Die Geschichte des Giallo

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Offline Max_Cherry

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    "Blow Up" steht auch noch auf meiner Liste. Der lief früher öfter im Fernsehen, ich weiß gar nicht, warum ich den nie gesehen habe.


    Offline Bloodsurfer

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      Vielleicht einen Tipp wert: der Lucio-Fulci-Klassiker SETTE NOTE IN NERO (Die sieben schwarzen Noten) in restaurierter Fassung bei Arte in der Mediathek:
      https://www.arte.tv/de/videos/093626-000-A/die-sieben-schwarzen-noten/


      Offline Elena Marcos

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        Den kenne ich zwar noch nicht - aber er steht zu Hause im Schrank. Ist wohl ein sehr guter Fulci-Giallo.

        "Wir laufen keinen Trends hinterher, wir SETZEN welche!"


        Offline Elena Marcos

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          Die Mörderklinik / Das Monster auf Schloß Morley (1966)

          Einige Worte hatte ich bereits zu meiner Erstsichtung geschrieben:

          Die Mörderklinik
          - gilt als Frühgiallo, der echt super funktioniert. Spannendes Setting vor der Jahrhundertwende (spielt so 1870) in einer Nervenklinik. Ein unheimlicher Mörder geht um und Patientinnen verschwinden. Optisch sieht das einem Hammer Film der 60er nicht unähnlich und hat eine sehr sichte Atmosphäre. Auch farblich geht es etwas in die Bava-Ecke. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Grusler, der kurz vor der Giallo-Welle entstand, aber schon Anleihen nimmt.

          Jetzt habe ich den Film zum zweiten Mal eingelegt und bin höchst zufrieden. Mir gefällt bei diesem Frühgiallo vor allem das Setting (die Kulissen wurden wohl auch für Fredas „Dr. Hichcock“ genutzt) und die Hammer-ähnliche Atmosphäre, denn die „Mörderklinik“ ist mehr Kostümfilm. Die Geschichte spielt um 1870 – in dem privaten Sanatorium von Dr. Vance (William Berger). Hier geht ein unheimlicher Mörder um, der es auf die Patientinnen abgesehen hat. Mit einer Rasierklinge bewaffnet, ist er auf der Jagd nach hübschen Frauen. Das erste Opfer wird von der jungen Krankenschwester Mary, die neu in der Anstalt arbeitet, vermisst, doch Dr. Vance behauptet, sie wäre entlassen worden. Stattdessen vergräbt er die Tote im Garten, wo er von einer Frau beobachtet wird. Diese heißt Giselle und landete zur nachtschlafenden Zeit zufällig im Wald, nachdem ihr Mann durch einen Kutschunfall zu Tode kam. Dr. Vance findet Giselle und nimmt sie als Gast auf. Doch schnell kommt die neugierige Frau dem Geheimnis auf die Spur. Denn nachts hört man immer unheimliche Schritte aus dem ersten Stock. Hier wohnt nämlich die Schwester seiner Frau, die nach einem Unfall beim Bau des Sanatoriums furchtbar entstellt ist. Der Doc gab sich die Schuld daran (und kam deswegen auch vor Gericht). Deshalb arbeitete er in seinem Labor an Hauttransplantationen, unterstützt von der Haushälterin und strengen Wärterin Sheena (bekanntes Gesicht aus unzähligen Hollywood-Filmen ... nicht nur Horror: Harriet White Medin). Dass die entstellte Frau immer den Mantel des Killers trägt, soll den Zuschauer natürlich auf eine falsche Spur bringen – denn das wäre zu offensichtlich. Giselle versucht den Doktor zu erpressen ... doch sie hat die Rechnung ohne den Mörder gemacht...

