schlage eines Yuen Woo-Ping (Snake in the Eagle’s Shadow, Drunken Master, Tiger Cage 2) an Bord gewesen wäre, ist nicht auszudenken. So war es an Regisseur Robert Clouse (Enter the Dragon – Der Mann mit der Todeskralle) zu zeigen, was er zu leisten imstande ist, was über eine solide, aber stellenweise biedere Inszenierung mit ordentlichen (aber eben nicht großartigen) Fights leider nicht hinausgeht. Produziert wurde der Film u. a. von Raymond Chow (Golden Harvest) und Fred Weintraub. Ziel war es, Cynthia Rothrock, in Hong Kong schon längst ein Star, auch in den USA zu etablieren. Die Story, so liest man, war ursprünglich für Jackie Chan angedacht, wurde dann aber zugunsten von Rothrock umgeschrieben. Meiner Meinung nach gehört China O’Brien zu den besseren Rothrock-Vehikeln, da Cast, Atmo und Fight-Action stimmen, auch wenn die Choreographie sicher nicht an die dynamischen HK-Streifen ihrer Zeit heranreicht.

Der Film ist übrigens mittlerweile auch in Deutschland ungeschnitten und in digitaler Form erhältlich, dank des Labels Voulez Vous Film, das ihn in seiner lobenswerten Reihe Eastern Sensation auf den Markt gebracht hat. China O’Brien ist als Vol. 4, also als vierte Veröffentlichung erschienen. Allerdings hätte man sich vorher den Titel nochmal genau anschauen sollen, denn auf dem Cover prangt jetzt China O’Bria. Ein ärgerlicher Fehler, der leicht vermieden hätte werden können. Ansonsten sind Bild- und Tonqualität ordentlich und neben der deutschen Synchro ist auch der O-Ton vertreten.


Filmwertung :arrow: 6,5-7/10


Trailer:

http://www.artistdirect.com/video/china-o-brien/55479


18
Gerts Film-Reviews / Running Man
« am: 20. Mai 2011, 20:56:48 »


http://www.ofdb.de/film/143,Running-Man

http://www.imdb.com/title/tt0093894/


Wir schreiben das Jahr 2017. Die Weltwirtschaft ist am Boden, und die natürlichen Ressourcen sind aufgebraucht. Die USA ist zu einem Polizeistaat geworden, die Landesgrenzen abgeriegelt. Freischaffende Künste und sämtliche Medien sind einer Zensur von Vater Staat unterworfen. Die populäre, manipulative Sendung "Running Man" dient dem Zweck, das Bedürfnis der Menschen nach Freiheit im Keim zu ersticken. Dort laufen vor einem Millionenpublikum Kriminelle um ihr Leben, die von professionellen Menschenjägern gejagt werden. Der Preis für die Überlebenden ist die Freiheit und ein Leben in Saus und Braus.

Helikopterpilot Ben Richards erhält den Befehl, auf unschuldige Menschen zu schießen, die auf der Suche nach Nahrung in eine Schlägerei geraten. Als er sich weigert, manipuliert die Regierung die Videoaufnahmen und stellt Richards als Hauptverantwortlichen für das spätere Massaker an den Zivilisten dar. Richards wird eingesperrt, kann mit Hilfe zweier Mitgefangener aber flüchten. Es gelingt ihnen, sich ihrer Halsbänder zu entledigen, die Fluchtversuche durch Explodieren verhindern sollen. Um das heiße Pflaster verlassen zu können, kidnappt Richards die Zivilistin Amber Mendez. Die geplante Flucht nach Hawaii misslingt jedoch, da Amber sich bemerkbar machen kann und Richards erneut gefangen genommen wird.







Richards und die beiden Mitinsassen (Laughlin & Weiss), mit denen er aus dem Gefängnis ausbrechen konnte, werden nun dazu gezwungen, an "Running Man" teilzunehmen. Nach kurzer Zeit findet sich auch Amber Mendez in der Gesellschaft des Trios wieder, da sie beim Schnüffeln erwischt wurde und der Moderator, Damon Killian, den Unterhaltungswert der Show weiter steigern möchte. Doch Killian hat die Rechnung ohne den Wirt, oder besser gesagt ohne Ben Richards, gemacht. Richards tötet jeden einzelnen der Jäger und lässt die Gunst des Publikums, das Wetten auf den nächsten Kill abschließt, langsam aber sicher auf seine Seite umschwenken. Beeindruckt, aber auch ein wenig verzweifelt, bietet nun Killian Richards einen Job als Jäger an. Dieser lehnt ab und stößt im Verlauf des weiteren Geschehens auf eine Untergrundgruppe, die für die Regierung wenig übrig hat und den Sender von "Running Man" bekämpft. Dieser schließt er sich an. Gemeinsam wollen sie den der Öffentlichkeit beweisen, in welcher Art und Weise Filmmaterial manipuliert wurde. Denn die angeblichen Gewinner vergangener Shows wurden keinesfalls mit dem Himmel auf Erden belohnt, wie es zu Beginn der Sendung gezeigt wurde, sondern befinden sich als verwesende Leichen auf dem Spielgelände. Richards sucht Killian auf, um seine Unschuld zu beweisen und dem Moderator seine gerechte Strafe zukommen zu lassen...

In der Tradition von medienkritischen Werken wie Das Millionenspiel und herkömmlicheren Manhunt-Streifen wie Graf Zaroff – Genie des Bösen, Hard Target, Surviving the Game, Death Ring oder Overkill, steht Running Man von Regisseur Paul Michael Glaser (bekannt aus der Serie Starsky & Hutch), der anspruchslose Actionunterhaltung mit satirischen Untertönen vereint. Basierend auf der gleichnamigen Buchvorlage von Stephen King, fertigte Steven E. de Souza (Nur 48 Stunden, Stirb langsam 1 & 2) das Drehbuch an, das mit der King’schen Geschichte nur noch das Grundgerüst gemein hat. Stattdessen wurde eine stärker auf Science-Fiction und Action ausgelegtes Bühne für Actionkönig Arnold Schwarzenegger geschaffen, die die Spannungsschraube zurückschraubt, den Unterhaltungswert aber deutlich in den Vordergrund stellt.







Dieser ist denn auch enorm. Dazu trägt nicht nur die exotisch-bunte Mischung aus Jägern bei (Dynamo tötet mit Elektrizität, Buzzsaw mit einer Motorsäge, Fireball mit einem Flammenwerfer, Subzero mit Eishockeyausrüstung und Captain Freedom am liebsten mit bloßen Händen), sondern auch der sensationsheischend-zynische Moderator Killian, genial gespielt von Richard Dawson (Ein Käfig voller Helden), der für seine Performance 1988 den Saturn Award als bester Nebendarsteller erhielt. Für Arnold Schwarzenegger war es eine weitere ergiebige Rolle als Actionheld, die ihm abermals großen Erfolg einbrachte. An seiner Seite agieren neben Dawson u. a. Yaphet Kotto (Alien, Freddy’s Dead, Midnight Run), Jesse Ventura (Predator) und die ehemalige Miss Venezuela María Conchita Alonso (Fear City, Predator 2). Die Musik stammt von Routinier Harold Faltermeyer (Top Gun, Beverly Hills Cop), der großartige Abspannsong "Restless Heart" von John Parr ("St. Elmo's Fire").

Die Kritik an den Medien sowie der Leichtgläubigkeit und Gewaltgeilheit der Konsumenten/Zuschauer – kurz: der Gesellschaft an sich – nimmt hier zwar auch eine Rolle ein, jedoch wird das Motiv nicht so stark betont wie im Buch. Der Film ist in erster Linie ein unterhaltsamer Actionfilm, wie man es mit einer Besetzung von Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle auch nicht anders erwarten kann. Daher sollte man diesen Aspekt auch nicht zu ernst nehmen, wie es die Kritiker zum Teil getan haben, sondern sich zurücklehnen und die grell-bunte, mit einem gesunden Härtegrad versehene Action einfach genießen. Am besten in der Original-Kinosynchro, denn im Laufe der Jahre wurde eine Neusynchro erstellt, die zwar teilweise die gleichen Sprecher aufbietet, insgesamt jedoch nicht an die Klasse der Originalsynchro herankommt (vor allem, wenn man diese von früher kennt). Mittlerweile ist der Film auch auf ungeschnitten auf Blu-ray erschienen, auf der sich neben dem O-Ton beide deutschen Synchronfassungen wiederfinden. Da die Qualität für einen über zwanzig Jahre alten Actionfilm ordentlich ist, würde dahingehend auch meine Empfehlung gehen (auch wenn man bei der alten deutschen Tonspur Abstriche machen muss). Wer den Film noch nicht hat – kaufen! Wer bereits die DVD hat – aufrüsten! Wer den Film nicht mag – ach, dafür verschwend ich meine Zeit nicht…;-)


Filmwertung :arrow: 8,5/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi2549285145/


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Gerts Film-Reviews / Ghostbusters
« am: 19. Mai 2011, 20:59:11 »


http://www.ofdb.de/film/1627,Ghostbusters---Die-Geisterj%C3%A4ger

http://www.imdb.com/title/tt0087332/


Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie es war, als ihr das erste Mal Ghostbusters gesehen habt? Bei mir muss das Ende der 80er gewesen sein, so mit 8, 9 Jahren. Es war wirklich ein magisches Erlebnis, da dies einer der Filme war, wo man sofort wusste (vielleicht nicht bewusst, aber unterbewusst), man hat einen zeitlosen Klassiker und Kultfilm vor sich. Es war eine Zeit, in der ich Filme wie Big Trouble in Little China, Auf der Suche nach dem goldenen Kind, Masters of the Universe, Howard, the Duck und Crazy Love – Liebe schwarz auf weiß kennen und lieben lernte. Eine Zeit, in der man solche Perlen mit kindlicher Selbstverständlichkeit aufgenommen hat, ohne sich tatsächlich bewusst zu machen, was für großartige Werke man genießen durfte. Diese Zeit fehlt mir, und diese Art der unbeschwerten Wahrnehmung vermisse ich.

