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Nachrichten - Elena Marcos

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Filme Allgemein / Antw:Die Filme der Hammer-Studios
« am: 09. August 2020, 14:54:21 »
Ja - den Naschy hab ich bereits vorbestellt, weil ich auch die andren Teile der Box habe. Und "I drink your Blood" kenne ich bereits als "Die Tollwütigen" aus der CMV Trashkollektion - den gibt es nun von Subkultur auf Blu.

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Filme Allgemein / Antw:Die Filme der Hammer-Studios
« am: 09. August 2020, 12:21:03 »
Du schaust wirklich echt abgefahrene Filme.  ;)

Naja - wenn man sich mal mit einem oder zwei Themen beschäftigt, findet man solch einen Kram. Aber so abgefahren sind die alten Hammers gar nicht...

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Der Hund von Baskerville (1959)

siehe Hammer Thread

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Filme Allgemein / Der Hund von Baskerville (1959)
« am: 09. August 2020, 10:34:32 »
Der Hund von Baskerville (1959)

Mit Christopher Lee und Peter Cushing hatte Hammer jetzt zwei eigene Superstars. Und Erfolgsregisseur sollte nun Terence Fisher den vielleicht bekanntesten Holmes-Roman inszenieren.

Die Geschichte ist wahrscheinlich bekannt: Dr. Mortimer taucht bei Holmes auf und berichtet von dem Familien-Fluch. Nachdem Sir Charles Baskerville gestorben ist, reist nun Sir Henry an und soll das Erbe antreten. Bei seiner Ankunft in London vermisst er einen Schuh, der ihm im Hotel gestohlen wird. Holmes schickt Dr. Watson nach Baskerville Hall, um quasi Bodyguard zu spielen – Holmes selbst ist nicht direkt abkömmlich. Derweil bricht in Dartmoore der geisteskranke Verbrecher Seldon aus und versteckt sich im Moor. Eines Nachts kommt es zu einem Angriff im Moor – Dr. Watson findet eine Leiche und glaubt, dass der Tote Sir Henry ist... doch das ist ein Irrtum. Der Tote ist Seldon und trägt Sir Henrys Sachen... Ist der Fluch real???

Ich hab mir immer vorgestellt – Lee wäre Holmes und Cushing Dr. Watson... ne – Cushing gibt den Detektiv und Christopher Lee spielt Sir Henry. Der Film hält sich im groben an die Vorlage auch wenn es einige gravierende Änderungen bei den Figuren gibt. Dann gibt es noch zusätzliche Mordanschläge, die es ebenfalls nicht im Buch gibt, aber im Film Spannung erzeugen sollen. Der Film beginnt zudem mit einer Rückblende, die auf den Ursprung des Fluches eingeht. Hier raubt der fiese Sir Hugo Baskerville eine arme Bauerstochter, die er zu schänden gedenkt. Der Vater wird gequält und die Tochter flieht aus dem Schloss – wir von Sir Hugos Hunden gehetzt und am Ende von ihm mit einem Dolch getötet... Der Filme wurde in den goldenen Hammerzeiten gedreht und das sieht man. Die Kulissen (ja Recycling des Dracula Schlosses) sind superb, die Farben exzellent und die Atmosphäre mit viel Neben gelungen. Fischer inszeniert den Film als Horror-Streifen mit üppiger Ausstattung. Der Film hatte angeblich nur mäßige Kritiken, doch Cushing überzeugte als Holmes, so dass er bei der BBC eine 16-teilige TV-Serie bekam. Der Film ist mit rund 84 Minuten recht flott und konzentriert sich auf die wesentlichen Plotpoints, so dass es keinen Leerlauf gibt. Wer sich an den Änderungen nicht stört, bekommt einen Klassiker im besten Hammer-Gewand präsentiert. Die Musik ist übrigens wieder von James Bernard und lässt einige Dracula-Noten durchscheinen. Ich hab den Komponisten sofort erkannt.

