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Themen - Aquifel

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Reviews / Pirates of the Caribean 3 : Am Ende der Welt
« am: 01. Juni 2007, 13:56:53 »
2003 brachte Jerry Bruckheimer einen Blockbuster unter der Regie von Gore Verbinski (u.a. Mäusejagd, The RIng) in die Kinos, der sich sehen lassen konnte : Fluch der Karibik. Sicherlich wenig fürs Hirn, aber Popcorn Kino par excellence. Das alte Piratenthema wurde dafür ausgegraben, ein Genre,das zur der Zeit kaum Beachtung fand. Kein Wunder, war die afaik letzte grössere Verfilmung in der Richtung "Die Piratenbraut" von Renny Harlin, meiner Ansicht nahc ein sehr guter Film, dem aber leider nie die Beachtung und der Zuspruch zu Gute kam, den er verdient hätte. Und selbst das lag da schon ein paar Jährchen zurück. Jedenfalls wurde dem alten Thema ein gewaltiger Schuss Fantasy hinzugefügt, ordentlich Humor und mit Jack Sparrow wohl einer der skurrislten und lustigsten Charaktere der letzten Kinojahre. Dazu tolle Effekte, mit Orlando Bloom und Keira Knightley nette Eye Candys für beide Geschlechter. Ja, so macht meinen einen massentauglichen Hit.

Was aber war die besondere Qualität des Films? Nicht der Humor, nicht die Action, nicht die Effekte machten das Geheimnis aus. In erster Linie war es in gewisser Hinsicht was Neues und vor allem war das bunte Treiben sehr charmant. Wie bei vielen grossen Blockbustern musste Hollywood natürlich Nachfolger raushauen. Ähnlich wie schon bei Matrix (dessen Fortsetzungen IMO aber aufgrund der keinesfalls abgeschlossenen Geschichte schon ihre Berechtigung hatten) wurden Teil 2 und 3 back to back produziert. Machte auch Sinn, da die Geschichte beider Teile ein und dieselbe ist, und ein 5 Stunden Film im Kino für viele nicht nur eine Zumutung wäre, sondern auch weniger profitabel wäre. Teil 2 war jedenfalls ein riesiger Hit. Dennoch vermisste ich als Fan des ersten Teils (immerhin 10/10 Punkten auf meiner Skala, auch wenn das auch nicht immer die grösste Kunst ist ;-) ) einiges.

War dies der Humor? Nein, den hatte Teil 2, wenn auch nicht mehr so gelungen. Die Action? Nope, ebenfalls vorhanden. Die Effekte? Die waren gut. Genau! Was fehlte war der Charme. Sicherlich waren die Hauptcharaktere dieselben und ich muss sagen, die prinzipiell düsterere Note war an sich auch nicht schlecht. Aber die heissgeliebten Charaktere liessen den Charme des Vorgängers missen. Sie alle haben sich im Laufe des zweiten Teils entwickelt, leider nicht unbedingt nur positiv. Zudem kam hinzu, dass die neue, meines Wissens nach etwas an den fliegenden Holländer angelehnte Geschichte, nach dem in sich schlüssigen ersten Teil wenig Sinn ergab. Barbossa (Geoffrey Rush, u.a. München, Shakespeare in Love) war besiegt, Jack (Johnny Depp, u.a. Ed Wood, Charlie und die Schokoladen Fabrik) frei, Elisabeth  (Keira Knightley, u.a. Kick it like Beckham, Stolz und Vorurteil) und Will (Orlando Bloom, u.a. Königreich der Himmel, Herr der Ringe) waren ein Paar, usw. . Da zog man dann, oh Wunder, Davey Jones und einige andere Sachen aus dem Hut, um eine neue Story aufbauen zu können. Jakc Sparrow hatte nun die Black Pearl in nem Kuhhandel mit Jones bekommen und war ihm deswegen Dienst auf der vorher ebenfalls nie erwähnten Flyng Dutchman schuldig. Nunja, Hirn aus, wie man es bei solchen Filmen nunmal tut, damit abgefunden, dass es weniger charmant war, das Treiben auf den Weltmeeren und ganz gut amüsiert. Aber es war nunmal kein Vergleich zum Vorgänger (daher nur noch 7/10 Punkten).

Jedenfalls sieht die Situation anfangs des dritten Teils so aus : Jack ist tot und lebt nun in Davey Jones Reich, Barbossa wurde wieder zum Leben erweckt und soll Will und Elisabeth helfen, Sparrow wieder ins Reich der Lebenden zu holen und zu guter Letzt ist das die East India Trading Company, die das Herz von Tentakel-Vieh Jones und damit Kontrolle über ihn und sein Schiff hat. Alles klar. Die Logik geht dabei selbstredend häufiger über Bord, als irgendwelche unwichtigen Statisten in den Seeschlachten es tun, und die tun das in diesem Film relativ häufig. So werden eine Bruderschaft der Piraten und eine obskure Meeresgöttin namens Calpyso aus dem Nichts hervorgewurschtelt, nur damit man noch was Neues einbaut. Wäre es da nicht geringfügig sinnvoller gewesen, dass in der ersten Fortsetzung schon so anzudeuten, dass man weiss, dass da irgendwas noch kommt? Naja, anscheinend nicht.

Das spielt aber auch kaum ne Rolle, in Anbetracht der Lage, dass Teil 2 eine gewisse Enttäuschung darstellte. Denn man hat sich bei Teil 3 schon darauf eingestellt, dass es ähnlich wird. Und daher überrascht der Film einen, oder zumindest mich, doch positiv, gerade nach den oftmals weniger begeisterten Aussagen einiger Autoren unzähliger Reviews.

Aber fangen wir langsam an. Und zwar mit dem negativen Seiten. Logiklücken mal bei Seite, so nervt vor allem eines : In der Mitte des Films, da verrät jeder jeden zu jeder erdenklichen zeit auf jede erdenkliche Weise. Ich gestehe, ich habe den Überblick und die Ziele noch nachvollziehen können (okay, für mich machten Matrix 2 und 3 auch Sinn, bin halt verrückt). Allerdings tauchte eine Frage ständig in meinem Kopf auf : Tut das Not? Der Film dauert fast 170 Minuten, wenn ich mich nicht komplett vertue. Hätte man das alles straighter inszeniert und vor allem weniger unnötig "möchtegern-komplex", wäre der Unterhaltungsgrad nicht noch höher gewesen? Eine an sich simple Geschichte in zwei Filmen auf über 5 Stunden aufzuplustern, obwohl man dies auch locker in höchstens 3 1/2 Stunden hätte verfilmen können, erfreut das das Herz des Filmfans? In Filmen wie "Blood in Blood Out", "Casino", "Gangs of New York" oder ähnlichen, da machte jede Nebenstory Sinn, jede von ihnen hat fasziniert und diese Filme hätten nie enden, naja, zumindest gut doppelt so lang sein sollen, nur um in die interessanten Geschichten noch tiefer eintauchen zu können. Da wird man als Filmfan feucht im Schritt, wenn da ne 10 Minuten längere Version auf den Markt kommt/kommen würde, nur da es neue Details offenbaren würde.

Aber hier? Ein simpler Unterhaltungsfilm braucht keine unnötigen Sidestorys. Kurzum : Das ganze Spektakel ist im Gigantowahn überfrachtet worden. Calypso, Sao Fengs nie wirklich direkt auf den Punkt gebrachte und gescheit in die Dramaturgie eingefädelte Fehde mit Jack Sparrow, Wills Vater auf der Flying Dutchman (den man sich irgendwo auch in Teil 2 hätte sparen können) und halt die ewigen Kuhahndel, weil derjenige 5 Ziele und mindestens doppelt so viele innere Konflikte gleichzeitig hat und seinen persönlichen Profit aus allem schlagen will. Alles Quark. Machen wir uns nix vor, die Geschichte ist an sich simpel und das stört doch nicht. Aber nein, es muss ja wie in den meisten (meiner Ansicht nach auch selten wirklich hochinteressanten) Bond Filmen immer um alles und noch mehr gehen, da werden Intrigen geknüpft und rumgemacht, wo es nie Not tun würd,e nur damit die Story nicht blöde einfahc, sondern hochintelligent wirkt.

Das beiseite gibt es noch weitere, kleinere Mäkel. Calypsos Auftritt wirkt lächerlich (Angriff der 20 Meter Frau mal so als Stichwort), die Heirat zweier uns wohl bekannter Protagonisten, die natürlich ne kleine, aufgesetzte und über die Maßen konstruierte Beziehungskrise durchmachen müssen, während der finalen Schlacht (okay, Barbossa rettet die Szene mit ein, zwei Onelinern vor der totalen Lächerlich- und Belanglosigkeit) ist Humbug hoch der Meteranzahl, die Calypso misst, Elisabeths (SPOILER!!!! Ernennung als Königin der Piraten - muahahaha, so ein Schmarrn SPOILER ENDE!!!!!!) oder auch das viel zu kurze und damit an darstellerischer Kunst und dramaturgischem Potential verschenkte Auftreten Chow-Yun Fats (u.a. A better Tomorrow, Cover Hard) als Sao Feng. Nur einige Beispiele. Natürlich fehlt erneut der Charme des furiosen ersten Teils und das Ende passt so gut zum Film, wie ein rein hypothetisches Happy End zu James Camerons Titanic. Und wer nach dem Abspann sitzen bleibt, der wird mit einer weiteren Szene belohnt, die uns höchstens eins sagt, nämlich, dass ein vierter Teil immer noch eine Möglichkeit wäre. Bitte nicht, sonst haben wir irgendwann Fluch der Karibik : The Beginning und Fluch der Karibik Y4K : Wie Will Turner Jack Sparrow das erste Lichtschwert stahl (noch mehr Intrigen, noch mehr Verrat und ein animierter Yoda darf auch rumwurschteln, weil er den einen Ring vor Exar Kun und seiner Klasse von 4084 retten will).

Soweit, so fürchterlich klingen die Piraten der Karibik am Ende der Welt. Aber keine Angst, so schlimm ist es nicht. Bei weitem nicht. Denn vor allem zwei Dinge sorgen dafür, dass Teil 3 den zweiten Teil übertrifft (auch wenn die Wertung, soviel jetzt schonmal, die Gleiche bleibt [7/10 für diejenigen, die es über mein Gemoser vergessen haben). Erstens, der Humor sitzt besser, als in Teil zwei. Vor allem Johnny Depp darf seinen Cpt. Jack Sparrow zur Parodie seiner selbst machen. So tuckig, so verwirrt, so over the top war Sparrow nichtmal in Teil 1. Zwar ist es ab und an mal arg an der Grenze, aber das passt schon. Man muss einfach lachen, wenn Sparrow mit seinen eingebildeten Alternativ Ichs streitet oder wenn er den Penisneid (auf Fernrohre bezogen) neu definiert. Und zweitens, ist der FIlm schon ein Eye Candy. Im Rausch der absoluten Gigantomanie gehen einige der Mäkel durchaus unter. Das Finale ist eine riesige Seeschlacht, die sich sehen lassen kann. Halb so wild, dass vorher die Action auch mal etwas kürzer kommt, denn viele humoreske Einlagen sorgen dafür, dass der Film nie langweilig wird. Mehr Gags, spektakuläre(re) Action und ein verrückterer Jack Sparrow zwingen einen einfach dazu, zumal es ein Unterhaltungsfilm ohne Anspruch sein soll, manchen Quatsch Quark sein zu lassen. Wenn ich sehr gut unterhalten werde, kann ich einfach keine schlechte Note geben, denn ein Film soll in erster Linie auch unterhalten. Und wenn ich meinen Intellekt fordern will, dann gehe ich nicht in Fluch der Karibik 3, sondern bemühe meinen DVD Player und gucke Sachen der Marke El Topo, Battle of Algiers oder einen anderen Film, der bewusst, und nicht durch übertriebene Gigantomanie in unpassenden Belangen, den Anspruch erhebt, anspruchsvoll zu sein. Oder ich versuche einen tieferen Sinn in Matrix 2 und 3 hineinzubringen, mit aller Gewalt versteht sich (klappt übrigens wunderbar ;-) ). Demnach darf sich das Auge an tollen FX (ich blende Calypso mal aus, habe ich während des Filmes auch versucht), einer sicherlich auch schon besser aufgelegten, aber auf der Leinwand immer noch sehr schnuckeligen Keira Knightley (für weibliche Filmfans gilt dasselbe mit Orlando Bloom) und einem Geoffrey Rush und einem Johnny Depp, die sichtlich Spass hatten, erfreuen.