          Auch wenn Barbara Wilson als Mary die weibliche Hauptrolle innehat, ist Francoise Prévost der heimlich Star des Filmes. Denn Giselle (die untreue Ehefrau) ist ein echtes Biest und bleibt nicht ganz so farblos wie Mary, die allerdings auch ihre großen Momente hat (zum Beispiel wenn sie einem psychopatischen Patienten beruhigt, um ihm eine zerbrochene Flasche abzunehmen, mit dem er der guten Giselle den Hals durchschneiden wollte). William Berger gibt wieder einen zwielichtigen Charakter und Harriert White Medin spielt wie immer großartig. Die Atmosphäre von der „Mörderklinik“ ist ebenfalls phantastisch – toll gedreht in Technicolor mit einer stimmigen Beleuchtung und vielen unheimlichen Szenen – ist es der perfekte Mix aus Hammer und Edgar Wallace Streifen. Der geübte Zuschauer kommt dem Killer schnell auf die Spur, wenn er aufpasst. Doch das tut der Spannung kein Abbruch. Bis zum Schluss möchte man wissen, warum und wieso die Morde passieren. Die Auflösung ist das etwas haarsträubend, aber noch nachvollziehbar. Bis dahin bekommt man jedoch einen durchweg spannende Gruselmär, die keine Minute langweilig ist.

          Erschienen ist der Streifen auf Blu-ray bei Filmart und auch noch erhältlich. Für Giallo-Fans und Freunde alter Gruselfilm ist die „Mörderklinik“ sehr zu empfehlen.

          Hier der Trailer - der allerdings zu viel verrät, wie ich finde. Leute, die sich für den Film intreessieren, sollten vom Trailer abstand nehmen. Doch er vermittelt schon einen tollen Eindruck von der Atmosphäre.
          « Letzte Änderung: 24. Oktober 2020, 16:33:32 von Elena Marcos »

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          Offline Elena Marcos

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            Das dritte Auge (1966)

            Eigentlich ist es schon witzig, dass Franco Nero und Erika Blanc in einem Schwarz/Weiß-Film zu sehen sind. Aber Guerrinis „Il terzo occhio“ ist ein echter Kracher, der eigentlich mehr dem Horrorfilm als dem Giallo zuzuordnen ist. Außerdem ist er quasi das Original zu D‘Amatos „Sado – stoß das Tor zur Hölle auf“ und genau das ist hier Programm.

            Die Story ist eben durch das berüchtigte Remake eigentlich bekannt. Hier spielt Nero einen jungen Aristokraten, der ein perfektes Muttersöhnchen ist und gemeinsam mit Mama und der Haushälterin Martha in einem alten Kasten lebt. (Am Rande: das Gebäude ist die „Mörderklinik“ aus dem gleichnamigen Film.) Er möchte jedoch die hübsche junge Laura heiraten (Erika Blanc), die sich alle Mühe gibt, aber von der „Familie“ gehasst wird. Von Mama, weil sie ihr den Sohn wegnimmt, und von Martha, weil sie ihm die heimliche Liebe entreißt. Das Komplott ist perfekt – Martha scheidet die Bremsleitungen durch und Laura verunglückt im Auto. Den Unfall muss der junge Mann Mino (Nero) leider mitansehen. Natürlich findet die Polizei keine Leiche, denn Mino hatte schon vorher einen an der Waffel und ist ein absoluter Profi im Ausstopfen. Leider wird in der Zwischenzeit Mama ermordet und Mino ist alleine mit Martha, die sich gerne um den labilen Mann kümmert. Das muss sie nämlich, denn Mino hat das Problem, Frauen aufzugabeln, sie mit ins Bett zu nehmen, wo auch die tote Laura liegt und murkst diese dann im Wahn ab. Martha sorgt dafür, dass die Körper verschwinden (und zwar ganz) – als Gegenleistung will sie seine Frau werden. Leider taucht plötzlich Daniela auf, Lauras Zwillingsschwerster – und das Grauen nimmt eine neue Wendung.