Neben dem Film habe ich in dieser Zeit auch die auf Tele 5 im Rahmen der Sendung BimBamBino ausgestrahlte gleichnamige Cartoon-Serie Filmation’s Ghostbusters kennen gelernt, die 1986-1988 produziert wurde und auf der Serie The Ghost Busters von 1975 basierte. In Deutschland wurde die Serie zum ersten Mal im April 1989 ausgestrahlt, im Doppelprogramm mit der Masters of the Universe-Serie, von 20-21 Uhr. Allerdings hat die Reihe nichts mit dem Kinofilm von 1984 zu tun – im Gegensatz zur Cartoon-Serie The Real Ghostbusters, die von 1986-1991 produziert wurde und die zahlreiche Merchandise-Artikel hervorbrachte. Ich kann mich noch gut an das glubschäugige Zyklopenmonster mit seinem an einer Schnur hängenden Auge, den knuffigen Marshmallow-Mann oder den stylischen Tombstone Tackle Ghost erinnern – einen Footballspieler, dessen Rücken zu einem Krokodilmaul aufklappbar war –, die meine Kinderstube neben all den Masters-Figuren schmückten. Lang, lang ist’s her…









Die drei wenig erfolgreichen Parapsychologen Dr. Peter Venkman, Dr. Raymond Stantz und Dr. Egon Spengler fliegen aufgrund fragwürdiger und wenig wissenschaftlicher Forschungsmethoden von der Universität und sind gezwungen, in der freien Wirtschaft Fuß zu fassen. Nachdem sie von der städtischen Bibliothek anlässlich einer rätselhaften Geistererscheinung zu Hilfe gerufen werden, beschließen sie, eine private Geisteragentur zu gründen und Geistern, Gespenstern, Dämonen, Monstern und Kobolden, für deren Existenz sie nun den Beweis haben, den Kampf anzusagen. Nach schleppendem Beginn und ihrem ersten Auftrag durch die Musikerin Dana Barrett, gelingt ihnen in einem renommierten Hotel ihr erstes Erfolgserlebnis: das Einfangen eines Geistes (der durch die Cartoon-Serie und Spielfiguren später als Slimer bekannt werden sollte). Durch den rapiden Anstieg paranormaler Aktivitäten sind sie bald gezwungen, einen vierten Mann zu engagieren, Winston Zeddemore, der sie in der Folge tatkräftig unterstützt.

Währenddessen aber braut sich über New York Unheil von überproportionalem Ausmaß zusammen, und im Zentrum dessen scheint die erste Kundin der Geisterjäger, Dana Barrett, zu stehen, in die Venkman sich mittlerweile unsterblich verliebt hat. Nachdem Danas Kühlschrank bereits ein Eigenleben entwickelt und ihr Hinweise auf das bevorstehende Unheil zugeflüstert hat, ermitteln die Geisterjäger und finden heraus, dass Gozer, der Vernichter, ein Gott, und der an sie herangetragene Name Zuul ein Halbgott, im antiken Mesopotamien waren und von den Sumerern und Hethitern verehrt wurden. Als die Seele Zuuls Besitz von Danas Geist ergreift und sie zum dämonischen „Torwächter“ werden lässt, geraten die Dinge außer Kontrolle. Besonders, nachdem Danas nerviger Nachbar, der Steuerberater Louis, von einer furchteinflößenden Kreatur (ich würde mal sagen eine Mischung aus Stier und Hund) gejagt wird, die ebenfalls Besitz von seinem Geist ergreift. Louis hält sich nun für den Dämon Vinz Clortho, den „Schlüsselmeister“, der gemeinsam mit dem Torwächter die Ankunft Gozers, des Vernichters, vorbereiten soll. Auf einem vom geisteskranken Gozer-Jünger Ivo Shandor erbauten Hochausdach, das als eine Art Dimensionstor für die Ankunft des dämonischen Gottes fungiert, kommt es zum alles entscheidenden Showdown zwischen Gut und Böse…
















Im Folgenden ein paar interessante Fakten: Der Film spielt ausschließlich in New York, wurde aber in New York und Los Angeles gedreht. Das Hochhaus, das als Dimensionstor dient, ist das Apartmentgebäude 55 Central Park West am Central Park und wird auch heute noch von der Öffentlichkeit „Ghostbusters Building“ genannt. Das heruntergekommene Mietshaus, das die Geisterjäger als Hauptquartier mieten, steht in der 10 North Moore Street und ist die Feuerwache des New Yorker Fire Departments (FDNY). ECTO-1, der Einsatzwagen der Ghostbusters, ist eigentlich ein auf einem 1959er Cadillac basierender Krankenwagen. Das berühmte Logo mit dem durchgestrichenen Geist als Motiv erinnerte wohl zu sehr an das Motiv von Casper, weshalb die Rechteinhaber auch gegen die Benutzung klagten, allerdings erfolglos.


55 Central Park West - "Ghostbusters Building"




10 North Moore Street - FDNY




Logo




Und hey, hey, hätte ihr gewusst, dass wir die in dieser Form perfekt gecastete Filmperle fast in anderer Besetzung zu sehen bekommen hätten? Für Peter Venkman waren John Belushi bzw. Chevy Chase vorgesehen, für Winston Zeddemore Eddie Murphy. Dass dies nicht eingetreten ist, darf heutzutage gern als Glücksfall bezeichnet werden. Ich kann mir jedenfalls keine passendere Besetzung als die gewählte vorstellen. Bill Murray, der Peter Venkman letztlich verkörpern durfte, ist definitiv einer der ganz großen Helden meiner Kindheit. Ich habe jede seiner Komödien förmlich in mich aufgesaugt und seine Filme, aber auch seine Art zu spielen und zu sprechen, haben mich stark beeinflusst. Was ist mit Bob? war ein Film, der mich Tränen hat vergießen lassen ob seines subtilen Humors. Die Geister, die ich rief hat mich emotional förmlich umgehauen und ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme sowie Pflichtkonsum zur Weihnachtszeit. An den Kinobesuch von Und täglich grüßt das Murmeltier kann ich mich noch heute sehr gut erinnern, auch daran, dass ich den Film gar auf eine leere 90 min.-Audiokassette aufgenommen habe, um die Dialoge auch als Hörspiel vor dem Einschlafen oder unterwegs genießen zu können. Ein verrückt genialer Coup mit Murray als smartem Bankräuber in der Hauptrolle und Geena Davis und Randy Quaid in Nebenrollen war einer der Streifen, die ich schon früh in meine VHS-Aufzeichnungs-Videothek aufgenommen habe. Und dann waren da noch die stets gern gesehenen 80er-Komödien Ich glaub‘, mich knutscht ein Elch und Caddyshack. Aber auch mit Dan Aykroyd, der hier den etwas flapsigen, aber gewissenhaften Ray Stantz gibt, verbinde ich ähnlich nostalgische Erinnerungen. Ihn würde ich ebenfalls als Helden meiner Kindheit bezeichnen, sei es nun in Blues Brothers, Die verrückten Nachbarn, Die Glücksritter, Spione wie wir, Schlappe Bullen beißen nicht, Ferien zu dritt oder dem trashigen Valkenvania. Das waren die US-80s-Comedy-Helden – die öfter auch mal gemeinsam vor die Kamera traten: neben Murray und Aykroyd auch Chevy Chase, Tom Hanks, John Belushi und Eddie Murphy. Vielleicht ließe sich dieser Liste sogar um Rick Moranis erweitern, der mit Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft, Straßen in Flammen, Spaceballs, Der kleine Horrorladen und Kleine Giganten ebenfalls Filme bereicherte, die ich früh ins Herz geschlossen habe. Hier spielt er den nervtötenden Steuerberater und Nachbar von Dana Barrett, der heimlich ein Auge auf sie geworfen hat und mit dem Quasseln und Labern einer Grütze, die man gehört haben muss, um sie zu glauben, gar nicht mehr aufhören will. Ihm war die Rolle des liebenswerten Losers auf den Leib geschrieben. Weiter überzeugen Harold Ramis als kühl-rationaler Egon Spengler („Gedrucktes ist tot.“), der neben Aykroyd auch am Drehbuch mitschrieb sowie Sigourney „Ellen Ripley“ Weaver (Dana Barrett), Ernie Hudson (Winston), Annie Potts (Janine) und William Atherton (Walter Peck), der auch in Stirb langsam eine ähnlich gelagerte Rolle als Ekel absolvieren durfte. Regie führte Comedy-Spezialist Ivan Reitman (Twins, Kindergarten Cop), die Musik stammt von Oscar- und Golden-Globe-Gewinner Elmer Bernstein (Die glorreichen Sieben, Wer die Nachtigall stört). Zudem steuerte Ray Parker, Jr. den weltweit bekannten Titelsong bei.





Ghostbusters war einer der größten internationalen Kassenerfolge, erhielt den Saturn Award für den besten Fantasyfilm und gilt bis heute als Kultfilm und Meilenstein. In Sachen Effekte sowieso. Dafür verantwortlich zeichnete F/X-Spezialist Richard Edlund. Und DAS, ja das, sind genau die Art Effekte, wie sie mir immer gefallen haben. Die angeblich immer besser werdenden CGI, die man im Jahr 2011 in einem Film serviert bekommt, sehen leider häufig unrealistischer aus als in den guten alten Tagen. Warum? Nun, weil man sich zu sehr auf die Effekte verlässt und Filme z. T. vollständig darauf fußt, wobei die Geschichte und die Schauspieler vernachlässigt werden. Es gibt natürlich auch Gegenbeispiele (z. B. Avatar), aber grundsätzlich werde ich die Machart von 80er-Jahre-Filmen immer der heutigen Machart vorziehen. Wenn man sich anschaut, woran Edlund so beteiligt war, liest sich das wie ein wer-ist-wer meiner Lieblingsfilme und bestätigt mich in meiner Meinung: Krieg der Sterne, Kampfstern Galactica, Das Imperium schlägt zurück, Jäger des verlorenen Schatzes, Poltergeist, Die Rückkehr der Jedi-Ritter, Ghostbusters, Fright Night, Poltergeist II, Big Trouble in Little China, Masters of the Universe, Monster Busters, Stirb langsam, Geschichten aus der Gruft, Ghost – Nachricht von Sam, Alien 3, Species, Ritter der Dämonen usw. Edlund war einer der Mitbegründer von Industrial Light & Magic (ILM), George Lucas‘ revolutionärer Effekteschmiede, und einer der gefragtesten F/X-Techniker seiner Zeit. Für vorliegenden Film erhielten sein Team und er eine Oscar-Nominierung für die besten visuellen Effekte.