Hammer zeigt hier wieder, wofür sie stehen. Man macht mit dem „Hund von Baskerville“ nichts falsch. Die Bluray hat ein sehr gutes Bild und kommt ausnahmsweise mal nicht von Anolis, sondern von NSM, besitzt aber ähnliches Bonusmaterial wie Trailer, Dokus und einem Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann.


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Smalltalk / Antw:Was mache ich gerade?
« am: 08. August 2020, 20:04:09 »
Wir waren heute auf dem Ruhrstausee paddeln. Natürlich Sonnenbrand auf den Knien, hat aber alles super geklappt. Die Belohnung war dann das Pfefferschnitzel von Eifelschwein und ein Eifel Landbier. Jetzt kann man zu Hause in Ruhe auspacken und die neue LP von einem ehemaligen Kommilitonen auflegen...

6
Da reizt mich nur  Re. Für die letzte Konsolengeneration möchte ich nur meine Knaller. Naja Marco würde auch CoD nehmen. GRATULATION muss ein Hammer werden.  Ich hab noch nicht mal den letzten gespielt. Und bei drei bin ich damals ausgestiegen, weil es zu langatmig war... Am liebsten wäre mir ein Silent Hill, was mir das Fleisch von den Knochen reißt.

7
Filme Allgemein / Big Fella (1937) / River Patrol (1948)
« am: 07. August 2020, 17:47:29 »
Big Fella (1937)

Die große Frage ist: ist Big Fella ein Hammer Film? Keine Ahnung, denn der Film hat ein großes British Lions Logo am Anfang. Ich meine das Hammer Symbol ganz klein unten gesehen zu haben, aber da mir nur die YT Version des Streifens vorlag, ist das auch fraglich. Die imdb listet „Big Fella“ als Hammer Production, was man eigentlich auch glauben mag, denn Regisseur und Hauptdarsteller ist aus „Song of Freedom“ bekannt. Außerdem listet die „Encyclopedia of Hammer Films“ den Film ebenfalls auf.

Mit 70 Minuten ist auch „Big Fella“ recht kurz. Paul Robeson mimt wieder den Dockarbeiter, diesmal in Marseille. Hier wird Gerald Olyphant, der Spross einer reichen englischen Familie, vom Kreuzfahrtschiff gekidnappt. Die Polizei geht daraufhin zu Joe, der alle zwielichtigen Typen im Hafenviertel kennt und beauftragt ihn, ganz diskret, die Augen offen zu halten. Schnell fällt ihm und seinen Kumpels ein Junge auf, der sich am Hafen mit anderen Kindern rumtreibt. Tja – denn der Junge ist einfach nur ausgerissen, weil er lieber als Matrose auf einem Schiff anheuern möchte und die Verhätschelung durch die Eltern satt hat. Joe nimmt ihn bei sich auf, beziehungsweise bei seiner Freundin Amanda, die Sängerin in einer Hafenkneipe ist. Nach zwei Tagen fällt allerdings einem zwielichtigem Bekannten auf, dass der Junge bei Joe ist. Und der nutzt die Gunst der Stunde, den Jungen selber zu entführen und bei der Polizei abzuliefern...

„Big Fella“ ist Komödie, Musikfilm und Gute Laune Show – keiner der Figuren kann man böse sein. Joe und seine Kumpels haben fiese, schadenfrohe Anwandlungen, wenn sie den Fremdenführer/Fliesling des Viertels (Roy Emerton??? Keine Ahnung) verarschen, weil er eine kleine Katze versorgt (der Typ kidnappt später auch den Jungen)... aber auch der Typ selbst, der eigentlich den Jungen nur wegen der Belohnung bei der Polizei abliefert (was für ein Arsch)... Insgesamt ist die Story aber nett, familienfreundlich und sehr leicht. Es gibt zwar am Schluss einen leicht rassistischen Gag, aber nicht auf Kosten des Stars, denn Paul Robeson war schon eine echte Bank. Er gibt einen edlen Mann, der für alle da ist und immer ein Liedchen auf den Lippen hat. Auch Eldon Gorst (der Ausreißer) macht seine Sache super und nervt nicht. Insgesamt ist „Big Fella“ eine Blaupause des Buddymovies, das man später in USA immer wieder gesehen hat. Der Film basiert angeblich auf einem Roman und Robesons Frau hat einen Gastauftritt als Wirtin.

