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Spamthreads / Antw:Erkenntnis des Tages
« am: Gestern um 18:29:17 »
Schlimmer geht immer: Mein Zimmernachbar im Krankenhaus wurde mal von einem Pitbull in den Sack gebissen 😳
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Arcadia
Schaue gerade die erste Staffel dieser belgisch-niederländisch-deutschen Co-Produktion. Bisher finde ich die Bockstark!
Das Setting in einer dystopischen Zukunft die sich an totalitären Regimen wie China oder Russland orientiert ist bedrückend - und das man nur langsam erfährt wie alles entstanden ist mag ich. Das Erzähltempo ist genau mein Ding. Freue mich schon auf die zweite Staffel.
Der Monat ist fast vorbei. Gestern gab es nochmal ein paar Kurze. Das ist schon eine interessante Welt. In wie weit sich dieses Eintauchen auf die zukünftige Motivation auswirkt, Kurzfilme zu schauen, weiß ich noch nicht. Da war schon viel maximal nettes dabei, was man nicht unbedingt schauen braucht. Aber ein paar Perlen haben wir auch entdeckt. Gelohnt hat sich die Odyssee auf jeden Fall.
Wieder sind alle bei YouTube zu sehen:
At Land (1944)
Ein weiterer, kleiner Experimentalfilm von der Künstlerin und Regisseurin Maya Deren. Was die hier in der Zeit für tolle Bilder produziert hat, ist wirklich beeindruckend. Ich vermute sogar, dass sich Berman vom Schachspiel hat beeinflussen lassen. Viel verstanden habe ich nicht, das ist aber auch nicht nötig und es geht hier eher um die Form als um den Inhalt. Nicht ganz so revolutionär wie "Meshes of the Afternoon", aber sehenswert.
14 min.
unbedingte Empfehlung:
The Robbery (2017)
Jim Cummings hat es wieder geschafft. So viele Wechsel zwischen Anspannung, Tragik und Humor in einen gerade mal zehn Minuten langen One Take zu packen ist hohe Kunst. Eine junge, verdrogte White Trash Frau will einen Laden ausrauben, weil sie dringend Geld für ihren Hund braucht. Was dann folgt ist einfach großartig.
10 min.
Adventures:
- Outpost
- Grapefruit & Heat Death
- The Fabric
Drei Sci-Fi Kurzfilme, die vom Chanel DUST als Anthologie veröffentlicht wurden. Nach den Lobeshymnen hab ich mehr erwartet. Anschauen konnte man die aber gut, dennoch werde ich sie wohl schnell wieder vergessen.
43 min insgesamt-
The Bypass (2003)
Richtig grimmiger Kurzfilm aus Indien über zwei Straßenräuber. Staubig, fies und unterhaltsam. Leider ist die Bildqualität nicht sonderlich gut bei YouTube.
16 min
Fand den Monat echt toll und hab mich sehr gefreut, dass wir so viel gesehen haben. Ein Cummings sollte wir auf jeden Fall noch einschieben.
bis unters Dach press voll, aber zu viert geht das halt nicht anders.

Für mich liegt das ausserhalb meines preislichen Rahmens.


Da scheiden sich die Geister (2020) ARD Mediathek
Hier könnte man das gleiche schreiben, wie bei "Jesus Rolls". Gute Voraussetzungen: eigentlich eine sympathische Grundidee und mit Judy Dench, Dan Stevenson, Isla Fisher und Leslie Mann top besetzt. Zudem sind die Dreißiger-Jahre Ausstattung und die Kameraarbeit absolut solide. Nur wird der Film erschreckend zäh erzählt, bei nur 96 Minuten Laufzeit und der Humor ist für meinen Geschmack überwiegend sehr seicht bis unlustig. Besonders die Figuren von Fisher und Mann nerven leider mit ihrer Art. Die Synchro ist auch nicht so prall, aber nur daran wird es nicht liegen.
In den ersten 30 Minuten konnte man den noch als unspektakulär, aber ganz nett aufnehmen, aber folgend verliert der Film leider mehr und mehr. Schade. Aber auch hier war es irgendwie interessant, einen Film beim scheitern zuzusehen.
Hope And Glory - A Mad Max Fan Film(2024)
Richtig gut gemachtes Hobby-Projekt von Fans, das sogar mehr den klassischen Geist der Reihe atmet, als "Furiosa". Dafür ist der Inhalt in kurzer Zeit wieder vergessen.
42 min
A Slice Of Life (2019)
Sensationelle Optik mit tollen CGI und Modell Effekten. Der Hauptdarsteller passt leider null ins Blade Runner Szenario und die Erzählweise fand ich öde.
25 min
The Lowdown
Ich weiß noch nicht wo das hinführt, aber bisher finde ich es eigentlich ganz cool. Ist von dem Typen der Reservoir Dogs gemacht hat. Ich glaub die Serie hat Steve gesehen?
Eraserhead (1977)arthouse+
David Lynchs erstes Kunstwerk über die Angst vor der Vaterschaft ist ein audiovisuelles Meisterwerk. Jack Nance perfektioniert die Hauptrolle und die vielen originellen und teils ekelhaften Einfälle halten knapp 90 Minuten lang bei Laune. Mit geringsten Mitteln hat er in vielen Jahren ein beeindruckenden, unangenehmen aber auch manchmal schräg-witzigen, genreübergreifenden Kultfilmklassiker geschaffen. Man kann wirklich froh sein, dass Mel Brooks den gesehen und gefeiert hat, sonst wäre es vermutlich nie zum "Elefantenmensch" gekommen und Lynchs Aufstieg als Regisseur. Den kann ich mir immer wieder ansehen und entdecke jedesmal etwas Neues. Es ist auch abgefahren, wie viel von seinen späteren Werken hier schon in Ansätzen drin steckt.