Fazit : Würde zu lange dauern, daher fass ich mich kurz : Zwar fehlt immer noch der Charme des Originals, aber der für einen Blockbuster richtig eingesetzte Grössenwahn, lässt einen den, für einen solchen Film unpassenden (ein Film muss keine komplexe Story haben, wenn es ihm im Innersten widerstrebt), stelenweise vergessen. Somit bleibt gute Filmunterhaltung mit Fehlern, aber die haben viele Filme. Also wer Teil 2 schon zumindest etwas mochte, der wird denjenigen, der ihm die Kinkarte verkauft hat, nicht lynchen wollen, ob der investierten Zeit und Euros. Denn besser als Teil 2 ist der dritte dann doch.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=126188&rid=246363

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Serien / Friends (TV Serie)
« am: 20. April 2007, 02:10:35 »
Hatte gerade Langeweile und vor kurzem den dritten Durchgang Friends beendet (nächstes mal in Englisch^^), da dachte ich mir "schreib doch mal ein Review"^^

Friends ist wohl unbestritten die erfolgreichste Sitcom aller Zeiten. Ich muss sagen, dass ich mich nie für die Sendung interessiert habe, als sie noch lief. Das mag daran liegen, dass ich als der Triumphzug dieser Serie begann gerade so um die 10/11 Lenzen alt war und mich für solche Serien eh nicht gerade interessiert habe und später das Ganze irgendwie nie angesehen habe, da die Serie so unglaublich gehyped wurde und ich aufgrund des Inhaltes eher seichte Unterhaltung erwartet habe, die eher für weibliches Klientel bestimmt ist. Einem ähnlichen Fehler unterlag ich auch bei Sex and the CIty (nicht die Seichtheit, sondern die Ausrichtugn auf Frauen), aber das soll ihr keine Rolle spielen.

Nunja, nachdem 2004 das Ende der Seire eintrat und ich immer noch nicht verstanden habe, warum das nun so eine Tragik ist, bedurfte es letztendlich meiner Sammlergier, mich eines besseren zu belehren, was die Qualität der Serie angeht. Die 10 Staffelbox kam zu nem gescheiten Preis raus und ich dachte nur, dass ich Sitcoms sehr gerne mag und hier ne ganze Ladung auf einmal kriegen kann, also lieh ich mir was aus der ersten Staffel aus und schaute gespannt zu, was denn nun an diesme Kult so dran ist und ob sich die 41 DVD Box denn nun lohnen würde.

Also Disc 2 der ersten Staffel rein, die 6 Folgen betrachtet und mich entshclossen, die 80¤ auf den Tisch zu legen. Ehrlich gesagt hat mich das Gesehene nicht umgehauen, aber es war doch recht amüsant, so war es mir das Geld wert. Als die Box dann eintraf, hab ich mir das Ganze dann von Anfang an angeschaut. Und was soll ich sagen? Die Gags sind gut, die Charaktere sympathisch, insgesamt eine lohnende Investition.

Je weiter ich dann geschaut habe, umso mehr begeisterte mich die Serie dann. Die Geschichte um 6 Freunde in New York und all ihre Bezehungskisten und persönlichen Probleme wurde mit jeder weiteren Folge immer interessanter. Mit der Zeit wachsen einem die etwas naive Rachel (Jennifer Aniston), der liebenswerte, wenn auch zeitweise etwas beschränkte Kumpeltyp Joey (Matt LeBlanc), sein Mitbewohner Chandler (Matthew Perry), der wenig Glück bei Frauen hat und immer dumme Witze reissen muss, die ordnungssüchtige Perfektionistin Monica (Courtney Cox Arquette), ihr wissenschaftlich interessierter Bruder Ross (David Schwimmer) und letztendlich die verrückte, ich nenn es mal alternativ angehauchte, Phoebe (Lisa Kudrow) wirklich ans Herz.

Und hier liegt meiner Ansicht nach nicht nur der Erfolg, sondern auch die Genialität (auf den Bereich TV Serie bezogen) von Friends drin begründet. Viele andere Sitcoms, auch meine Favoriten "Seinfeld" und "Eine schrecklich nette Familie" (die bei mir inzwischen mit Friends auf einer Stufe stehen), bestechen auch durch ihre Charaktere und den eigenen (inzwischen auch oftmals mehr oder weniger erfolgreich kopierten) Humor. Aber so gerne ich Al, Bud, Peggy, Kramer, George Costanza (der trotzdem weiterhin mein Favorit unter all den Sitcom Figuren, die es gibt, ist), Fran Fine, Niles, Will Smith, Carlton, Doug, Carry, Arthur, usw. und sofort mag, eine solch charmante Konstellation und solche Sympathien den Figuren gegenüber (George liebe ich wegen seiner komplett neurotischen Art, nicht weil er mir im eigentlichen Sinne sympathisch ist) sind einzigartig. Würde man diese Charaktere wirklich kennen, würde man sie auch mögen, wahrscheinlich zu seinen Freunden zählen. Ausserdem erkennt man sich in vielen Aspekten der Figuren wieder. Wer kennt es nicht, dass Freunde über sein Hobby scherzen bzw. die Begeisterung nicht annähernd teilen können (Ross) oder wer kennt nicht den "Gruppenclown" (Chandler) oder das liebenswerte Naivchen (gewissermaßen Rachel)? So hat natürlich jeder einen besonderen Liebling (bei mir Chandler, da ich mich in mancher Hinsicht sehr in ihm wieder erkenne, aufgrund meines eigenen Humors und gerade auch in der Konstellation in meinem Freundeskreis). Auch wenn viele Situationen oder Handlungsweisen mal over the top sind, so sind die Charaktere einfach glaubwürdig, nicht selten auch etwas glaubwürdiger, als die aus anderen Serien. Dafür gebührt den grossartigen Darstellern, die allesamt überzeugen und charmant ihre Rollen verkörpern, ein dickes Lob.

Lobenswert ist, deshalb wird Friends auch nie langweilig, dass die Charaktere sich entwickeln. Klar hab ich sie in der Beschreibung etwas festgenagelt auf einen gewissen Grundton, der herausscheint, aber z.B. der Chandler oder die Rachel in Staffel 1 oder 2 sind nicht haargenau dieselben wie in Staffel 9 oder 10. Jeder Charakter wird langsam aber sicher erwachsener, lernt gewissermaßen aus den Erfahrungen, die er im Laufe der Sendung macht. So ist und bleibt es verziehen, dass manche Gags sich zwangsläufig etwas wiederholen.

Jedenfalls liegt genau hierdrin die Stärke von Friends. Klar machen die Charaktere in Sitcoms alle gewisse Entwicklungen durch, aber meistens halten einen eher die Gags bei der Stange. Wen kümmert es, ob Al Bundy jemals glücklich wird, ist es doch viel lustiger ihn leiden zu sehen. Ob George Costanza heiratet ist einem auch egal, solange er weiter der alte ewig neurotische und unzufriedene George bleibt. Nicht so bei Friends. Man hofft irgendwie, dass Ross und Rachel am Ende ein Paar werden, man wünscht sich, dass die Charaktere ihre Tiefs überstehen, kurzum : Man fiebert mit. Somit spielt Friends auch auf einer emotionalen Ebene und hat so neben den Gags ein weiteres Standbein, das fester steht, als bei anderen Sitcoms.

Und gerade zu der emotionalen Ebene muss man etwas sagen. Klar kann man gewisse Ähnlichkeiten zu Soap-Operas nicht abwimmeln, aber hier macht die Qualität des Gezeigten den entscheidenden Unterschied. Auch wenn dem Humor Tribut gezollt werden muss und nicht alles 100%ig realistisch ist, so sinkt Friends auf der Beziehungsebene (also Beziehungen zwischen den Charakteren) nie auf das erbärmliche Niveau der Daily Soaps und Tele Novelas und wie der ganze Schmarn sich schimpfen mag. Sicher ist es nicht immer kitschfrei, aber mal im Ernst, jeder mag von Zeit zu Zeit doch etwas Kitsch, gerade wenn er mit einem Augenzwinkern präsentiert wird.

Und genau das tut Friends. Sicher gibt es viele sehr emotionale Momente, aber selbst wenn es mal so weit kommt, dass man fast sagen möchte "Naja, das war ja klar", Friends kriegt immer die Kurve und setzt selbst in emotionalen Momenten immer etwas Humor hinterher. Sicher ein schmaler Grat, aber die Autoren schaffen es immer, sich nicht zu verzetteln, und geben so nie die Charaktere der Lächerlichkeit preis, ebenso, wie es nie so wirkt, als ob man hier einen Kompromiss eingeht, um etwas auf die Tränendrüse zu drücken.

Womit wir zum Humor kommen. Wer familientauglichen Humor der Sorte solcher unsäglicher Gähnserien wie "Full House" erwartet wird, zu meinem Glück, enttäuscht. Der präsentierte Humor ist recht abwechslungsreich, was auch an den Charakteren liegt. Während Joey oft durch seine leichte Beschränktheit Lacher verursacht, amüsiert Monica desöfteren z.B. mit ihrem Putzwahn oder Chandler durch bissige Kommentare. Auch hier kann man das nicht pauschalisieren, dass der eine Charakter dadurch für Lacher sorgt, der Andere dadurch, usw. . Sicher hat jeder seine eigenen Talente, aber gerade die Mischung und das Zusammenspiel der einzelnen Stärken der Darsteller und den Eigenarten der Figuren macht dne Humor aus. Das reicht dann von Slapstick Einlagen über Wortspiele bishin zu Sarkasmus und Situationskomik. Und, oh Wunder, die Gags sitzen. Und zwar immer. Selbst bei "Eine schrecklich nette Familie" gab es Momente, in denen ein Witz gemacht wurde, und ich nicht hunderprozentig überzeugt war. Schaut man sich den dafür bei Friends betriebenen Aufwand an (Behind the Scenes Doku), verwundert das kaum, aber es hat sich gelohnt.

Bemerkenswert sind vor allem die Gastauftritte und wie sie humoristisch und auch storytechnisch eingebunden sind. Egal ob Tom Selleck als Richard, Bruce Willis als Vater von Ross' Studentenfreundin, Brad Pitt der einen unglaublichen Hass auf Rachel hat (besonders urig, da die beiden da ein Paar im echten Leben waren), Elliot Gould als Monicas und Ross' Vater und wer sonst noch alles auftritt. Immer perfekt gecastet und immer für ein "oho"-Erlebnis gut.

So sind alle zehn Staffeln in höchstem Maße amüsant, meistens sogar saukomisch, wobei gegen Ende der emotionale Faktor stärker wird.

(click to show/hide)


Aber dies kommt quasi einer notwendigen Steigerung gleich. In nem Film will man ja auch nen Showdown haben. Und hier ist ein weiter Unterschied zu vielen anderen Sitcoms. Oft geht es um Erlebnisse der Charaktere, die mal mehr, oft aber doch eher weniger, aufeinander aufbauen, aber im Endeffekt nicht, wie in einem Film, auf einen gewissen Punkt hinauslaufen. Manche Serien könnten gewissermaßen ewig weiterlaufen. Aber Friends spitzt sich ab einem gewissen Punkt zwangsläufig auf das Ende zu.

(click to show/hide)


Mit Ende der 9. Staffel war mir klar, weshalb die zehnte die letzte war. Nicht etwa, weil man mit Friends nicht noch mehr Geld hätte verdienen können (was man wohl mit "Joey" versucht hat - die Serie hab ich noch nicht gesehen, hab es aber vor, da Joey der einzige ist, bei dem die Zukunft an sich ungewiss ist), sondern, um mal Randal Graves aus Clerks II zu zitieren, hier der "logical closure point" lag. Die Situation hätte man so nicht weiterlaufen lassen können, ohne zu viel wiederholen zu müssen, ohne logische Entwicklungen durch "serienerhaltende" zu ersetzen. Somit musste der Schlussstrich folgen, der dann konsequent und auf die Freinds typische Weise emotional und witzig inszeniert im Serienfinale gezogen wird. So stimmt es einen nach Sichten der letzten Folge zwar schon etwas melancholisch, dass die Geschichten um die 6 inzwischen so lieb gewonnen Charaktere zu Ende sind, aber gleichzeitig erfreut man sich am gelungenen Finale und kann froh sein, dass man nicht auf Biegen und Brechen versucht hat Friends über seinen Zenit hinaus auszuschlachten und dann mit einer qualitativ schwächeren/schwachen 11., 12. oder 13. Staffel ungebührend zu Grabe zu tragen. Wäre mit der Situation nach Staffel 10 eh schwer möglich und höchst unlogisch gewesen.