            Der Film ist eine absolute Bombe, vor allem spielt Franco den „italienischen Norman Bates“ absolut überzeugend. Kaum zu glauben, dass er kurz vorher noch als Django auf die Kacke gehauen hat und nun voll den Psycho gibt. Der heimliche Star ist mal wieder die Haushälterin. Denn Gioia Pascal spielt die verschmähte Angestellte, die in dieser Familie aufgewachsen ist, aber immer wie eine Sklavin behandelt wurde, mit einer Kälte und Skrupellosigkeit, dass es einem echte Gänsehaut verpasst. Insgesamt ist der Film unheimlich rabiat. Nicht nur der eindeutige Umgang mit Nekrophilie oder Inzucht (Mino schläft bei seiner Mutter im Zimmer), sondern auch die bösen Mordszenen (ich weiß nicht, ob ich dabei nicht auch Vergewaltigung reininterpretieren soll – das zeigt der Film zwar nicht, aber es „fühlt“ sich so an... wenn Nero, die Frauen erwürgt und in Ekstase gerät). Wir erleben mit, wie Mino immer weiter in den Wahnsinn abdriftet – bis zum bösen Finale, das ebenfalls etwas Interpretationsspielraum lässt (Die Zigarettenszene erklärt nicht eindeutig, ob er nun verhaftet wurde oder nicht...).
            Im Endeffekt ist es ein kalter, zynischer, böser Film, dessen 18er Freigabe damals wohl gerechtfertigt war,  und der hierzulande nur 77 Minuten geht. Die DVD von ems und Carol Media beinhaltet leider nur die gekürzt Fassung. Es gibt im Ausland eine Fassung mit 83 Minuten, die gegen Ende noch etwas mehr zeigt, wie die Polizei ihm auf die Spur kommt – und eher die Theorie stützt, dass Mino am Ende doch verhaftet wird. Angegeben wird der Film im Original mit 98 Minuten, wobei ich glaube, dass die Zensur schon vorher einschritt und etwas Nacktheit und Gewalt entfernen ließ. Dennoch: „Das dritte Auge“ ist ein Film, den man als Italo-Fan gesehen haben sollte. Klasse gespielt, mitreißend und recht rabiat – für 1966. Fazit: Empfehlung für alle kleinen und großen Psychopathen.

            Den Trailer habe ich leider nicht gefunden - hier die 83 Minuten Version mit engl UT:


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            Offline Max_Cherry

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              Das klingt sehr interessant.
              Das Video hat eine Laufzeit von knapp 103 Minuten, was hat es damit auf sich?


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                Das klingt sehr interessant.
                Das Video hat eine Laufzeit von knapp 103 Minuten, was hat es damit auf sich?

                Das Video fängt dann wieder von vorne an. Ich hab einen Verdacht, dass die Uploader so etwas machen, weiss aber nicht ob ich damit richtig liege.
                « Letzte Änderung: 27. Oktober 2020, 18:59:34 von Elena Marcos »

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                Offline Max_Cherry

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                  Puh, sehr schnelle Dialoge, sehr schnelle Untertitel, hmmm. Respekt fürs Durchhalten. Aber mal sehen, vielleicht bekommt der eine Chance.


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                    Puh, sehr schnelle Dialoge, sehr schnelle Untertitel, hmmm. Respekt fürs Durchhalten. Aber mal sehen, vielleicht bekommt der eine Chance.
                    Das hat wohl auch damit zu tun, das illegal hochgeladene Filme nicht direkt aufgespürt werden. Ich empfehle die deutsche V.ö. , die YT Fassung hat eben am Schluss sechs Minuten erweitere Handlung. Das merkt man bei YT auch an einem Qualitätswechsel.