Doch nicht überall wurde der Streifen positiv aufgenommen. Eine weniger positive Kritik gab es vom Lexikon des Internationalen Films:
„Die erstaunliche Perfektion der Spezial-Effekte steht in umgekehrtem Verhältnis zur Intelligenz der Story und Dramaturgie. Eine sich verselbstständigende Trickschau, deren beabsichtigte Komik nur schwach zu ahnen ist; immerhin unterhaltsam, wenn auch durch die deutsche Synchronisation zusätzlich belastet.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS, Systhema, München 1997)

Nuja...Komik nur schwach zu erahnen, aber durchaus unterhaltsam…hä? Sollten hier nicht ohnehin Spaß und Unterhaltungswert weit vor Attributen wie Story-Intelligenz und Dramaturgie stehen? Ich denke schon. Die Synchro ist meines Erachtens nicht nur brillant gelungen, sondern ebenso wie der Film selbst eine wunderschöne Kindheitserinnerung. Wer kennt diese Stimmen nicht? Arne Elsholz, der neben Murray auch Stammsprecher von Tom Hanks und Steve Guttenberg war/ist und der uns in den 80er Jahren ein flapsiges Sprüchefest nach dem anderen beschert hat. Thomas Danneberg, der nicht nur die beiden größten Actionstars aller Zeiten, Arnie und Sly, mit seinem Organ vertonte, sondern auch bei Douglas Barr (Cousin Howie aus Ein Colt für alle Fälle), John Cleese, Dennis Quaid und vor allen Dingen Terence Hill richtig auf die Kacke hauen durfte. Rainer Brandt hatte an ihm seine helle Freude. Hubertus Bengsch und Jürgen Kluckert (Morgan Freeman) könnten stimmlich ebenfalls nicht besser passen, und Michael Nowka als Rick Moranis-Sprecher stößt fast schon in Eddie-Murphy-Gefilde vor. Gewisse Sprüche haben sich denn auch unwiderruflich in die Großhirnrinde eingebrannt, z.B. Murrays „Wir kamen, wir sahen, wir traten ihm in den Arsch.“ Oder: „Er schleimte mich voll.“ Auch geil: „Jemand schnaubt sich die Nase und du möchtest das behalten...“. Oder aber: „Ja, es ist die Wahrheit. Dieser Mann hat keinen Schwanz.“ Winstons tadelnder Satz „Ray…wenn dich nochmal jemand fragt, ob du ein Gott bist…dann sagst du verdammt nochmal JA!“ Oder Louis‘ und Danas Dialog: „Bist du der Torwächter? Ich bin der Schlüsselmeister.“
Oder wie steht‘s hiermit:
"Alice, ich werde Ihnen nun ein paar Standardfragen stellen, okay?"
"Ja-a…"
"Wurde bei Ihnen oder irgendeinem Angehörigen Ihrer Familie jemals Schizophrenie diagnostiziert oder mentale Inkompetenz?"
"Mein Onkel glaubte, er sei der heilige Hieronymus..."
"Antworten wir mit einem großen Jalein... - Ähh.., nehmen Sie gewohnheitsmäßig Drogen, Aufputschmittel, Alkohol?"
"Nein!"
"Nein, natürlich, war nur eine Frage... - Haben Sie, Alice, zur Zeit Ihre Menstruation?"
"Was hat denn das damit zu tun?"
"Mann, nicht einmischen, ich bin Wissenschaftler!"
Ebenso genial:
“Was sollen Sie darstellen, sowas wie Kosmonauten?”
„Nein, wir sind Kammerjäger. Jemand hat ‘ne Kackerlacke auf dem 12. gesehen.“
„Na das muss ja ‘ne tolle Kackerlacke sein.“
„Würde Ihnen den Kopf abbeißen, Mann.“

Ghostbusters III und gar IV sollen Gerüchten zufolge demnächst verfilmt werden. Vielleicht ist das auch schon konkret, weiß ich jetzt nicht genau. Aber ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich. Den Geist der ersten beiden Teile können sie sowieso nicht mehr erreichen, die Klasse mehr als wahrscheinlich auch nicht. Für mich werden die ersten beiden Teile für immer All-Time-Favorites bleiben und zählen zu den wenigen Filmen, bei denen ich den Text im Schlaf mitsprechen kann. Hattet ihr auch immer so ein wohliges Gefühl, als der Abspann läuft und die Geisterjäger mit tausenden New Yorkern zusammen feiern, nachdem das Böse besiegt ist? So musste Kino damals aussehen, und so sollte es auch heute aussehen.


Filmwertung :arrow: 10/10



Trailer:

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20
Gerts Film-Reviews / Last Action Hero
« am: 18. Mai 2011, 20:16:37 »


http://www.ofdb.de/film/1449,Last-Action-Hero

http://www.imdb.com/title/tt0107362/


Es ist 1993. Ein bis dahin in diesem Ausmaß nicht gekanntes Special F/X-Meisterwerk namens Jurassic Park ist in aller Munde, bereits bevor der Film überhaupt in den Kinos startet. Doch auch unser aller Action-Held Nr. 1, Arnold "Arnie" Schwarzenegger war nicht untätig. Nur eine Woche nach dem, wie sich später herausstellen sollte, Hit des Jahres, folgt Sony seinem Konkurrenten Universal und bringt den neuesten Schwarzenegger – Last Action Hero – in die amerikanischen Lichtspielhäuser. Ein unkluges Timing, wie sich bald herausstellen sollte. Der Film floppte. Dafür gab es viele Gründe, nicht nur das Timing.
Die Marketingkampagne, die darauf abzielte, den Film als Arnies neuesten Actionkracher anzupreisen, trug sicher ihren Teil dazu bei, falsche Erwartungen beim Publikum zu schüren. Denn das selbstreflexive und parodistische Werk war vieles, nur nicht ein gewöhnlicher weiterer Actionfilm. Die Erwartungshaltung war gigantisch nach Knallern wie Total Recall und Terminator 2. Die Zeit für parodistische Filme, die ihr eigenes Genre auf den Arm nahmen, wohl noch nicht reif. Was Scream drei Jahre später sowie in der Folge der Komödie Scary Movie im Hinblick auf das Slashergenre gelang, stieß 1993 im Actiongenre auf Unverständnis. Und John McTiernan (Predator, Stirb Langsam 1 & 3) landete kommerziell einen der größten Flops in der Geschichte Hollywoods, nicht unähnlich Michael Ciminos Heaven's Gate. Ist Last Action Hero deshalb ein schlechter Film? Definitiv nicht! Treffender wäre es zu sagen, ein unverstandener Film (wie zuvor schon John Carpenters liebevolle Eastern-Hommage Big Trouble in Little China), bei dem diverse Rahmenumstände dafür sorgten, dass ihm kein gnädigeres Schicksal beschieden sein sollte.

Seit dem Tod seines Vaters fühlt sich der elfjährige Danny Madigan einsam und verlassen. Er schwänzt die Schule, um seinem größten Hobby zu frönen: Actionfilme im Kino zu bewundern. Am liebsten mit Jack Slater in der Hauptrolle, ein fiktiver Held, verkörpert von Actionstar Arnold Schwarzenegger. Sein Freund Nick, ein alter, liebenswerter Herr, ist Vorführer in dem heruntergekommenen New Yorker Kino, das Danny am liebsten besucht. Als Nick ihm eine private Vorführung des neuesten Jack Slater, Jack Slater IV, in Aussicht stellt, ist Danny natürlich Feuer und Flamme. Nick schenkt ihm ein magisches Ticket, das einst dem berühmten Zauberkünstler Harry Houdini gehört haben soll. Mit Hilfe des Tickets geschieht das Unglaubliche: Eine Dynamitstange landet von der Leinwand im Kinosaal, und nach der anschließenden Explosion findet sich Danny mitten im Film wieder, auf dem Rücksitz von Jack Slaters Wagen!
Slater, der sich gerade in einer Verfolgungsjagd mit bösen Buben befindet, ist genauso überrascht wie Danny, vor allem als dieser ihm eröffnet, dass sich Slater in einem Film befinde und dies nicht die reale Welt sei. Für Slater aber ist ein Cop-Kollege in Zeichentrickgestalt ebenso normal wie eine Kollegin in futuristischer Schlachtenkluft, oder die Tatsache, dass überall nur außergewöhnlich hübsche Frauen herumlaufen – wie man es eigentlich nur aus Filmen kennt.

Unterwegs erkennt Danny das Haus des gesuchten Bösewichts, da er dieses im Film bereits gesehen hat. Dort residieren Gangsterboss Tony Vivaldi und seine rechte Hand, der Brite Bendict. Benedict bekommt Wind von Dannys Geheimnis und folgt ihm und Slater zu Slaters Tochter Whitney. Er bringt das magische Ticket in seinen Besitz und entdeckt das Portal in die reale Welt.
Als Slater und Danny Vivaldis verruchte Mordpläne durchkreuzen, tötet der gewissenlose Benedict seinen Boss und alle drei gelangen in die reale Welt. Slater ist nun nicht mehr der unschlagbare Superheld, der mühelos Scheiben einschlagen und mit einer ganzen Armee von Bösewichtern fertig werden kann. Dannys Mutter hilft ihm, seine menschliche Seite zu entdecken und die Gesetze der realen Welt besser zu verstehen.

Der skrupellose Benedict merkt derweil, dass man in der Realität durchaus mit einem Mord davon kommen kann und schmiedet den Plan, Slater endgültig zu beseitigen, indem er den ihn verkörpernden Schauspieler Arnold Schwarzenegger tötet. Doch Slater riecht den Braten. Auf der Premiere von Jack Slater IV kommt es zum Showdown mit dem Ripper, dem Axt schwingenden Psychopathen, der in Teil III Slaters kleinen Sohn getötet hat und der ebenfalls in die reale Welt gelangt ist.
Doch der Ripper ist nicht die einzige Hürde, die Slater bevorsteht. Benedict stellt sich als hartnäckigster Gegner heraus und schafft es Slater auf einem Hausdach schwer zu verwunden. Mit Dannys Hilfe gelingt es ihm zwar, Benedict zu töten, doch nun steht er vor einem weiteren Problem. Das magische Ticket ist verloren, und Slater wird sterben, wenn er nicht bald in seine Filmwelt zurückkehrt. Danny ist verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Wäre da nicht der Sensenmann, entsprungen aus Ingmar Bergmanns Meisterwerk Das Siebente Siegel, der ihm den Rat gibt, die zweite Hälfte des Tickets zu suchen…







Wie bereits erläutert, war Last Action Hero alles andere als ein kommerzieller Erfolg. Bei einem Budget von 85 Millionen Dollar spielte er in den USA lediglich 50 Millionen, weltweit etwa 137 Millionen Dollar wieder ein. Schwarzenegger selbst war der Ansicht, dass der Film durchaus mehr Profit hätte bringen können, wäre man dem parallelen Kinostart von Jurassic Park aus dem Weg gegangen – was für die Produzenten jedoch nicht in Frage kam. Irreführenderweise angepriesen als "the next great summer action movie", enttäuschte der Film in kommerzieller Hinsicht auf der ganzen Linie.
Auch bei den Kritikern kam der Streifen schlecht an. Er wurde für sechs Goldene Himbeeren nominiert: schlechtester Film; schlechtester Hauptdarsteller (Arnie); schlechtester Regisseur (McTiernan); schlechtestes Drehbuch; schlechtester Newcomer (Austin O'Brien); und schlechtester Filmsong ("Big Gun", AC/DC).
Überraschen dürfte dabei vor allem die Nominierung für das schlechteste Drehbuch. Nach einer ursprünglichen Version von Zak Penn und Adam Leff, nahm sich nämlich kein Geringerer als Shane Black (Stirb Langsam, Tödliche Weihnachten, Kiss Kiss Bang Bang) des Stoffes an. Dabei unterscheidet sich das überarbeitete Skript deutlich vom ursprünglichen, denn letzteres war fast ausschließlich in der Filmwelt angesiedelt und konzentrierte sich auf den Gewaltaspekt und dessen Folgen. Die teils drastischen Änderungen, die den parodistischen Aspekt des Films sicher stärker hervorhoben, führten dazu, dass man Penn und Leff lediglich Credits für die Story, nicht aber für das Drehbuch zugestand.