Fazit: Ob Hammer Film oder nicht – Big Fella war für 1937 tolle Unterhaltung, aber nur in Europa, denn Robeson war in den USA leider kein Star (warum wohl?), obwohl der Film eigentlich für die ganze Familie ist. Der Film ist auf YT zu sehen – ob er sonst erschienen ist, weiß ich nicht.


River Patrol (1948)

Hammer war im Anfang auch strak bei Dokus und Kurzfilmen. Ich glaube, viele sind nicht mehr erhalten – oder überhaupt interessant (wer kann sagen, ob Golfsport in den 40er wirklich so umspannend war). „River Patrol“ ist eigentlich kein Film, aber auch keine Doku. Mit 48 Minuten bekommt der Zuschauer einen Einblick in die Arbeit der Küstenwache. Aber es ist eben keine dokumentarischer Arbeit, sondern vor allem ein inszeniertes kurzes Kriminalstück.

Nun – Robby arbeitet eben bei der „River Patrol“ und kontrolliert die Flüsse nach Schmugglern. Bei einer Auseinandersetzung geht sein Kollege Max hopp, was ihn ziemlich mitnimmt. Für ihn ist das nun doppelt ein Grund, die Bande zu jagen. Deshalb versucht er mit Kollegin Jean Undercover an die Bösewichter ranzukommen. Sie suchen deshalb in einschlägigen Schuppen nach „Nylon-Schmugglern“... ja genau – statt Drogen haben die Gauner früher Damenstrümpfe in den 40er als heiße Ware gehabt. Klingt bescheuert, ja ... aber über diese Spur kommen die Ermittler an den Ring, denen sie ein Paar Kisten Alkohol anbieten...
„River Patrol“ ist ein bisschen Milieu-Studie, ein bisschen Film Noir und ganz wenig Dokuarbeit. Aber mit 48 Minuten bekommt der Zuschauer einen Mini-Film, der nicht mehr Minuten braucht und sich anfühlt wie ein echter Klassiker der schwarzen Serie, obwohl er nichts davon hat. Robby und Jean kommen natürlich den Verbrechern auf die Spur und am Schluss gibt es ein Finale mit der Kelle, das flotter daher kommt, als so mancher Tatort Krimi (aber das weiß nur der Marco genau). 

Hammer hat einen hübschen „Support Film“ gedreht, der vor einem kurzen Feature laufen kann und eigentlich in 48 Minuten einen ganzen Film erzählt. Charaktertiefe gibt es nicht und ob die Küstenwache wirklich so gearbeitet hat, sei mal dahingestellt. Aber für einen der ersten Hammer Filme nach dem Krieg war das Ding ordentlich umgesetzt und gibt die Marschroute vor: Krimis waren angesagt bevor Hammer SF und Horror Markenzeichen wurde.

Fazit: kein Highlight, aber wer sich mit Hammer und deren Filmography auseinander setzt: ein Muss.

Zusehen ist da Stück auf dem offiziellen Kanal. Schade, dass der nicht mehr so gut gepflegt wird. Denn die Veröffentlichung alter Filme ist einfach nur geil, da man viel entdeckt, was eigentlich verloren ist...


8
The Embalmer (1965)

- siehe Giallo Thread

Die Teufelspiraten von Kau-Lun (1973)

- siehe Shaw Thread

9
Die Teufelspiraten von Kau-Lun / The Pirate (1973)

Hier haben die Shaw mal ein etwas anderes Genre als Hintergrund gewählt, denn dies ist ein echter Piraten-Film. Natürlich ist er nicht so aufwendig, wie die amerikanischen Vorbilder, sondern passt sich in die Kung-Fu-Schmiede der Brüder perfekt ein.