Dies alles gesagt, komme ich nun zum Abschluss. Friends ist eine der grössten Sitcoms, die es gab, gibt und geben wird. Der Hype ist durchaus verständlich. Trotzdem bin ich froh, dass ich die Serie erst durch die Box kennengelernt habe. Zwar muss es für diejenigen, die 10 Jahre lang mitgefiebert, mitgelacht und die Hochs, aber auch Tiefs, miterlebt haben, ein Highlight gewesen sein, aber wäre ich mich einer späteren Staffel eingestiegen, so hätte die Serie sicherlich viel an Charme einbüssen müssen. So konnte ich die zehn Jahre im Schnelldurchlauf in der ganzen Pracht begutachten und tue es seitdem immer wieder gerne. 3 Durchgänge hab ich schon hinter mir und immer noch hat die Serie kein bisschen an Qualität eingebüsst (ja, ich hab als Student halt oft nix zu tun ;-) ). Als nächstes kommt es dann in Englisch, wird sicher einige neue Gags ans Licht bringen.

Eins sei aber noch gesagt : Friends ist keine Serie, bei der man immer wieder einzelne Episoden gucken kann, die ganze Qualität entfaltet sich erst, wenn man sich mal die Zeit nimmt, alle Folgen chronologisch und "am Stück" (also abends mal immer so drei, vier Folgen) anzuschauen.

3
Smalltalk / Avatar und Sig Bewertung
« am: 15. April 2007, 13:34:55 »
Noch ein kleines Spielchen für zwischendurch. Einfach immer das Avatar und die Signatur des vorherigen Users bewerten. Da wir alle ja öfter wechseln kann das durchaus ganz urig sein.

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Reviews / Surf Nazis must die
« am: 01. Juni 2006, 16:37:57 »
Troma - bei Freunden des tiefsinnigeren oder hochkarätig und aufwendig produzierten Films dürfte dieser Name, sofern bekannt, eher blankes Entsetzen, denn für Freudensprünge sorgen. Die New Yorker Firma ist ja für trashige und gurkige Filme bekannt. Und so einige davon, wie zum Beispiel "The Toxic Avenger", "Tromas War" oder "Class of Nuke'em high" (um mal drei der grössten selbst produzierten FIlme zu nennen), sind bei Trash-, aber auch Splatterfans, hoch angesehen.

Ein weiterer berüchtigter Film aus dieser Schmiede ist "Surf Nazis must die". In der nahen Zukunft, so meint der Drehbuchautor, sind unsere Strände von kriminellen Banden verseucht. Eine davon sind die "Surf Nazis", deren Anführer Adolf mit seiner Gespielin Eva und diversen anderen subversiven gestalten wie Mengele oder Hook sich zum Ziel gemacht hat, den Strand zu beherrschen. Erst erzählt man den anderen Gangs irgendnen Schmarn, den die auch erstmal hinnehmen. Als viel störender erweist sich da erstmal dieser Leroy (der übrigens nen Thor-Hammer als Kette trägt ^^), der verhindert, dass ein kleiner Surfnazi ner Oma die Handtasche klaut. Tja, da die Surf Nazis keine Afro-Amerikaner mögen und der ihnen in die Quere kommt, wird er kurzer Hand kalt gemacht. Doch Leroys Mutter findet das gar nicht toll und beginnt nen Rachefeldzug. Aber erstmal gibt es noch Stress mit den anderen Gangs.

Jaja, herrlich schwachsinnig das Ganze. Klingt auch hoch unterhaltsam. Fragt man die meisten Leute, auch Tromafans, dann kommt der Film aber hundsmiserabel weg. Nun, woran mag das liegen?

Zum einem an den fehlenden Gore-Effekten. Klar, hier und da wird auch in diesem Film mal etwas rote Sosse vergossen, aber insgesamt beschränkt sich das auf wenige Szenen. Und wenn dann was kommt, dann wird es auch nicht endlos ausgeschlachtet. Schon ziemlich enttäuschend für so manch einen Fan, bitter aber wahr.

Auch der Humor kommt zeitweise wesentlich kürzer als in anderen Troma Streifen. War z.B. "Class of Nuke'em High 2" extrem harmlos, so gab es da einen beknackten Gag nach dem anderen, seien es die Körperausdünstungen des Hauptdarstellers oder das Rieseneichhörnchen. Wirkliche Gags gibt es auch hier nur wenige. Am urigsten ist da Leroys Mutter, die irgendwie sehr viel Spass daran hat, sich an den surfenden Nazinasen zu rächen. Aber auch der Humor in Form von Gags ist eher gering.

Kay, Sex ist bei Troma auch oft vertreten, meistens in Form von ein paar Möpsen, die durchs Bild hüpfen und zeitweise auch Russ meyer erfreut hätten. Oder trashige Softsexszenen ohne jegliche tiefere Bedeutung für die Story. Ja, das gehört auch zu Troma. Aber nicht in diesem Film. Adolf darf zwar mal etwas an Eva rumspielen, aber das ist sehr PG-13. Wer also auf Titten hofft, der sollte sich eher andere Troma oder von Troma lizensierte Streifen reinziehen.

Jaja, alles was Troma ausmacht, namentlich Titten, Gore und trashiger Humor/Gags, fehlt hier (grösstenteils). Dazu noch diverse Surfszenen, die eigentlich rein gar nix mit dem vorranschreiten der Story zu tun haben (vielleicht sind die alle so true Hardcoresurfer, dass das für deren sexuelle Befriedigung sorgt). Deswegen mag auch keiner diesen FIlm. Keiner? Doch, ich, ich fand ihn sehr fein (okay, ich mochte auch Class of Nuke'em High 2). Denn das Ganze ist an sich ist halt Trash pur. Wenn mal die Goreszenen, einige durchs Bild hüpfende Brüste und die lustigen, aber oft auch schlichtweg infantieln Gags weglässt, dann sähen eigentlich alle guten Tromafilme so aus. Denn das hier ist Trash auf den Kern reduziert.

Denn der Unterschied zwischen einem guten und nem beschissenen Trashfilm ist nicht der Gore/Titten/Gaggehalt. Entscheidend ist eher folgendes : Ist die Machart charmant schlecht oder einfach nur mies? Ist das Ganze durchgedreht und stümperhaft auf eine urige oder auf eine einfach nur grottige Weise? Ist es wirklicher Dilletantismus oder schlichtweg Rebellion gegen die Normen, nach denen ein "guter" von einem "schlechten" Film unterschieden wird? Einem trashfilm nützt kein unfreiwilliger Humor, kein Gore, keine Gags, keine nackte haut, wenn er nicht im Kern wirklich Trash ist (zumindest fast nie).

Und meiner Ansicht nach verkörpert "Surf Nazis must die" den Trash richtig. Ohne zusätzlich "beschönigenden" Schnick-Schnack der das Ganze doch wieder etwas massenkompatibler macht.

Fazit : Sicherlich nicht Tromas bester Film, aber Trash in reinster Form, der den "Geist des Trashfilms" verkörpert und das ohne grossartig auf Gore-FX, nackte Haut und ähnliches zu setzen.Erklärt mich für verrückt, aber der FIlm ist kultig. Basta!

5
Smalltalk / Soweit ist es schon gekommen
« am: 02. April 2006, 15:24:51 »
Berlin - Abends in der Berliner U-Bahn: Ein Mädchen zieht sich aus, bis sie splitternackt ist. Sie wirkt benommen, als stünde sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Eine Gruppe halbwüchsiger türkischer und arabischer Jungen gibt ihr Anweisungen, sie soll sich selbst befriedigen. Sie macht alles, was man ihr befiehlt, die anderen Fahrgäste schauen zu oder teilnahmslos weg, während die Jungen ihre Handykameras ganz dicht an die Scheide des Mädchens halten, ihr eine Flasche und mehrere Strohhalme einführen und dabei ganz laut lachen. [...] (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,408937,00.html)

Da fällt einem echt nix mehr zu ein. Wenn ich das lese, dann hab ich nur noch Lust, auf die Täter so lange mit nem Baseballschläger einzuschlagen, bis die nur noch ein haufen Pampe sind.

6
Reviews / Genesis
« am: 13. März 2006, 23:20:47 »
Nacho Cerda, der schon mit Aftermath bewiesen hat, dass man auf intelligente Weise und vor allem auf höchstem technischem/künstlerischen Niveau, schocken kann, hat hier nun seinen dritten Film zum Thema Leben/Tod/Liebe gedreht.

Ein Autounfall löscht das Leben einer Frau aus. Ihr Mann, ein Bildhauer, kann ihren Tod nicht so recht verarbeiten und versucht damit auf seine Weise irgendwie klar zu kommen. Er nutzt sein Talent und fertigt eine Skulptur seiner Frau an. Doch als die Statur eines Tages anfängt zu bluten, ändert sich auch für ihn so einiges.... .

Die Story ist natürlich mysteriöser als die von Aftermath, es geht hier wieder mehr in die Richtung von "The Awakening" (dem ersten Film dieser gern als "Trilogie bezeichneten drei Filme). Sicherlich, man kann sich nach der Hälfte des Filmes denken, worauf es hinausläuft, aber das ist durchaus verschmerzbar (wie bei "The Awakening"), denn Cerda erzählt zwar diesmal eine Geschichte, aber sien hauptaugenmerk ist wieder seine Aussage.

Wie die nun lautet, darüber darf wild spekuliert werden und jeder kann sich so seine eigene Interpretation zusammen basteln (natürlich mit den gegebenen  "Bausteinen"). Fakt ist : Es geht wieder um das Leben, den Tod und die Liebe. Da das jeder für sich selbst erledigen muss, geh ich mal nicht weiter drauf ein (man will ja auch nicht alles vorwegnehmen).

Wer hier aber einen ziemlich blutigen Film, im Stile Aftermaths, erwartet, der wird bald merken, wie sehr er sich in Cerda getäuscht hat (der die Gewalt in Aftermath als Mittel benutzt hat, um seine Message rüberzubringen). Klar gibt es hier auch Effekte, wie auch schon in Aftermath, brillant gemacht. Aber hier beschränkt es sich auf die Transformation bzw. die blutende Statue. Ergo keine Gewalt, aber die tut bei dieser eher tragischen Geschichte auch keinerlei Not.

Vor allem, weil nicht nur die, diesmal noch weiter gespannte, Interpretationsbreite, sondern vor allem die Technik und auch die Atmosphäre vollkommen überzeugen. War Aftermath hier schon künstlerische Perfektion (IMO), so übertrifft Cerda sich hier nochmal. Feinfühlige Kamera, das erneute Fehlen der Dialoge, der geniale Score und die dadurch entstehende melancholisch-schaurige Atmosphäre sind einfach nur top. Getragen wird das vom sehr überzeugenden Hauptdarsteller.

Fazit : Sicherlich wird dieser Film nie den Status von "Aftermath" erreichen, dazu ist er für viele dann doch zu "zahm" (Gorefanatiker, die Aftermath aufgrund der FX für toll befinden) oder halt zu "undergroundig" (für den Mainstreamseher). Technisch hingegen sogar noch eine Steigerung.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=44327&rid=174420

7
Reviews / Aftermath
« am: 12. März 2006, 19:07:25 »
Nekrophilie ist ein heikles Thema. Ein Thema, dass selbst von vielen Filmemachern gemieden wird, die sonst wenig Hemmungen haben, brutalste Morde/Folterungen in detailierter Weise zu schildern. Ein Tabuthema im Tabubereich der Splatterfilme so zu sagen. Trotzdem gibt es immer wieder Filme, die mit dem Thema kokettieren oder es thematisieren. Das bekannteste Beispiel dafür dürfte Buttgereits "Nekromantik" sein, aber auch der belgische "Lucker the Necrophagus" oder selbst modernere Filme wie "Nightwatch" mit Ewan McGregor und Nick Nolte wagen sich an das Thema heran.

Ebenso tut dies "Aftermath" des spanischen Regiesseurs Nacho Cerda. Doch hierbei handelt es sich um einen besonderen Beitrag zu diesem Thema. Während die anderen Filme nur unterhalten oder schocken sollten, so geht Cerda wsentlich weiter, im positiven Sinne. Sein 30 minütiger Film verfügt quasi um keine wirkliche Handlung. Es geht einfach nur um einen nekrophilen Pathologen, der nach einer Autopsie sich an der Leiche einer jungen Frau vergeht.