Arnold Schwarzenegger wählte das Projekt seinerzeit anstelle der Zahnfee-Komödie Sweet Tooth aus, ein Stoff, der letztlich mit The Rock in der Hauptrolle verfilmt werden sollte, und kassierte 15 Millionen Dollar Gage.
Dennoch stand der Film von Anfang an unter keinem guten Stern. Neben der Ignoranz von Arnies Co-Produzenten (er selbst produzierte auch) im Hinblick auf den Starttermin, erhielt der Film bereits bei Pre-Screenings vernichtende Kritiken, was von Sony vertuscht wurde und zu einer unaufhaltbaren Welle an negativer Mund-zu-Mund-Propaganda führte – der Anfang vom Ende für einen Film, der nie eine echte Chance erhielt. Nach der zweiten Woche verlor der Film 47% des Publikums aus der Eröffnungswoche und musste sich neben dem alles überragenden Jurassic Park auch Columbia Tristars Schlaflos in Seattle geschlagen geben.
Dabei half es auch nicht, dass Last Action Hero als erster Film mit einer neuen Soundtechnik (SDDS: Sony Dynamic Digital Sound) veröffentlicht wurde. Diese konnte von einigen Kinos nicht wiedergegeben werden und führte zu großen Problemen, was ihr den Spitznamen SDDS: Still doesn't do Shit einbrachte.




   


Warum der Film am Box Office nicht zündete, ist unter den gegebenen Umständen nachvollziehbar. Warum er allerdings bei der Kritik auf so wenig Gegenliebe stieß, ist mir wirklich ein Rätsel. Es hat halt jeder einen neuen, geradlinigen Actionknaller erwartet. Diejenigen, die dieses selbstreferenzielle Werk, eine liebevolle Verulkung und auf-die-Spitze-treiben des Actiongenres, kritisierten, waren wohl dieselben, die bei Big Trouble in Little China monierten, dass Jack Burton (Kurt Russell) keinen ernstzunehmenden Helden abgäbe. Um es mit John Carpenters Worten zu sagen: "They just didn't get it".
Last Action Hero funktioniert in meinen Augen auch als reiner Actionfilm, da die inszenierte Action wirklich sensationell ist. In erster Linie aber nimmt er sein Genre auf die Schippe und ist nicht nur mit jeder Menge Insider-Jokes gespickt, sondern weist auch eine enorm hohe Dichte an prominenten Gastauftritten auf, viele, die Arnies Karriere bis dahin begleitetet hatten. Beispiele gefällig?

Als Danny Slater beweisen möchte, dass er eine Filmfigur ist, geht er in die nächste Videothek und sucht nach den Schwarzenegger-Filmen. Ein Pappaufsteller von T2 weist allerdings den Kopf von Action-Spezi Sylvester Stallone auf. "Sein bester Film", wie Arnie süffisant bemerkt. Im gleichen Jahr brachte Sly übrigens eine liebevolle Huldigung an Arnie, als in Demolition Man die Arnold-Schwarzenegger-Bibliothek erwähnt wird.
Franco Columbu, Arnies alter Bodybuilding-Weggefährte, erscheint in den Credits als Produzent beim neuen Jack-Slater-Streifen.
Danny DeVito, sein Filmpartner aus Twins spricht die Cartoon-Katze.
Robert Patrick, Gegenspieler aus T2, kommt in der exakt selben Montur wie in besagtem Film aus dem Polizeirevier gestürmt.
Der Stirb Langsam-Theme wird kurz angespielt, ein Film, an dem sowohl Regisseur McTiernan als auch Komponist Kamen gearbeitet hatten.
Weitere Gastauftritte gibt es von Arnies Ehefrau Maria Shriver, Little Richard, Red Heat-Partner James Belushi, Chevy Chase, Jean-Claude van Damme und vielen anderen.
Amüsant ist auch das Aufeinandertreffen von Slater und seinem Real-Life-Darsteller Arnold Schwarzenegger, bei dem Slater bemerkt, dass Arnie ihm nur Kummer und Schmerz gebracht hätte.
Darüber hinaus ist es ein Genuss zu sehen, wie die Kontraste zwischen Realität und Filmwelt einander gegenüber gestellt werden. In der Filmwelt klappen die waghalsigsten Stunts, eine Scheibe lässt sich wie Butter zerschlagen, Kugeln treffen auch aus nächster Entfernung nicht (Bösewicht) oder aus großer Distanz eben doch (Held), Explosionen streifen den Helden immer nur haarscharf usw. Mein Highlight war das Ende, als Slater, der in der realen Welt an seinen Verletzungen gestorben wäre, in die Filmwelt zurückkehrt und dort gefragt wird, ob dies ein Scherz sei, er hätte ja nur eine harmlose Fleischwunde – der Job müsse weitergehen. Perfekt gewählt ist auch der cholerische, stets brüllende Police Captain, eine traditionelle Klischeerolle im modernen Actionfilm, die zum Unterhaltungswert beiträgt bzw. als "Comic Relief" dient, wie Slater sogar selbst bemerkt.









Wer hätte den ultracoolen, mega-toughen Actionhelden besser verkörpern können als "The King of Action" himself? Richtig, dies ist eine rhetorische Frage. So ist Jack Slater auch die Personifizierung von Arnies bisherigen klischeehaften Helden-Archetypen: cool, gutaussehend, tough, unverwundbar und immer mit einer Antwort im Gepäck.
In imdb-Reviews liest man häufiger, dass Austin O'Brien als vorlauter Danny Madigan als extrem nervtötend empfunden wurde. Zugegeben, er gibt den neunmalklugen Besserwisser, aber so ist seine Rolle nun mal angelegt – mich hat er nicht gestört.
Als geradezu brillant lässt sich die Darstellung von Charles Dance (Auf der Suche nach dem goldenen Kind) in seiner Rolle als aalglatter britischer Killer Benedict bezeichnen. Ebenso überzeugen Tom Noonan (Monster Busters) als Ripper, Leinwandlegende Anthony Quinn (Lawrence von Arabien, Alexis Sorbas, Sie fürchten weder Tod noch Teufel) als Vivaldi, Robert Prosky als Filmvorführer Nick, F. Murray Abraham als Vertrauter John Practise sowie Mercedes Ruehl als Dannys Mutter und Bridgette Wilson als Slaters Tochter. Neben Dance besonders hervorheben würde ich noch Frank McRae als dauerbrüllender Polizeichef (ich mag solche Rollen einfach) und Sir Ian McKellen (Der Musterschüler, Der Herr der Ringe) als von Ingmar Bergmann in Das Siebente Siegel entworfener Tod.
Darüber hinaus fällt auf, dass aus dem Cast sowohl F. Murray Abraham als auch Frank McRae im gleichen Jahr vergleichbare Rollen in der ähnlich angelegten, aber weitaus flapsigeren und kostengünstigeren Lethal Weapon-Parodie Loaded Weapon 1 hatten.
Die Musik soll rocken und sie rockt auch! Zum coolen Image von Jack Slater und der ausufernden Action (die im Vergleich zu heutigen Produktionen jedoch geradezu bodenständig wirkt), präsentiert man uns feinsten Hardrock von AC/DC, Aerosmith, Anthrax, Def Leppard, Queensrÿche, Alice in Chains, Fishbone, Tesla, Buckethead und Cypress Hill. Zudem war Top-Composer Michael Kamen (Brazil, Dead Zone, Highlander, Robin Hood – König der Diebe) mit an Bord.

Leider habe ich Last Action Hero erst Jahre nach seinem Erscheinen gesehen. Und ja, ich war damals auch in Jurassic Park und mir gefällt der Film heute noch. ;-) Ich war aber auch schon immer ein Fan von Arnies Filmen und bin in meiner Kindheit und Jugend mit Terminator, Predator, Red Heat, Running Man, Total Recall, Kindergarten Cop und Twins aufgewachsen. Als ich TLAH zum ersten Mal sah, habe ich ihn, trotz der anderen Machart, ebenso wie Arnies frühe Klassiker gleich ins Herz geschlossen. Aber ich mag auch Filme, in denen man über sich selbst lachen kann; ein gutes aktuelles Beispiel ist sicher JCVD.
Wer hat denn nicht schon mal davon geträumt, sich in diese magische, atemberaubende "Parallelwelt" des Films beamen zu können? Wer hat die Realität noch nicht als langweilig empfunden und sich die Flucht in eine aufregendere Sphäre gewünscht? Für mich ist TLAH ein Film, den man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte, als jüngeres Publikum, als älteres Publikum, als Arnie-Fan, als Action-Fan, aber auch als Film-Fan im Allgemeinen.


Filmwertung :arrow: 8-8,5/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1823080729/

21
Gerts Film-Reviews / Independence Day
« am: 12. Mai 2011, 20:31:21 »


http://www.ofdb.de/film/249,Independence-Day

http://www.imdb.com/title/tt0116629/


Es ist der 2. Juli, noch zwei Tage bis zum größten amerikanischen Feiertag. Doch dieses Jahr geschieht etwas, was die Menschheit auf Dauer verändern wird. Über allen Metropolen der Erde tauchen gigantische Raumschiffe auf. Die Frage, ob wir allein im Universum sind oder nicht, ist endlich beantwortet. Der Präsident der USA, Thomas Whitmore (Bill Pullman), warnt vor Panik und hegt die Hoffnung, einen friedlichen Kontakt zu den außerirdischen Besuchern herzustellen.