Ti Lung spielt den Piraten Chang Pao, der gerne an der Küste britische Schiffe überfällt. Direkt zu Beginn kapert er ein Boot und stiehlt haufenweise Schätze. Leider hat beim Feuergefecht sein Schiff ein Leck kassieren müssen. Er kann nur weiter, wenn er das Leck repariert. Pao versucht an Land unbemerkt Material zu erwerben, doch das Gebiet steht unter der Fuchtel von Fiesling Xiang, der zusammen mit seiner herrischen Schwester für die Regierung die Bevölkerung (in erster Linie die Fischer) auspresst. Wer die überhöhten Steuern nicht zahlen kann, muss dann die Töchter zum Spottpreis in den Bordellen abgeben. Dieses gemeine Vorgehen erweicht das Herz von Pao, der den Menschen helfen möchte. Zunächst versucht er Xiang als Geschäftsmann übers Ohr zu hauen, um an sein Material fürs Schiff zu kommen. Doch als ein alter Rivale Hua-Ehr aus dem Knast abhaut, sein (kaputtes) Schiff stielt, bleibt Pao nichts anderes übrig, als Xiang zu bestehlen, um sein Versprechen den Fischern zu helfen, erfüllen zu können. Doch dann taucht der edle Händler Wu (David Chiang) auf, der eigentlich für den Kaiserhof arbeitet und den Behörden vor Ort auf die Finger schauen soll – und er soll den gefürchteten Piraten Pao dingfest machen. Die Weichen sind gestellt für jede Menge Keile...

Der Film ist an sich ganz ok, was an der schwachen Story liegt. Man durchschaut sofort, dass Wu Sympathien für den Piraten hegt und dass Pao auch sich sofort den Fischern als Robin Hood anbietet. Eigentlich ist der Film wieder Vehikel für jede Menge Action. Die Schlacht auf See vom Anfang bleibt leider die einzige. Zwischendurch gibt es viele Kloppereien, von denen die große am Strand das Highlight des Films ist. Der Mann gegen Mann Kampf von David Chiang und Ti Lung wirkt wie drangeklatscht, weil irgendjemanden auffiel, dass die Superstars noch nicht im Film richtig gekämpft haben. Dieser ist dafür auch miserabel choreographiert – man sieht eindeutig, dass sie aneinander vorbeischlagen... außerdem hat Ti Lung auf einmal einen Bartschatten (ob die Szene nachgedreht wurde???). Vielleicht liegt es auch daran, dass „The Pirate“, der angeblich auf der wahren Legende von Cheung Po Tsai basiert, drei Regisseure verbraten hat. Da man Von Chang Cheh und Wu Ma besseres gewohnt ist, liegt es vielleicht am Einfluss von Pao Hsueh-Li, der aber selbst viele Klassiker gedreht hat.

„The Pirate“ ist auf jeden Fall nicht der beste Shaw-Bros Film, aber aufgrund der Piraten Thematik doch erfrischend. Die Blu-ray basiert auf der gekürzten Celestial-Fassung und lässt wohl ein paar Dialoge vermissen, die in der damaligen gekürzten Kinofassung enthalten waren... Egal. Wer mal zwischendurch einen unterhaltsamen Kungfu-Film ohne Tiefgang braucht, ist bei den Teufelspiraten auf jeden Fall richtig. Ti Lung und David Chiang haben schon in einigen anderen Krachern wie „Fan Chu“ und „Zehn gelbe Fäuste für die Rache“ perfekt harmoniert. Das Zusammenspiel macht Spaß und der Film (übrigens jetzt FSK 12 – nicht 16 wie es auf der Hülle steht) ist unterhaltsam, auch wenn er kein großer Wurf ist.


10
Filme Allgemein / The Monster of Venice / The Embalmer (1965)
« am: 06. August 2020, 16:39:28 »
The Monster of Venice / The Embalmer (1965)

Troy Howarth bezeichnet ihn als “Worst of the Worst Gialli“, aber ganz so schlimm ist es nicht. „The Embalmer“ ist mehr ein durchschnittlicher Grusel-Krimi a la Wallace, der leider sehr uninspiriert gedreht ist.

