München (2005)
- den haben wir jetzt auch auf zwei Abende verteilt gesehen. Wie bei vielen anderen Blockbustern, ist der sehr langgezogen. Vielleicht wäre auch hier eine halbe Stunde kürzer besser gewesen. Für Spielberg ist das hier wieder ein etwas untypischer Film, denn es geht weg von der klassischen Abenteuergeschichte. Die Arbeit der Agenten, um das Attentat zu rächen, wird gut dargestellt. Das Hin- und Her zwischen den Geheimdiensten, Informanten und Opfern ist eigentlich gut nachvollziehbar (ob wohl es viele Figuren sind). Spielberg hat zwar einige kleine Actionsequenzen, walzt das aber nicht allzusehr aus. Vielmehr konzentriert er sich auf die Figuren, die hervorragend dargestellt werden. Man hat das Gefühl, dass die Agenten eigentlich "Normalos" sind, bei denen es auch nicht immer rund läuft. Das verrückt das klassische Bild des Bond-Agenten oder anderen Superhelden. Das Cast hier ist ebenfalls gut gewählt - Eric Bana macht seinen Job hervorragend, aber gerade auch Ciaran Hinds als Carl sticht aus der Besetzung hervor. Craig übt für seine Agentenrolle und Almaric ist wunderbar undurchsichtig und schleimig. Geoffrey Rush hätte ich kaum erkannt, dafür ist mir Michael Lonsdale sofort aufgefallen - denn als Bond-Bösewicht war er prägnant (obwohl der Bond damals irgendwie drüber war).
Was mich fasziniert hat, war die Brisanz und Aktualität des Themas, die sich bis heute nie wirklich geändert hat - und auch die Botschaft am Ende des Films ist irgendwie deprimierend. Denn die Spirale der Gewalt wird sich fortsetzen - und ist kaum zu durchbrechen.
Fazit: ein untypischer Spielberg, perfekt inszeniert und packend bis zum Schluss.
« Letzte Änderung: 03. August 2025, 22:09:49 von Elena Marcos »


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