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Reviews / Harte Ziele (1993)
« am: 03. April 2026, 08:25:53 »
Harte Ziele (1993)
Der Menschenfreund Fouchon hat eine Organisation aufgebaut, die es Reichen ermöglicht, mal ordentlich auf Großwildjagd zu gehen. In diesem Falle ist das Wild Mensch. Vorzugsweise Obdachlose, die niemand vermissen wird. Aktueller Schauplatz der Jagdsaison ist New Orleans. Dummerweise ist nun die Tochter eines der Opfer auf der Suche nach ihrem Vater. Zur Hilfe kommt ihr Chance Boudreaux, seines Zeichens arbeitsloser Seemann. Arbeitslos, weil er seinen Argumenten schon mal Meinungsverstärker kauleistenverbiegender Natur angedeihen lässt. Gemeinsam kommen sie der Organisation auf die Spur und werden selbst Ziel einer ausufernden Hatz.
Ein Jahr nach Hard-Boiled lieferte John Woo hiermit seinen ersten amerikanischen Film ab, und die Regler standen dabei auf Anschlag. Style und Action dominieren, zwischenmenschliche Töne gibt es auch, aber im westlichen Setting wirkt das in seiner Gesamtheit schon etwas comichaft überzogen. Was der Unterhaltung aber keinen Abbruch tut. Mit unerschütterlichem Willen zum Stil werden cool gefilmte Actionsequenzen abgefeuert, die immer noch schwer Laune machen. Lance Henriksen als das personifizierte Böse ist eine Pracht, Arnold Vosloo als sein Handlanger trieft vor Geilheit, wenn es um Nettigkeiten geht, Yancy Butler funktioniert mit großen Augen als damsel in distress, und Van Dammes Frise. Und Wilford Brimley, Gott hab ihn selig.
Das New-Orleans-Setting hat seinen ganz eigenen Charme, unterstützt durch den Score von Graeme Revell. Auch wenn die Gegend manchmal etwas arg menschenleer wird. Durch den Bodycount noch etwas menschenleerer. Wenn Vosloo mit 25 Kugeln befriedet wird, dampft das Jambalaya. Tonnenweise Blei und Schuhsohlen, da lacht das Actionherz.
Anzüge in der B-Note für Fouchons wohl dämlichste Handgranatenaktion der Filmgeschichte.

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und alles Gute zum Geburtstag, Markus! Vor allem Gesundheit für dich und deine Lieben! Wenn das passt, fügt sich der Rest schon irgendwie.

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