Was jetzt exploitativ, billig und einfach nur krank klingt, ist aber mit Abstand das beste zu dem Thema was bisher gedreht wurde. Über die Bedeutung könnte man sicher auch länger sinnieren, ohne dabei auf einen Nenner zu kommen. Während man einerseits die Untrennbarkeit und auch Nähe von leben und Tod sehen kann und wie leicht die Grenzen verwischen (oder wie "Der Mann mit dem Plan" in seinem Review so schön gesagt hat, dass die Leiche lebendiger wirkt, beim Akt der Vergewaltigung, als der kalt/mechanisch agierende Arzt), könnte man andererseits auch komplette Sinnlosigkeit unterstellen oder ganz andere Interpretationsansätze heranziehen. Liegt an jedem selbst, Spielraum dafür bietet der Film allemal.

Also ist Exploitation schonmal die vollkommen falsche Bezeichnung. Und im Gegensatz zu den anderen Beiträgen dieser Art, Nightwatch mal ausgenommen, ist "Aftermath" auch nicht billig. Alles andere. Wo "Nekromantik" z.B. durch Bildverfremdungen/Nachzieheffekte oder auch klassische Musik wie ein Kunstfilm wirken will, da ist "Aftermath" es einfach. Auf hochwertigem Material gefilmt, ist jede Kameraeinstellung gefühlvoll gewählt, der Score ist einerseits düster, andererseits aber auch sehr gefühlvoll. Letztendlich führt alles dazu, dass der Vorgang der Autopsie und sogar der Leichenschändung, trotz der eigentlichen Widerwertigkeit, sehr ästhetisch wirkt, so abstossend es an sich ist.

Allein dadurch finde ich auch ist der Schockgehalt des Filmes auch nicht so hoch, wie viele sagen, zumal es dem Film bzw. Cerda darum doch gar nicht zu gehen scheint. Lese ich im DTM Review "Partykanone", dann frage ich mich, ob da jemand auch nur ansatzweise versucht hat zu verstehen was da gezeigt wird oder zu "würdigen" wie kunstvoll es umgesetzt wurde. Naja, sicherlich alles ziemlich sick, aber einen hartgesottenen Splatterfan schockt es sicher nur bedingt, dafür ist es, wie gesagt, viel zu kunstvoll. Der 08/15 Mainstreamgucker, den haut das Gezeigte natürlich um, aber ob diese Personengruppe diesen Film a) je sehen wird und b) sich danach über irgendwas anderes Gedanken macht, als sich darüber das Maul zu zerreissen, dass der da doch Sex mit einer Leiche hatte, das darf man zu bezweifeln wagen.

So sehr ich nun versucht hab zu verdeutlichen, dass gar nicht die FX und der Gore/schockgehalt das Zentrum des Interesses des Zusehers sein sollten, trotzdem muss man die Effektarbeit, die natürlich auch vordergründig sofort auffällt, loben. Wüsste man es nicht besser, so würde man denken, es handele sich hier um echte Leichen.

Nun aber schnell wieder weg von den FX, hin zur Atmosphäre. Klinisch steril. Düster, gefühlskarg. Der brillante Score, sowie das fehlen von Dialogen haben genau diese Stimmung zur Wirkung. Auch die Bildsprache unterstützt dieses. Der eine Pathologe nimmt, ganz mechanisch und emotionslos, die eine Leiche ausseinander. Die einzig menschliche Regung (vom Prinzip her so zu sagen), ist das Interesse des anderen Pathologen an der Leiche von Marta. Und als er seine Gelüste dann an ihr auslebt, ist die Leiche das einzige, was in dieser "toten" bzw. kalten Atmosphäre lebendig erscheint (wie schon gesagt). Irgendwie wirkt alles sehr vom menschlichen entfremdet, ausser halt eben beschriebenen Sachen. Irgendwie ganz seltsam, aber auf seine eigene Art faszinierend.

Fazit : Was will man mehr sagen? "Aftermath" ist schlichtweg ein perfekt inszeniert, künstlerisch anspruchsvoller Kurzfilm, der ein Tabuthema thematisiert und dadurch, wie auch durch die FX, in eine Ecke gedrängt wird, die ihm nicht ganz gerecht wird und ihn zu sehr auf an sich unwesentliches reduziert.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=5999&rid=174094

8
Reviews / Brothers Grimm
« am: 09. Oktober 2005, 15:06:02 »
Jeder von uns kennt seit er klein ist die Märchen der legendären Gebrüder Grimm (bzw. die von ihnen gesammelt wurden). Allgemein dürften wir alle eine ganze Reihe von Märchen und Volkssagen mehr oder minder gut kennen. Rotkäppchen und der böse Wolf, Aschenputtel, Rapunszel, Schneewittchen und was es da so alles gibt.

Nun hat sich Ex-Monty Python Terry Gilliam dem Thema angenommen. Der bekannte Regiesseur, der unter anderem für die Python Werke "Ritter der Kokusnuss" oder "Der Sinn des Lebens", sowie für Folgen des "Flying Circus", aber auch für anerkannte Filmhighlights wie "Brazil", "Fear and Loathing in Las Vegas" oder "12 Monkeys" verantwortlich ist, erzählt hier allerdings kein Märchen direkt nach, ebensowenig, wie er den realen Hintergründen der Gebrüder Grimm auf den Spuren ist.

Von Frankreich besetztes Deutschland, Anfang des 19. Jahrhunderts. Jake/Jakob (Heath Ledger, bekannt aus "10 Things I hate about you"", "The Patriot" oder "A Knights Tale") und Will/Wilhelm Grimm (Matt Damon, "Good Will Hunting", "Dogma", "Saving Private Ryan") beschäftigen sich mit dem Übernatürlichen. Sie erkunden alte Volkssagen und Märchen und lassen zwei Freunde danach die Ammenmärchen inszenieren, nur um dann als Geisterjäger aufzukreuzen. So haben sie sich einen Namen und auch Geld gemacht. Doch die Franzosen um den General Delatombe (Jonathan Pryce, "Ronin", "Tomorrow never dies", "Brazil") durchschauen das Theater. Nun werden die Gebrüder unter Aufsicht von Cavaldi (Peter Stormare, "Armageddon", "Fargo", "Windtalkers") nach Marbaden geschickt um vermeindliche Nachahmer, die 10 Mädchen entführt haben, dingfest zu machen. Doch schon bald merken sie, dass hier keine Betrüger am Werke sind.

"Brothers Grimm" gerecht zu bewerten ist nicht so leicht, wie man denken mag. Denn in erster Linie sieht wohl jeder das verschenkte Potential. Gilliam, der gerade mit Filmen wie "Brazil" und "Fear and Loathing in las Vegas" bizarre Trips in die Fantasy bzw. fantastische, teils alptraumhafte (gerade in "Fear and Loathing in Las Vegas") Verzerrungen der Realität geschaffen hat, geht hier nicht annähernd so drastisch vor. Der Film hätte sowohl ein alptraumhafter, verstörender Horrortrip werden können, als auch ein subtiler, mit vielen Metaphern und bedeutungsschwangeren Bildkompositionen versehener Grusel, bei dem sich dann viele wieder um Kopf und Kragen interpretieren würden. Aber dem ist nicht so. Nun mag man rätseln, ob Gilliams Genialität ebenso wie er in die Jahre gekommen ist, oder ob er das vielleicht gar nicht wollte, was man aus dem Stoff hätte machen können. Denn ist man über diesen "ersten Schock" bzw. eine gewisse Ernüchterung hinweg, offenbart sich einem doch so einiges. Denn auch wenn der Film weder wirklich tiefsinnig, noch ein Horrortrip ist, so ist der doch ein Märchen. Und kein gewöhnliches. Gilliam zelebriert hier ein düster-morbides Märchen, teilweise mit eigenen Ideen, teilweise mit Versatzstücken und Zitaten, sowohl was das Prinzip der Geschichte, als auch die Szenen angeht. Lebende Wälder/Bäume, verwunschene Gegenstände, verzauberte Königinnen, skurrile Charaktere, alles mögliche ist vorhanden. Sicherlich ist der Film von seinem Charakter, wie auch seiner Inszenierung, um einiges mainstreamiger als andere Werke des Ex-Python, er übertreibt es nicht mit der Überdrehtheit, die Charaktere sind teilweise skurril, aber trotzdem gut begreifbar, die visuelle Umsetzung ist grandios was Farben und Bilder angeht, aber gewissermaßen noch bodenständig, nie allzu surreal oder abstrakt.

Und auch wenn es Gilliam nirgendwo auf die Spitze getrieben hat und "Brothers Grimm" kein Film der Superlative ist, so überbietet er in vielen Belangen jedoch den durchschnittlichen Film um Welten. Wie erwähnt, die visuelle Umsetzung ist kein Horror/Psychotrip in bizarre Welten, aber sie ist märchenhaft, wirkt teilweise leicht surreal, gerade die Farbgebung und die Bildkomposition. Um es auf den punkt zu bringen, der grösste Teil des Filmes ist ein visueller Hochgenuss.

Auch der Unterhaltungswert weiss zu überzeugen. Es sind sehr viele Gags eingebaut, von denen zwar nur einige zünden, allerdings trägt die dunkle Märchenatmosphäre dazu bei, dass man den temporeichen Film trotzdem geniesst. Hier gibt es, zumindets in der Wirkung, Parallellen zu Polanskis "Tanz der Vampire". Nicht das Sitzen unzähliger Gags, sondern die liebevolle, teilweise verträumte Inszenierung bzw. Wirkung des Filmes macht hier den Charme aus. Dazu kommen einige technishc ansprechend, wenn auch nicht perfekt, umgesetzte Schockeffekte, die denen der ganzen Gruselfilme der letzten Zeit, sei es "Amytivlle Horror" (Remake),"Hide and Seek", "The Ring" und wie sie alle heissen, überlegen sind. Gerade die Szene mit dem "Lebkuchenmann" ist hier ein richtiges Highlight, ebenso die mit dem Pferd und dem Mädchen. Hätte Gilliam den ganzen Film so inszeniert, wo wir wieder beim Potential wären, dann hätten wir hier besagten Alptraumtrip. Ebenfalls erwähnenswert ist der Werwolf. Hier gibt es eindeutig einen Daumen nach oben, denn er ist, im Gegensatz zu denen an sich guten Filmen, wie z.B. "Underworld", IMO hervorragend umgesetzt.

Die Schauspieler tun ihr übriges. Heath Ledger und Matt Damon geben ein gutes Gebrüder Grimm Paar ab, Ledger als Verträumter Jakob, Damon als leicht teilweise unsympathischer Wilhelm. Zwar verlangen die Rollen den beiden nicht alles ab, aber gerade Ledger gibt einen höchst sympathischen, wenn auch träumerischen, Charakter zum besten. Etwas interessanter, da uriger, ist da Stormare als Cavaldi. Total durchgeknallt mimt der Schwede den italienischen Folterknecht, der anfangs wie das Böse schlechthin rüberkommt, aber während des Filmes langsam aber sicher auch in die Welt von Jakob (wie Wilhelm/Matt Damon es sagen würde) abtaucht. Sein ganzes Gebärden entbehrt dabei nie einer gewissen Komik. Wirklich böse hingegen ist dann Jonathan Pryce als französischer General, ganz und gar ungläubig gegenüber den Märchen und Legenden. Gegen Ende ist er sowas wie der Fels in der Brandung, der aus der ganzen Fantasy und dem märchenhaften herausragt, sich gegen dieses wehrt. Eine weitere sehr wichtige Rolle spielt Lena Headey als Angelika. Auch sie erfüllt ihren Part sehr gut, wesentlich mehr kann man dazu kaum sagen. In einer Nebenrolle ist dann noch Monica Bellucci zu sehen, die die Königin verführerisch, schön und zugleich arrogant und intrigant verkörpert. Alles andere Nebenrollen sind auch anständig besetzt und die ein oder andere, darf dann auch etwas verrückt sein.

Fazit : Anfangs enttäuschend wirkender Film, der das Potential zum tiefsinnigen Sinnbild, wie auch absolutem Horrortrip gehabt hätte. Aber sieht man daovn ab, dann erkennt man, dass Gilliam hier sein eigenes düster-morbides Märchen zelebriert, das visuell und schauspielerishc vollkommen überzeugt und auch mit einige guten Ideen und Charakteren aufwarten kann. Verstehe die ganzen schlechten Kritiken daher im Endeffekt nicht, zumal der Film, wohl aufgrund seiner mainstreamigen tendenz, besser unterhält, als Filme wie (der IMO doch etwas überbewertete )"Brazil" und der ansonsten sehr geile "Fear and Loathing in las Vegas".

