December Park - Ronald Malfi

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Offline JasonXtreme

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    Eben beendet... December Park ist Malfis zwölftes Buch oder so, bislang kenne ich keins der anderen, was ich aber wohl ändern werde. Hier ist die Geschichte schnell umrissen. Chesapeake Bay Anfang der 90er Jahre in der Kleinstadt Harting Farms. Angelo Mazzone ist 15 Jahre alt und geht auf die örtliche Stanton High. Seine Zeit verbringt er Grunge und Rockmusik hörend mit seinen drei besten Freunden Michael, Peter und Stan. Ab und an raucht man eine, düst mit den Rädern durch den Ort oder den December Park, ist stets auf der Hut vor den größeren Jungs. Doch seit Kurzem geht anscheinend ein Serienmörder um der sich Jugendliche holt, und die Zeit begonnt nicht mehr so unbeschwert zu sein, zumal nicht nur Angelos Dad als Cop auf der Suche nach den Jugendlichen und dem Taäter ist. Sie nehmen es sich zur Aufgabe den Piper selbst zu stellen...

    Natürlich gibt es auch hier etwaige Anleihen anderer CoA Storys, allen voran jene von Onkel King, was aber in der Natur der Sache liegt in meinen Augen. Die Übergangszeit vom Kind zum frühreifen jungen Erwachsenen erleben nunmal die meisten gleich. Findet das noch in einer Kleinstadt statt, finden sich auch da etwaige Parallelen, ob nun USA oder Deutschland... so auch hier. Malfi meint es ist sein persönlichster Roman, wobei ich nicht weiß welche Punkte genau sas betrifft, man kann sich aber vorstellen, dass natürlich die Gefühle des eigenen Erwachsenwerdens, die letzten Monate mit den eingeschworenen Freunden der Kindheit vor dem Übergang ins eigene Leben, hier eine maßgebliche Rolle spielen. Und so nimmt auch eben jene Zeit hier viel Platz ein, so dass sich die Thrillerhandlung auch teils etwas zurücknimmt.

    Das finde ich einerseits gut, andererseits hat Malfi dadurch auch ein zwei Böcke reingehauen, welche die Logik etwas rausnehmen, und da es hier um nichts Übernatürliches geht, wäre es nett gewesen hier etwas genauer zu agieren. So sind die Handlungsweisen der Kids gegen Ende durchaus mal nicht ganz nachvollziehbar, was ich aber insgesamt nachsehen kann. Auch wäre mir ein geringfügig anderes Ende lieber gewesen, wenn ich es aber so bedenke kann man es so lassen, und es fügt sich ins Gesamtwerk ein, wenn man über die komplette Story nachdenkt.

    Was bleibt ist ein spannender Rückblick in die Jugend, mit eigentlich allen Punkten die dazugehören, wenngleich die Liebe etwas zu kurz kommt, ansonsten aber teils wirklich eine super Atmosphäre rüberkommt. Malfi kann charakterisieren ohne zu übertreiben in Kleinigkeiten, vor allem schafft er es Bilder im Kopf zu erschaffen. Wer auf CoA steht, gepaart mit einer ordentlichen Prise Crime, der ist bei Malfi richtig. Wer auf Blut und Gewalt hofft wird enttäuscht, das steht hier nicht im Vordergrund, auch wenn der Autor dazu in der Lage wäre, orakele ich mal.
    Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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