Zeitgleich entdeckt der Satellitentechniker und Öko-Freak David Levinson (Jeff Goldblum), dass die weltweiten Satellitenstörungen auf einen versteckten Code der Aliens zurückzuführen sind, der sich als Countdown herausstellt. Es gelingt ihm, den Präsidenten und seine Ex-Frau Connie (Margaret Colin), die Pressesprecherin im Weißen Haus ist, rechtzeitig zu warnen und mit ihnen zu fliehen.

Derweil ist der Countdown abgelaufen und die Aliens beginnen ihre Angriffe, die nicht nur eine bisher nie dagewesene Panik in den Straßen auslösen, sondern auch nichts als Schutt und Asche zurücklassen. Die großen Städte sind ausgelöscht, Los Angeles und New York existieren nicht mehr. Weltweit wiederholen sich die schrecklichen Ereignisse, systematisch werden alle Institutionen der NATO vernichtet. Luftgegenangriffe mit konventioneller Waffentechnik verpuffen am Schutzschild der extraterrestrischen Raumschiffe.

Unter den Kampfpiloten befindet sich auch der junge Farbige, Captain Steven Hiller (Will Smith), ein kaltschnäuziger Himmelhund, der mit der hübschen Stripperin Jasmine (Vivica A. Fox) und deren Sohn zusammenlebt. Nach einem riskanten Luftmanöver gelingt es ihm, eines der Aliens lebendig gefangen zu nehmen und schleppt es durch die Wüste zum nächstgelegenen Stützpunkt - der Area 51. Dass diese tatsächlich existiert und dass in den 1940er Jahren tatsächlich ein außerirdisches Raumschiff dort geborgen wurde, erfährt der Präsident auch erst jetzt von seinem Berater, auf der Flucht in der Air Force One. Nun macht sich auch das Staatsoberhaupt, gemeinsam mit seinem Stab sowie David Levinson und dessen Vater (Judd Hirsch) auf, um neue Erkenntnisse über die Invasoren aus dem All zu gewinnen.

In dem unter der Erde liegenden Atomwaffenbunker wurden die Aliens und ihre Technologie jahrzehntelang erforscht, jedoch ohne nennenswertes Ergebnis. Das neu eingetroffene Exemplar der unbekannten Spezies soll nun ebenfalls untersucht werden. Die Geschehnisse geraten jedoch außer Kontrolle, und das Alien tötet einen Wissenschaftler, wird dann aber, nachdem es die Motivation seiner Spezies für die Invasion verraten hat (nicht dass diese weiter wichtig wäre;-)), selbst getötet.


 




David, der mittlerweile völlig resigniert hat, wird durch eine Zufallsbemerkung seines Vaters zu einer genialen Idee inspiriert. Die Invasion kann nur abgewendet werden, wenn das Schutzschild der Aliens durchdrungen werden kann. Daher soll das Mutterschiff mit einem Computervirus infiziert werden, der auch die Schutzschilder der Tochterschiffe deaktivieren würde. Während Levinson und Hiller sich mit dem mittlerweile reparierten UFO auf ein Himmelsfahrtskommando begeben, plant Präsident Whitmore einen weltweiten Gegenschlag, der in dem Moment durchgeführt werden soll, in dem die Schutzschilde deaktiviert sind. An der Schlacht nehmen auch der Präsident selbst, seines Zeichens ehemaliger Kampfflieger, sowie der versoffene Vietnamveteran und Ex-Air-Force-Pilot Russel Casse (Randy Quaid) teil, der mit den Aliens noch eine Rechnung offen hat, seit er vor zehn Jahren von ihnen entführt wurde. Können die Menschen die Welt retten und die Invasoren zurückschlagen? Am Unabhängigkeitstag ("Independence Day") fällt die Entscheidung.

Roland Emmerich Filme sind ja meist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits visuell opulent, mit state-of-the-Art Special F/X und jeder Menge Krawall-und-Kabumm-Action; andererseits inhaltlich meist sehr dünn, ohne Substanz – ein schnell verspeister Snack für zwischendurch, ohne großen Nährwert, anspruchslose Blockbuster-Kost für den geneigten Durchschnittsamerikaner. Konnte ich mit seinen frühen Filmen noch einiges anfangen, z. B. seiner eher unbekannten 80er Komödie Hollywood Monster, dem Star Wars/Poltergeist-inspirierten Kinder-Sci-Fictioner Joey oder dem unterhaltsamen Actioner Universal Soldier mit Jean-Claude van Damme und Dolph Lundgren, hat sich das in der Post-Independence-Day-Zeit ziemlich erledigt. Dass die Propagandavorwürfe bei letzterem nicht ausblieben, einem Film, in dem die USA die ganze Welt rettet, noch dazu an ihrem höchsten Feiertag, ist mehr als verständlich. Gekrönt wird dieser Umstand von der vor Pathos und Patriotismus triefenden Rede an seine Mitstreiter vor dem finalen militärischen Gegenschlag. Aber auch die Szene gegen Ende, als die von Randy Quaid verkörperte Figur sich mit einem locker-flockigen Spruch auf den Lippen zum Wohle aller selbst opfert (Stichwort: der "amerikanische Held, auf den man stolz sein kann"), hinterlässt einen faden Beigeschmack. Ein weiterer Kritikpunkt war die mangelnde Glaubwürdigkeit, dass ein simpler Computervirus die außerirdische, uns weit überlegene Technologie so einfach aus den Angeln heben kann. Aber gut, über Realismus sollte man meiner Meinung nach bei einem Unterhaltungsfilm nicht zu viel diskutieren.






 


Obwohl die Leistungen einiger Darsteller in der Öffentlichkeit kritisiert wurden, haben mir die Performances alles in allem sehr gut gefallen. Es sollte hier niemand einen Citizen Kane oder ein oscarreifes Arthouse-Drama erwarten. Die Hauptrollen sind mit Will Smith (Der Prinz von Bel-Air, Men in Black, Bad Boys, I am Legend) als vorlautem Pilot und Jeff Goldblum (Die Fliege) als idealistischem Öko-Freak und Satellitentechniker gut besetzt. Die Chemie zwischen beiden stimmt, auch wenn sie erst in der zweiten Hälfte des Films aufeinandertreffen und verhältnismäßig wenig gemeinsame Screentime haben. Aber die "Fat Lady", die Siegeszigarre, die zwischen Smith und seinem Fliegerkumpel (Harry Connick, Jr.) ein Ritual geworden ist, erfüllt auch die ihr zugedachte Rolle als Smith und Goldblum von ihrer Weltrettungsmission zurückkommen. Margaret Colin als Goldblums Ex-Frau und Pressesprecherin des Präsidenten ist entzückend und schlagfertig, selbiges trifft auch auf Vivica A. Fox (Kill Bill Vol. 1) zu, die die Frau an der Seite Smiths spielt, eine exotische Tänzerin und Mutter eines kleinen Jungen. Die Schnell-Hochzeit kurz vor der gefahrvollen Mission ist natürlich klischeebeladen hoch zehn, fügt sich aber ganz gut in das Gesamtbild des Films ein. Bill Pullman (Lost Highway, The Grudge) gibt den charismatischen, aber in der Öffentlichkeit wegen seiner Politik auf Kritik stoßenden, Jung-Präsidenten sehr überzeugend. Über Randy Quaid (Interceptor, Purgatory – Showdown auf dem Weg zur Hölle) als stets sturzbetrunkener Agrarflieger, der in seinem Suff auch schon mal das falsche Feld besprüht, und der, seitdem die Aliens vor Jahren sexuelle Experimente an ihm vorgenommen haben, an einem Trauma leidet, konnte ich mich schon damals bepissen. Er erinnert mich in seiner Rolle ein bisschen an den ähnlich angelegten Charakter in Schöne Bescherung, in dem er Chevy Chases grenzdebilen, aber herzensguten Cousin Eddie spielt.

Bemerkenswert ist, dass der Film auch in den kleineren Rollen prominent und passend besetzt ist. So finden sich in weiteren Rollen: Mary McDonnell als Frau des Präsidenten; Judd Hirsch, Davids Vater, der als Jude in Stunde der Not seine Mitmenschen bekehren will und den ganzen Film über für den ein oder anderen Lacher gut ist; Robert Loggia (Lost Highway, Over the Top als dem Präsidenten treu ergebener General; James Rebhorn als schleimiger Berater; Adam Baldwin (Full Metal Jacket, Predator 2) als pragmatischer Major Mitchell; Brent Spiner als durchgeknallter Dr. Okun; Harry Connick, Jr. als Hillers Sprüche klopfender Fliegerkumpel, Leland Orser (Resurrection, Taken) als Wissenschaftler, Dan Lauria (der Vater aus Wunderbare Jahre) als Offizier sowie in einer frühen Rolle Giuseppe Andrews (Cabin Fever, Detroit Rock City).


   


Der mitreißende Score von David Arnold wurde mehrfach ausgezeichnet und untermalt das Geschehen perfekt. Was mir aber als jungem Zuschauer wirklich in Erinnerung geblieben ist, ist der Song "It’s the End of the World as we know it (and I feel fine)" von R.E.M., der zu Beginn des Films läuft, als das erste Signal des sich der Erde nähernden Raumschiffs aufgefangen wird, und dessen Titel für sich selbst spricht. Dass der Song von R.E.M. stammt, habe ich allerdings erst ein paar Jährchen später erfahren – obwohl ich mich heutzutage ernsthaft frage, wie man einen R.E.M. Song nicht erkennen kann. ;-)

Vermarktungstechnisch hat man sich für einen erfolgreichen Start dieses Streifens enorm ins Zeug gelegt. So wurde eine Marketingkampagne bis dahin ungekannten Ausmaßes gestartet, u. a. kaufte man sich in das Werbeprogramm des Super Bowls ein, und jeder, der sich halbwegs mit den Vorlieben der Amerikaner auskennt, weiß, dass die Einschaltquoten am Super Bowl-Abend astronomisch sind, ebenso wie die Kosten für Werbezeit. Obwohl der Filmstart in den Staaten für den 3. Juli 1996 angesetzt war, brachte man ihn angesichts der gewaltigen Resonanz doch schon einen Tag früher in die Lichtspielhäuser – am selben Tag, an dem die Filmhandlung beginnt.