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                      A... come assassino  (1966)

                      Mal wieder ein kleines und eigentlich total unspektakuläres Frühwerk von Angelo Dorigo. Mit 77 Minuten ist das Ding einfach nicht nur schnell vorbei, sondern man merkt, dass das ganze mal ein Theaterstück war, das Ernesto Gastaldi in ein Drehbuch umgepflanzt hat. Leider ist der Film etwas uninspiriert gedreht, was ihn zwar nicht langweilig macht, aber im Endeffekt nicht über den Durchschnitt hebt. Nun: ein reicher Minenbesitzer ist ermordet worden. Zur Testamentseröffnung rückt dann die ganze Familie an. Der Tote hat seinen letzten Willen auf Band gesprochen, was der Testamentsvollstrecker den Gästen abspielt (guter Kniff, weil der Ermordete auch alle Figuren und ihre Beziehungen zueinander vorstellt). Von der Schwester, die auf den schwachsinnigen Sohn aufpasst, über den schnieken Sekretär bis zur gierigen Nichte, sind alle Typen vertreten. Der Witz ist – alle sollen ihre Zeit auf dem Schloss verbringen und nur drei dürfen am Stichtag (haha) das Erbe abholen und teilen. Dem Mann war klar – dass sich die Familie nach seinem Tod eh dezimiert... und so kommt es auch.

                      Der Film spielt in einem Haus (oder auf einer Bühne) und nach und nach sterben die Leute wie die Fliegen. Der Kommissar, der zudem den Mord an dem alten Mann aufklären muss, ist immer wieder vor Ort und versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dabei erwischt er alle beim Lügen und Betrügen – denn jeder hat irgendwas mit dem anderen zu schaffen, was am Schluss kompliziert wirkt, aber eigentlich nicht ist. Am Schluss kommt es nochmal zum Knall und Plottwist mit doppelten Boden und der Film ist aus. Mary Arden als Angela und Alan Steel als Giacomo stechten aus dem Cast noch heraus, aber das war‘s auch. Eigentlich ist „A... come assassino“ nur eine Fußnote im italienischen Giallo-Wust, die mehr in Richtung Agatha Christie geht, weniger in Richtung Agento, Lenzi oder Martino.

                      Fazit: Für einmal unterhaltsam, aber auch nicht mehr. Kein Wunder, dass der Film nirgends erschienen ist – aber mal wieder auf YT zu finden:


                      "Wir laufen keinen Trends hinterher, wir SETZEN welche!"


                      Offline Max_Cherry

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                        Vielleicht einen Tipp wert: der Lucio-Fulci-Klassiker SETTE NOTE IN NERO (Die sieben schwarzen Noten) in restaurierter Fassung bei Arte in der Mediathek:
                        https://www.arte.tv/de/videos/093626-000-A/die-sieben-schwarzen-noten/


                        Die sieben schwarzen Noten
                        Und heute registrierte ich, dass der Film richtig gut sein soll.
                        Im Wikipedia Artikel stehen ein paar sehr wohlwollende Kritiken, Tarantino bezeichnet ihn gar als besten Giallo mit hohem Suspense-Faktor. Dieser hat sich auch das wirklich tolle Hauptmusikthema für Kill Bill ausgeliehen.
                        Suspense trifft es ziemlich gut, das liegt mit daran, dass er tatsächlich neben Gialloelementen auch von der Art, wie die Geschichte erzählt wird, sehr an Hitchcock erinnert. Der Film ist mehr Ermittlerkrimi und kommt fast komplett ohne grafische Gewalt aus. Es gibt auch keinen Killer mit schwarzen Handschuhen und keine ikonische Egoshots mit Klinge in der Hand oder sowas. Hier geht es in erster Linie um die tatsächlich recht clever erzählte Geschichte und das mit wirklich gut aufgelegten Schauspielern und zwar spannenden, aber nie effekthascherischen Bildern. Ich kann das schlecht erklären, einerseits ist es ein typischer Giallo, andererseits unterscheidet er sich von denen, die ich gesehen habe. Es gibt z.B. auch eine übernatürliche Note in Form von Visionen (kein Spoiler, kommt direkt am Anfang) und die Auflösung ist nicht so quatschig, wie bei den meisten anderen.
                        Von mir gibt es :7.5: und eine Empfehlung. Der ist leider nur noch bis Donnerstag in der Mediathek bei Arte verfügbar. Ton ist Englisch mit dt. UTs.
                        « Letzte Änderung: 25. April 2021, 20:07:02 von Max_Cherry »