In dieser Geschichte geht ein unheimlicher Mörder in Venedig um. Er taucht durch die Lagune und holt sich schnell und sicher seine jungen Opfer, die meist um die 18 Jahre alt sind, und bringt diese dann in die Katakomben unter der Stadt. Hier konserviert er die Leichen und stellt diese in einen Art Vitrinen-Schrank – sein Tempel der Schönheit und des Todes. In der Zwischenzeit hat der Reporter Andrea eine Theorie und geht zur Polizei, die ihm aber nicht glaubt. Schließlich sind keine Leichen gefunden worden. Als dann auch noch eine Horde Studentinnen auf den Plan treten, verliebt sich Andrea nicht nur in die fesche Betreuerin Maureen, sondern das „Monster“ hat eine hübsche Auswahl an knackigen Girls für seine Ausstellung...

Dem Film muss ich schon etwas Atmosphäre zusprechen. Der Mörder ist als „Froschmann“ unterwegs und zieht die Mädels immer gekonnt unter Wasser. Die jeweiligen Opfer werden immer mit einem kurzen Freeze-Frame gekennzeichnet, wenn der Irre sich die ausguckt. Auch das Finale in der Unterwasserhöhle ist schon schaurig – eben so richtig Wallace-Like. Leider ist der Rest des Films sehr statisch gefilmt. Hübsche Einstellung aus Venedig gibt es genügend, aber es reicht nicht für einen richtig packenden Film. Auch die kurze Laufzeit von rund 76 Minuten tut dem Film gut. Die Identität des Mörders ist recht früh ersichtlich und keine echte Überraschung, aber es hätte auch jemand anderes sein können. Eine Aufklärung zu seiner Motivation gibt es am Ende nicht.

Der Film ist bisher nur in den USA erschienen. Es gibt ihn auf DVD und in Tales of Horror Collection –wahlweise im 50er oder 100er Pack. Ich hab ihn bei YT entdeckt. Fazit: ok – und nicht mehr.


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Libido (1965)

siehe Giallo Thread

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Filme Allgemein / Libido (1965)
« am: 06. August 2020, 08:43:16 »
Libido (1965)

Ein Giallo, wie er im Buche steht. Ernesto Gastaldis Regiedebüt, das er mit etwas Hilfe von Vittorio Salerno umsetzte, ist ein absolut klassischer Vertreter seiner Art. Er beginnt mit einem kleinen Jungen, der mit seiner Spieluhr (Jimmy, die Grille), der zufällig mit ansehen muss, wie sein Vater – ein perverser Sex-Killer, eine Frau im eigenen Haus umbringt. Er hat sie in einem Zimmer voller Spiegel ans Bett gefesselt, bevor er sie tötet. Dann geht der Vater aus dem Haus zu den Klippen und begeht selbst Mord. Jahre später wird der erwachsene Christian (gespielt von Giancarlo Giannini) als geheilt aus der Anstalt entlassen und fährt zusammen mit seiner Frau Helene (Dominique Boschero) zurück zum Elternhaus. Begleitet werden sie von seinem Anwalt Paul (der bekannte Italienische Nebendarsteller Luciano Pigozzi) und dessen junger Frau Brigitte (Mara Maryl). Christian versucht sich seiner Vergangenheit zu stellen, hat insgeheim aber Angst wie sein Vater zu sein. Seine Frau und auch Paul unterstützen ihn, während Brigitte, ein typisches blondes Dummchen, von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Das zeigt sich direkt, als sie sich zum Schlafen das Mordzimmer aussucht.  Christian lässt das widerwillig zu. Doch plötzlich häufen sich schreckliche Ereignisse. Christian glaubt, sein Vater wäre wieder da. Schließlich wurde seine Leiche nie gefunden. Der Schaukelstuhl wippt, seine Pfeife liegt qualmend im Aschenbescher und mitten in der Nacht sieht Christian seinen Vater im Garten. Als er Helene holt, ist die Gestalt weg, aber feuchte Fußspuren führen durch das Haus...