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=63870&rid=151672

9
Reviews / Jersey Girl
« am: 07. Juni 2005, 23:20:45 »
So, ein kleiner Fehler ist da, da ich nicht mehr in Erinnerung hatte, dass noch ein Jay und Silent Bob Film kommt (Passion of the Clerks) bzw. kommen soll. Aber egal :

Seit "Clerks - Die Ladenhüter" und dessen indirekten Forstsetzungen (Jersey Trilogie) "Mallrats" und "Chasing Amy" dürfte Kevin Smith den meisten Leute ein Begriff sein. Wenn nicht, dann dürfte spätestens "Dogma" das geändert haben. Kevin Smith ist Kult, soviel steht fest. Gerade seine ersten drei Filme vereinen ideal derben, aber in vielen Belangen doch noch nahe an der Realität angesiedelten Humor (wobei manches natürlich auch etwas sehr abgedreht ist) mit keineswegs platten oder oberflächlichen Beziehungskisten. Gerade in "Chasing Amy" kam doch schon stellenweise eine sehr "romantische" Komponente durch. Meiner Ansicht nach erreichen die wenigstens, wenn überhaupt jemand, seinen Stil, den er mit diesen 3 Filmen vorgelegt hat. Auch seine letzten beiden Filme "Dogma", bei dem die Religion nett verschippert werden durfte, und "Jay und Silent Bob schlagen zurück" waren, wenn auch gerade letzterer wesentlich alberner und platter, sehr lustig und sehr geile Komödien. Trotzdem wirkte "Jay und Silent Bob" wie ein Fazit.

Denn ein Problem, dass Smith hat, wenn man von problem reden will, ist, dass viele ihn zu oft auf Jay und Silent Bob, die beiden bei Frauen erfolglosen Dauerkiffer, der eine dauernd am Müll sabbeln, der andere meistens schweigende, der wenn er was sagt, den Nagel auf den Kopf trifft, reduzieren. So hat Jay im letzten Film eine Freundin abbekommen, die Kultcharaktere wie Hooper X, Banky Edwards, Holden McNeal, Dante Hicks, Randall Graves oder Alyssa tauchen wieder auf und so weiter. Natürlich hat Smith nicht aufgehört Filme zu machen (Gott sei Dank), aber auf mich wirkt es so, als wolle er mit Jay udn Silent Bob (vorerst) abschliessen. Denn so lustig die beiden Charaktere sind, sie haben einigen besseren, viel hintergründigeren Charakteren mit zunehmender Popularität die Show gestohlen.

"Jersey Girl" stellt somit den ersten Smith Film dar, in dem Jason Mewes und Smith nicht in die Rollen der beiden Kiffer schlüpfen. Die Story gestaltet sich von Anfang an wesentlich ernster als bisher. Oliver Trinke arbeitet in der PR Branche. Er ist furchtbar verliebt in seine Frau Gertrud und zufrieden mit seinem Job und dem Leben in Manhattan. Das Glück scheint perfekt, als Gerturd schwanger wird. Doch schon bald bricht alles zusammen, denn Gertrud stirbt bei der Geburt ihrer Tochter. Dann beleidigt Oliver auch noch die Reporter auf einer Presseversammlung und den gefeierten neuen Star Will Smith, seinen Klienten. Er verliert den Job und sein Appartement. Von nun an kümmert er sich um seine Tochter.
Sieben Jahre später. Oliver wohnt bei seinem Vater, zusammen mit seiner Tochter. Er hat einen Job bei den Stadtwerken bekommen, träumt aber weiterhin von der Rückkehr in die PR-Branche. Dann lernt er in der VIdeothek zufällig Maya kennen.

Wie man erkennen kann, das Thema hat einen ernsteren Grundtenor, als das, was man bisher von Smith kannte. Auch der Humor ist dem etwas mehr angepasst. Wer also Kiffer-, Furz- und Fäkalsprachenwitze erwartet, der wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Aber Kevin Smith wäre nicht er selbst, wenn sein Humor harmlos geworden wäre. Einige sexuelle Anspielungen, einige Seitenhiebe und auch einige normale Lacher erwarten den Zuschauer. Zwar ist es eine Gradwanderung, bei so einem ernsten Thema auch mal etwas gewagtere Witze (nicht den bei sowas sonst üblichen schnöden Familien- oder Romanzenhumor) zu bringen, aber dies gelingt Smith perfekt. Er geht mit einer natürlichen Lockerheit an das Geschehen ran, ohne jemals platt zu werden oder den Ernst aus der Geschichte zu nehmen und sie dem kurzzeitigen Witz unterzuordnen.

Aber auch das andere extrem liegt im fern. Wie schon bei "Chasing Amy" bleibt der romantische/gefühlsgeladene Part immer dezent, man hat nie das Gefühl, dass Smith jetzt in den extremen Kitsch abrutscht oder Emotionen durch übertriebene Theatralik hervorrufen will. Sicherlich wird es manchmal schon knapp, aber das kann man Smith nicht vorwerfen. Auch das ein oder andere Klischee konnte er kaum auslassen, sonst wäre der Film zu düster oder ernst geworden, um als Liebes-Komödie oder eher als romantische Komödie durchzugehen. Daher sei ihm das verziehen.

Auch die Schauspieler machen ihre Sache zufriedenstellend. Jennifer Lopez hat ja nur einen kurzen Auftritt als Gertrud (Olivers Frau), man merkt aber, dass sie eigentlich mal Schauspielerin war, denn im Gegensatz zu den anderen Musik-Starlets und Gangsterrappern (Ice-T und Ice Cube mal ausgenommen, die beiden sind wirklich cool in ihren Filmen, bzw. Ice Cube wirklich mit etwas Talent gesegnet), die meinen, sie müssten in Filemn auftauchen bleibt sie in ihrer kurzen Bildschirm Zeit recht natürlich und man bekommt kaum den Eindruck, sie wolle nur mal wieder in der Öffentlichkeit stehen. Nun aber zu den drei wichtigsten Charakteren. Ben Afleck darf mal wieder in einem Smith Film sein Können zum Betsen geben. Okay, Ben Afleck war in manch einem Film grausig, aber Smith schafft es einfach das Beste aus ihm herauszuholen und gerade in "Chasing Amy" da hat er bewiesen, dass er in der Tat ein guter Schauspieler ist. Zwar erreicht Afleck diese Performance hier nicht, aber gibt im Grossen und Ganze eine sehr ordentliche Vorstellung als Oliver ab und man wünscht sich keinen anderen herbei, wie man es ab und an mal wohl schon getan hat ( ;-) ). Wirklich sehr gut und überzeugend ist Raquel Castro als Olivers Tochter Gertrud. Ich habe zwar noch keinen anderne Film mit ihr gesehen, aber sie ist die ganze Zeit über sehr natürlich und hat die richtige Ausstrahlung und Glaubwürdigkeit für diese Rolle. Liv Tyler hat sicherlich auch schon bessere Darbietungen abgeliefert, aber auch sie spielt grundsolide und glaubwürdig, von daher will ich nicht meckern. Der Rest der Cast, unter anderem Jason Biggs, Matt Damon und Jason Lee in eher kleinen Nebenrollen, passt sich dem positiven Gesamtbild an. Herrlich auf jeden Fall Will Smiths lustiger und selbstironischer Auftritt. Allgemein wird er hier teilweise ganz nett durch den Kakao gezogen. Technisch gibt sich der Film auch keine Blösse und ist sehr sauber umgesetzt. Auffällig ist die Musikuntermalung, an der es aber auch nichts zu mäkeln gibt.

Fazit : Sicherlich nicht Smiths bester Film, aber trotzdem eine gute romantische Komödie, die lustig, aber nicht zu albern und romantisch, aber nicht zu schmalzig ist.

10
Reviews / Review : Some kind of Monster
« am: 06. Februar 2005, 20:13:34 »
Metallica. Diese Band ist, ob man sie mag oder nicht, ein Phänomen. Vor über 20 Jahren legten sie mit ihrem Debüt "Kill 'em All" nicht nur einen der Grundsteine des Thrash Metals, welchen sie mit Bands wie Exodus, Slayer oder auch Anthrax (wobei die eher in den bereich Speed Metal fallen) gross machten, sondern sorgten auch, neben Bands wie Iron Maiden, Judas Priest und ähnlichen, für den immer weiter steigenden Metal Boom. Wird gesagt, dass sie die wichtigste, grösste oder auch beste Band sind, dann halte ich das zwar für stark übertrieben, aber dass sie mit eine der wichtigsten Bands waren, dass kann man nicht leugnen.

Man könnte jetzt sicherlich stundenlang über die Musik diskutieren, ob sie ihren "Götter" Status verdient haben, ob sie nach dem Hinzukommen des Producers Bob Rock beim Black Album keinen Kracher mehr hinbekommen haben oder ob Load, ReLoad und die diversen anderen Releases (S&M, Garage Inc., etc.) immer noch Top Alben sind, ob St. Anger jetzt Müll oder wirklich verdammt gut ist oder meinetwegen auch ob die Alben von "Kill 'em All" (welches ich aufgrund des Gesang ehrlich gesagt furchtbar finde) bis "... and Justice for all" überhaupt ihren Kultstatus bzw. ihrem Ruf gerecht werden. Allerdings hat dies mit dieser Doku wenig zu tun.

Die einzige Frage, die sich vor Sichten des Filme swirklich auftut ist, ob der Film Not getan hätte. In der ursprünglich angedachten Form einer reinen Band-Doku mit Making Of Einschlag hätte der Film an sich gar keine wirkliche Daseinsberechtigung, da es pure Selbstbeweihräucherung gewesen wäre, aber so wie der Film geworden ist bzw. sich entwickelt hat, hat er schon mehr Sinn.

Denn auch wenn ein Teil der Doku mit dem Making Of des Albums "St. Anger" beschäftigt ist, so ist ein wichtiger Teil, wenn nicht der wichtigste, sind die persönlichen Konflikte und Probleme der Bandmember im allgemeinen und untereinander. Wenn man bedenkt, dass viele Menschen im Prinzip ähnliche Probleme haben und vor allem, was es für allgemein-bedeutend wichtigere/grössere Probleme gibt, dann verkommt der Film, trotz eines gewissen Sinnes, zur "Belanglosigkeit". Und so denke ich auch über den Film an sich : Er ist recht "belanglos", da mich die Probleme einzelner Musiker, selbst wenn es Grössen wie Metallica sind, selbst wenn es eine Band ist, deren Musik der Alben "Ride the Lightning" bis zum "Black Album" ich doch recht gerne mag bzw. schätze, kaum interessieren, da es wesentlich wichtigeres im Leben gibt, als die kaputte Psyche bzw. das problematische Leben irgendwelcher Prominenten, vor allem, wenn es doch recht speziell dargestellt wird und nicht musterhaft für eine ganze Gattung Promis/Künstler.

Aber deswegen ist der Film noch lange nicht schlecht! Für Metallica Fans ist der Film eh ein Muss, aber auch für Metaller, Leute denen Metallica ein Begriff ist und Leute die Metallicas Musik gerne hören, ohne wirklich der Metalszene anzugehören, ist der Film doch schon stellenweise recht interessant, zumindest zum einmal sehen. Man sollte nur schon einen gewissen Bezug zu Metallica haben, sonst kann man sich den Film schenken.

Sicherlich ist der FIlm mit 141 Min. recht lang geraten. Aber hat man den angesprochenen gewissen Bezug zu Metallica, dann ist die Verbindung aus Making Of des "St. Anger" Albums mit biographischen Rückblicken und einer Doku über die innere Situation der einzelnen Mitglieder keineswegs langweilig.

