Ich hab noch zwei Titel vom Wochenende abzuliefern. Vielleicht schaffe ich heute Abend noch einen letzten, mal sehen.
My Neighbor Totoro 
Den hab ich gestern der Kleinen gezeigt. Sie war vollends begeistert. Für mich war schon es das zweite oder dritte Mal.
Obwohl der Film an Handlung im Grunde nur ein ganz minimales Gerüst zu bieten hat, steckt er voller schöner Bilder und Magie. Ghibli pur. Das hat für alle Generationen gut funktioniert.
I want to eat your pancreas 
Was wegen des seltsamen Titels auf Anhieb klingt wie ein Zombie- oder Kannibalenstreifen, im Original Kimi no Suizō o Tabetai, ist tatsächlich eine sehr emotionale und tragische Geschichte über den Wert des Lebens.
Die Schülerin Sakura leidet an einer unheilbaren Erkrankung an der namensgebenden Bauchspeicheldrüse und hat nur noch eine sehr geringe Lebenserwartung.
Haruki ist der Protagonist der Geschichte. Er ist außerhalb von Sakuras Familie der einzige, der von ihrer Erkrankung weiß. Das kommt zuerst als purer Zufall zustande, weil sie sich im Krankenhaus begegnen und er ihr Tagebuch findet.
Haruki ist ein eher stiller und zurückgezogener Eigenbrötler, der sich trotz der Umstände zunächst überhaupt nicht für Sakura interessiert und meint, überhaupt keine Freunde zu brauchen. Doch sie will vor ihrem Tod nun unbedingt noch eine Freundschaft zu ihm aufbauen. Die wenigen Zeit nutzen, die noch bleibt.
Der Film gestaltet sich als großer Rückblick auf die gemeinsame Zeit, nach der ihm nur noch ihr Tagebuch als Erinnerung bleiben wird. Nun könnte man meinen, dass der Ablauf völlig klar und ohne große Überraschungen die Geschichte eben bis zum Ende erzählt, aber überraschen kann der Verlauf dann am Ende dennoch.
Ist das Kitsch? Ja. Werden viele Klischees bedient? Auf jeden Fall. Hat's mich emotional überwältigt und umgehauen? Vor allem auf eine unerwartete Weise? Fuck, ja. Ein wunderschöner und tieftrauriger Film, der mal zum Lachen und mal zum Weinen anregt und mal beides gleichzeitig.