The Proposition (2005)
- dieser Australien-Western ist ein düsteres, deprimierendes Stück Film, was micht jetzt nicht gerade fasziniert hat. Die Landschaftsaufnahmen sind grandios, der Rest ist einfach nach dem Motto: "Ich hau dir in die Fresse, lieber Zuschauer". Es gibt keine wirklich sympathischen Figuren, die Gesellschaft zu der Zeit war Scheisse und auch das Leben dort ware eigentlich Scheisse. Warum sollte man dahin ziehen.
Am Schluss dieser eigentlich simplen Rachegeschichte sind alle Verlierer - auch der Zuschauer, der sich um einen unterhaltsamen Filmabend beraubt sieht - denn der Film ist keine Unterhaltung, sonder harter Tobak.
1900 - Teil 1 (1976)
- Bertoluccis Epos konnte ich mit Teil 1 beginnen (die zweie DVD bekomme ich dann wohl nächsten Monat geschickt) - der merklich europäisches Kino ist, von der Inszenierung und der Erzählweise. Die Geschichte zweier Freunde, die auf einem Guthof aufwachsen (DeNiro - reich / Depardieu - arm), im Angesicht des aufkeimenden Faschismus, wird sehr langsam, aber nicht uninteressant erzählt.
Sicher sind die skandalösen Szenen heute nicht mehr so skandalös, man würde sie auch heute nicht drehen - etwas wenn die Kinder ihre Piephähne auspacken, haben die konservativ-katholischen Zuschauer Schnappatmung bekommen - oder wenn eine Minderjärhige Burt Lancaster in die Hose fasst.
Dafür fand ich die Szene mit Stefania Casini als Prostituierte witzig - denn die Dame kenn ich nur als Sandra aus Suspiria. Hier hat sie die Schwänze von zwei Filmstars in der Hand. Auch Laura Betti (aus Bavas Red Wedding Night) finde ich hervorragend, besonders da die sich den kommenden Faschisten Donald Sutherland (zu Beginn des Films mit aufgeklepter Glatze) an den Hals wirft.
Gute Besetzung, typisch italienische Inszenierung mit Musik von Morricone - aber halt langes Werk, für das man etwas Sitzfleisch braucht. Julia hingegen fand es eher langweilig. Ich sehe ja dann (irgendwann), wie der zweite Akt ausgeht.
Blacula (1972)
- leider war ich sehr müde, so dass ich gegen Ende dem Film nicht mehr ganz folgen konnte. Für einen Blaxploitation-Film sieht der Film ganz ordentlich aus und ist gar nicht so trashig wie vermutet. Er hat sogar ganz ordentliche Ansätze bezüglich der Geschichte - es gibt zwar immer noch so manche Trashmomente, die aber etwa die "Schlefaz"-Ausstrahlung nicht rechtfertigen.
Insgesamt bleibt ein Kuriosum des Horror-Kinos, leider fehlt dem Film allerdings der richtige Pep. Und der Schnitt ist nicht gelungen (oder vielleicht war der Film gekürzt) - spätestens, wenn man einen Polizisten am Stromgernator brutzeln sieht, aber nicht weiß, wie er dahin kommt.
Egal - nett, aber nichts außergewönliches.