Nun – Gastaldi, der etliche Drehbücher und Romane verfasst hat, inszenierte ein Kammerspiel, das die meiste Zeit mit nur vier Personen auskommt. Pigozzi als zwielichtiger Anwalt ist sowieso eine Show und auch Mara Maryl, die übrigens mit Gastaldi verheiratet war und die Idee für diesen Film hatte, gibt das blonde Dummchen als perfekte Mischung aus Arroganz, Naivität und purem Sex. Der Film spielt die größte Zeit im Haus und lässt sich für die Entwicklung der Geschichte erstaunlich viel Zeit, ohne allerdings langweilig zu sein. Immer wieder bekommt der Zuschauer ein Puzzlestück, bis zum ersten Mord...

Hier sein natürlich nicht verraten, wer wen umbringt. Ich habe zwar halbwegs richtig gelegen, doch hat mich das Ende dann doch etwas überrascht. Aber eins kann ich versprechen: natürlich gibt es ein Finale mit doppeltem Boden und einer doch fiesen Pointe.
Libido ist ein absolut gelungener Krimi, der am Anfang mich entfernt an „Profondo Rosso“ erinnern ließ. Hier gibt es den kleinen Jungen (ich glaube unterm Weihnachtsbaum – kann mich aber nicht genau erinnern) und eine Spieluhr mit einer Melodie, die auch zum unheimlichen Hauptmusikthemas des Filmes wird. Es gibt viele unheimliche Szenen in dem Haus und eben eine fiese Auflösung.
Ich kann diesen kleinen Krimi, die geneigten Giallo-Fan auf jeden Fall ans Herz legen.

Erschienen ist er bisher nur in Italien auf DVD und in den USA auf VHS - allerdings nur im Original ohne UT. Da hilft mal wieder nur YT:


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Neuigkeiten / Antw:The Lighthouse (Dafoe/Pattinson)
« am: 06. August 2020, 08:37:19 »
Ich werde ihn die Tage bestimmt mal ansehen - dann gibt es was zum diskutieren.

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Smalltalk / Antw:Was mache ich gerade?
« am: 05. August 2020, 18:02:16 »
Ja Gehirnerschütterung.
Die meinten zwar nicht allzu auffällig, aber da er sich dort nochmal übergeben musste, darf er nun 24h zur Kontrolle da bleiben.

Gute Besserung an den Jungen ... wir haben alle so einen Mist gebaut, als wir klein waren.

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The Grand Substitution (1964)

siehe - Shaw Thread

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Smalltalk / Antw:Heute in der Zeitung gefunden:
« am: 05. August 2020, 10:05:53 »
Doch das Thema war in den Nachrichten, aber Tonnies betreibt Lobby-Arbeit wie sie im Buche steht. Und die Politik lässt das auch noch durchgehen. Eine riesengroße Frechheit...

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Asiatische Filme / The Grand Substitution (1964)
« am: 05. August 2020, 10:03:16 »
The Grand Substitution (1964)

Ein gutes Beispiel für die frühen Erfolge der Shaw Studios. Bevor der Durchbruch mit den Kungfu-Filmen kam, unterhielt man die Leute mit beliebten „Huangmei Opern“. Dies waren oft Geschichten angesiedelt im alten China, die für das Mainstream-Publikum mit vielen „Volksliedern“ versehen waren. „The Grand Substitution“ von Yen Chun (der in dem Film übrigens selbst als patriotischer Physiker/Arzt Ching Yin mitspielt) ist ein sehr gutes Beispiel für eine Oper, die sich um Intrigen, Verrat und Rache dreht.