Meinst du "reservation dogs"?
Lost Highway (1997)
Nach der Fahrt durch die Schneewüste zum UCI Kino, flegelten wir uns in der zweiten Reihe auf unsere Liegesessel und haben Lynchs alptraumhaften Neo Noir aus kurzer Entfernung und mit sehr lautem Sound genossen. Wie schon vor ein paar Jahren bei den Wiederaufführungen von "Mulholland Drive" und "Twin Peaks - Der Film", gewinnt alles von David Lynch nochmal auf der großen Leinwand.
Der erste Part konnte heute mit seinen düsteren Bildern aus der wohl unheimlichsten, bedrückendsten Filmwohnung aller Zeiten voll überzeugen. Die distanzierten, emotionslosen Dialoge, die cleveren Bildkompositionen, sowie der dichte Soundteppich brachten den Horror mehr denn je in den Vordergrund. Danach huldigt Lynch intensiv dem Film Noir Krimi. Er wirft dem Zuschauer immer wieder kleine Denkanstöße hin und lässt uns rätseln. Und ich falle immer wieder darauf herein. Am Ende stehen wieder einmal die Fragezeichen und diesmal die Erkenntnis, dass der zweite Part zwar anders ist, mir aber jetzt wieder ausnahmslos gut gefallen hat.
Ich bin zwar immer noch im Team "Mulholland Drive", aber "Lost Highway" ist bei diesem tollen Kinoerlebnis ein bisschen näher rangekommen.
Der geisterte heute noch durch meinen Kopf. Es gibt so viele coole Interpretationsansätze. Ja, Lynch sagt, man muss den Film nicht auf Teufel kommen raus interpretieren wollen. Aber es macht doch so viel Spaß. 😁(click to show/hide)
schließe ich mich an! Toller Film — und ich finde so schwer sind die Lynchs nicht zu verstehen. Also zumindest teilweise 😂
Lost Highway (1997)
Nach der Fahrt durch die Schneewüste zum UCI Kino, flegelten wir uns in der zweiten Reihe auf unsere Liegesessel und haben Lynchs alptraumhaften Neo Noir aus kurzer Entfernung und mit sehr lautem Sound genossen. Wie schon vor ein paar Jahren bei den Wiederaufführungen von "Mulholland Drive" und "Twin Peaks - Der Film", gewinnt alles von David Lynch nochmal auf der großen Leinwand.
Der erste Part konnte heute mit seinen düsteren Bildern aus der wohl unheimlichsten, bedrückendsten Filmwohnung aller Zeiten voll überzeugen. Die distanzierten, emotionslosen Dialoge, die cleveren Bildkompositionen, sowie der dichte Soundteppich brachten den Horror mehr denn je in den Vordergrund. Danach huldigt Lynch intensiv dem Film Noir Krimi. Er wirft dem Zuschauer immer wieder kleine Denkanstöße hin und lässt uns rätseln. Und ich falle immer wieder darauf herein. Am Ende stehen wieder einmal die Fragezeichen und diesmal die Erkenntnis, dass der zweite Part zwar anders ist, mir aber jetzt wieder ausnahmslos gut gefallen hat.
Ich bin zwar immer noch im Team "Mulholland Drive", aber "Lost Highway" ist bei diesem tollen Kinoerlebnis ein bisschen näher rangekommen.
Der geisterte heute noch durch meinen Kopf. Es gibt so viele coole Interpretationsansätze. Ja, Lynch sagt, man muss den Film nicht auf Teufel kommen raus interpretieren wollen. Aber es macht doch so viel Spaß. 😁(click to show/hide)
schließe ich mich an! Toller Film — und ich finde so schwer sind die Lynchs nicht zu verstehen. Also zumindest teilweise 😂