In Deutschland startete er im September – und ich war dabei. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der Film eine Menge Spaß gemacht hat. Meine Lieblingsszene war die, in der Will Smith nach seinem Jetabgang das Alien in der Wüste K.O. schlägt, es schweißüberströmt im Unterhemd und mit cooler Sonnenbrille im Gesicht hinter sich her zieht und dabei permanent meckert, das Alien hätte ihm den freien Tag verdorben, er könnte doch jetzt auf einer BBQ-Party sein – großartig! Ich war damals 15, fast 16, und es war eine Zeit, in der man sich noch nicht so viele Gedanken gemacht hat – weder um Filme, noch um sonstige Dinge. Es war eine herrlich unbeschwerte Zeit, in der die Blockbuster noch, trotz der bahnbrechenden Effekte, (halbwegs) bodenständig waren und einen enormen Unterhaltungswert und Charme besaßen. Jurassic Park, Independence Day, Goldeneye etc. – ich hab sie alle gern gesehen. Mit heutigen Blockbustern kann ich ja oft nur wenig anfangen.

Anbei eine Kritik, die mir besonders gut gefallen hat:
…furios-frische Mischung aus "Krieg der Welten", "Krieg der Sterne" und "Unheimliche Begegnung der dritten Art" mit den besten Zutaten aus "Top Gun", "Der Stoff, aus dem Helden sind" und anderen luftigen Leinwand-Abenteuern der letzten Dekade, sowie schaurig-schöne Reminiszenzen an die großartigen Kommunistenangst-Metaphern der fünfziger Jahre wie etwa "Tarantula". (kino.de)

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Obwohl der Film auf genauso viel Kritik wie Zustimmung stieß, schafften es "Schwäbisch Spielbergle" Emmerich und Co-Drehbuchautor Dean Devlin bei einem Budget von ca. 75 Millionen US-Dollar weltweit über 800 Millionen Dollar in die Kassen zu spülen. Der Film, der ursprünglich als Fortsetzung zu Stargate geplant war (na, hättet ihrs gewusst?), heimste zahlreiche Preise ein, darunter die Golden Screen Awards, einen BMI Film Music Award (David Arnold), einen Grammy und natürlich den Oscar für die Best Visual Effects.

Gerüchten zufolge soll 20th Century Fox mittlerweile mit einer Fortsetzung liebäugeln. Nach dem weltweit kommerziellen Erfolg von James Camerons Avatar stehen die finanziellen Mittel bereit. Die sind auch bitter notwendig: Neben den sicherlich alles übertreffenden Special F/X kommen möglicherweise auch weitere horrende Kosten auf das Studio zu - laut Infos aus dem Netz fordert Will Smith eine Gage von 20 Millionen Dollar. Dreharbeiten sollen angeblich bereits für dieses Jahr geplant sein, auch wenn ich nicht sagen kann, wie aktuell oder zuverlässig diese Aussage ist. Die Fans dürfen gespannt sein.

Kleiner Tipp: Die Vorgeschichte zu der der Handlung in Teil 1 ist übrigens 1997 in Form eines Romans von Stephen Molstad unter dem Titel "Silent Zone – Independence Day" und in der deutschen Übersetzung "Indepence Day ID4 – Was geschah in Area 51" erschienen. Dort wird die Geschichte des im Film leicht durchgeknallt wirkenden Forschungsleiters Dr. Brakish Okun erzählt, der Titel ist Programm. Ich habe das Buch gelesen – nette Kost für zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger.

Empfehlenswertes Medium ist die limitierte Cinedition Blu-ray Veröffentlichung von Fox, die den Film in einer ansprechenden Qualität präsentiert (vor allem der Ton rummst gewaltig) und mit einem gelungenen Design sowie einigen Extras aufwartet. Ein schickes Mediabook mit 3D-Hologramm,16-seitigem Booklet und 35-mm-Senitype-Filmcell, das allerdings nur die Kinofassung auf Blu-ray aufweist, die etwas längere Special Edition liegt lediglich als DVD bei.





Filmwertung :arrow: 8,5/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi2181957401/

22
Gerts Film-Reviews / The Mothman Prophecies
« am: 06. Mai 2011, 20:16:52 »

 
http://www.ofdb.de/film/16843,The-Mothman-Prophecies---T%C3%B6dliche-Visionen

http://www.imdb.com/title/tt0265349/


Nachdem der Journalist John Klein mit seiner geliebten Frau Mary gerade ein gemeinsames Haus gekauft hat, scheint ihr Glück perfekt. Doch auf dem Rückweg erblickt Mary etwas Furchteinflößendes, verliert die Kontrolle über den Wagen und fährt gegen einen Baum. Im Krankenhaus wird ein Schläfenlappentumor im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, die Aussicht auf Rettung ist gering. Als Mary stirbt, erfährt John von seltsamen Zeichnungen, die seine Frau vorgenommen hat. Sie fertigte Skizzen von einem mottenähnlichen Wesen an. Obwohl Halluzinationen ein normales Symptom bei einem solchen Tumor sind, bringt John diese Aufzeichnungen mit dem Unfall in Verbindung und das Thema lässt ihn nicht mehr los.

Zwei Jahre später: John Klein ist ein psychisches Wrack. Noch immer hat er nicht ins Leben zurückgefunden, schottet sich ab und pflegt keine sozialen Kontakte mehr. Der Auftrag, ein Interview mit einem Gouverneur zu finden, führt ihn von Washington nach Richmond. Doch wie es das Schicksal will, hat er unterwegs eine Panne und bittet einen Anwohner um Hilfe. Der Hausherr, Gordon Smallwood, empfängt ihn jedoch wenig gastfreundlich mit einem Gewehr im Anschlag und berichtet der verständigten Polizistin Connie Mills, dass John ihn schon die dritte Nacht in Folge besuche. Es stellt sich heraus, dass John weder weiß wo er sich befindet, noch wie er dorthin gekommen ist. Offenbar hat er nachts zwischen eins und halb drei 600 km zurückgelegt und befindet sich nun in einem kleinen Städchen names Point Pleasant, an der Grenze zwischen West Virginia und Ohio. Noch rätselhafter werden ihm die Ereignisse, als der Mechaniker ihm mitteilt, dass sein Auto voll funktionsfähig sei.

John beschließt in Point Pleasant zu bleiben und den geheimnisvollen Vorgängen auf die Spur zu gehen. Die Polizistin Connie Mills, zu der John ein freundschaftliches Verhältnis aufbaut, informiert ihn darüber, dass es in den letzten Monaten unzählige unerklärliche Phänomene im Ort gab. Unheimliche Anrufe, bei denen nur ein schriller Piepton zu hören ist. Ein Pärchen, das im Auto am Waldrand ein unheimliches Licht wahrnimmt. Nicht verheilende Wunden. Klopfgeräusche an der Tür. Als John klar wird, dass in dem Ort ein unheimliches Mottenwesen gesichtet worden ist, stellt er den Zusammenhang zu seiner Frau her und hält es für sein Schicksal nach Point Pleasant geführt worden zu sein.











Als Gordon Smallwood Anrufe von einem Unbekannten names Indrid Cold bekommt, der vor Katastrophen warnt, bei denen Menschen umkommen würden, und diese Warnungen sich tatsächlich bewahrheiten, spitzt sich die Lage zu. John gelingt es, mit dem Wesen zu telefonieren und findet heraus, dass dieses alles über ihn weiß und offenbar zukünftige Ereignisse vorhersagen kann. Für Gordon, der Stück für Stück in den Wahnsinn abdriftet, führt der Weg in den Tod.

John versucht nun externe Hilfe zu Rate zu ziehen. In Chicago sucht er den Parapsychologen Dr. Alexander Leek auf. Nach anfänglichem Zögern berichtet ihm dieser, dass er schon vor Jahren solche Prophezeiungen gehört habe, ihm aber niemand Glauben schenken wollte. Da sich eine der Prophezeiungen auf ein Unglück am Ohio River bezog, nimmt John an, dass die Chemiefabrik der Ort des hereinbrechenden Unheils sein könnte. Doch John täuscht sich und macht sich völlig unglaubwürdig.

Als John eine Nachricht erhält, seine verstorbene Frau würde sich bei ihm am Weihnachtsabend melden, fährt er kurzerhand nach Hause. Doch trotz seiner inneren Zerrissenheit besinnt er sich und tritt den Weg zurück nach Point Pleasant an. Als er einen Verkehrsstau auf der den Ohio River überquerenden Brücke erblickt, wird ihm schlagartig klar, was passieren wird…







Diese auf dem gleichnamigen Buch von John A. Keel basierende Verfilmung von Mark Pellington (Arlington Road) baut eine unheimliche, bedrückende und düstere Atmosphäre auf, ohne sich dabei inhaltlich zu sehr an die Vorlage zu halten. Da werden einige Motive vermischt (z.B. Indrid Cold), die mit den Mothman-Sichtungen nur am Rande zu tun hatten, andere völlig ausgelassen (Men in Black, Ufosichtungen etc.). Das hat u.a. damit zu tun, dass das Buch, das dokumentarisch und nicht romanartig aufgebaut ist, auch andere Erscheinungen behandelt als den Mothman. Dennoch lässt sich die Verfilmung als überaus gelungen bezeichnen. Zu verdanken ist dies der souveränen Regie Pellingtons, dem ausgeklügelten, spannungsgeladenen Drehbuch, den grandiosen Darstellern, allen voran Richard Gere, aber auch Laura Linney oder Will Patton, der zurückhaltenden, düsteren Atmosphäre, die sich immer mehr zuspitzt und an eine Mischung aus David Lynch und Akte X erinnert sowie der großartigen visuellen Inszenierung und dem originellen Soundtrack.

Doch das eigentlich Faszinierende ist der Mythos hinter der Geschichte, weshalb ich im Rahmen dieser Rezension auch auf diesen eingehen möchte. Der Mothman Mythos ist sicherlich eines der interessantesten Phänomene fernab von den tausenden von Ufosichtungen weltweit. Der Mothman ("Mottenmann") ist ein geflügeltes Wesen mit roten Augen, Vogelkrallen und einer Flügelspannweite von etwa drei Metern. In den Jahren 1966 und 1967 gab es in verschiedenen Bundesstaaten Augenzeugenberichte. In diesen ist u. a. von einem "Engel mit Fledermausflügeln" die Rede. In diesen zwei Jahren wird von ca. 100 Sichtungen berichtet, manche schworen gar, von dem Wesen verfolgt worden zu sein. Beweise gab es aber leider nie. Obwohl die Beschreibungen z. T. stark voneinander abweichen, stimmten die meisten Augenzeugen darin überein, dass das Wesen drei bis vier Meter groß (in anderen Quellen ist von 7 Fuß = 2,13 m die Rede), schwarz und schattenartig und in der Lage zu fliegen ist. Auffälligste Übereinstimmung waren aber die leuchtend roten Augen.

