Train Dreams (2025)

Es ist schon irgendwie absurd, dass Netflix einen eigenen Gegenentwurf zum Fast Food Streamingfilm-Muster der letzten Jahre produziert hat. Naja, sie wollen Klicks UND Preise. Vielleicht sitzt bei denen ja doch noch der ein oder andere wahre Filmfan.
Der zweite Langfilm von Clint Bentley wird entschleunigt erzählt ohne langweilig zu sein, legt Wert auf eine wunderbare Bildsprache, bemüht sich um Aufmerksamkeit, berührt einen wenn man sich drauf einlässt und bleibt im Gedächtnis. Die Außenaufnahmen gehören für mich mit zu den schönsten, die man mit digitalen Kameras erzeugen kann. Joel Edgerton leistet hier zudem Großes. Dass er und William H. Macy nicht für einen Oscar nominiert sind, finde ich sehr schade.
Ich kenne die Buchvorlage zwar nicht, aber vom Gefühl her ist den Machern eine wirklich schöne Verfilmung gelungen. Großes Kino im schmalen Bildformat mit einer angenehmen Länge von 95 Minuten bis zum Abspann.