Was man leider aber auch sagen muss ist, dass der Film einem schon die Augen über Lars Ulrich (Drummer) und James Hetfield (Gitarre, Gesang) öffnet. Während Kirk Hammet (Gitarre) noch relativ normal geblieben zu sein scheint, so habe ich das Gefühl, dass Hetfield und Ulrich irgendwie leicht den Bezug zur Realität verloren haben. Oder wie man im Englischen so schön sagen könnte : "They have completely lost it!". Nur weil die Umstände um die Band herum und auch private Umstände dafür zu verantworten sind, kann man das nicht entschuldigen. Wenn Ulrich bei einem Konzert der neuen Band des Ex-Bassisten Jason Newsted fast in Depressionen verfällt, weil da alles klappt und Metallica es als Band kaum schafft zusammen zu bleiben, dann frage ich mich echt, was der für Probleme hat. Hetfields Probleme mit dem Alkohol und seinem Image bzw. einem gewissen teil davon, sind da schon schwerwiegender, aber auch nix besonderes, da es nicht nur ihm so geht. Bei den Beiden kommt man echt ins Grübeln, was die für Probleme haben und ob ihnen die allgemeinen Probleme, die mit ihnen nix/wenig zu tun haben, überhaupt bewusst sind. Also meine Meinung von den beiden ist nach dem Film erheblich gesunken. Ändert an der zweifelsohne guten Musik und auch an der Qualität des Filmes nichts, aber an den Kopf packen muss ich mir schon.

Fazit : Für Fans eh ein Must See, für alle anderen, die einen Bezug zu Metallica haben, zumindest fürs einmalige Sehen recht interessante Doku, die aber im Hinblick auf die Welt im Allgemeinen schlichtweg belanglos ist. Nicht mal für die "Metalwelt" ist die Doku wirklich relevant, da auf andere Bands, weder von Metallica beeinflusste, noch Vorbilder von ihnen, auch nur annähernd eingegangen wird. Daher nur in Bezug auf Metallica direkt von einer gewissen Bedeutung.

11
Asiatische Filme / Elysium
« am: 31. Januar 2005, 14:19:00 »
Auf den Spuren von Final Fantasy soll "Elysium" angeblich wandeln. Nunja, sind die Final Fantasy Spiele auf der Playstation 1/2 und den alten Nintendo Systemen immer vollkommen überzeugende Rollenspiele gewesen, so haperte es bei der dazugehörigen FIlmumsetzung, zumindest im Vergleich zu den Spielen, an Ideenreichtum und Seele. Daher war der Film, wenn auch an sich ganz gut, enttäuschend. Aber dieses auf den Spuren von "Final Fantasy" bezieht sich ja auch eher auf die Machart des Filmes, da er komplett computeranimiert ist und ähnlich wie "Final Fantasy" die Menschen nicht als Comicfiguren, wie in "The Incredibles" oder "Shrek", welche für mich, vor allem ersterer, bisher das Maß aller Dinge was komplett computergenerierte Filme angeht darstellen, sondenr als reale Menschen. Bei "Final Fantasy" ging das schon nicht so gut wie erhofft, aber trotzdem wagte ich einen Blich auf "Elysium", da die Geschichte doch ganz interessant, wenn auch nur bedingt innovativ, klang.

In der Antarktis finden NASA Forscher etwas, womit sie nix anfangen können. Kurze Zeit später wollen sie sich mit dem Botschafter der Elysianer, einem technisch haushoch überlegenem Auserirdischenstamm, treffen. Doch aus irgendwelchen Gründen greift das Schiff der Menschen an und der Botschafter stirbt. Nun beginnen die Elysianer einen Krieg gegen die Menschen. Mitten drin findet sich Val wieder, dessen Freundin vor seinen Augen von den Elysianern getötet wurde. Doch was er noch nicht weiss : Er gehört zu einem von vier auserwählten Kriegern, die diesen Krieg beenden sollen.

Die Geschichte bietet jedenfalls eine Menge Platz für düstere Atmosphäre, Action und viele Storydetails. Sagen wir eher, sie würde es bieten. Die deutsche Fassung, von der ich mal ausgehe sie ist uncut (Handlungscuts sind ja auch net selten hier, wenn es um asiatische Filme geht), geht sage und schreibe 83 Minuten (abzüglich Abspann). Eigentlich heisst das ja nicht viel, aber anstatt ein düster-melancholisches Meisterwerk draus zu machen, rattert der Film seine Handlung blitzschnell runter. So bleibt zwar ein gewisser Unterhaltungswert und auch Längen sind weitestgehend ausgeschlossen, aber der Film bleibt relativ oberflächlich und "blass" bzw. "kalt". Alles was an Substanz hätte vorhanden sein können, wird auf ein Minimum reduziert. Anfangs wirkt die Story dadurch auch mächtig konfus, da man sich nicht die Zeit für eine vernünftige Einarbeitung nimmt.

Okay, also handelt es sich bei "Elysium" nicht um ein Meisterwerk. Kann man mit leben, denn es gibt ja auch "nur" gute bzw. unterhaltsame Filme. Aber zu denen gehört "Eylsium" leider auch nicht. Das hat zwei weitere Gründe.

Erstens, die Animationen. Man merkt, dass hier nicht soviel Geld wie bei "Final Fantasy" zur Verfügung stand war klar. Man merkt es an jeder Ecke. Während die Umgebungen noch recht ordentlich aussehen und die seltsamen Kampfroboter ja durchaus künstlich aussehne dürfen, so wirken die Figuren wie Computerspielfiguren. Allerdings, und hier liegt Problem Nummer 2, nicht gerade wie diejenigen, die man sofort ins Herz schliesst. Sie sind steril. Sie erwecken kaum den Eindruck menshclich zu sein. Und, was wohl auch eher Schuld des Drehbuchs oder der oberflächlichen Umsetzung der Story ist, sie haben kaum Charakter. Keine der Figuren hinterlässt einen bleibenden Eindruck, kein Charakter wirkt wie ein Charakter aus der Welt dieses Filmes, sie alle wirken austauschbar. Abgesehen von Oz vielleicht, der keineswegs innovativ ist, aber wenigstens ein bisschen Charme besitzt.

Aber um wieder auf die Animationen zurückzukommen. Diese sehen aus wie die CGI Filmchen aus einem zweitklassigen Playstation oder Playstation 2 Spiel. Da gibt es X-Box oder Gamecube Spiele mit besseren Animationen und besserer/realistischerer Grafik. Dadurch bleibt der Zuschauer natürlich auf Distanz und "Elysium" geht mehr oder weniger an einem vorbei.

Fazit : Die Grundidee hat viel Potential, aber die Technik, die mangelhaften Charaktere und die Hektik beim Fortführen der Story lassen es nicht zu, dass hier ein episches und düster-melancholisches Sci-Fi-Werk entsteht. So bleibt ein leidlich unterhaltsamer Film, den keiner kennen muss.

12
Manga & Anime / Frage zu Gundam Wing, Saiyuki udn 12 Kingdoms
« am: 14. Januar 2005, 17:17:56 »
Frage : Kennt einer von euch die Anime Serien Gundam Wing, 12 Kingdoms und Saiyuki ?

Wenn ja, lohnt sich da ein Kauf der DVDs?

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Asiatische Filme / To Catch A Virgin Ghost (Sisily 2km)
« am: 25. Dezember 2004, 01:57:27 »
Mal ein kleines Review zu dem Film ;)

Und wiedereinmal hat ein koreanischer Film den Weg in meine Sammlung und den DVD Player geschafft. Horrorkomödien sind ja an sich oft was feines und da ich den "reinen" Gruselfilmchen aus Asien eher weniger was abgewinnen kann (finde sie nicht schlecht, aber wirklich umhauen tun sie mich nicht, R-Point, welcher ja eigentlich kein "reiner" Grusler ist, mal ausgenommen) war ich natürlich zu einem gewissen Grad skeptisch, wie auch so manch anderer. Zumal manche von Schrott redeten und andere den Film hingegen wieder gut fanden. Und erneut hat sich bewiesen, dass man sich am besten ein eigenes Urteil bildet.

Seok-tae hat gerade einem Freund und dessen Boss um einige Diamanten gebracht. Doch dann baut er einen Verkehrsunfall. nach kurzem Fussmarsch kommt er an einen Landsitz, den sich mehrere Bauern teilen. Diese lassen ihn bei sich übernachten. Durch einen erneuten Unfall scheint Seok-tae getötet worden zu sein. Die Bauern finden zufällig einen der Diamanten. Doch bevor sie sich so recht darüber freuen können, geschweige denn dies ausnutzen können, nahen schon die Probleme : Seok-tae, der einfach immer wieder Unfälle bzw. Mordversuche überlebt, seinen Kumpel mit drei Schergen im Schlepptau und ein Geist, der sein Unwesen treibt.

Klingt leicht konfus, ist es aber nicht. Die Story ist sehr geradlinig aufgebaut, lässt aber im Grossen und Ganzen etwas an Spannung vermissen. Dieses Manko wird aber durch einige unerwartete Wendungen grösstenteils wett gemacht. Der Grund, dass dies so gut klappt ist der Genremix. "Sisly 2km" ist zwar sehr schlecht einzuordnen, da er weder Fisch, noch Fleisch ist, und die Bezeichnung Horrorkomödie eher eine Notlösung darstellt, aber, oh Wunder, er funktioniert trotzdem. Anfangen tut es eher wie eine Art Gangsterthriller, der zwischendurch Comedy-Elemente einbaut, wandelt sich dann eher zu soetwas ähnlichem wie einem Backwoodfilm, zumindest ein bisschen, um dann letztendlich in seine Horror/Gruselphase zu kommen, wobei ein kleiner Schuss Liebesgeschichte mit eingebracht wird. Ist sehr seltsam, aber es schadet dem Unterhaltungswert nicht.

Allerdings darf man nicht erwarten, dass die von mir genannten Genres wirklich das beschreiben, was dort passiert. Der Film hat zwar Comedy Elemente, aber wer wirklich eine Komödie erwartet, wird wahrscheinlich genauso enttäuscht, wie jemand, der bei den Worten Backwoodfilm und Horror/Gruselfilm an einen düster-atmosphärischen oder brutalen Schocker denkt. Es gibt was zu lachen, es gibt typische Grusel/Horror/Mysteryzutaten, am Ende sind einige Szenen sogar fast schon trashig, aber der Film passt nicht in diese Kategorien rein.

Von der technischen und auch der schauspielerischen Seite her ist der Film zwar keine Perle wie manch anderer asiatischer Film, allerdings wird ordentliche Arbeit geleistet, ohne atemberaubende Glanztaten oder drastische Aussetzer.

Fazit : Sisily 2km ist einer der wenigen Filme, bei dem ich für meinen Teil echt nicht weiss, wie ich ihn bezeichnen soll. Unterschiedliche Horror/Grusel/Mystery-Elemente werden mit etwas Comedy und lockerem Gangsterthriller durcheinandergeworfen, wobei der FIlm jederzeit übersichtlich, frisch und sehr unterhaltsam bleibt.

14
Smalltalk / Weihnachtsausbeute
« am: 24. Dezember 2004, 20:26:08 »
Da wir sicher alle irgendwie zu weihnachten irgendwas bekommen haben, hier ist der Thread, in den man die "Ausbeute" reinschreiben kann.

Von Eltern :
Lederhose
Wacken 2005 X-Mas Package
Neuen Rasierer
Hanteln

Von Grosseltern :
Je 100€

Von Onkel/Tante :
30€

Vom Bruder :
30€

So, der grösste Teil des Geldes wurde auch schon investiert, das meiste in meine eine Arirang Bestellung, welche sie übrigens als Express geschickt haben (brauchte ich nichts extra für bezahlen, war wohl ein "Danke" für die grosse Bestellung) und die dann heute auch angekommen ist :D

15
Reviews / Filmreview : Garfield
« am: 28. November 2004, 13:35:32 »
Seit ich denken kann war ich immer schon Fan von den Garfield Comics. Klar, früher fand man diesen fetten Kater und seine Gemeinheiten eher komisch, später erkannte man, dass in vielen Dingen sogar die Realität, nur halt mit einem humoristischen Schlenker wiedergegeben wird. Zudem ist Garfields Zynismus und teilweise vorhandener Hang zur Philosophie auch immer wieder sehr amüsant.

Und da Hollywood momentan ja alles verfilmen muss, was es in Comicform gibt und das amerikanische Publikum anspricht, ist nun auch Garfield Opfer der Ideenlosigkeit Hollywoods geworden.

Wobei man sagen muss, dass die Geschichte an sich sehr viel eigene Ideen besitzt, für meinen Geschmack zu viele bzw. zu viele falsche und shclechte Ideen. Sicherlich ist es schwer aus einem Comic wie Garfield, der ja keine zusammenhängende Geshcichte erzählt, einen Spielfilm zu machen. Der Spass geht demnach auch nur 76 Minuten, den Abspann mit eingerechnet. Und die Geschichte bleibt dementsprechend einfach :

Kater Garfield fährt gut mit Jon Arbuckle. Er hat sein Fressen und seinen treuen Hausherren, der ihm einiges durchgehen lässt. Doch als Jon wiedermal mit Garfield beim Tierarzt ist, weniger wiel garfield krank, vielmehr weil Jon in die Tierärztin verknallt ist, lässt er sich den Hund Odie aufschwatzen. Da Garfield nicht mehr im Zentrum von Jons Interesse ist, stellt er viele dumme Sachen an. Das endet damit, dass Odie wegläuft und in die Hände eines skrupellosen und geldgierigen Fernsehfutzis gerät, der Odie für seine Zwecke missbrauchen will. Da eilt Garfield zur Rettung.