Die Geschichte basiert auf dem Stück "The Great Revenge of the Orphan of Zhao" und ist zunächst ganz einfach. Kaiser Ling ist ein ziemlicher Waschlappen, was das Regieren anbelangt und verlässt sich bei Entscheidungen auf seine Minister. Leider hört er weniger auf den treuen Chao, sondern auf den bösen Minister Tu (genial dargestellt von Ying Li, dem man schon an seinem verkniffenen Gesichtsausdruck und den hochgezogenen Schultern die Böswilligkeit ansieht). Dieser will seinen Rivalen ermorden lassen, doch der Mörder ist ebenfalls ein Patriot und opfert sein Leben, damit Chao diesen Betrug aufdecken kann. Doch Tu dreht es bei der Anhörung beim Kaiser so, dass Chao als Intrigant dasteht.  Natürlich hat Tu bereits ein kaiserliches Edikt vorbereitet, um Chao und seine ganze Familie auslöschen zu lassen. Der Kaiser – immer noch voll der Waschlappen – verhindert das natürlich nicht, da er sich gegen Tu nicht durchsetzen kann. Leider ist die Familie Chao in die Kaiserfamilie eingeheiratet, denn Prinzessin Chuan Ji (Shaw Superstar Li-Li Hua) ist schwanger, was Tu spitzbekommt. Nun, nachdem alle der Familie ausgerottet sind, wartet Tu auf die Geburt. Doch der Arzt Ching Yin schmuggelt den Jungen aus dem Palast. Doch Tu ist nicht blöd und glaubt der Prinzessin die Geschichte der Totgeburt nicht (er lässt auch die Dienerin befragen und foltern – doch die spricht auch nicht. Leider lässt er der Dame die Zunge rausreißen – quasi noch rechtzeitig, denn sie hätte sonst den großen Plan des „Austausches“ zunichte gemacht). Er lässt verkünden, dass alle neugeborenen Babys im Land getötet werden, wenn man das Baby nicht zurückbringt. Der Arzt ist im Zwiespalt und will seinen eigenen Sohn opfern, um den Prinzen zu retten. Das gelingt ihm nur durch seinen Schwager Kung Sun, der alt ist und sich ebenfalls opfert. Nun der Arzt verpfeift Kung Sun, bei dem man das (falsche) Kind findet und der dann als Verräter hingerichtet wird. Das Kind wird getötet und Tu belohnt den Arzt, indem er ihm im Palast aufnimmt und Patenonkel seines Kindes wird (welch Ironie, dass er mit den Prinzen aufzieht). 15 Jahre später begegnet der junge Chiu Wu, der Prinzessin, die ihn für den Sohn des Verräterischen Arztes hält... doch bald kommt natürlich alles raus und zum großen Finale...

Wie bei allen anderen Huangmei Opern, geht es hin und her, Intrigen werden gesponnen und führen entweder zum Happy End... oder auch oft nicht. Hier wird alles gut. Der Film ist bunt und hübsch anzusehen, natürlich wird viel gesungen, aber irgendwie werden mir die SingSang-Filme auch nicht langweilig. Das liegt auch oft am nächsten Shaw-Superstad Ivy Ling Po, die ich in jeder Rolle super finde. Für sie wurde in Hong Kong ja auch ein Preis erfunden: Beste Schauspielerin in einer männlichen Rolle. Denn oft spielte sie Männerrollen, wie auch hier. Lustig ist natürlich, dass sie einen 15 Jährigen Jungen spielt und wahrscheinlich genauso alt ist wie Filmmutter Li-Li Hua (Hier muss ich mich korrigieren - Li-Li Hua ist 16 Jahre älter als Ivy Ling Po. Das kommrt zwar hin, aber im Film wird die Prinzessin ja irgendwie nicht älter). Aber darüber sehen wir hinweg. Der Film wurde als Best Picture beim 12. Asian Film Festival ausgezeichnet und – wie sollte es anders sein, ebenso Ivy Ling Po (auf die mal leider rund 80 Minuten warten muss, bis sie auftritt). Außerdem war Ivy Ling Po, der einzige Shaw Star, die ihre Lieder selbst gesungen hat, die anderen wurden immer von professionellen Sängern inspiriert.

Fazit: Eine recht flotte Oper, die mit 112 Minuten recht lang, aber nicht langweilig ist. Ein buntes Vergnügen, leider ohne große Schlachtszenen, mit einem rührenden Ende. 


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Todestage / Antw:Wilford Brimley ist tot
« am: 04. August 2020, 11:41:59 »
Mir ist er nur aus The Thing geläufig. Da hatte er eine ziemlich geile Rolle als Blair.