Sichtungen dieser Art gab es aber schon viele Jahre zuvor. Bereits 1880 soll solch ein Wesen zwischen New York und New Jersey gesehen worden sein, 1951 in Chicago (interessanterweise kurz vor einem Erdbeben) und am 15. November 1966 schließlich zum ersten Mal in Point Pleasant. Dabei gibt es einen Aspekt, den Keel im Buch beschreibt und der auch im Film so übernommen wurde. Es handelt sich um das junge Pärchen, das sich zu einem Schäferstündchen verabredet hatte und auf zwei grelle, rote Lichter stieß. Als sie sich dem Licht näherten, erblickten sie das geflügelte Wesen. Sie erlitten Netzhautschäden und Verbrennungen im Gesicht, Wunden, die nicht mehr verheilen sollten. Das junge Paar konnte als glaubwürdig eingeschätzt werden. In der darauf folgenden Nacht, wurde der Mothman von drei weiteren Personen gesehen und auch in den Wochen danach rissen die Sichtungen nicht ab.

Nachdem zum Ende des Jahres 1967 eine erschreckend hohe Anzahl an Augenzeugenberichten vorlag – von mehreren Hundert ist die Rede – machte das Gerücht die Runde, dies sei eine Warnung vor einem bevorstehenden Unglück. Als am Abend des 15. Dezembers 1967 die Silver Bridge einstürzte (die Brücke, die John Klein in dem Film am Weihnachtsabend befährt) sahen sich viele bestätigt. Bei der Katastrophe kamen 46 Menschen ums Leben (im Film: 36). Obwohl der Film davon spricht, dass die Ursache nie geklärt werden konnte, hat man nach einer genauen Untersuchung feststellen können, dass sich ein Riss in einer der Zugstangen befand. Nach dem schrecklichen Unglück kam es zu keinen weiteren Sichtungen mehr – der Mothman blieb verschwunden. Dass viele das Unglück auf dieses Wesen zurückführten, liegt auf der Hand. Heute ziert eine Statue der Kreatur das Stadtbild und eine Metallplatte an der "Mothman Bridge" erinnert an die tragischen Ereignisse im Dezember des Jahres 1967.


Mothman Statue in Point Pleasant:




Die Erklärungen für die Sichtungen des Mothman waren mehr als dürftig. Die sogenannte Skeptiker-Organisation "Committee for Skeptica Inquiry" versuchte es damit zu erklären, dass man eine Schleiereule gesehen habe. Diese könne im Dunkeln je nach Schattenumriss und Wahrnehmung als drei bis vier Meter großes, unheimliches Wesen erscheinen.

Mindestens ebenso interessant dürfte aber das Phänomen Indrid Cold sein. Im Film wird Cold mit dem Mothman gleichgesetzt, was aber in Wahrheit zwei verschiedene Paar Schuhe waren. Der Hintergrund dazu: Woodrow Derenberger, ein Vertreter aus Parkersburg, Virginia, ein liebender, gottesfürchtiger Familienvater und zuverlässiger Pfeiler der Gesellschaft ist am 2. November 1966 auf dem Interstate 77 unterwegs nach Hause, als er ein dunkles, metallenes Objekt bemerkt, das vor ihm auf der Straße zum Stopp kommt. Ein Mann steigt aus, den Woodrow später als 35-40 Jahre alt, 185 Pfund schwer und 6 Fuß groß beschreibt, die Kleidung im Stile eines Man in Black. Nachdem sie sich 5-10 Minuten telepathisch unterhalten haben, erklärt Cold: "My name is Cold, Indrid Cold. I sleep, I breathe, I bleed just like you. Do not be afraid, we come from a country which is far from being as powerful as yours. We do not want you evil." Bevor der Mann geht, versichert er Derenberger, ihn nochmal zu kontaktieren. Zusammen mit einer weiteren Gestalt besteigt er seine fliegende Untertasse und verschwindet. Nachdem Derenberger zzu Hause ist, verständigt er die Polizei und die Air Force. Laut eigenen Aussagen wurde der Kontakt fortgesetzt (später soll er sogar auf den Planeten mitgenommen worden seien), der Außerirdische berichtete ihm, er käme vom Planeten Lanulos, in der Galaxie Gaymède. Derenberger wurde in seiner Aussage später von einem weiteren Augenzeugen bestätigt. Derenberger hat zu dem Vorfall auch ein Buch geschrieben, "Visitors From Lanulos".


 


Interessant dabei ist, dass Derenberger offensichtlich seltsame Anrufe erhalten hat, häufig nur ein greller Piepton. Ein Phänomen, das bei Ufosichtungen typisch ist und dass John A. Keel aufhorchen ließ. Der Autor, ein angesehener Journalist und Forscher auf dem Gebiet der Ufologie, geriet in seinen Untersuchungen zu den Berichten über die seltsamen Ereignisse (Geräusche, Anrufe, Viehverstümmelungen usw.), die geheimnisvollen Männer in Schwarz (Men in Black); UFO-Sichtungen (vom Radar bestätigt) und den Mothman-Vorfällen übrigens selbst zum Opfer seltsamer Ereignisse. Auch ihm wurden, wie John Klein im Film, Prophezeiungen mitgeteilt, u. a.: Der Papst würde bei seinem Besuch im mittleren Osten von einem Messer verletzt; Robert Kennedy würde in einer Hotelküche Unglück erwarten; am Heilig Abend würde es in ganz Nordamerika zu einem Stromausfall kommen. Diese Vorhersagen trafen zwar nicht ganz exakt ein, in leicht veränderter Form erstaunlicherweise aber doch! Der Papst wurde ein Jahr später in Manila mit einem Messer verletzt, Kennedy in einer Hotelküche erschossen und am 24. Dezember gab es zwar keinen Stromausfall, aber zu diesem Zeitpunkt stürzte eine Brücke in West Virginia ein, wobei über 100 Menschen ums Leben kamen.


 


Wer mehr über die Phänomene erfahren will, die im Film angedeutet werden, dem kann ich nur das gleichnamige Buch von John A. Keel wärmstens ans Herz legen. Seine Geschichte erzählt von den Begebenheiten, die Keel widerfuhren, als er sich mit dem Mothman auseinandersetzte. Zur Verfilmung gilt zu sagen, dass eine hervorragende Adaption gelungen ist, in der der Parapsychologe Dr. Alexander Leek Keels Alter Ego darstellt. Ob und was man davon Glauben schenken will, bleibt jedem selbst überlassen. Doch was auch immer man für sich beschließt, die Imagination lässt sich nicht töten…


Filmwertung :arrow: 9/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi988872985/



23
Gerts Film-Reviews / Mortal Kombat
« am: 05. Mai 2011, 20:00:02 »


http://www.ofdb.de/film/786,Mortal-Kombat

http://www.imdb.com/title/tt0113855/


Mortal Kombat: ein altehrwürdiges Turnier, bei dem die Besten der Besten aus den verschiedenen Welten gegeneinander antreten. Ziel ist es, nach zehn Siegen eine Welt offiziell einnehmen zu können. Outworld steht mit neun Siegen gegen das Erdenreich so kurz vor dem ultimativen Erfolg. Doch der hohe Gebieter und der sinistre Anführer Shang Tsung führen nichts Gutes im Schilde. Daher ist es an Lord Rayden, die richtigen Kämpfer auszuwählen, um dem Siegeszug Outworlds Einhalt zu gebieten und das Erdenreich zu retten. Der Martial-Arts-Darsteller Johnny Cage, die Polizistin Sonya Blade und der Auserwählte Liu Kang, der vor kurzem seinen Bruder verloren hat, machen sich auf, um Shang Tsung zu stoppen.

Ich weiß nicht warum, aber im Gegensatz zu anderen Videospielverfilmungen aus der Zeit (Street Fighter *würg*) oder gar der heutigen Grütze, (Tekken *baah*) mochte ich Mortal Kombat immer sehr, sehr gerne – auch wenn von den Production Values sicher kein Vergleich besteht zu einer Adapton wie etwa Silent Hill, aber das ist ohnehin eine andere Baustelle. Ob dies nun der Tatsache zu verdanken ist, dass ich das Spiel als Jugendlicher mit meinen Freunden auf dem Super-NES nicht stunden-, sondern gleich tagelang rauf und runter gezockt habe oder ob es Paul Andersons (Event Horizon, Alien vs. Predator, Resident Evil) besonderem Talent zuzuschreiben ist, unterhaltsamen Genrestoff zu produzieren, sei einmal dahin gestellt.


   

 


Meines Erachtens passen hier die einzelnen Versatzstücke einfach perfekt zusammen:
Es sind gute Darsteller an Bord, allen voran Christopher Lambert (Highlander), Robin Shou, Linden Ashby und Cary-Hiroyuki Tagawa (White Tiger, Showdown in Little Toyko, Nemesis), ergänzt mit talentierten Kämpfern wie Keith Cooke (China O’Brien, King of the Kickboxers und Hakim Alston (Bloodmoon, U.S. Seals 2, Shootfighter), dazu der stets gern gesehene John Fujioka (Zwei Asse trumpfen auf).
Mit Talisa Soto (Prinzessin Kitana) und Bridgette Wilson (Sonya Blade) sind zwei echte Blickfänge am Start.
Die Figuren wurden optisch nah am Spiel gezeichnet, vor allem Sub-Zero und Scorpion kommen hier sehr cool rüber.
Die Musik, billige Pseudo-Technomucke passt gut zum Charakter des Spiels bzw. der Adaption – siehe auch Double Dragon. Komponiert wurde sie von George S. Clinton (American Fighter II + III, Brainscan).
Die Effekte sind – gemäß den Erwartungen – gelungen. Klar gab es sicher damals schon bessere Technik, aber dies ist auch nicht gerade der hochbudgetierteste Film aller Zeiten. Prinze Goro beispielsweise sieht hervorragend aus, ebenso mochte ich die Effekte von Sub-Zero (Vereisung) und Scorpion (Schlangenwesen, das aus der Hand wächst und als Waffe verschossen wird). Auch das Setting von Outworld fand ich ordentlich.
Die Handlung ist kurzweilig, das Drehbuch mit lockeren Sprüchen und One-Linern versehen, vor allem Linden Ashby als Johnny Cage kriegt hier hübsche Sätze auf den Leib geschrieben. Auch Lamberts Figur ist sehr charmant gezeichnet.