So und nun zu den Änderungen, die den Die-Hard-Fan verärgern, auch wenn sie für den Durchschnittszuschauer unwichtig sind :

- Odie zieht mit seinem eigentlichen Herrchen Lyman bei Jon eingezogen, er wurde nicht von der Tierärztin Liz zu Jon gegeben
- Nermal ist keine total verblödete Nachbarskatze, sondern der "super-niedliche" leicht naive und fürchterlich nervige Kater von Jons Eltern. Übrigens hackt der genauso auf Garfield rum, wie Garfield auf ihm
- Garfield ist viel herrischer gegenüber Jon
- Jon ist kein liebenswerter Trottel, sondern ein richtiger Versager
- Liz kann Jon eigentlich nicht wirklich ausstehen
- Garfield würde nie so eine Rettungsaktion für Odie starten
- Garfield ist viel gemeiner, philosophischer und zynischer als im Film

Das alles hat mich als richtigen Fan schon leicht verärgert. Viele Charaktere wurden "entschärft". Am schlimmsten ist allerdings das Ende, dass man sich nach 5 Minuten schon denken kann : Jon bekommt Liz am Ende natürlich. Sowas von Quatsch!

Leider hat die "Entschärfung" der Charaktere auch Auswirkung auf den Humor des Films. Sicherlich, Garfield darf etwas fies zu Odie sein und auch ein, zweimal zeigen, dass er Jon in der Hand hat, aber insgesammt wirkt Garfield viel zu nett und gesellig. Er dient quasi als Identifikationsfigur für Kinder. Er macht Fehler und versucht sie wieder gut zu machen. Er ist nie wirklich bösartig, zynisch oder annähernd so faul wie in den Comics, Philosophie kommt auch nicht vor. All dies würde nämlich die Identifikation für Kinder erschweren. Es wäre wohl auch schwerer einen richtigen Film zusammenzukriegen mit dem "echten" Garfield. Trotzdem, darunter zerbricht der typische Garfield Humor. Da man diesen nur bedingt und entschärft einsetzen kann, muss also was anderes her. Und da man ja sowieso sehr auf Kinder abziehlt, kann man auch gleich Gags für die Kleinen einbauen. Und so gibt es dann Szenen, wie die "Surfaktion" in dem Fernsehgebäude oder die Tanzeinlage mit Odie. Sicherlich wird das einige Kinder erfreuen, aber jeder, der etwas älter ist (sagen wir 10 oder älter) oder Garfield-Fan ist, der schmunzelt bestenfalls leicht in Anbetracht solcher Harmlosigkeiten. Der Spiegel, der der Realität teilweise vorgehalten wird, der entfällt auch grösstenteils. Nur in Bezug dadrauf, dass manche immer im zentrum stehen müssen, erfüllt der Film soetwas wie eine satirische Funktion. Somit bleiben nur ein paar nette Gags, die leicht an das Original angelehnt sind.

Die "Besetzung" ist hingegen recht gut gelungen. Bill Murray spricht Garfield und passt meistens auch gut. Er klingt zwar teilweise etwas zu "nett" oder zu vornehm/eitel (auch wenn Garfield recht eitel ist), aber gerade im Vergleich zu Thomas Gottschalk ist er eindeutig die bessere Wahl. Breckin Meyer und Jennifer Love Hewitt passen gut zu den Comicfiguren, auch wenn ihre Rolle hier eher zur Nebensache wird. Der Rest weiss auch mehr oder minder zu überzeugen, wobei die Figuren natürlich nicht auf den Comics basieren.

DIe Computerarbeit ist eigentlich auch recht gut geworden. Zwar finde ich, dass Garfield nur bedingt gelungen aussieht, zu schmusig (was antürlich für Kinder auch wieder schöner ist) wirkt er, aber damit kann man gut leben. Die Animationen an sich sind eigentlich einwandfrei und seh ich mir da im Vergleich z.B. "Scooby Doo" mit seinen teilweise lächerlichen Effekten an, so kann man mit Garfield eindeutig zufrieden sein. Gerade die anderen Tiere, die real sind und nur "etwas überarbeitet wurden", wirken immer sehr überzeugend (auch wenn Nermal verdammt verblödet dreinschaut). Vor allem Odie, auch wenn die Ähnlichkeit zu den Comics gering ist, weiss zu begeistern, da er das ausstrahlt was Odie ausmacht.

Fazit : Harmlose Komödie, die in erster Linie auf Kinder abziehlt und weder den humor, noch den Charme der Vorlage wirklich trifft. Dafür wurde zuviel geändert und verharmlost. Zudem kann man denn Filma uf Deutsch kaum gucken, da Thomas Gottschalk (gegen den ich an sich nichts habe) nervt.

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Neuigkeiten / Johnny Bravo Real-Verfilmung
« am: 20. November 2004, 17:13:12 »
Kennt einer von euch noch die zeichentrick Serei Johnny BRavo? Läuft ja immer zu unmöglichen Uhrzeiten auf Pro 7 und lief früher immer auf Cartoon Network.

Nunja, jedenfalls ist eine Verfilmung geplant und wer darf die Hauptrolle spielen? Na, The Rock :D Je mehr ich drüber nachdenke, umso besser kann ich es mir vorstellen. Auch wenn man etwas werkeln müsste bis The Rock Johnny ähnlich sieht.

http://www.imdb.com/title/tt0406890/

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Spamthreads / Pic Raten mal anders!!!
« am: 18. November 2004, 14:23:43 »
Ja, neben herkömmlichen Pic Raten, kann man das auch so spielen :

Ihr krikelt mittels Paint ein Bild, das eine bekannte Szene oder einen bekannten Charakter darstellt. Wer es errät ist, wie bei jedem anderen Spiel, auch dran ;)


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Reviews / Review : Fahrenheit 9/11
« am: 03. November 2004, 14:59:40 »
Also ich weiss ja nicht...

Moore bekam einen grossen Schub an Popularität durch genau zwei Dinge : Erstens seinen Film "Bowling for Columbine", der gekonnt, wenn auch mit einer nicht geringen Portion Subjektivität und Polemik, die Panikmache der Medien in Amerika blosstellt und darin die Grundlage für andere Dinge, wie das berüchtigte "Waffennarrentum" um nur ein Beispeil zu nennen. Zweitens sein Buch "Stupid White Men" in dem er auh viele Sauereien erkennt, aber noch polemischer und utopischer vorging als in "Bowling for Columbine". Es zeichnete sich ab, dass er wohl nicht nachdenklicher und ehrlicher wird, sondern eher manipulativer und noch polemischer.

So kam es dann auch. Fahrenheit 9/11 ist zweischneidiger als jedes zweischneidige Schwert.

Ich fange erstmal mit der positiven Seite an. Moore hat sich seine für ihn typisch ironische, eigentlich schon zynische, Art an diverse Dinger heranzugehen beibehalten. Bei einigen Szenen, so schockierend sie eigentlich sind, muss man dann doch shcon ziemlich lachen. Das war ja auch schon seine Stärke bei "Bowling for Columbine" oder "Stupid White Men", nämlich keine staubtrockene Doku zu drehen/kein reines Sachbuch zu schreiben, sondern das Ganze bei aller Ernsthaftigkeit, auch mit Humor anzugehen.

Und Moore hat teilweise wieder sehr gut gearbeitet. Sicherlich manches ist mit Vorsicht zu geniessen, viele seiner "Fakten" könnten genauso gut aus dem Zusammenhang gerissen worden sein oder manches könnte bewusst gelogen sein (ob George W. Bush auf seiner Ranch war und Urlaub machte und die Bilder die Moore dann zeigt wirklich zusammengehören oder nicht, dass kann man nicht beurteilen, man kann sowas ganz leicht verfälschen). Aber mit manchen Dingen, da landet er Volltreffer. So verdeutlicht er Ungereimtheiten nach dem 9/11 Attentat, interviewt Leute, die wirklich Interessantes zum Thema beizutragen haben, zeigt die Verbindungen zwischen den Saudis und dem Bush-Clan auf und kritisiert den Irkakrieg bzw. den Krieg und die Ausbeutung der eher Ärmeren Schichten als Soldaten im Allgemeinen. Soweit so gut.

Allerdings geht Moore teilweise in seiner Polemik und Subjektivität zu weit. Dass Moore ein Patriot und dem linken Flügel zuzuordnen ist, ist kein Geheimnis. Er sagt so z.B. indirekt, dass die Jungens, die als Soldaten in den Irak gingen, ja alle gute Jungs sind, aber durch die Bush-Regierung zu bösem gezwungen werden. Stimmt ja teilweise, aber so wie Moore es sagt, klingt es so, als ob es nur an Bush läge. Diese Anti-Bush-Polemik zieht sich durch den ganzen Film. War zu erwarten. Aber nicht in dem Maße. Es wirkt teilweise wie ein Propaganda Film gegen Bush. Ein weiteres Beispiel, wahrscheinlich das schlimmste : Die eine Frau deren Sohn im Irak gefallen ist. Moore zeigt sie als sehr gläubige, überdurchschnittliche Patriotin. Nicht weiter schlimm, aber er biedert sich da ganz schön an das Volk an. Dann zeigt er sie, wie sie und ihre Familie da über das gefallene Familienmitglied reden und natürlich sehr emotional reagieren. Das Ganze ist so theatralisch in Szene gesetzt, dass einem sich wirklich der Magen umdreht, in Angesicht solch mieser und manipulativer Mittel, denn man merkt, dass Moore Antipathien gegen Bush sammeln will. Noch plumper wird es vor dem Weissen Haus, als diese Frau sich mit einer anderen untehrält und urplötzlich eine Frau erscheint und da rummeckert. Letztendlich sind Al Kaida Schuld am Irakkrieg und nicht George W. Bush. Dann redet diese "gläubige Patriotin" noch etwas zu sich und Moore/dem Kameramann, was in die Richtung geht, dass viele immer noch keine Ahnung haben und so weiter. Man bekommt das Gefühl, dass Moore viele seiner "richtigen" und wichtigen Aussagen nicht um ihrer Willen tut, sondern um Bush eins reinzuwürgen. Ich selbst zähle mich zu den überzeugten Bush Hassern, ich konnte diesen Mann nie leiden, ich halte ihn für einen Stümper, aber ich muss hier mal Bush mehr oder weniger in Schutz nehmen. Moore will einem weismachen, dass Bush das grösste Übel ist, das Amerika passieren kann. Dass einige Ex-Präsidenten und sicherlich auch einige zukünftige keinen Deut besser waren/sein werden als George W. Bush, steht ausser Frage. Bush ist nur dumm genug in alle Fettnäpfchen öffentlich hineinzutreten, während andere dies im heimlichen taten.

Fazit : Moore ist zu sehr auf Bush fixiert in diesem Film. Dies ist ein Fehler, der jeden Zuschauer, der noch einen Funken Objektivität im Leibe hat, wirklich stören sollte. Da wirkt es so, dass er viele kluge Aussagen und das Aufdecken mancher Machenschaften nur einbaut, um Bush eins auszuwischen und nicht, um die Leute wirklich zu informieren. Diesen Fehler hat er in "Bowling for Columbine" nicht begangen, wodurch dieser sehr gut ist, bei aller Polemik und Subjektivität. "Fahrenheit 9/11" ist ein propagandistischer Film, der einige wichtige Statements setzt, einige erschreckende Fakten aufzeigt und einige sehr humoristische Stellen hat, der aber an seiner Manipulativität sehr leidet.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=52133&rid=101090

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Reviews / Cabin Fever
« am: 28. September 2004, 14:40:40 »


Seltsam, die Suche hat keinen Thread ausgespuckt.


Also ich weiss nicht. Dem Film wird ja vieles nachgesagt : Er sei eine Evil Dead Kopie, er sei eine Art Backwoodfilm in Richtung Wrong Turn/TCM, er sei sau blutig, etc. Das einzige, was wirklich zutrifft ist, dass einige sagen er sei teilweise ziemlich witzig.

