Erdbeben (1974)
- nach dem Treffen am 30.11. noch einen alten Klassiker nachgelegt, den ich seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen habe. Und mir hat der immer noch super gefallen, vielleicht ist da auch viel Nostalgie bei. Für mich die Mutter der Katastrophenfilme und mit zwei Stunden gar nicht mal langweilig, was an dem geilen Cast liegt. Heute empfinde ich Charlton Heston und Ava Gardner zwar nicht mehr wirklich als Hauptfiguren, aber da hatte ich noch nie Sympathie für. Früher hab ich mich immer gefragt,
warum der Held am Schluss seiner Schreckschraube von Frau hinterherspringt und lieber stirbt, als mit der süßen Geneviève Bujold weiterzuleben. Der hat die alte Schachtel ja eh betrogen.
Heute muss ich zugeben, dass ich Ava Gardner als gar nicht mehr so alt empfunden habe, Heston dafür umso älter. Geneviève Bujold fand ich schon damals ganz toll - und Richard Roundtree ist eh der coolste. Gerade der erste Stundversuch sieht verdammt krass aus (Roundtree hatte wohl einen sensationellen Stundman). Aber auch George Kennedy und Lorne Green rocken die Hütte - Victoria Principal hätte ich nicht erkannt und Marjoe Gortner ist einfach nur ein fieses Arsch. Walter Matthau hätte ich in seiner Nebenrolle auch fast nicht erkannt, weil er mit anderem Namen im Vorspann steht.
Die Effekte des Films finde ich immer noch beeindruckend, trotz Modellen und Mattepaintings - das steckt das heutige CGI-Zeugs locker in die Tasche. Es sieht nicht nach Computer aus und ist für mich der Beweis, dass Handgemachtes für mich einfach besser ist. Das eine oder andere Drama finde ich zwar in der Story (Drehbuch unter anderem Mario Puzo) etwas aufgesetzt, aber egal - gegen Ende ist einfach viel los und Endzeitstimmung pur. Geiles Teil - ich liebe es.
Sisu (2022)
- holla. Der finnische Film ist ein wunderbares Stück Actionfilm ohne viel Schnörkel. Irgendwo zwischen Rambo, Western und Tarantino haben wir 87 Minuten nur ein Handlungsgerüst und viel Splatteraction auf die 12. Weniger Dialoge, mehr Geballer und Haudrauf - lassen einen nicht zu Atem kommen. Keine Figuren, Dialoge oder Locationwechsel zu viel - einfach, dreckig, in die Fresse. Punkt. Mehr braucht es auch nicht.