Die wahre Geschichte von Texas Chainsaw Massacre

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Anonymous

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Wer kennt nicht Texas Chainsaw Massacre von Tobe Hopper?
Eine Gruppe blutrünstiger Kannibalen, angeführt von dem kettensägenschwingenden Leatherface, verarbeiten Menschen zu Essen und freuen sich darüber.
Aber wer kennt die wahre Hintergrundgeschichte?
Wenige. Es gab keine Gruppe von Kannibalen, das erledigte ein Mann. Nämlich Ed Gein (27.08.1906-26.07.1984). Er ermordete mindestens zwei Frauen - jedenfalls gab er dies zu. Man vermutet, dass alles begann, als seine Mutter verstarb, an der er sehr hing. Sie war tiefreligiös und stellte andere Frauen als sündig dar. Ebenfalls nur eine Vermutung ist, dass Gein seinen Bruder umgebracht hat, als dieser das Haus verlasse wollte.
Er begann, Gräber zu schänden und sich aus Leichenteilen - besser gesagt der Haut - Sitzbezüge, Kleidungsstücke und Gesichtsmasken zu fertigen.
Am 17.11.1957 untersuchten Polizisten sein Farmhaus in Wisconsin und fanden sie die ausgeweidete Leiche der Ladenbesitzerin Benice Warden. Grund für die Durchsuchung war das Verschwinden von Warden. In ihrem Kassenbuch war Gein als letzter Kunde eingetragen und die Spuren im Laden deuteten auf eine Entführung oder gar Ermordung hin. Plainfield ist nur eine 700-Seelen-Gemeinde, deshalb machte man sich mitsamt Polizei zu Gein's Farmhaus auf. Wie schon erwähnt, fand man Warden's Torso im Anbau aufgehängt und ausgeweidet. Neben neun Gesichtsmasken konnten noch andere Leichenteile  - Nasen, weibliche Geschlechtsorgane, Schrumpfköpfe - sichergestellt werden. Die Überreste stammten von mindestens 15 Personen. Über den Fund eines Herzens gibt es mehrere Berichte. Einer besagt, dass man es in einer Papiertüte neben dem Herd fand, ein anderer, dass es in einer Pfanne auf dem Herd stand. Die endgültige Frage, ob Ed Gein nun ein Kannibale war oder nicht, konnte bis heute nicht geklärt werden.
Er wurde verhaftet und gestand zwei Morde: Den Mord an Warden und der Barbesitzerin Mary Hogan. Außerdem gestand er, neun Leichen aus ihren Gräbern ausgegraben zu haben. Man überwies ihn in das Central State Hospital in Waupun, Wisconsin, da er als nicht schuldfähig angesehen wurde. 1968 gab es einen neuen Prozess und er wurde doch als schuldfähig angesehen. Dies änderte aber nicht viel, da er wieder in das Central State Hospital eingeliefert wurde. Dort blieb er dann auch bis zu seinem Tod durch Krebs 1984.
Seine Taten inspirierten über 15 Filme, darunter Psycho (1960) von Alfred Hitchcock, Three on a Meathook und Texas Chainsaw Massacre (1974). Es gibt auch einen Film über Ed Gein, der 2001 gedreht wurde von Chuck Parello.
Der Mörder "Buffalo Bill" aus dem Buch Das Schweigen der Lämmer von Thomas Harris basiert auf Gein.
Auch die Musik blieb nicht unberührt. Viele Bands sangen Lieder über ihn oder seine Taten. Die schwedische Death-Metal-Band Deranged hat sich nach dem gleichnamigen Film, der von Gein handelt, benannt und ein Album "Plainfiel Cemetary" herausgebracht, in dem auf die Taten von Gein eingegangen wird.
Der Sänger und Schlagzeuger der österreichische Band Bloodsucking Zombies from Outer Space nennt sich selbst Dead Gein - eine Art Hommage an den Serienkiller.
Der ehemalige Bassist der amerikanischen Metal-Band The Spooky Kids (mit Marilyn Manson als Sänger) nannte sich Gidget Gein. Gidget nach einer 60er-Jahre Film-Surferlegende und Gein nach Ed Gein.
Sogar Japan bekam von der Sache Wind und verarbeitete es in dem Manga Rurouni Kenshin. Der Charakter Gein baut in dem Comic Puppen und Kampfmaschinen aus Leichenteilen.
Bücher, Filme, sogar Songs versuchen Ed Gein's Geschichte zu verarbeiten. Natürlich weiß man, dass es sich nicht ganz so schrecklich zugetragen hat wie in Texas Chainsaw Massacre. Das es nicht so schlimm war wie in Das Schweigen der Lämmer. Und was sden Dokumentarfilm angeht, so erfährt man darin auch nicht wirklich Neues. Szenen aus den Filmen werden abgeschwächt dargestellt, aber es sind ja nur Gerüchte und Erzählungen, die uns seine Geschichte erzählen. Seine Taten waren schrecklich und ich versuche hier weiß Gott nicht, ihn in Schutz zu nehmen, ich will damit bloß klarmachen, dass Ed Gein nicht wie die "California Chainsaw Massacre" Killer Leonard Lake und Charles Ng eine Videokamera zur Hand hatte. Die Polizeiberichte über die Funde mögen stimmen, aber was genau trieb ihn dazu? Sprach seine Mutter zu ihm, wie in Psycho zu dem schizophrenen Norman Bates? War er wirklich ein Kannibale, wie in Texas Chainsaw Massacre beschrieben? Wollte er auch lieber eine Frau sein wie "Buffalo Bill" in Das Schweigen der Lämmer? All das kann niemals genau beantwortet werden, denn der Mann, der es wußte, ist jetzt tot und wird nicht mehr reden. Damals redete er übrigens auch nicht viel.
Man könnte ihn mit Billy the Kid vergleichen. Er ist ein amerikanischer Mythos. Zwar ein sehr sehr negativer und grauenvoller, aber ein Mythos.[/img]


Offline JasonXtreme

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    Was ist das jetz? Ein Review wohl weniger - was willst Du uns fragen/sagen?
    Einmal dachte ich ich hätte unrecht... aber ich hatte mich geirrt.


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    Offline Sniper

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      dass Gein das gemacht hat ist nunmal Realität aber ich denk das weiß jeder der sich mit TCM mal näher befasst hat. Zudem baut auch Psycho auf die Geschichte von Ed.

      Aber auch von mir die Frage: Warum postest du das hier? 8O


      Offline Ash

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        Na ich gehe mal davon aus, dass er dachte, dass nicht viele hier die wahre Geschichte kennen, die hinter TCM steckt und wenn es sich um ein allgemeines Filmeforum handeln würde, hätte er sicher recht damit. ;) Und mal so nebenher, die wahren Begebenheiten, auf die sich die Horrorfilme beziehen, finde ich an sich auch sehr interessant. Allerdings die wahre Story am Paradebeispiel der "true history"-Horrorfilme aufzudecken  ist (hier zumindest) unnötig. :-P


        Offline ap

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          Ist doch netter Artikel.  ;)

          Zitat von: "lone tiger"
          Es gibt auch einen Film über Ed Gein, der 2001 gedreht wurde von Chuck Parello.


          es gibt noch mindestens Einen weiteren Film über ''Ed Gein, der ist aus den 70ern und erheblich Besser: DERANGED.
          Gibt5s auf DVD von Legend, sehenswert.