Kurzum: Der Film bedeutet für mich Nostalgie, Kurzweil und blendende Unterhaltung, und das sage ich, als kein großer Freund von Videospielverfilmungen. Thumbs up für Mr. Anderson und Mortal Kombat!

P.S.: Die Fortsetzung kenn ich übrigens noch nicht, reizt mich aber auch wenig, da die Qualität offenbar deutlich abfällt.


Filmwertung :arrow: 8/10


Trailer:

http://www.imdb.com/video/screenplay/vi3382313241/

24
Gerts Film-Reviews / RoboCop (1987)
« am: 05. Mai 2011, 19:37:56 »


http://www.ofdb.de/film/320,RoboCop

http://www.imdb.com/title/tt0093870/


Das Detroit der Zukunft: Die Kriminalitätsrate ist ins Unermessliche gestiegen. Die Cops sind hilflos, Forderungen der Öffentlichkeit nach neuen Methoden werden laut. Die Stadt wird von einem großen Konzern regiert, der CPO. Diese hat einen neuen Prototyp entwickelt, einen Roboter, der der Verbrechensbekämpfung dienen soll. Doch bei einer Testvorführung offenbart der Roboter Mängel, gerät außer Kontrolle und tötet ein Mitglied des Vorstands.

Szenenwechsel. Der junge Officer Alex J. Murphy beginnt als Cop bei der Detroiter Polizei. Seine Partnerin ist die draufgängerische Anne Lewis (Nancy Allen). Als Murphy bei einem Einsatz vom psychopathischen Ganoven Clarence Boddicker (Kurtwood Smith) und seiner Gang in Fetzen geschossen wird, schlägt die Stunde des aufstrebenden, aber gewissenlosen jungen Ingenieurs Bob Morton (Miguel Ferrer), der aus der Leiche Murphys einen neuen Typ Roboter generieren will, den RoboCop. Dieser soll „menschlicher“ sein als das Vorgängermodell und perfekter in der Programmierung. Damit macht er sich aber den bisherigen Leiter des Projekts, die Nummer 2 bei CPO, Dick Jones (Ronny Cox), zum Feind.

Jones verbündet sich mit dem Supergangster Boddicker und räumt so nicht nur Morton aus dem Weg, sondern versucht auch den RoboCop zu vernichten, als dieser seinen dunklen Machenschaften auf die Schliche kommt. Doch der RoboCop ist nicht nur die perfekte Waffe in der Verbrechensbekämpfung, er ist auch menschlicher als erwartet. Er erinnert sich an seine Vergangenheit, seine Familie…und seine Mörder. Im Namen der Gerechtigkeit macht sich der loyale Gesetzesvertreter auf, um Boddicker und seine Gang aus dem Verkehr zu ziehen und dem finsteren Dick Jones endgültig das Handwerk zu legen. To serve and protect.




   


Man kann sagen, was man will. Die 80er Jahre haben stilprägende Filme en masse hervorgebracht, die wiederum ihre Protagonisten weltweit zu Ikonen machten. Sei es nun Terminator, Predator, Rambo oder Stirb Langsam. Alles Filme, die nicht nur unheimlich erfolgreich waren und bis heute als Meisterwerke ihres Genres gelten, sondern die auch Unmengen an, oft kostengünstigen, Epigonen nach sich zogen.
In diese Kategorie lässt sich auch folgender Film einordnen. RoboCop von Regisseur Paul Verhoeven (Basic Instinct, Total Recall, Starship Troopers) ist ein Film, der nach einer idealisierten Gesellschaft strebt, dabei aber in erster Linie unterhalten will, was ihm auch gelingt. Stilprägend war er allemal. Wem ist der Film heute kein Begriff? In vergangenen Jahren wurden, inspiriert vom Klassiker, der zwei offizielle Nachfolger nach sich zog, billige Gurken von Takashi Miike (Full Metal Yakuza) und J.R. Bookwalter (Robot Ninja) sowie der HK-Trasher Roboforce und die Sleazeperle Robotrix produziert, um nur mal eine Hand voll Vertreter aus der Rip-off-Welle zu nennen. Auch das Stallone-Vehikel Judge Dredd schlägt in eine ähnliche Kerbe.





Die Spezialeffekte waren für ihre Zeit state-of-the-art und können sich auch heute noch sehen lassen. Verantwortlich dafür war der vielgelobte und mehrfach ausgezeichnete Rob Bottin, der auch die bahnbrechenden F/X für den Carpenter-Hit The Thing beisteuerte. Die Roboteraction rockt einfach, egal welches Modell gerade in Aktion tritt.
Nicht minder gelungen ist die Auswahl der Schauspieler. Peter Weller als RoboCop, der als Mensch nur wenige Minuten Screentime hat, als Roboter dann aber das Geschehen an sich zu reißen weiß. Ronny Cox als geldgieriger, machtstrebender Konzernboss. Kurtwood Smith als psychopathische Obersau. Nancy Allen, ein bekanntes 80s-Gesicht, als Murphys Partnerin. Miguel Ferrer, grandios wie immer, als egoistischer Jung-Manager. Und Ray Wise als Mitglied von Boddickers Gang. Die Synchrofreunde wird in diesem Kontext freuen, dass zwei weitere Ganoven von den deutschen Sprechern von Eddie Murphy (Randolf Kronberg) und ALF (Tommy Piper) vertont werden.
Der melodische Score von Basil Poledouris (Conan) weiß auf ganzer Linie zu überzeugen und rundet das Filmvergnügen ab.

Fazit: Wer RoboCop nicht kennt, hat die 80s verpennt – anschauen!

Filmwertung: :arrow: 8,5/10


Trailer: http://www.imdb.com/video/screenplay/vi2038694169/

25
Filme Allgemein / Laurel & Hardy - Die "Dick und Doof"-Filme
« am: 04. Mai 2011, 21:46:51 »


Laurel und Hardy war ein US-amerikanisches Komiker-Duo, das aus Stan Laurel und Oliver Hardy bestand. Zwischen 1926 und 1951 drehten sie zusammen 106 Filme (79 Kurzfilme, 27 Spielfilme). Sie gelten als eines der berühmtesten und erfolgreichsten Film-Duos aller Zeiten. Im deutschen Sprachraum sind Laurel und Hardy auch unter den Bezeichnungen Dick und Doof oder Stan & Ollie bekannt.

Während Oliver Hardy sich hauptsächlich als Schauspieler in die gemeinsame Arbeit einbrachte, gilt Stan Laurel als der kreative Kopf des Duos. Er entwickelte nicht nur zahlreiche Gags und Drehbücher, sondern führte bei den meisten ihrer Filme de facto Regie und arbeitete am Schnitt, auch wenn er dafür im Vorspann keine namentliche Nennung erfuhr


Alles was man wissen muss:

http://de.wikipedia.org/wiki/Laurel_und_Hardy


Na, noch keinen Thread hier? Ich würd mal behaupten, die kennt JEDER (sogar meine Großeltern...wobei, soo verwunderlich sollte das angesichts des Alters auch nicht sein :D) und mag jeder.
Ich hab die jedenfalls geliebt. Mein Lieblingsfilm war immer Zwei ritten nach Texas (Way out West) aka Dick und Doof im Wilden Westen:

http://www.ofdb.de/film/8806,Dick-und-Doof-im-Wilden-Westen

Den hab ich totgesehen als Kind.

Gab aber genügend andere Bomben, z.B. Die Doppelgänger, Auf hoher See, Die Wüstensöhne etc. Auch die Kurzfilme waren der Hammer, erinner mich an einen, als sie ein Klavier eine ellenlange Treppe hochtragen müssen...war glaub ich sogar oscarnominiert oder gewann ihn sogar.



Hier übrigens eine nette UK-Box, Preis mal wieder Bombe...leider kein deutscher Ton:

http://www.amazon.co.uk/gp/product/B0001K2KE8/ref=s9_simh_gw_p74_d0_i3?pf_rd_m=A3P5ROKL5A1OLE&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=0SJVSP4NVG3J3WF3X0T1&pf_rd_t=101&pf_rd_p=467128533&pf_rd_i=468294

   

This 21-disc box set includes 20 classic Laurel & Hardy films and various shorts, plus a bonus disc containing the original version of Brats (1930), extracts from the German version of Pardon Us (1931), Thundering Fleas (1926), Fluttering Hearts (1927), Prudence (1927) and the documentary Laurel & Hardy--A Tribute to the Boys (1991).

A 21-disc box set of classic Laurel and Hardy comedy containing the following:

    * 1. A Chump At Oxford/Related Shorts
    * 2. Classic Shorts/Someone's Ailing
    * 3. Way Out West/Shorts
    * 4. Classic Shorts/Ollie And Matrimony
    * 5. Our Relations/Dual Roles Shorts
    * 6. Classic Shorts/Murder In The Air
    * 7. Blockheads/Themed Shorts
    * 8. Classic Shorts/Blackmail
    * 9. The Bohemian Girl/Related Shorts
    * 10. Classic Shorts/Be Big/Laughing Gravy
    * 11. Saps At Sea/Themed Shorts
    * 12. Classic Shorts/Laurel And Hardy And The Law
    * 13. Sons Of The Desert/Related Shorts
    * 14. Classic Shorts/A Job To Do
    * 15. Pack Up Your Troubles/Related Shorts
    * 16. Classic Shorts/Maritime Adventures
    * 17. Swiss Miss/Animal Shorts
    * 18. Classic Shorts/Married Life
    * 19. Pardon Us/One Prison Short
    * 20. Classic Shorts/More Brushes With The Law
    * 21. Bonus disc: Original version of Brats (1930), extracts from German version of Pardon Us (1931), Thundering Fleas (1926), Fluttering Hearts (1927), Prudence (1927) and the documentary Laurel & Hardy - A Tribute To The Boys (1991)

Special Features

    * Colourised versions of selected films
    * Region Code: 2, 4
    * Soundtrack Dolby Digital Mono: English, Spanish/Dolby Digital Stereo: English
    * Total running time: 4119 mins
    * Aspect Ratio: 4:3




Da die deutschen Boxen recht teuer scheinen, werd ich mir wohl erstmal den Zwei ritten nach Texas holen und dann weiterschauen.

Was sind eure Faves?

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