Ruhe in Frieden.

Harte Ziele? Cocoon? Remo? China Syndrom? Die Bronson Dinger Grenzwolf oder Mann wi Dynamit? usw.

Brimley hat viel gemacht und ist dir bestimmt noch öfters mal aufgefallen.

19
Todestage / Antw:Reni Santoni ist gestorben
« am: 04. August 2020, 09:34:17 »
R.I.F.

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Reviews / Antw:Squirm - Invasion der Bestien
« am: 03. August 2020, 16:39:38 »
Squirm

- hm. Was soll ich sagen. Eigentlich ein nettes Creature Feature, typisch 70er und auch der klassische Aufbau, aber aus heutiger Sicht etwas blutarm. Ich hatte den vor einiger Zeit schon mal gesehen, aber die BD hat ein tolles Bild und gute Schärfe. Leider braucht der Film arg lange um in Fahrt zu kommen, die Familienkonstellation mit der Mutter fühlte sich sehr nach "Vögel" an. Die Effekte von Rick Baker sind superb, aber zu kurz, genauso wie das Finale, das ruhig etwas länger hätte sein können...

An sich macht man nichts falsch, wenn man auf 70er Jahre Tierhorror steht. Die Würmer sind alle echt und das hat auf jeden Fall den größeren Ekelfaktor als CGI. Patricia Pearcy ist recht nett anzusehen, aber Don Scardino wirkt manchmal echt wie ein Trottel. Den hätte ich als arroganter Sherriff auch schnell aus der Stadt gejagt. Na egal - bei manchen Szenen bleibt die Logik auf der Strecke, aber wir wollen ja das ganze nicht zu ernst nehmen. Der Film ist eigentlich für wohligen Horror am Abend geeignet. Kein Splatterfest, aber unterhaltsam.

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Squirm

- hm. Was soll ich sagen. Eigentlich ein nettes Creature Feature, typisch 70er und auch der klassische Aufbau, aber aus heutiger Sicht etwas blutarm. Ich hatte den vor einiger Zeit schon mal gesehen, aber die BD hat ein tolles Bild und gute Schärfe. Leider braucht der Film arg lange um in Fahrt zu kommen, die Familienkonstellation mit der Mutter fühlte sich sehr nach "Vögel" an. Die Effekte von Rick Baker sind superb, aber zu kurz, genauso wie das Finale, das ruhig etwas länger hätte sein können...

An sich macht man nichts falsch, wenn man auf 70er Jahre Tierhorror steht. Die Würmer sind alle echt und das hat auf jeden Fall den größeren Ekelfaktor als CGI. Patricia Pearcy ist recht nett anzusehen, aber Don Scardino wirkt manchmal echt wie ein Trottel. Den hätte ich als arroganter Sherriff auch schnell aus der Stadt gejagt. Na egal - bei manchen Szenen bleibt die Logik auf der Strecke, aber wir wollen ja das ganze nicht zu ernst nehmen. Der Film ist eigentlich für wohligen Horror am Abend geeignet. Kein Splatterfest, aber unterhaltsam.

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Todestage / Antw:Wilford Brimley ist tot
« am: 03. August 2020, 13:35:15 »
Ruhe in Frieden

- wir hatten vor einiger noch Cocoon 1 und 2 im Player. Brimley wirkte irgendwie immer alt, und dann noch nicht...

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Smalltalk / Antw:Happy Birthday Marc!
« am: 03. August 2020, 10:18:29 »
Happy Birthday - nachträglich...

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Der mit Sheen, von Schlesinger? War unterhaltsam, aber mit dem hier kein Vergleich für mich. Hab den aber auch erst auf DVD gesehen, vorher nie

Genau, der mit Billy Blanks  - der war auch so ein Vodoo-Thriller, ist natürlich ein ganz anderes Ding als "Angel Heart". Ich hab den aber auch seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen...

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Serien / Antw:Gangs of London
« am: 02. August 2020, 12:06:54 »
Macht mich ebenfalls neugierig - hoffe dann auf eine Scheiben-V.Ö.

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