John Steinbeck - Jenseits von Eden
Ich erinnere mich als Kind das Buch im Regal meiner Eltern gesehen zu haben.
Damals hatte fast jede Familie so ein paar Klassiker im Regal-nee sorry damals war das ja erst so 15 Jahre alt.
Und ich erinnere mich an die James Dean Verfilmung,welche mich nicht so gecatcht hat.
Ich bin auch nie ein James Dean Fan gewesen. Sein beleidigtes Leberwurstgesicht hat mich eher genervt.
Dieses Buch aber wird seinem Status gerecht. Ein Familienepos von biblischem Ausmaß.
Beherrscht wird die Handlung immer wieder vom Cain und Abel Motiv. Vom Brudermord und von Annerkennung und Liebe durch den Vater. Und der Roman wartet auch mit einer wirklich giftigen Frau als Mutter der Trask Söhne auf.
Mich hat der Roman gefesselt und die Prosa fand ich auch wirklich gut, so schreibt heute fast niemand mehr. Da ist extrem viel Tiefe drin und macht die Personen wunderbar lebendig.
Der James Dean Film behandelt ja fast nur das letzte Viertel des 700 Seiten starken Romans und lässt damit eine komplette Generation aus.Und er lässt eine Schlüsselfigur komplett aus,den Chinesen Lee,ein wunderbarer Charakter und eigentlich esenziell für die Handlung.
Hoffen tue ich mal auf die Netflix Serie, die in Kürze kommt mit Florence Pugh in der Rolle der bösen Katie.
Hier der Trailer