5 Jugendliche wollen ihren Collegeabschluss im Wald feiern. Nach den ersten Begegnungen it den Ansässigen wird ihnen schon leicht mulmig, wa ssie aber nicht abhält, ihren Urlaub zu machen. Bis dann auf einmal ein halb toter und mit einer seltsamen Krankheit infizierter Mann auftaucht...

Soviel zur groben Grundstory. Nix Backwoodslasher, nix Evil Dead Kopie. Sicherlich erinnern einige Versatzstücke immer an beides, wie die Kamerafahrt durch den Wald oder später die jagenden Dorfbewohner bzw. allgemein deren komisches Verhalten. Aber ausser Anspielungen ist da nix. Worum sich der Film dann wirklich dreht, wie es auch der Titel schon sagt, ist der Virus.

Sicherlich hätte ein sauharter und kranker Splatterthriller draus werden können, wäre man das Thema ernst angegangen. Und einige blutige und ernstere Szenen hat der Film dann auch. Trotzdem ist er nie wirklich sowas wie ein Schocker. Ändert aber nichts dadran, dass z.B. die Szene in der Badewanne doch recht eklig ist. Die Effekte, die es dann gibt, sind auch sehr ordentlich umgesetzt und teilweise auch blutig.

Was viele dem Film dann doch aberkennen ist seine Kurzweiligkeit und Komik. Eigentlich sollte einem schon bei den ersten paar Gags klar werden, dass dies hier eher kein bierernster Horrorthriller wird. Die Bewohner und auch das Verhalten der Kids ist mehr oder weniger eine Parodie, zumindest teilweise. So bleibt es oft auch nur beim leichten Schmunzeln über (stereotype) Verhaltensweisen. Der Schlussgag ist dann aber wirklich sensationell.

Der grösste Kritikpunkt ist allerdings, dass "Cabin Fever" nicht immer eindeutig ist. Wie gesagt, dass es eher eine Art Parodie oder meinetwegen Hommage sein soll, dürfte man erkennen, nur schwankt der FIlm an einigen Stellen doch. Denn die von mir angesprochenen "ernsteren" Szenen sind nur noch wenig oder teils auch schon gar nicht mehr als Parodie/Hommage anzusehen, während der Film in anderen Szenen vielleicht etwas zu sehr in die Comedy abgleitet. Kurz : "Cabin Fever" schwankt teilweise etwas im Stil. So kann man sich nicht 100%ig auf den Film einlassen oder es fällt einem schwerer.

Fazit : Cabin Fever schwankt zwischen Parodie/Hommage, ernstem Horrorfilm und Komödie und ist sich manchmal nicht einig was er denn nun sein will. Trotzdem sehr unterhaltsamer und empfehlenswerter Film.

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Reviews / Review : Lord of the Undead
« am: 28. September 2004, 00:40:34 »
Nach den letzten sehr gurkigen Werken Roses (um es mal nett auszudrücken), ging ich mit den schlimmsten Befürchtungen an "Lord of the Undead" heran. Zugegeben, ich hatte schlimmeres erwartet in mancher Hinsicht, was allerdings lange noch nicht heisst, dass "Lord of the Undead" auch nur annähernd den Durchschnitt erreicht.

Die Geschichte um Dämonen, den Sohn Luzifers, den "Beschützer" (der zweite Sohn Gottes), Lilith, Judas, etc. ist schon recht konstruiert und irgendwo wirr, aber im Prinzip geht es um die drohende Apokalypse, wenn das Herz des Heilandes in den Leib von Luzifers Sohn gerät.

Okay, wenigstens gibt es keine Gangster und Möchtegerncoolen/harten Typen, was schonmal sehr positiv ist. Aber irgendwie fehlt es dem Film an Pepp und Handlung. Nicht dass die Story an sich nix bietet oder langweilig ist, nur fehlt es Rose definitiv an Geld (und seinen letzten Werken nach zu urteilen wohl auch an Talent) sowas angemessen umzusetzen. Oft sind irgendwelche sinnlosen oder wenigstens unbedeutenden Szenen zu sehen, die den Film in die Länge ziehen, wodurch er mächtig langweilig wird.

Der nächste Mangel sind die Effekte. Waren die letzten Werke mit erschreckend schlechten Ittenbach Effekten versehen (vom "Godfather of German Gore" war man WESENTLICH besseres gewohnt), auf die teilweise extrem billig draufgehalten wurde, so ist "Lord of the Undead" hier zurückhaltender. Von dem Effekte um jeden Preis hat Rose sich ja inzwischen abgehoben, Filme wie "Space Wolf" sind ein beweis dafür, dass er versucht mehr als nur FX zu bieten (was ja an sich sehr lobenswert ist), aber ihm fehlt das Gespür dafür Blut/Effekte/Morde zu zeigen, so dass sie hart und blutig, aber nicht billig wirken. Hier gibt es zwei kategorien an Effekten : Die, bei denen es nix zu sehen gibt, bei denen er sich zu sehr zurückkhält und die, bei denen er in Zeitlupe draufhält, wie das Blut sporudelt, spritzt und fliesst. Das gesunde Mittelmaß findet er nicht. Wären die Effekte dann wenigstens gut gemacht. Aber auch ohne Ittenbachs Hilfe scheitert Rose hier. Splattereffekte sind allzu simpel und schlecht umgesetzt, das Dämonen Make Up ist mal mehr mal weniger gelungen. Vor allem Lilith und Anja Gebel (die hier an "Darth Maul" erinnert) sehen sowas von unnatürlich und lächerlich aus, dass es zum heulen ist.

Wobei wir beim nächsten Punkt während. Rennen sonst in Rose Filmen nur Knallchargen rum (abgesehen von gebel und Pape), so sind hier einige professionelle Schauspieler vertreten. Zwar überzeugen die auch nicht wirklich, aber sie haben schon wesentlich mehr Niveau und Talent als viele Standard Rose Darsteller. Leider verzichtet er auf diese nicht komplett. So ist z.B. Thomas Kercmar wieder von der Partie und zeigt wieder einmal, wie man eine Rolle nicht darstellt. Andreas Pape und Anja Gebel hingegen haben undankbare Rollen abbekommen, die ihnen keine Chance lassen, zu zeigen, dass sie schauspielern können.

Kritikpunkt 4 : Technik. Okay, die bescheuerten, da misslungenen, Beleuchtungsexperimente anderer Filme lässt Rose hier aussen vor. Auch sind seine Kameraeinstellungen nicht mehr so schlecht wie in "Space Wolf". Diesmal ist die Kamera teilweise sogar relativ akzeptabel. Der Schnitt ist wieder einmal nur bedingt bzw. kaum gelungen. Diese teilweise mehrfachen Einspielungen einer Szene passt zu Martial Arts Filmen, wirkt hier aber deplaziert, zumal es oft unzulänglich geschnitten wurde. Auch die Überblendungen, die teilweise Verwendung finden sind nicht überzeugend angewendet.

Fazit : Was bleibt noch zu sagen? In fast jeder Hinsicht schlechtes teils auch miserables Werk. Was Rose diesmal (wieder) besser gemacht hat, wird von der Langeweile verzehrt.

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Filme Allgemein / Monster
« am: 10. September 2004, 16:27:22 »
Hat einer von euch den Film schon gesehen?

Erscheint bald ne fette 3 DVD Box.  

Fand den Film sehr gut (Review folgt wahrscheinlich bald), auf jedenfall sehr bewegender, aber auch schockierendes "Serienkillerdrama". Charlize Theron udn Christina Ricci spielen die Hauptrollen (und glänzen beide).

22
Filme Allgemein / 50 Filmset!!!!!!!!!!
« am: 29. August 2004, 21:11:09 »
Schaut euch das mal an :

http://www.deepdiscountdvd.com/dvd.cfm?itemID=VMG007003

50 "Horrorklassiker" (sicherlich einige Perlen und nicht wenige Gurken) auf 12 DVDs. Der Kracher ist der Preis. Ich werd mir das definitiv holen, für den Preis

23
Neuigkeiten / Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee
« am: 26. August 2004, 23:25:32 »
Na da tritt mich doch ein Pferd. Von Anaconda startet in den USA die Tage eine Fortsetzung :

OFDB
IMDB
Offizielle Seite

Der Trailer verspricht ja schonmal sinnlose Unterhaltung. Fand auch den ertsen schon gar nicht schlecht, war ein netter Trashfilm.

24
Reviews / Killer Klowns from Outer Space (Spave Invaders)
« am: 25. August 2004, 16:33:28 »



Meine Güte, was für ein Film. Was der eigentliche FX Mann Stephen Chiodo hier in seinem einzigen Auftritt als Regiesseur abliefert kann sich echt sehen lassen. Zwar handelt es sich hier nicht wirklich um einen Horrorfilm, eher um eine Monsterkomödie, die teilweise nicht gering an die berüchtigten Drive-In Monster-Trash-Gurken der 50er erinnert (wie auch schon "The Blob").

Die Geschichte gestaltet sich vom Prinzip her sehr simpel und verläuft nach bekannten Strickmustern : Eine amerikanische Kleinstadt. Zwei Jugendliche sehen einen Kometen abstürzen. Neugierig gehen sie zur Landestelle. Dort finden sie statt eines Kometen ein Raumschiff in Form eines Zirkuszeltes. Schon bald steht fest : Die Aliens (Clowns) sind nicht friedlich gesonnen, sondern wollen die Menschen nur als Nahrung missbrauchen.

Tja, so kennt man das. Was hier natürlich besonders ist, ist die Tatsache, dass die Aliens Clowns sind. Und da Clowns witzig sind (bzw. witzig sein sollen ;) ) gestaltet sich der Film natürlich auch dementsprechend. Allein schon das Aussehen der Clowns animiert zum Schmunzeln, da alles so poppig und bunt aussieht, dass es einfach nicht ernst gemeint sein kann. Ausserdem wirkt der Film durch diesen Look auch teurer, als er im Endeffekt war. Natürlich gibt es reihenweise gelungene Gags. Besonders herausstechen tun dabei besonders verrückte Einfälle. So wird ein Luftballontier (kennt man ja, diese aus Ballons "geknoteten" Tiere) als Spürhund eingesetzt, Popcornkanonen abgefeuert, Cremetorten als Waffe benutzt oder seltsame Dinge mit Schattenbildern angestellt. An guten bis grandiosen Einfällen mangelt es dem Film auf keinen Fall. Eine der kultigsten Szenen ist der Clown, der mit seinem "Dreirad" bei dem Bikerclub ankommt. Ein echter Gröhler die Szene.

Dieses Tempo schafft der Film dann auch über die meiste Zeit zu halten. Nur am Ende lässt der Film leider nach (was ihn eine höhere Note kostet). Zwar ist die Verfolgungsjagd noch sehr amüsant (wenn auch schon etwas schwächer als die ersten 65-70 Minuten), aber der Showdown wirkt dann doch recht undurchdacht und unspektakulär. Irgendwie hätte da noch ein Knall bzw. ein richtiges Gagfeuerwerk kommen müssen, dass den Film so furios beendet, wie er die meiste Zeit war, aber weit gefehlt. Irgendwann ist die Situation ausweglos, da wird einfach mal ein dickes Logikloch in Kauf genommen und nach dem Riesenclown (auch nicht wirklich so der Bringer) fehlt die Idee zum richtigen Abschluss (dass keiner der Hauptfiguren sterben kann ist bei dem Film klar gewesen, aber irgendwie wirkt das Ende nicht fertig).

Die Effektarbeit ist, in Anbetracht des schmalen Budgets für die FX, recht gelungen. Klar gibt es, da es in erster Linie eine Komödie/Hommage ist, gibt es kein Blut (der abgeschlagene Kopf ist trotzdem gut), aber genug andere FX, die doch recht zufriedenstellend bzw. annehmbar umgesetzt wurden.

Fazit : Extrem unterhaltsame Hommage/Komödie, mit vielen irrwitzigen Einfällen, guten Gags und einem unausgegorenen Schluss. Aber auch so eine unbedingte Empfehlung.

Filmlink : http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=623
Kritiklink : http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=623&rid=91031

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Neuigkeiten / Garfield
« am: 20. August 2004, 00:59:34 »
Und will einer von euch sich Garfield reinziehen?

Ich bin zwar Garfield Fan aber ebenso skeptisch, da der Trailer eher "lahm" war und ebenso wie diverse Reviews andeutet, dass der Film statt dem typischen Humor eher harmlosen Kiddie-tauglichen Humor hat.

Was denkt ihr, oder hat jemand den Film schon gesehen?

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