Die Zwillingsbrüder von Bruce Lee (1976)

Aufgrund des Titels habe ich ursprünglich einen Film aus der Bruceploitation-Welle erwartet. Das hat sich aber geändert, als ich Gerts Review gefunden habe. Gut so, denn so sehr ich die Bruce Lee Filme auch mag, die klassischen Kung Fu Streifen im alten China oder wie hier eben in Korea, gefallen mir vom Setting her meistens mehr. Außer dem deutschen Titel, gibt es hier keinerlei Elemente, die an "Enter The Dragon" und Co erinnern.
Die Story ist relativ dünn, wobei die beiden "Rächer" stets clever und vorausschauend ihren Unterwanderungsplan umsetzen. Da sie wohl nur in der deutschen Fassung Brüder sind, gibt es kleinere Unstimmigkeiten im Laufe der Geschichte. Aber die Handlung ist im Grunde eh nur Mittel zum Zweck, um von einer Actionszene zur nächsten zu kommen. Das geht schon klar so.
Entscheidend sind die zwar kurzen, aber zahlreichen und höchst unterhaltsamen Kämpfe. John Liu präsentiert sich dabei wieder einmal als großartiger Beintechniker und spätestens wenn der Schurke Silver Fox (Hwang Jang Lee) auf den Plan tritt, bleiben keine Wünsche mehr offen. Und ja, die finale Konfrontation ist wirklich klasse.
Wenn man grundsätzlich den klassischen Kung Fu Kloppern zugeneigt ist, wird man hier hervorragend bedient. Ich hatte meinen Spaß.
Allerdings muss ich vor der deutschen Synchronisation warnen. Dort wurde beinahe dauerhaft eine Spur mit wenigen Sekunden Vogelgezwitscher in Schleife als Hintergrundatmo verwendet. Dabei sticht besonders ein sehr penetranter Flattermann hervor, der alle 4-6 Sekunden den immer gleichen, nervtötenden Ton von sich gibt. Es ist unglaublich anstrengend, das 84 Minuten lang ertragen zu müssen. Unfassbar, dass irgendjemand die Tonspur so durchgewunken hat. Das ist der Gipfel der Schluderigkeit.
Der Film selber bekommt von mir unabhängig davon eine solide

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