                        Offline skfreak

                        • Serienfreak
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                          Vielleicht einen Tipp wert: der Lucio-Fulci-Klassiker SETTE NOTE IN NERO (Die sieben schwarzen Noten) in restaurierter Fassung bei Arte in der Mediathek:
                          https://www.arte.tv/de/videos/093626-000-A/die-sieben-schwarzen-noten/


                          Die sieben schwarzen Noten
                          Und heute registrierte ich, dass der Film richtig gut sein soll.
                          Im Wikipedia Artikel stehen ein paar sehr wohlwollende Kritiken, Tarantino bezeichnet ihn gar als besten Giallo mit hohem Suspense-Faktor. Dieser hat sich auch das wirklich tolle Hauptmusikthema für Kill Bill ausgeliehen.
                          Suspense trifft es ziemlich gut, das liegt mit daran, dass er tatsächlich neben Gialloelementen auch von der Art, wie die Geschichte erzählt wird, sehr an Hitchcock erinnert. Der Film ist mehr Ermittlerkrimi und kommt fast komplett ohne grafische Gewalt aus. Es gibt auch keinen Killer mit schwarzen Handschuhen und keine ikonische Egoshots mit Klinge in der Hand oder sowas. Hier geht es in erster Linie um die tatsächlich recht clever erzählte Geschichte und das mit wirklich gut aufgelegten Schauspielern und zwar spannenden, aber nie effekthascherischen Bildern. Ich kann das schlecht erklären, einerseits ist es ein typischer Giallo, andererseits unterscheidet er sich von denen, die ich gesehen habe. Es gibt z.B. auch eine übernatürliche Note in Form von Visionen (kein Spoiler, kommt direkt am Anfang) und die Auflösung ist nicht so quatschig, wie bei den meisten anderen.
                          Von mir gibt es :7.5: und eine Empfehlung. Der ist leider nur noch bis Donnerstag in der Mediathek bei Arte verfügbar. Ton ist Englisch mit dt. UTs.

                          Danke für den Tip! Hab mir den eben angesehen und finde Ihn bockstark!
                          Fulci hatte Giallos einfach derbe drauf. „Nackt unter Leichen“ muss ich unbedingt mal wieder sehen. Der „A Woman in a Lizards Skin“ fehlt mir leider noch


                          Offline Max_Cherry

                          • Die Großen Alten
                              • Show only replies by Max_Cherry
                            "Nackt über Leichen" klingt auch sehr interessant. Der basiert auf dem gleichen Buch wie Vertigo und nimmt DePalmas Splitscreen vorweg, las ich gerade. Das klingt schwer sehenswert. Fulci hatte scheinbar mehr zu bieten, als ich dachte.


                            Offline Elena Marcos

                            • a.k.a. Dirk
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                              "Nackt über Leichen" klingt auch sehr interessant. Der basiert auf dem gleichen Buch wie Vertigo und nimmt DePalmas Splitscreen vorweg, las ich gerade. Das klingt schwer sehenswert. Fulci hatte scheinbar mehr zu bieten, als ich dachte.

                              Ja - "Nackt..." kann ich sehr empfehlen. Absoluter Spitzen-Krimi.

                              Fulci hatte ja mit Komödien angefangen und ging eher Richtung Neorealismus. Er war aber irgendwie in jedem Genre bewandelt. Western, Krimi ... bis eben zum Splatter. Seine Filme sind oft unterschätzt. Die Fulcis sind auf meinem Stapel eh ganz weit oben...

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