Stolen 
Produktion: Indien, 2023
Regie(debüt): Karan Tejpal
Cast: Abhishek Banerjee, Shubham Vardhan, Mia Maelzer
Inhalt:
A five month old baby of an impoverished tribal woman Jhumpa Mahato is stolen. Two brothers, Gautam and Raman, witness the kidnapping, try to help her when they become embroiled in the complexities of the investigation.
Quelle:
https://mubi.com/de/de/films/stolen-2023-karan-tejpalDas ist also die andere Seite des indischen Kinos: anstatt Hochglanz, Zeitlupen, CGI, Überlänge und Pathos, steht dieser Beitrag für etwas völlig gegensätzliches. In knackigen 95 Minuten wird hier ein phasenweise glaubhaftes und hartes Szenario im rauen Handkamera-Look präsentiert.
Die Geschichte um zwei erwachsene Brüder, die eigentlich nur zur Hochzeit ihrer Mutter wollten und mehr oder weniger unfreiwillig in eine polizeiliche Ermittlung stolpern, fängt noch relativ ruhig an. Nach der Anlaufphase baut der Film aber eine bedrückende und spannende Atmosphäre auf. So ab der Hälfte entwickelt er sich zu einem richtig intensiven Thriller mit gesellschaftskritischen Untertönen. Dabei werden Gruppendynamik, einseitige Informationsverbreitung, Hetze, Armut und weitere Themen angeschnitten.
Ein paar Abstriche muss man wegen der ein oder anderen schwächeren Nebenfigur machen und auch das Drehbuch erlaubt sich später ein paar wenige angreifbare Entscheidungen. Die fallen für mich aber nicht so sehr ins Gewicht, weil mich das Geschehen trotzdem überraschend gut packen konnte.

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und eine unbedingte Empfehlung.
Den gibt es bei amazon Prime, allerdings auf Hindi mit engl. Untertiteln.
Den Trailer lass ich bewusst weg, der erzählt scheinbar den kompletten Film nach. Es wäre schade, wenn man vorher schon so viel weiß.