Der Tank (1984)
- ich hab jetzt vor meinem Uralub noch einen geschafft. Den "Tank" hab ich auch nie gesehen - aber der Film ist 80er pur. Nun, das fängt schon bei der Machart an. James Garner spielt einen Soldaten, der auf eine Militäbasis versetzt wird, um ne Kompanie in Schuss zu bringen. Doch er möchte eigentlich im Alter Berufsfischer werden. Mit seinen Söhnen (einer bereits gestorben - das gibt Konfliktpotential mit dem anderen Sohn - C. Thomas Howell) hat er 15 Jahre lang einen Panzer restauriert. Als er in einer Bar ein Bier trinken geht, legt er sich mit nem Deputy an (ein Junger James Cromwell- cool) und vermöbelt diesen. Das lässt sich der Sherrif nicht gefallen - ein diktaorisches, rassistisches Arschloch, wie es im Buche steht. Um den aufmüpfigen Master Sergeant zu treffen, schiebt er dem Sohn Drogen unter und verfrachtet diesen in ein Arbeitslager. Da nimmt sich James Garner den Panzer und will seinen Sohn befreien.
Besonders cool hat mir Garner gefallen, der hier den edlen Helden gibt. Er übertreibt den Gerechtigskeitssinn zwar, aber so sind echte Helden. Die Szenen mit dem Panzer erinnern allerdings stark an das A-Team. Wenn Autos in die Luft fliegen, dann springen alle Leute immer raus. Verletzt wird eigentlich niemand. Deshalb kann man getrost Autos zerbomben, Gebäude und Autos plattfahren und so weiter. Atmosphärisch ist das ganze hervorragend - zwar kann man sich die ganze Zeit ausmalen, wie die Story weitergeht - bis zum Finale, das wieder dick aufträgt, aber ... verdammt ... so gehört sich das. Ein Amerika, wie wir uns das wünschen.
Mir hat der Streifen Spaß gemacht, was bei mir am meisten an den Schauspielern lag. Die Rolle passte zu Garner wie die Faust aufs Auge. Schön, den mal gesehen zu haben. Ich wollte den eigentlich mal aussortieren - aber ich glaube, ich stelle mir den doch in den Schrank.